Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Philosophie - Philosophie der Antike

Die Ungerechten Verfassungen in Platons Politeia

Titel: Die Ungerechten Verfassungen in Platons Politeia

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Klissouras (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zentrales Thema der Politeia ist die Begründung der Gerechtigkeit als höchstes Gut: Derjenige, der gerecht ist, hat grundsätzlich einen Vorteil vor dem, der ungerecht ist. Das Wesen der Gerechtigkeit soll anhand eines Vergleichs bestimmt werden: da eine Staatsverfassung ein vergrößertes Modell der menschlichen Seele darstelle, das im Aufbau mit ihr identisch, aber leichter zu untersuchen sei, soll zunächst ein utopischer Idealstaat entworfen werden, um ihn dann auf die Seele zu projizieren.

Platons Schilderung der politischen und psychologischen Phänomenologie der ungerechten Verfassungen gliedert sich wie folgt: Timokratie und der timokratische Mensch (544c-550c), Oligarchie und der oligarchische Mensch (550c-555b), Demokratie und der demokratische Mensch (555b-562a) und Tyrannis und der tyrannische Mensch (562a-576b). Die Tyrannis und der Tyrann erhalten in der Politeia dabei die ausführlichste Schilderung. Schließlich stellen sie als Vertreter der unverfälschten Ungerechtigkeit das Ziel der Ausführungen Platons dar.

Diese Arbeit portraitiert zunächst den stufenweisen Verfall mit seinen zugehörigen typischen Charakteren, um dann kritisch einige problematische Aspekte des platonischen Konstruktes zu besprechen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

DIE TIMOKRATIE

ENTSTEHUNG VON UNREINEN KLASSEN

ADELS- UND MILITÄRHERRSCHAFT

DER EHRBEGIERIGE TIMOKRAT

DIE OLIGARCHIE

DIE ZUNEHMENDE MACHT DES GELDES

DIE REICHEN, NICHT DIE WEISEN, HERRSCHEN

DER BEGIERLICHE OLIGARCH

DIE DEMOKRATIE

AUFSTAND DES ARMEN VOLKES

ANARCHIE UND ZÜGELLOSIGKEIT

DER UNNÖTIG BEGIERLICHE DEMOKRAT

DIE TYRANNIS

VON DER TOTALEN FREIHEIT IN DIE TOTALE UNTERDRÜCKUNG

ÜBERMACHT EINES DESPOTEN

DER SEINEN NIEDERSTEN TRIEBEN VERSKLAVTE TYRANN

PROBLEMATIKEN DES KONSTRUIERTEN VERFALLSSYSTEMS

1. GREIFT DIE ENTSPRECHUNG DER SEELENTEILE UND DER VERFASSUNGSTYPISCHEN MENSCHEN?

2. IN WIE WEIT KANN DER EINZELNE BÜRGER MIT DEM JEWEILIGEN STAAT GLEICHGESETZT WERDEN?

3. NUR DIE OBERE SCHICHT WIRD ZUR ERKLÄRUNG DER PROZESSE HERANGEZOGEN - WAS GESCHIEHT MIT DEN UNTEREN SCHICHTEN?

4. KANN PLATONS VERFALLSREIHE GESCHICHTSDETERMINISTISCH VERSTANDEN WERDEN?

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert Platons Politeia mit dem Ziel, den stufenweisen Verfall des idealen Staatsmodells in vier ungerechte Verfassungsformen sowie die jeweils entsprechenden Menschentypen zu portraitieren und kritisch zu hinterfragen.

  • Darstellung der Verfallsreihe: Timokratie, Oligarchie, Demokratie und Tyrannis.
  • Analyse der Korrespondenz zwischen den Seelenteilen und den Staatsverfassungen.
  • Untersuchung der psychologischen Phänomenologie der Charaktere (Timokrat, Oligarch, Demokrat, Tyrann).
  • Kritische Reflexion der platonischen Analogie zwischen Staat und Individuum.
  • Diskussion der methodischen Probleme des geschichtsdeterministischen Modells bei Platon.

Auszug aus dem Buch

DIE ZUNEHMENDE MACHT DES GELDES

In der Oligarchie ist die Verteilung der Macht nur noch abhängig von der Höhe des Vermögens, nicht von der Befähigung. So definiert Platon die Oligarchie als "die nach der Schatzung geordnete Verfassung, (...) in welcher die Reichen herrschen, die Armen aber an der Herrschaft keinen Teil haben."

