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Hugo von Hofmannsthals Trauerspiel „Der Turm“. Zur Sprachproblematik des Prinzen Sigismund

Title: Hugo von Hofmannsthals Trauerspiel „Der Turm“. Zur Sprachproblematik des Prinzen Sigismund

Term Paper , 2013 , 16 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christine Schmidt (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works

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Es gibt kaum vergleichbarere Werke deutscher Dichter, die so vielschichtig sind wie die des österreichischen Autors, Ästheten, Künstlers, Politikers, Lyrikers, Dramatikers, Erzählers und Essayisten Hugo von Hofmannsthal (1874–1929).1 Selbst nach der Veröffentlichung von einer Vielzahl an Sekundärliteratur erscheint dem heutigen Leser der Zugang zu Hofmannsthals Texten oft sehr komplex, die Sprache verschlüsselt oder rätselhaft2 zu sein, und die Intention dahinter ist auf den ersten Blick nicht klar ersichtlich. Die enorme Belesenheit Hofmannsthals und sein ungeheures Wissen spiegeln sich im vielschichtigen Werk des Turms wider, dessen originelle Lesbarkeit auf die unterschiedliche Einsetzung und den Bezugs zu den verschiedensten Textgattungen, Formen und Diskursen zurückzuführen ist.3
Ein zentrales Motiv in Hofmannsthals frühen Werken sind immer wieder die Suche nach dem Sinn des Lebens, die menschliche Daseinsberechtigung und vor allem die Vergänglichkeit von Dingen.4 Hofmannsthals Werke zu Lesen und Verstehen bedeutet metaphorisch gesagt auch, auf Spurensuche gehen zu müssen.5
[...]
1 Vgl. Nehring, Wolfgang: Die Tat bei Hofmannsthal. Eine Untersuchung zu Hofmannsthals Grossen Dramen. Stuttgart 1966, S. 2.
2 Vgl. Wagner-Zoelly, Corinne: Die „Neuen Deutschen Beiträge“. Hugo von Hofmannsthals
Europa-Utopie. Heidelberg 2010, S. 16.
3 Vgl. Twelmann, Marcus: Das Drama der Souveränität. Hugo von Hofmannsthal und Carl Schmitt. München 2004, S. 11.
4 Vgl. Nehring, Wolfgang, S. 2.
5 Vgl. Wagner-Zoelly,Corinne: Die „Neuen Deutschen Beiträge“. Hugo von Hofmannshals Europa Utopie. Heidelberg 2010, S. 80.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Sprache als besonderes Phänomen Hofmannsthals

3 Sprache und „Mensch sein“

4 Die Sprache Sigismunds

5 Rückzug in die Sprachlosigkeit

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Sprachproblematik und die menschliche Sprachfähigkeit im Trauerspiel „Der Turm“ von Hugo von Hofmannsthal, wobei ein besonderer Fokus auf der Entwicklung der Figur des Prinzen Sigismund liegt.

  • Analyse des Motivs der menschlichen Sprachfähigkeit im Kontext von Hofmannsthals Werk.
  • Untersuchung der Sprache Sigismunds als Spiegelbild seiner Identitätsentwicklung und Isolierung.
  • Betrachtung des Verhältnisses von Sprache, Körper und Geist sowie der Thematik des Schweigens.
  • Einordnung des Dramas in den Kontext der Wiener Moderne und Hofmannsthals persönlicher Sprachkrise.

Auszug aus dem Buch

Die Sprache Sigismunds

Der Protagonist des Stückes und gleichzeitig „Held des Dramas“ Prinz Sigismund, der in dem Turm versteckt vor der Außenwelt lebt, um die Prophezeiung zu umgehen, dass er eines Tages seinen eigenen Vater, den mächtigen König Basilius, stürzen wird. Er wird nicht nur wie ein Tier gehalten, auch seine anfänglichen ersten Worte scheinen vielmehr Tierlauten ähnlicher zu sein als menschlichen Worten. Marianne Kesting und Benjamin Walter ziehen hier einen direkten Vergleich mit der Figur des Kaspar Hauser. Es lassen sich aber auch einige Parallelen zur Figur des Simplicissimus von Grimmelshausen entdecken. Ähnlich wie Kaspar und Simplicius wächst auch Sigismund abgekapselt von der Gesellschaft auf und entdeckt erst als junger Erwachsener den Zugang zur Welt und der Sprache. Zu Beginn hat er eine ungewöhnliche Ausdrucksweise. Sein geringer Wortschatz äußert sich in abgehackten und bilderreichen Monologen, ähnlich denen eines Kleinkindes.

Umso ungewöhnlicher erscheint in diesem Kontext auch seine durchaus herausragende Bildung zu sein. „Der? Kann Latein und wird mit einem dicken Buch fertig, wie wenns eine Speckseiten wär [...].“ Es fallen auch öfter lateinische Bezeichnungen aus der Medizin, die einen Rückschluss auf humanistische Bildung ziehen lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität von Hofmannsthals Werk ein und definiert den Untersuchungsgegenstand, namentlich die erste Buchfassung des „Turms“ von 1925.

2 Die Sprache als besonderes Phänomen Hofmannsthals: Das Kapitel beleuchtet Hofmannsthals lebenslange Beschäftigung mit der Sprachproblematik und ordnet diese in den Kontext der literarischen Moderne ein.

3 Sprache und „Mensch sein“: Hier wird die Verknüpfung von Tiermotivik und Sprachfähigkeit untersucht, wobei die Sprache als essenzielles Kriterium für das Menschsein hervorgehoben wird.

4 Die Sprache Sigismunds: Dieses Kapitel analysiert die sprachliche Entwicklung des Protagonisten vom kindlich-stotternden Außenseiter hin zu einer reflektierten, fast prophetischen Sprechweise.

5 Rückzug in die Sprachlosigkeit: Es wird erörtert, warum das Schweigen für Hofmannsthal und seine Figuren oft als einziger Ausweg aus der Sprachkrise und Manipulation erscheint.

6 Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse und deutet den „Turm“ als ein Drama, in dem sich Hofmannsthals persönliches Leiden und seine Sicht auf die Rolle des Dichters manifestieren.

Schlüsselwörter

Hugo von Hofmannsthal, Der Turm, Sprachproblematik, Sprachkritik, Prinz Sigismund, Sprachlosigkeit, Moderne, Identität, Mensch-Tier-Motiv, Schweigen, Kommunikation, Trauerspiel, Sprachfähigkeit, Wiener Moderne, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die sprachliche Problematik in Hugo von Hofmannsthals Trauerspiel „Der Turm“ und analysiert, wie die Hauptfigur Sigismund Sprache erlernt, verliert und diese als Mittel der Identitätsfindung nutzt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Sprachkritik der Moderne, die Verbindung zwischen Sprache und Menschsein sowie der Dualismus von Sprechen und Schweigen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hofmannsthal durch die Sprachgestaltung der Figur Sigismund seine eigene Auffassung von Sprachnot und die Rolle des Dichters in der Gesellschaft spiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur zu Hofmannsthal interpretiert.

Was ist der inhaltliche Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Sprache Sigismunds, beginnend bei seiner tiergleichen Existenz bis hin zu seiner Rolle als „Prophet“, und beleuchtet zudem die Bedeutung des Schweigens.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sprachkrise, Identitätsfindung, Sprachphilosophie und Hofmannsthals Dramatik einordnen.

Wie unterscheidet sich Sigismunds Sprache am Anfang von seiner späteren Ausdrucksweise?

Zu Beginn ist seine Sprache von tierähnlichen Lauten und kleinkindhaft abgehackten Monologen geprägt; später wandelt sie sich zu einer klaren, appellativen Sprache, bis er sich schließlich aufgrund politischer Intrigen erneut ins Schweigen zurückzieht.

Warum spielt das Tiermotiv eine so entscheidende Rolle für Sigismunds Sprachfähigkeit?

Das Tiermotiv verdeutlicht die Abkapselung Sigismunds von der menschlichen Gesellschaft; die Sprache fungiert hierbei als „Katalysator“, um sich aus seinem Zustand der Unmündigkeit zu befreien und als Mensch zu identifizieren.

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Details

Title
Hugo von Hofmannsthals Trauerspiel „Der Turm“. Zur Sprachproblematik des Prinzen Sigismund
College
University of Stuttgart
Course
Hofmannsthal
Grade
1,7
Author
Christine Schmidt (Author)
Publication Year
2013
Pages
16
Catalog Number
V262757
ISBN (eBook)
9783656515555
ISBN (Book)
9783656515586
Language
German
Tags
hugo hofmannsthals trauerspiel turm sprachproblematik prinzen sigismund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Schmidt (Author), 2013, Hugo von Hofmannsthals Trauerspiel „Der Turm“. Zur Sprachproblematik des Prinzen Sigismund, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262757
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