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Geschmack, Distinktion und Konsum

Titel: Geschmack, Distinktion und Konsum

Hausarbeit , 2013 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Laura Schiemann (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Doch wie kommt es, dass diese Geschmäcker so variieren? Ist jeder lediglich verschieden oder lassen sich strukturelle Unterschiede und Gründe erkennen? In seinem wohl bekanntesten Werk „Die feinen Unterschiede“ untersucht Bourdieu das Verhältnis von Ungleichheit, Kultur und Herrschaft. Seine Theorie basiert auf empirischen Analysen der französischen Gesellschaft der 60er Jahre. Dennoch geht Bourdieu von einer Übertragbarkeit seines Konzeptes auf alle (Klassen-) Gesellschaften aus, wie im Vorwort der deutschen Ausgabe erläutert ist. So wird die Theorie von Bourdieu auch in dieser Hausarbeit die tragende Säule des theoretischen Konzeptes darstellen.
Mehr als je zuvor prägen Statusobjekte und demonstrativer Konsum unser tägliches Leben. Dies ist nicht zuletzt der medialen Präsenz und geschickten Vermarktungstechniken zu verdanken. Ob es sich dabei um ein bestimmtes Smartphone, ein hochpreisiges Auto oder um exklusive Markenmode handelt - das kann jeweils unterschiedlich zutreffen. Ziel dieses Konsums kann unter anderem der Wunsch nach Inklusion oder auch Exklusion sein.
Das Forschungsinteresse am Phänomen des Konsums und deren Entwicklung ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen, wie die Zunahme der Literatur und Untersuchungen in diesen Bereichen zeigen. Dieses Interessenwachstum entsteht unter anderem durch die Interdisziplinarität dieses Forschungsbereiches. Das individuelle Konsumverhalten wird von verschiedensten kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst. Auch für die Soziologie ist der Konsum ein bedeutsames Phänomen, beispielsweise für die Kommunikation unter den Personen (vgl. Hellmann 2011, S. 212). So wird in vielen Situationen über die Symbolik bestimmter Konsumgüter ein sogenannter Distinktionseffekt erzielt, d.h., man erfüllt damit das Bedürfnis sich von anderen abzugrenzen. Somit stellt der Konsum einen Mechanismus sozialer Ungleichheit dar. Das Konzept des Soziologen Pierre Bourdieu schreibt dem Konsum exemplarisch eine klassenbildende Wirkung zu.
Die leitenden Fragestellungen dieser Hausarbeit sind: Welche Zusammenhänge existieren zwischen dem Konzept des Geschmacks bzw. der Distinktion nach Bourdieu und dem Konsumverhalten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. HAUPTTEIL

2.1 DEFINITORISCHE GRUNDLAGEN

2.2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.2.1 HABITUS

2.2.2 FELD

2.2.3 KAPITAL

2.2.4 SOZIALER RAUM, KLASSEN UND GESCHMACK

2.3 DISTINKTION DURCH KONSUM

III. SCHLUSSTEIL

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Zusammenhänge zwischen Pierre Bourdieus Konzepten von Geschmack und Distinktion und dem modernen Konsumverhalten. Dabei wird analysiert, inwiefern Konsum als Mechanismus sozialer Ungleichheit fungiert und wie Individuen durch ihr Konsumverhalten ihre Zugehörigkeit zu sozialen Klassen oder Milieus markieren.

  • Theoretische Fundierung durch die Soziologie Pierre Bourdieus (Habitus, Feld, Kapital).
  • Die Konstruktion des sozialen Raumes und die Einordnung klassenspezifischer Geschmackspräferenzen.
  • Analyse des Konsums als Instrument der sozialen Distinktion und Grenzziehung.
  • Die Rolle von Markenkleidung und Luxusgütern als Distinktionsmerkmale im sozialen Alltag.
  • Kritische Betrachtung des "Trickle-Down-Modells" in Bezug auf aktuelle Konsumtrends.

Auszug aus dem Buch

2.3 DISTINKTION DURCH KONSUM

Generell wird nach Bourdieu mittels des jeweiligen Geschmacks bzw. Lebensstils das Ziel des größtmöglichen Distinktionsgewinnes verfolgt. Distinktion ist zu verstehen als die (kulturelle) Abgrenzung zwischen sozialen Gruppen.

In diesem Zusammenhang können zwei Richtungen der Distinktion unterschieden werden: Die horizontale Distinktion beschreibt, wie sich die Gruppen des ökonomischen und kulturellen Kapitals abgrenzen (Klassenfraktionen). Die vertikale Distinktion wiederum stellt die Abgrenzung der Klassen untereinander dar.

Es existieren zusätzlich unterschiedliche Motivationen des Distinktionsstrebens. Es sind zum einen zu differenzieren: das kognitive Distinktionsstreben, mit welchem die Abgrenzung eines Geschmackes von anderen Geschmäckern angestrebt wird. Daneben gibt es das evaluative Distinktionsstreben, welches als das strategische Bedürfnis nach dem Anders-, Besser- oder Höher-sein beschrieben werden kann. Das expressive Distinktionsstreben letztlich kann als unbewusste Abgrenzung, die sich aus der Gestaltung des Lebensstiles ergibt, verstanden werden (vgl. Müller 1989, S. 64).