Der konkurrierende Geist der Timokraten führt dazu, dass sie immer mehr Geld anhäufen; die Vermögenden versuchen noch, andere in ihrem Reichtum zu übertrumpfen und diejenigen ohne Vermögen versuchen, es den Reichen nachzumachen oder werden zum armen Bodensatz der Gesellschaft. Das Augenmerk wird schließlich so sehr auf das Geld gelenkt, dass Gesetze erschaffen werden, die die Reichen noch begünstigen. So zerfällt der Staat letztlich in Reiche und Arme.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das zentrale Thema der Gerechtigkeit ein und erläutert den Aufbau der Arbeit als Untersuchung des platonischen Verfallssystems von Staat und Seele.

DIE TIMOKRATIE: Dieses Kapitel beschreibt den Übergang zur Herrschaft der Ehre, ausgelöst durch einen zeugungsmathematischen Rechenfehler, der zu einer Vermischung der Stände führt.

DIE OLIGARCHIE: Das Kapitel befasst sich mit der Vorherrschaft des Kapitals, bei der nicht mehr die Befähigung, sondern das Vermögen über die politische Macht entscheidet.

DIE DEMOKRATIE: Hier wird der Aufstand des verarmten Volkes gegen die oligarchische Elite und die daraus resultierende anarchische Freiheit thematisiert.

DIE TYRANNIS: Das Kapitel analysiert den finalen Verfall, bei dem die totale Freiheit der Demokratie in die totale Unterdrückung durch einen Despoten umschlägt.

PROBLEMATIKEN DES KONSTRUIERTEN VERFALLSSYSTEMS: Dieser Teil bietet eine kritische Würdigung des platonischen Modells, insbesondere hinsichtlich der Logik der Seelenteile und der deterministischen Interpretation der Geschichte.

Schlüsselwörter

Platon, Politeia, Timokratie, Oligarchie, Demokratie, Tyrannis, Gerechtigkeit, Verfassungsverfall, Seelenteile, Idealstaat, Geschichtsdeterminismus, politische Philosophie, Sozialstruktur, Herrschaftsformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das von Platon in der Politeia entworfene Modell des politischen Verfalls, das von einem idealen Staat bis hin zur Tyrannis reicht und mit entsprechenden Charaktertypen verknüpft ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die vier "ungerechten" Verfassungen (Timokratie, Oligarchie, Demokratie, Tyrannis), deren Entstehung und die moralisch-psychologische Verfassung der in ihnen lebenden Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den stufenweisen Zerfallsprozess der Gerechtigkeit im Staat und in der menschlichen Seele aufzuzeigen und kritisch zu prüfen, ob dieses Modell in sich schlüssig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die Platon anhand der Politeia interpretiert, die Analogie von Staat und Seele hinterfragt und den methodischen Ansatz Platons kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der vier Verfallsstufen inklusive der Charakterstudien sowie ein abschließendes Kapitel, das methodische Probleme und Widersprüche des platonischen Konstrukts erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die vier Staatsformen (Timokratie, Oligarchie, Demokratie, Tyrannis), die platonische Gerechtigkeit, das Verhältnis von Seele und Staat sowie der Geschichtsdeterminismus.

Warum ist die Analogie zwischen Timokratie und dem timokratischen Menschen problematisch?

Die Arbeit kritisiert, dass Platon den Impuls für die "herrschende Disharmonie" nicht kausal erklärt, sondern das Entstehen sowohl des Staates als auch des Menschentyps als gegenseitige Bedingung voraussetzt, ohne die Ursache präzise zu benennen.

Welchen Stellenwert hat die Tyrannis in der Untersuchung?

Die Tyrannis nimmt einen besonderen Stellenwert ein, da sie für Platon die "unverfälschte Ungerechtigkeit" und damit das negative Ziel seiner Untersuchung darstellt, das den maximalen Kontrast zum Idealstaat bildet.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Ungerechten Verfassungen in Platons Politeia
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Philosophisches Institut)
Veranstaltung
Platon - Politeia
Note
1,3
Autor
Anna Klissouras (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
24
Katalognummer
V26278
ISBN (eBook)
9783638286701
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ungerechten Verfassungen Platons Politeia Platon Politeia
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Klissouras (Autor:in), 2003, Die Ungerechten Verfassungen in Platons Politeia, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/26278
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  24  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum