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Dezentralisierte Demokratie als Alternative zur parlamentarischen Demokratie der BRD?

Die Idee einer neuen Wirtschafts- und Gesellschaftskonzeption zur Verwirklichung einer sozialistischen Demokratiealternative

Titel: Dezentralisierte Demokratie als Alternative zur parlamentarischen Demokratie der BRD?

Essay , 2012 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B.A. Karsten Stöber (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieses Review-Essays ist es, die von Sohn skizzierte Gesellschaftskonzeption zu beschreiben, die besonderen Elemente hervorheben und sie mit der parlamentarischen Demokratie der BRD als Form einer kapitalistischen Demokratie zu vergleichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Der „Dritte Anlauf“ im Kontext von Pariser Commune und Staatssozialismus

II. Zur Bedeutung der kommunalen Demokratie

III. Schein und Sein kommunaler Eigenverantwortlichkeit in der BRD

IV. Die Eigentumsfrage

V. Dezentrale Demokratie bedeutet Wirtschaftsdemokratie

VI. Dezentraler Sozialismus als realistische Alternative für eine demokratischere Gesellschaft?

Zielsetzung & Themen

Dieses Review-Essay untersucht das Buch „Der Dritte Anlauf – Alle Macht den Räten“ von Dr. Manfred Sohn und analysiert dessen Entwurf einer dezentralen, sozialistischen Gesellschaftskonzeption. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob und inwiefern der vom Autor skizzierte Transformationsprozess, der auf Dezentralisierung, direkter Demokratie und Wirtschaftsdemokratie basiert, eine realisierbare Alternative zur parlamentarischen Demokratie der BRD darstellt.

  • Historische Aufarbeitung der Pariser Commune und des Staatssozialismus.
  • Bedeutung der kommunalen Ebene als Fundament der Demokratie.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland.
  • Analyse der Eigentumsfrage und Forderung nach Vergesellschaftung.
  • Diskussion über Wirtschaftsdemokratie und moderne Planungstechnologien.

Auszug aus dem Buch

II. Zur Bedeutung der kommunalen Demokratie

Zu Beginn seines Buches stellt Dr. Sohn eine auf den ersten Blick ungewöhnliche Verbindung zwischen der Pariser Commune von 1871 und der gegenwärtigen Kommunalpolitik her, in dem er zunächst Marx und dann das deutsche Grundgesetz zitiert. So heißt es bei Marx in seiner Broschüre über den Bürgerkrieg in Frankreich: „In einer kurzen Skizze der nationalen Organisation (…) heißt es ausdrücklich, dass die Kommune die politische Form selbst des kleinsten Dorfes sein sollte. (…) Die wenigen aber wichtigen Funktionen welche dann noch für eine Zentralregierung übrig blieben, sollten nicht (…) abgeschafft, sondern an kommunale, d.h. streng vertrauliche Beamte übertragen werden.“ (Karl Marx, MEW Band 17: 339f.). Die Ähnlichkeit mit dem deutschen Grundgesetz ist in der Tat verblüffend. Im Artikel 28, Abs. 2 heißt es: „Den Gemeinden muss das Recht gewährleistet sein, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln. Auch die Gemeindeverbände haben im Rahmen ihres gesetzlichen Aufgabenbereiches nach Maßgabe der Gesetze das Recht der Selbstverwaltung. Die Gewährleistung umfasst auch die Grundlage der finanziellen Eigenverantwortlichkeit.“

Tatsächlich scheint die Bedeutung der Kommune – also der dezentrale, föderale Ansatz – ein existenzieller Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft zu sein, unabhängig davon, ob sie im bürgerlichen Sinne der BRD oder im sozialistischen Sinne der Pariser Commune verstanden wird. In diesem Punkt stimmt die Einschätzung der Gründerväter unseres Grundgesetzes mit der Einschätzung des Autors überein. Die Gemeinde kann und muss als das Fundament der Demokratie bezeichnet werden. Die kommunale Demokratie ist das greifbarste und lebendigste Element einer demokratischen Gesellschaft, sie ermöglicht politische Partizipation und die direkte Teilhabe für den Einzelnen am ehesten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Der „Dritte Anlauf“ im Kontext von Pariser Commune und Staatssozialismus: Das Kapitel analysiert das Scheitern der Pariser Commune und des Staatssozialismus, um daraus die Notwendigkeit eines dezentralen, kommunal orientierten Sozialismus abzuleiten.

