Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Sociology - Social System and Social Structure

Ungleiche Lebenschancen als Folge sozialer Ungleichheit

Title: Ungleiche Lebenschancen als Folge sozialer Ungleichheit

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Carsten John (Author)

Sociology - Social System and Social Structure

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Nach einer kurzen Einführung, wie der Begriff Soziale Ungleichheit soziologisch definiert ist, werden Theorien und Modelle sozialer Ungleichheit wie Klassen- und Schichtmodelle, Lebensstile und soziale Milieus vorgestellt und das Schichtenmodell für die weitere Betrachtung detaillierter in Bezug auf Vor- und Nachteile für die Verwendung dieses Modells erörtert.

Für die Hausarbeit werden dann die sozialen Funktionen des Bildungssystems dargestellt und der Wandel der Bildungschancen anhand der Bildungsexpansion in den 60er und 70er Jahren diskutiert. Wie sich das Bildungssystem für die Entstehung ungleicher Lebenschancen aufgrund sozialer Ungleichheit auswirkt, werden die soziale Herkunft und damit verbundene Bildungschancen herangezogen und im Zusammenhang mit der Studie des damaligen Direktors des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Jürgen Baumert kritisch erörtert.

Abschließend werden in einer kritischen Stellungnahme auch andere Faktoren wie Chancen und Risiken einer modernen Risikogesellschaft in Bezug auf Bildung und soziale Ungleichheit betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Ungleichheit

2.1. Erläuterung des Begriffs

2.2. Theorien und Modelle sozialer Ungleichheit

2.3. Vor- und Nachteile des sozialen Schichtmodells für die Betrachtung

3. Ungleiche Lebenschancen als Folge sozialer Ungleichheit

3.1. Soziale Funktionen des Bildungssystems

3.2. Bildungsexpansion und der Wandel der Bildungschancen

3.3. Soziale Herkunft, Bildung und Entstehung ungleicher Lebenschancen

4. Kritische Stellungnahme zu den vorgestellten Theorien

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und ungleichen Lebenschancen in modernen Gesellschaften mit einem besonderen Fokus auf das deutsche Bildungssystem. Ziel ist es, kritisch zu beleuchten, inwieweit Bildung als zentrale Ressource für sozialen Aufstieg dient oder – im Gegenteil – bestehende soziale Ungleichheiten perpetuiert.

  • Soziale Ungleichheit und ihre theoretische Modellierung
  • Die Selektions- und Platzierungsfunktion des Bildungssystems
  • Bildungsexpansion und die Beharrlichkeit von Chancenungleichheit
  • Einflussfaktoren der sozialen Herkunft auf Schullaufbahnempfehlungen
  • Die Rolle von Bildung als Ressource in der Wissens- und Informationsgesellschaft

Auszug aus dem Buch

Zusammenhang von weiterer Schullaufbahn und sozialer Herkunft

Während sich statusabhängige Schülerbeurteilungen wie Noten und Schulempfehlungen durch eine systematische Differenzierung in Abhängigkeit des sozioökonomischen Familienstatus durch Institutionen auszeichnen, beziehen sich statusabhängige Bildungsentscheidungen als Einflüsse der jeweiligen Sozialschicht auf das tatsächliche Übergangsverhalten und sind somit überwiegend auf das Entscheidungsverhalten der Eltern zurückzuführen. „Ältere und neuere Studien stimmen darin überein, dass die Bildungswünsche und Bildungsentscheidungen von Eltern und Kindern in hohem Maße schichtspezifisch ausfallen und nur bedingt an die Leistungen der Kinder gebunden sind“ (Geißler 2006, S. 42). So verhalten sich Eltern aus oberen Schichten und Eltern aus sozial schwachen Schichten konträr: Während Kinder aus sozial schwachen Schichten selbst bei guten Leistungen und entsprechenden Lehrerempfehlungen dennoch nicht auf ein Gymnasium geschickt werden, schicken Eltern aus oberen Schichten ihre Kinder auch bei ungünstigen Voraussetzungen häufiger auf ein Gymnasium.

