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Medienkompetenz von Jugendlichen anhand einer Gruppendiskussion zum Thema "U20 - Deutschland deine Teenies"

Eine Forschungsarbeit zur Überprüfung von Selbstsozialisationsprozessen mit Medientexten in Peer Groups

Title: Medienkompetenz von Jugendlichen anhand einer Gruppendiskussion zum Thema "U20 - Deutschland deine Teenies"

Diploma Thesis , 2010 , 106 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Diplom Pädagoge Andy Blum (Author)

Sociology - Children and Youth

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Summary Excerpt Details

Wir leben heute in einer Welt, in der digitalen Medien eine enorme Bedeutung zukommt. Fernseher und Computer sind aus einem normalen Haushalt nicht mehr wegzudenken und das Handy ist als multifunktioneller Wegbegleiter ständig präsent. Nicht nur in der Freizeit, sondern auch zunehmend in Ausbildung und Beruf, nehmen digitale Medien einen hohen Stellenwert ein. Diese Beobachtung ist sowohl durch einen persönlichen Blick in den Alltag zu verifizieren, als auch durch die JiM-Studie in den letzten Jahren durchweg empirisch bestätigt worden. So kann der komplette Einkauf via Mausklick oder Teleshopping ausgeführt werden, eine Konferenz mit Mikrofon und Webcam über viele Kilometer hinweg überbrückt und die aktuellsten Informationen zu jedem erdenklichen Thema über das Fernsehen oder das Internet, zu weiten Teilen selektiv, bezogen werden. Selbst körperliche Betätigung kann schon in einem simulierten Setting, über eine Spielekonsole, betrieben werden. Die Vielfalt von Möglichkeiten und auch von Medien selbst eröffnet völlig neue und individuelle Handlungsräume für den Menschen.
Die Kehrseite der Medaille ist hingegen, dass die Selektion von Medien und das Nutzbarmachen ihrer Inhalte, sowie das Schritthalten innerhalb ständiger Neuerungen, Anforderungen an den einzelnen stellen bzw. ihm Kompetenzen abverlangen, die zuvor auf dem Weg der Sozialisation erworben werden müssen. Diese Kompetenzen werden in der öffentlichen Diskussion zumeist als Medienkompetenzen spezifiziert und sind nach allgemeinem Konsens heute Schlüsselqualifikationen zu gesellschaftlicher Partizipation. Gerade junge Personen stehen unter dem Druck, Medien als selbstverständliche Werkzeuge in ihrem Leben zu nutzen. Als „Digital Native“ (Prensky 2001) genießen sie einen gewissen Vorteil gegenüber der Erwachsengeneration im Umgang mit digitalen Medien und doch bekunden einige Medienkritiker, dass der Umgang Heranwachsender mit Medien sehr wohl auch Risiken birgt, was einer Legitimation pädagogischer Intervention zur Förderung von Medienkompetenzen gleich kommt. Nicht zuletzt ist aber auch die Kritik am selbstinitiierten Umgang Heranwachsender mit Medien ein Grund, einen wissenschaftlichen Blick in ihre Lebenswelt zu werfen.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Teil 1: Die Grundlagen

2.1. Die Generation Medienjugend

2.2. Jugendmedienforschung

2.2.1. Die Entwicklung der Medienforschung

2.2.2. Parasoziale Interaktion – Figuren, Personen und Rahmen

2.2.3. Uses-and-Gratification Approach

2.2.4. Die Position der Cultural Studies

2.2.5. Identitätsfindung als Lebensaufgabe – Die Frage nach der Sozialisation

2.2.6. Zusammenfassung

2.3. Das Medium Fernsehen und seine Bedeutung für die heutige Jugend

2.3.1. Die aktuelle Programmlandschaft

2.3.2. Exkurs: Fernsehprogrammanalyse der Sender ProSieben, RTL und MTV

2.3.3. Das Echte Leute Fernsehen: Reality TV

2.3.4. Die Fernsehserie „U20 – Deutschland deine Teenies“

2.3.5. Zusammenfassung

2.4. Begriffsdefinition: Medienkompetenz

2.4.1. Der Kompetenzbegriff

2.4.2. Nach Dieter Baacke

2.4.3. Die gemeinsamen Schnittpunkte in der Vielfalt moderner Definitionen

2.4.4. Medienkritik als übergreifende Dimension von Medienkompetenz

2.4.5. Selektion von Teilaspekten des Medienkompetenzbegriffs zur Schaffung einer für diese Arbeit gültigen und hinreichenden Definition