II. Zur Bedeutung der kommunalen Demokratie: Hier wird die Rolle der Gemeinde als Fundament der Demokratie betont und Parallelen zwischen Marx’ Vorstellungen und dem deutschen Grundgesetz aufgezeigt.

III. Schein und Sein kommunaler Eigenverantwortlichkeit in der BRD: Das Kapitel kritisiert die prekäre finanzielle Ausstattung der Kommunen in Deutschland und warnt vor der Aushöhlung demokratischer Mitbestimmung durch Privatisierungen.

IV. Die Eigentumsfrage: Es wird diskutiert, warum die Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln zentral für die Überwindung kapitalistischer Strukturen ist.

V. Dezentrale Demokratie bedeutet Wirtschaftsdemokratie: Der Autor führt den Begriff der Wirtschaftsdemokratie ein, um eine drittelparitätische Mitbestimmung in Betrieben zu fordern.

VI. Dezentraler Sozialismus als realistische Alternative für eine demokratischere Gesellschaft?: Das Fazit bewertet Sohns Thesen als wichtigen Impuls, hinterfragt jedoch die praktische Umsetzbarkeit technokratischer Planungsvisionen.

Schlüsselwörter

Dezentralisierung, Pariser Commune, Sozialismus, Kommunale Demokratie, Wirtschaftsdemokratie, Kapitalismus, Eigentumsfrage, Vergesellschaftung, Betriebsräte, Mitbestimmung, Gemeineigentum, Transformation, Systemalternative, Planungswirtschaft, Grundgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit ist ein Review-Essay, der das Buch „Der Dritte Anlauf – Alle Macht den Räten“ von Dr. Manfred Sohn analysiert und dessen Vision eines dezentralen Sozialismus als Systemalternative zur heutigen parlamentarischen Demokratie bewertet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Lehre aus der Pariser Commune, die Stärkung kommunaler Selbstverwaltung, die Eigentumsfrage sowie die Demokratisierung wirtschaftlicher Entscheidungsprozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Sohns Gesellschaftskonzeption darzustellen und zu prüfen, inwieweit sein Modell – basierend auf direkter Demokratie und kommunaler Dezentralisierung – eine realistische Alternative zu den herrschenden kapitalistischen Verhältnissen bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Literaturkritik und den Vergleich von theoretischen Sozialismuskonzepten mit der politischen Realität und dem deutschen Grundgesetz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil setzt sich mit der historischen Herleitung von Sohns Thesen, der Kritik an der aktuellen finanziellen Situation der Kommunen, der Bedeutung von Gemeineigentum und dem Konzept der Wirtschaftsdemokratie durch betriebliche Mitbestimmung auseinander.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Dezentralisierung, Wirtschaftsdemokratie, Gemeineigentum, kommunale Autonomie und gesellschaftliche Transformation beschreiben.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Grundgesetzes in Bezug auf Kommunen?

Der Autor stellt fest, dass das Grundgesetz die Gemeinde als Fundament der Demokratie anerkennt, weist jedoch darauf hin, dass die Realität durch Unterfinanzierung und Privatisierung weit hinter diesem Verfassungsanspruch zurückbleibt.

Welche Kritik übt der Verfasser an der Idee der rechnergestützten Planung?

Der Verfasser ist skeptisch gegenüber Sohns Idee, komplexe Wirtschaftsabläufe via Computertechnologie in Echtzeit zu planen, da dies als utopisch und potenziell freiheitsbeschränkend für Konsumenten empfunden wird.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Dezentralisierte Demokratie als Alternative zur parlamentarischen Demokratie der BRD?
Untertitel
Die Idee einer neuen Wirtschafts- und Gesellschaftskonzeption zur Verwirklichung einer sozialistischen Demokratiealternative
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
1,3
Autor
B.A. Karsten Stöber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
12
Katalognummer
V263263
ISBN (eBook)
9783656520283
ISBN (Buch)
9783656524076
Sprache
Deutsch
Schlagworte
dezentralisierte demokratie alternative idee wirtschafts- gesellschaftskonzeption verwirklichung demokratiealternative
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Karsten Stöber (Autor:in), 2012, Dezentralisierte Demokratie als Alternative zur parlamentarischen Demokratie der BRD?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/263263
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Leseprobe aus  12  Seiten
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