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Kommunikationsmedien: Unter welcher Absicht werden Implikaturen verwendet?

Titel: Kommunikationsmedien: Unter welcher Absicht werden Implikaturen verwendet?

Hausarbeit , 2013 , 22 Seiten

Autor:in: Maria Milkova (Autor:in), Öznur Bakar (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie kann man von dem einfachen Satz: „Mir ist kalt.“ zu der Aufforderung gelangen, das Fenster zuzumachen? Wenn ein Sprecher das Gesagte ausdrückt, bedeutet es noch nicht, dass die wörtliche Bedeutung gemeint ist. So wird dem Empfänger eine durch den Sprachgebrauch pragmatisch bedingte Folgerung, die man als Konversationsimplikatur bezeichnet, nahegelegt. Aus jenem Grund wird das Gemeinte oft so ausgesprochen, dass der Adressat die Bedeutung selbst erschließen und interpretieren muss. Dabei kann es dazu führen, dass bestimmte Gesprächsregeln verletzt werden. Wie kann sich der Sprecher aber sicher sein, dass der Hörer das Gesagte so interpretiert, wie er es gemeint hat?
Der Philosoph Paul Grice hat sich intensiv mit der Spaltung zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten beschäftigt. Er wies nach, dass die Verletzung der Konversationsmaximen ausschlaggebend für die Entstehung der Implikaturen ist. Allerdings ist dies nicht die einzige Bedingung dafür. Die Implikaturen können auch durch die Befolgung der Maximen entstehen. Bezogen auf Kommunikationsmedien kann die sprachliche Interaktion, aufgrund der Störungen auf den Linien, anderem Hintergrundwissen des Empfängers oder durch nicht wahrhafte Übermittlung der Mitteilung, misslingen. Somit stellt sich die Frage, wie eine erfolgreiche Kommunikation auf Implikatur bezogen funktioniert und welche Rolle dabei die Kommunikationsmedien spielen.
In Hinblick darauf wird im Folgenden das Thema Implikaturen, sowie ihre Arten und Eigenschaften in Bezug auf das Kommunikationssystem näher erläutert. Das Ziel dieser Hausarbeit ist, die Typen der Implikaturen darzustellen, diese anhand von Beispielen zu analysieren und kritisch zu reflektieren. Die Untersuchung erfolgt mittels des Kommunikationsmodells von Shannon und Weaver. Des Weiteren werden die Theorien von Paul Grice herangezogen. Diese differenzieren den Zweck und die Funktionen einer erfolgreichen Kommunikation. Außerdem definieren sie Konversationsmaximen, Kooperationsprinzip und Implikatur, mit deren Hilfe die Kommunikationsmedien, darunter Bücher, Filme, Radio und Zeitungen, analysiert werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Kommunikationsmodell von Shannon/Weaver

3 Die Theorie der Implikaturen

3.1 Das Kooperationsprinzip

3.2 Die Konversationsmaximen

3.3 Arten von Implikaturen

3.4 Anwendung der Implikaturen auf die Kommunikationsmedien

3.5 Beispiele aus den Kommunikationsmedien

3.6 Kritik an den Kommunikationsmedien

4 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die gezielte Verwendung von Implikaturen in verschiedenen Kommunikationsmedien unter Berücksichtigung des Kommunikationsmodells von Shannon und Weaver sowie der Konversationstheorie von Paul Grice. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch den bewussten Bruch oder die Befolgung von Konversationsmaximen bestimmte Absichten verfolgt und gewünschte Wirkungen beim Rezipienten erzielt werden.

  • Grundlagen des Kommunikationsmodells von Shannon und Weaver
  • Die pragmatische Theorie der Implikaturen nach Paul Grice
  • Analyse von Implikaturen in Werbebotschaften und TV-Serien
  • Kritische Reflexion über die Macht der Medien und ihre Absichten
  • Untersuchung von Missverständnissen in alltäglichen Kommunikationssituationen

Auszug aus dem Buch

3.5 Beispiele aus den Kommunikationsmedien

Durch die technischen Kommunikationsmittel ist eine schier unbeschränkte Kommunikation möglich geworden. Wir befinden uns in einem ununterbrochenen Kommunikationskonsum, sei es auf der Arbeit über das Internet, in der Universität durch die Bücher oder auf der Straße durch Werbeplakate. Auf Letzteres wird nun das Hauptaugenmerk gelegt. Der Automobilhersteller BMW wirbt wie folgt:

„Kraftstoff sparen. Energie zurückgewinnen. Freude freisetzen: Der BMW Active Hybrid 3.“

Der Satz, welcher sich dem oben genannten anschließt, lautet: „Dynamik beginnt im Kopf.“

Bezüglich des ersten Satzes kann die Aussage gemacht werden, dass dieser ein klarer Verstoß gegen die Qualitätsmaxime ist. Der Grund dafür ist die Nichteinhaltung jener Maxime, da ein Beitrag gegeben wurde, „[…] für dessen Wahrheit keine adäquaten Gründe [angeführt werden können].“ Genauer gesagt, können für die Aussage Energie zurückgewinnen keine realitätsgetreuen Beweismittel vorgelegt werden, da es physikalisch betrachtet unmöglich ist, freigegebene Energie erneut zurückzugewinnen. In diesem Sinne könnte Energie auch metaphorisch für Geld stehen. Der nachfolgende Satz Dynamik beginnt im Kopf ist wiederum eine partikularisierte konversationelle Implikatur, da er stark kontextabhängig ist. Betrachten wir das Beispiel in Teilen: Bsp.: „Dynamik beginnt im Kopf.“

Implikatur: Die Entscheidung, das Auto kaufen zu wollen, beginnt zunächst im Kopf.

Man sieht, dass das Gemeinte nicht gesagt wird, da es dem Empfänger weniger seriös erscheinen würde, wenn es ihn direkt dazu auffordern würde, das Auto zu kaufen. Der Kontext hierzu erschließt sich durch das Bild des Autos auf der oberen Hälfte der Werbung, welches nahezu die gesamte Bildkapazität einnimmt. Speziell zu dieser Art von Kommunikation kann man zusammengefasst sagen, dass erst durch den Verstoß der Maxime die Implikatur entsteht und somit durch wenig Information, zielgerichtet, eine oder mehrere Menschengruppen angesprochen werden, die sich mit jenem Werbespruch, in diesem Falle Dynamik beginnt im Kopf, identifizieren können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Diskrepanz zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Absicht des Einsatzes von Implikaturen in Medien.

2 Das Kommunikationsmodell von Shannon/Weaver: Dieses Kapitel erläutert die technischen, semantischen und pragmatischen Ebenen der Kommunikation nach Shannon und Weaver als theoretisches Fundament.

3 Die Theorie der Implikaturen: Es werden die Grundlagen der Griceschen Konversationstheorie, insbesondere das Kooperationsprinzip und die Konversationsmaximen, sowie die verschiedenen Arten von Implikaturen detailliert beschrieben.

3.1 Das Kooperationsprinzip: Das Kapitel definiert die Notwendigkeit von Kooperationsbereitschaft und gemeinsamen Gesprächsregeln für eine erfolgreiche Interaktion.

3.2 Die Konversationsmaximen: Die vier Maximen der Quantität, Qualität, Relevanz und Modalität werden als Instrumente für verständliches und kooperatives Kommunikationsverhalten vorgestellt.

3.3 Arten von Implikaturen: Hier findet eine Differenzierung zwischen konventionalen und nichtkonventionalen sowie konversationalen Implikaturen statt, ergänzt durch Merkmale wie Annullierbarkeit und Nichtabtrennbarkeit.

3.4 Anwendung der Implikaturen auf die Kommunikationsmedien: Dieses Kapitel bereitet die Übertragung der theoretischen Erkenntnisse auf mediale Kommunikationsformen durch einen Definitionsansatz von Boeckmann vor.

3.5 Beispiele aus den Kommunikationsmedien: Anhand konkreter Beispiele aus der Werbung und einer TV-Serie wird analysiert, wie durch gezielte Regelverstöße Implikaturen erzeugt werden.

3.6 Kritik an den Kommunikationsmedien: Abschließend wird die mediale Macht beleuchtet, die durch die gezielte Nutzung von Implikaturen zur Beeinflussung von Meinungsbildungsprozessen eingesetzt werden kann.

4 Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass der bewusste Einsatz von Implikaturen ein gezieltes Mittel zur Beeinflussung und Gestaltung von Unterhaltung und Information ist.

Schlüsselwörter

Implikatur, Kommunikation, Kooperationsprinzip, Konversationsmaximen, Paul Grice, Shannon und Weaver, Medienanalyse, Pragmatik, Sprachwissenschaft, konversationale Implikatur, Werbesprache, Sprachgebrauch, Intentionalität, Missverständnis, Meinungsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Pragmatik, speziell mit der Frage, wie und mit welcher Absicht Implikaturen – also das zwischen den Zeilen Gemeinte – in Kommunikationsmedien verwendet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Gricesche Konversationstheorie, die Konversationsmaximen, das Kommunikationsmodell von Shannon/Weaver sowie die Analyse von Werbe- und Medientexten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Typen der Implikaturen darzustellen, diese in medialen Beispielen zu analysieren und kritisch zu reflektieren, unter welchen Absichten Medien diese bewusst einsetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Methode verwendet, die theoretische Modelle der Linguistik auf konkrete Fallbeispiele aus Medien (Werbung, TV-Serien) anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Kommunikationsmodell, Grice, Implikatur-Arten) und praktische Analysen, in denen Werbeslogans und Dialoge auf Maximenverstöße hin untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Implikatur, Kooperationsprinzip, Konversationsmaximen, Medienanalyse und sprachliche Intentionalität charakterisiert.

Warum ist das Verständnis von Implikaturen für Medienkonsumenten wichtig?

Da Medien Implikaturen gezielt einsetzen, um Meinungen zu beeinflussen oder dramatische Effekte zu erzielen, schützt das Verständnis dieser Mechanismen den Konsumenten davor, unkritisch falsche oder manipulierte Botschaften zu übernehmen.

Welche Rolle spielt der bewusste Verstoß gegen Maximen in der Werbung?

Durch den gezielten Verstoß, etwa gegen die Qualitätsmaxime (durch Übertreibung), entsteht ein Freiraum für Implikaturen, die den Konsumenten emotional ansprechen und ihn zum eigenständigen, positiven Schluss führen, ohne dass das Produkt direkt und plump beworben werden muss.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kommunikationsmedien: Unter welcher Absicht werden Implikaturen verwendet?
Hochschule
Universität Mannheim
Autoren
Maria Milkova (Autor:in), Öznur Bakar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V263191
ISBN (eBook)
9783656520917
ISBN (Buch)
9783656526209
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kommunikationsmedien unter absicht implikaturen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Milkova (Autor:in), Öznur Bakar (Autor:in), 2013, Kommunikationsmedien: Unter welcher Absicht werden Implikaturen verwendet?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/263191
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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