Die oberen Klassen bestimmen, wie bereits beschrieben, den legitimen Geschmack, da die Hierarchie des Geschmacks bei Bourdieu die Hierarchie der Klassen widerspiegelt. Die oberen Klassen verfügen über das sozial Seltene, nach dem auch die mittleren Klassen streben (vgl. Bourdieu 1982, S. 270). Dieser Versuch der Mittelklasse, die Kultur der oberen Klasse zu übernehmen, wird auch als „Trickle-Down-Effekt“ bezeichnet. Denn sobald die mittlere Klasse einen Aspekt der oberen Klasse übernommen hat, unterliegt dieses Distinktionsmerkmal einem Wertverlust und wird von den oberen Klassen durch etwas Neues ersetzt. Dieser Prozess ist schematisch in Abbildung 2 dargestellt, wobei man sich diesen Prozess als eine Art Kreislauf vorstellen muss. Die unteren Klassen spielen in diesem Modell keine Rolle, da sie lediglich dem sogenannten „Notwendigkeitsgeschmack“ zugetan sind.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Fragestellung der Arbeit ein, welche die Zusammenhänge zwischen Bourdieus Distinktionstheorie und dem modernen Konsumverhalten beleuchtet.

II. HAUPTTEIL: Der Hauptteil gliedert sich in definitorische Grundlagen, die theoretischen Kernkonzepte Bourdieus wie Habitus, Feld und Kapital sowie die spezifische Untersuchung der Distinktion durch Konsum.

2.1 DEFINITORISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Habitus, Kapital, soziales Feld und Konsum, um ein einheitliches Verständnis für die nachfolgende theoretische Herleitung zu schaffen.

2.2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden Bourdieus wesentliche Theoriekonzepte detailliert konstruiert, um deren Bedeutung für das Verständnis von Konsum und sozialer Positionierung herauszuarbeiten.

2.2.1 HABITUS: Es wird erklärt, wie der Habitus als System dauerhafter Dispositionen durch die soziale Herkunft geformt wird und Konsumpräferenzen strukturiert.

2.2.2 FELD: Dieses Kapitel erläutert den Feldbegriff, in dem Akteure mittels ihres Kapitals um Positionen und soziale Anerkennung konkurrieren.

2.2.3 KAPITAL: Es werden die drei Kapitalsorten – ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital – differenziert und deren Rolle als "Trümpfe" im sozialen Raum beschrieben.

2.2.4 SOZIALER RAUM, KLASSEN UND GESCHMACK: Dieser Abschnitt beschreibt das Achsenkreuzmodell des sozialen Raumes und die Ableitung der Klassen sowie des klassenspezifischen Geschmacks.

2.3 DISTINKTION DURCH KONSUM: Das Kapitel analysiert Konsum als Mittel zur sozialen Abgrenzung und erläutert Mechanismen wie den Trickle-Down-Effekt und die Instrumentalisierung von Markenkleidung.

III. SCHLUSSTEIL: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Übertragbarkeit von Bourdieus Modell auf die heutige Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Habitus, Distinktion, Konsumverhalten, kulturelles Kapital, soziales Kapital, ökonomisches Kapital, soziale Ungleichheit, Trickle-Down-Effekt, Klassenkampf, Lebensstil, legitimer Geschmack, Markenkleidung, soziale Position, Symbolsprache

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Konsumverhalten von Menschen durch ihre soziale Herkunft und den spezifischen Geschmack nach der Theorie von Pierre Bourdieu geprägt und zur sozialen Abgrenzung (Distinktion) genutzt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretische Soziologie Bourdieus (Habitus, Kapitalsorten, Feldtheorie), die Strukturierung des sozialen Raumes sowie die Analyse von Konsum als Kommunikationsmittel und Statussymbol.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen den Konzepten von Geschmack und Distinktion einerseits und dem individuellen sowie klassenspezifischen Konsumverhalten andererseits aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Aufarbeitung soziologischer Fachliteratur, insbesondere der Werke von Pierre Bourdieu, um ein konsistentes Begriffsmodell für die Konsumsoziologie zu erstellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Begriffsklärung, die systematische Darstellung von Bourdieus Kernkonzepten (Habitus, Kapital, Feld) sowie eine detaillierte Ausarbeitung, wie Konsum als Mittel der horizontalen und vertikalen Distinktion eingesetzt wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Habitus, Distinktion, soziales Kapital, kulturelles Kapital, soziale Ungleichheit und Trickle-Down-Effekt.

Welche Rolle spielen Markenprodukte im Modell der Arbeit?

Marken werden als spezialisierte Güter betrachtet, die eine Symbolsprache bilden und es Akteuren ermöglichen, Distinktionswerte auszusenden und Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Kreisen zu signalisieren.

Was besagt das in der Arbeit erwähnte Trickle-Down-Modell?

Es beschreibt einen Prozess, in dem die mittlere Klasse versucht, den Lebensstil der oberen Klasse zu imitieren, woraufhin die oberen Klassen Distinktionsmerkmale verändern oder ersetzen, um ihre Abgrenzung zu wahren.

Warum ist das Verständnis des "inkorporierten kulturellen Kapitals" für Konsum wichtig?

Dieses Kapital bildet sich durch Bildung und Zeit heraus und ist eng mit dem Habitus verknüpft; es bestimmt die Fähigkeit einer Person, Konsumgüter ästhetisch und "geschmackvoll" wahrzunehmen und zu nutzen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschmack, Distinktion und Konsum
Hochschule
Universität Rostock
Veranstaltung
Seminar: Pierre Bourdieu
Note
1,7
Autor
Laura Schiemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V263100
ISBN (Buch)
9783656517788
ISBN (eBook)
9783656518273
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pierre Bourdieu Konsum Geschmack Distinktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Schiemann (Autor:in), 2013, Geschmack, Distinktion und Konsum, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/263100
Blick ins Buch
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