3. Teil 2: Erforschung des Themenfeldes

3.1. Gruppendiskussion als qualitative Forschungsmethode

3.1.1. Die dokumentarische Methode als Auswertungsverfahren

3.2. Der Aufbau der Forschung – Vorbereitungen und Hypothesen

3.2.1. Zur Auswahl einer exemplarischen Folge „U20 – Deutschland deine Teenies“

3.2.2. Die Zusammensetzung der Diskussionsgruppen

3.2.3. Das Setting

3.2.4. Die Konzeption der Gruppendiskussion

3.3. Der Ablauf der Forschung – Resümee der Ereignisse

3.3.1. Erfahrungsbericht - Die Verfügbarkeit Jugendlicher als Forschungsteilnehmer

3.3.2. Vorstellung der Diskussionsgruppen und Bezeichnung klarer Differenzen

3.3.3. Formale Interpretation der einzelnen Gruppendiskussionen

3.3.3.1. Gruppe 1 – „U20“

3.3.3.2. Gruppe 2 – „Deutschland“

3.3.3.3. Gruppe 3 – „Teenies“

3.3.4. Vergleich der drei Gruppen auf Grundlage der formalen Interpretationen

3.4. Die Auswertung der Forschung – Ergebnisse der Diskussionsgruppen

3.4.1. Dokumentarische Interpretation der einzelnen Gruppendiskussionen

3.4.1.1. Gruppe 1 – „U20“

3.4.1.2. Gruppe 2 – „Deutschland“

3.4.1.3. Gruppe 3 – „Teenies“

3.4.2. Komparative Analyse und Typenbildung

4. Teil 3: Zusammenführung der Arbeitsteile (Fazit)

5. Literaturverzeichnis

5.1. Fachliteratur

5.2. Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Mediennutzungsverhalten von jugendlichen Peer Groups am Beispiel der Reality-TV-Sendung „U20 – Deutschland deine Teenies“. Ziel ist es, durch die Analyse der gruppeninternen Verarbeitung des gezeigten Materials Rückschlüsse auf die vorhandene Medienkompetenz der Jugendlichen zu ziehen und die Funktion des Fernsehens als „Sozialisationsagenten“ in Selbstsozialisationsprozessen zu verdeutlichen.

  • Rolle von Medien bei der Identitätsfindung und Selbstsozialisation Jugendlicher
  • Stellenwert des Reality TV im Lebensalltag von Jugendlichen
  • Methodische Anwendung der Gruppendiskussion und dokumentarischen Methode
  • Differenzierung von Medienkompetenz im Kontext von Peer Groups
  • Analyse der Rezeptions- und Aneignungsweisen durch komparative Typenbildung

Auszug aus dem Buch

2.2.2. Parasoziale Interaktion – Figuren, Personen und Rahmen

Wie bereits aufgezeigt wurde, geht es innerhalb der qualitativen Medienforschung darum, herauszufinden, wie der Mensch mit Medien (in diesem Fall dem Fernseher) umgeht bzw. welchen Nutzen der einzelne aus der Rezeption von Fernsehserien ziehen kann. Die Akteure von Fernsehsendungen sind Darsteller, welche als integrierter Bestandteil des Alltags, auf dem Fernsehschirm mit dem Publikum in Kontakt treten. Die Kontaktaufnahme über ein Medium oder die gesamte Wahrnehmung von Medienakteuren unterscheidet sich jedoch laut Angela Keppler deutlich von den Prozessen zwischen fassbaren, unvermittelten Menschen des sozialen Umfelds. Medienvermittelte Menschen sind ihrer Definition nach als fiktive Figuren von den uns umgebenen, individuellen Personen zu unterscheiden (Keppler 1996, S. 15). Der wohl größte Unterschied innerhalb der Interaktion mit Figuren vs. Personen liegt in der Wechselseitigkeit der Beziehung. Der Umgang mit Figuren bleibt in der Regel konsequenzlos. Der Medienakteur reagiert nicht direkt auf das Verhalten des Rezipienten, da die individuelle Reaktion nicht über das Medium auf die Produzentenseite übertragen wird.

Während einer realen Interaktion würde das Gegenüber (die Person) direkt auf Äußerungen des Interaktionspartners eingehen (ebd.). Das 1956 von Horton und Wohl vorgestellte Konzept der Personae kann durchaus zur Vervollständigung der Definition einer Figur angewandt werden. Demnach sind Medienakteure als Personae zu bezeichnen. Ihre besonderen Merkmale sind dabei die Kontinuität ihrer Erscheinung, wodurch sich bei längerer Rezeption eine gemeinsame Geschichte ergibt, die Zuschauer und Medienakteur miteinander verbindet. Hinzu kommt ein durch den Medienakteur hervorgerufenes Gefühl von Intimität, durch welches der Rezipient für den Moment vollkommen vergisst, dass er sich in einer medial inszenierten und vermittelten Situation befindet (Wegener 2008, S. 294). Gerade durch den Einsatz von Serien oder Fortsetzungsfolgen kann so ein intimes Verhältnis zwischen Medienakteur und Rezipient erzeugt werden. Für den Fall, dass eine Figur für den Rezipienten interessant ist, kann so ein Gefühl persönlicher Nähe entstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsinteresses an Medienkompetenzen Jugendlicher im Kontext von Reality-TV und der zentralen Rolle der Selbstsozialisation.

2. Teil 1: Die Grundlagen: Theoretische Herleitung der Jugendmedienforschung, der parasozialen Interaktion, des Uses-and-Gratification Approach sowie der Bedeutung von Fernsehen und Medienkompetenz.

3. Teil 2: Erforschung des Themenfeldes: Methodische Beschreibung der Gruppendiskussion und der dokumentarischen Methode sowie Analyse der Ergebnisse aus den Diskussionsrunden.

4. Teil 3: Zusammenführung der Arbeitsteile (Fazit): Synthese der Forschungsergebnisse hinsichtlich der Medienkompetenz und der Rolle des Reality-TV bei der Identitätsarbeit von Jugendlichen.

5. Literaturverzeichnis: Umfassende Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Medienkompetenz, Jugendmedienforschung, Reality TV, Selbstsozialisation, Gruppendiskussion, dokumentarische Methode, Peer Groups, parasoziale Interaktion, Identitätsbildung, Medienrezeption, Aneignung, Sozialisationsagenten, kulturelle Identität, U20, Medienhandeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche im Kontext ihres Alltags und ihrer Peer Groups Medien – speziell das Genre Reality TV – nutzen, um Identität zu konstruieren und sich in der Welt zu orientieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Mediensozialisation, die Bedeutung des Fernsehens in der heutigen Jugendwelt, die Theorie der parasozialen Interaktion sowie die Definition und Messbarkeit von Medienkompetenz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Mediennutzungsverhalten Jugendlicher beim Ansehen von Reality-TV-Formaten aufzudecken, um Rückschlüsse auf deren Medienkompetenz sowie die Funktion des Fernsehens als Sozialisationshilfe zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autor verwendet die Methode der Gruppendiskussion in Kombination mit der dokumentarischen Methode, um kollektive Orientierungsmuster von Peer Groups auszuwerten.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Teil 1) und die praktische Erforschung des Themenfeldes mittels Gruppendiskussionen und deren Auswertung (Teil 2).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit zeichnet sich primär durch Begriffe wie Medienkompetenz, Reality TV, Selbstsozialisation, Peer Groups und dokumentarische Methode aus.

Warum wurde ausgerechnet die Serie „U20 – Deutschland deine Teenies“ ausgewählt?

Diese Serie wurde aufgrund ihrer expliziten Zielgruppenansprache und ihres Alltagsbezuges als repräsentativ für das Genre Reality TV gewählt, um bei Jugendlichen eine hohe Gesprächsbereitschaft und inhaltliche Identifikation zu ermöglichen.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse der Gruppendiskussionen?

Die Analyse zeigt, dass der Umgang mit Reality-TV-Inhalten stark variiert: Während einige Gruppen die Sendung lösungsorientiert als „Probebühne“ für soziales Handeln nutzen, dient sie anderen zur Abgrenzung und Selbstaufwertung gegenüber als „unreif“ empfundenen Darstellern.

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Details

Title
Medienkompetenz von Jugendlichen anhand einer Gruppendiskussion zum Thema "U20 - Deutschland deine Teenies"
Subtitle
Eine Forschungsarbeit zur Überprüfung von Selbstsozialisationsprozessen mit Medientexten in Peer Groups
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Fachbereich 03 Sozial- und Kulturwissenschaften Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Diplom Pädagogik, Pädagogik der Jugend
Grade
1,0
Author
Diplom Pädagoge Andy Blum (Author)
Publication Year
2010
Pages
106
Catalog Number
V263361
ISBN (eBook)
9783656524502
ISBN (Book)
9783656526810
Language
German
Tags
Medienkompetnez Jugend Gruppendiskussion Reality TV Medientheorien Fernsehen Identität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Pädagoge Andy Blum (Author), 2010, Medienkompetenz von Jugendlichen anhand einer Gruppendiskussion zum Thema "U20 - Deutschland deine Teenies", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/263361
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