Einige Beispiele sollen diesen Sachverhalt verdeutlichen. Während Eltern aus bildungsnahen Milieus ihre Kinder bereits bei erreichen von 50 Punkten in Schulleistungstesten auf ein Gymnasium schicken, müssen Kinder aus bildungsfernen Milieus im Durchschnitt 98 Punkte in Schulleistungstesten erreichen. Bei einem Notendurchschnitt von 2,3 bis 3,1, was einer mittleren Schulleistung entspricht, sollen immerhin noch 73 % der Kinder aus Oberschichten und 30 % der Kinder aus mittleren Schichten, aber nur noch 11 % der Kinder aus Unterschichten ein Gymnasium besuchen. Ähnlich negativ fallen die Reaktionen der Eltern auf die Empfehlungen von Lehrern am Ende der Grundschulzeit aus: 92 % der Eltern aus dem Beamtenmilieu und 63 % der Eltern aus dem Facharbeitermilieu folgen den Empfehlungen, während nur 48 % der Eltern aus dem Un- und Angelerntenmilieu diesen Empfehlungen folgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der schichtspezifischen Bildungschancen ein und skizziert den Teufelskreis zwischen sozialer Herkunft, Bildungserfolg und Wohlstand.

2. Soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel definiert den Begriff der sozialen Ungleichheit, stellt theoretische Modelle (Stände, Klassen, Schichten) vor und diskutiert deren Eignung zur Beschreibung moderner Gesellschaften.

3. Ungleiche Lebenschancen als Folge sozialer Ungleichheit: Der Hauptteil analysiert die Funktionen des Bildungssystems, die Auswirkungen der Bildungsexpansion sowie die spezifischen Mechanismen (wie Notengebung und Schulempfehlungen), durch die soziale Herkunft Bildungsbiografien prägt.

4. Kritische Stellungnahme zu den vorgestellten Theorien: Die Autorin reflektiert die Rolle von Bildung als „Kapital“ in der Wissensgesellschaft und diskutiert kritisch, wie trotz struktureller Barrieren individuelle Bildungsbiografien durch lebenslanges Lernen gestaltet werden können.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Bildungschancen, soziale Herkunft, Bildungsexpansion, meritokratische Illusion, Schullaufbahnempfehlung, Lebensschancen, Bildungsabschluss, Wissensgesellschaft, Selektionsfunktion, Statuszuweisung, Humankapital, Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und den Bildungschancen, um zu verstehen, wie soziale Ungleichheit in modernen Gesellschaften entsteht und reproduziert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Schichtung, die Funktionsweise des Bildungssystems, der Einfluss des Elternhauses auf Bildungsentscheidungen und die Bedeutung von Bildung als Ressource in der Wissensgesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob das Bildungssystem tatsächlich als „Motor des sozialen Aufstiegs“ fungiert oder ob es soziale Selektionsprozesse verstärkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur sowie einer kritischen Analyse empirischer Studien und statistischer Daten zu Bildung und sozialer Struktur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Funktionen des Bildungssystems (Platzierung, Selektion) analysiert und Faktoren wie Notenbewertungen und Schullaufbahnempfehlungen untersucht, die Kinder aus bildungsfernen Schichten benachteiligen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind soziale Ungleichheit, Bildungschancen, soziale Herkunft, meritokratische Illusion und Chancengleichheit.

Wie erklärt die Autorin die Benachteiligung von Kindern aus bildungsfernen Schichten bei der Schulempfehlung?

Die Benachteiligung wird nicht primär als bewusste Diskriminierung, sondern als Schutzfunktion der Lehrkräfte vor antizipierten Misserfolgen des Kindes in Bezug auf dessen häusliche Ressourcen interpretiert.

Welche Rolle spielt die Rational-Choice-Theorie in dieser Untersuchung?

Sie dient zur Erklärung des elterlichen Entscheidungsverhaltens, bei dem Eltern aus oberen Schichten aufgrund besserer ökonomischer Voraussetzungen eher in riskante Bildungsinvestitionen investieren, um einen sozialen Abstieg ihrer Kinder zu verhindern.

Wird das Bildungssystem als alleiniger Faktor für soziale Ungleichheit gesehen?

Nein, die Autorin betont die engen Verflechtungen zwischen Bildung und anderen Lebensbereichen wie Arbeitslosigkeit, Armut, Gesundheit und Kriminalität.

Wie bewertet die Arbeit die Abschaffung von Studiengebühren?

Die Abschaffung wird positiv bewertet, da Gebühren eine zusätzliche Hürde für einkommensschwache Zielgruppen darstellen, die berufsbegleitend einen Bildungsabschluss nachholen möchten.

Excerpt out of 22 pages  - scroll top

Details

Title
Ungleiche Lebenschancen als Folge sozialer Ungleichheit
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Carsten John (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V263329
ISBN (eBook)
9783656520535
ISBN (Book)
9783656524106
Language
German
Tags
ungleiche lebenschancen folge ungleichheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carsten John (Author), 2013, Ungleiche Lebenschancen als Folge sozialer Ungleichheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/263329
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  22  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint