Der Schwerpunkt dieser Arbeit wurde auf das Thema „Armut „ und „Obdachlosigkeit“ gelegt und es wird folgender Frage nachgegangen: „Welche Formen von Obdachlo-sigkeit gibt es, was sind die Ursachen und Auslöser und in welchem Kontext steht Soziale Arbeit dazu?“. Zunächst wird der Begriff der „Exklusion“ etwas skizziert, da obdachlose und arme Menschen größtenteils damit konfrontiert sind. Dann werden die Begriffe „Armut“ und „Obdachlosigkeit“ anhand von Theorie dargestellt und die unterschiedlichen Formen von Obdachlosigkeit mithilfe der ETHOS- Typologie der Organisation FEANTSA erklärt. Des Weiteren werden mögliche Ursachen und Auslö-ser für eine Obdachlosigkeit erläutert und das Thema insgesamt mit der Sozialen Ar-beit in Verbindung gesetzt. Hier wirft sich die Frage auf, ob sie die Obdachlosigkeit bearbeitet, um die Menschen von der Straße zu bekommen oder ob eine Art „Flickar-beit“ besteht die es nicht schafft, Obdachlosigkeit zu verringern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Aspekte der Arbeit
1.2 Forschungsinteresse
2. Obdachlosigkeit
2.1 Problemdarstellung
2.2 Was bedeutet „Exklusion“?
2.3 Bedeutung von Armut und Obdachlosigkeit
2.4 Formen von Obdachlosigkeit
2.5 Ursachen für die Obdachlosigkeit
3. Bedeutung für die Soziale Arbeit
4. Schlussfolgerung
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Zusammenhänge von Armut und Obdachlosigkeit im Kontext der Sozialen Arbeit, mit dem Ziel, Ursachen, Formen und gesellschaftliche Auswirkungen sowie die Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit kritisch zu hinterfragen.
- Definition und Differenzierung von Armuts- und Exklusionsbegriffen.
- Analyse der verschiedenen Formen von Obdachlosigkeit mittels der ETHOS-Typologie.
- Identifikation von Ursachen und Auslösern für den Wohnungsverlust.
- Diskussion der Rolle und der Handlungsspielräume der Sozialen Arbeit.
- Betrachtung der gesellschaftlichen Teilhabe und politischer Exklusion von Betroffenen.
Auszug aus dem Buch
2.4 Formen von Obdachlosigkeit
Um die unterschiedlichen Formen von Obdachlosigkeit darzustellen wird sich, wie bereits erwähnt, in dieser Arbeit auf die Europäische Typologie für Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekäre Wohnversorgung bezogen. Diese Typologie mit dem Namen „ETHOS“ stammt von der Organisation FEANTSA, Fédération Européenne d’Association Nationales Travaillant avec les Sans-Abri AISBL. Laut FEANTSA (2007) ist die Obdachlosigkeit „eines der Hauptprobleme, mit denen sich die Europäische Strategie für Sozialschutz und Inklusion beschäftigt.“ Um die Obdachlosigkeit und prekäre Wohnsituationen zu verringern oder zu beseitigen muss man zuerst verstehen, wie die Menschen anfangs in diese Situation gelangt sind. Mit der ETHOS-Typologie versucht FEANTSA, die verschiedenen Formen von Obdachlosigkeit zu erklären und die Menschen somit dafür zu sensibilisieren.
Laut der vorliegenden Typologie gibt es drei Grundpfeiler, die den Menschen das Wohnen ermöglicht. Erstens der Besitz eines Gebäudes über das ein Mensch oder eine Familie die Besitzrechte ausüben kann (physischer Bereich). Zweitens können die Personen in diesem Gebäude das sie besitzen ihre Privatheit aufrecht erhalten und Beziehungen pflegen (sozialer Bereich) und drittens befinden sie sich in einem rechtlichen Bereich, da es einen legalen Rechtstitel gibt. (vgl. FEANTSA, 2009)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Moduls sowie der zentralen Forschungsfrage zur Verknüpfung von Armut, Obdachlosigkeit und dem Auftrag der Sozialen Arbeit.
2. Obdachlosigkeit: Detaillierte theoretische Einordnung der Begriffe Exklusion und Armut sowie differenzierte Darstellung der Obdachlosigkeitsformen nach der ETHOS-Typologie und deren Ursachen.
3. Bedeutung für die Soziale Arbeit: Analyse des professionellen Handlungsfeldes, insbesondere im Hinblick auf das doppelte Mandat von Hilfe und Kontrolle sowie die politische Interessenvertretung für Betroffene.
4. Schlussfolgerung: Synthese der Erkenntnisse mit dem Fazit, dass Armut ein dynamisches, strukturell verankertes Phänomen bleibt, das durch Soziale Arbeit zwar gelindert, aber kaum vollständig beseitigt werden kann.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Internetquellen zur Untermauerung der theoretischen Ausführungen.
Schlüsselwörter
Armut, Obdachlosigkeit, Soziale Arbeit, Exklusion, Prekarität, ETHOS-Typologie, FEANTSA, soziale Ausgrenzung, Wohnungslosigkeit, Partizipation, Marginalisierung, soziale Hilfe, existenzielle Not, gesellschaftliche Teilhabe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beleuchtet die Problematik der Armut und Obdachlosigkeit als zentrale Herausforderungen für die moderne Gesellschaft und untersucht, wie diese Themen in der Sozialen Arbeit verankert sind.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Armut, dem Verständnis von Exklusion, der Systematisierung von Obdachlosigkeit durch die ETHOS-Typologie sowie den Ursachen und sozialarbeiterischen Interventionsmöglichkeiten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es zu klären, welche Formen von Obdachlosigkeit existieren, welche Ursachen zugrunde liegen und ob die Soziale Arbeit durch ihre Maßnahmen tatsächlich in der Lage ist, Obdachlosigkeit nachhaltig zu verringern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit angewandt?
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und theoretische Konzepte (insbesondere von FEANTSA und verschiedenen Armutsforschern), um die Problemlage systematisch darzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Problemdarstellung, die Klärung der Begriffe Exklusion und Armut, die Vorstellung der ETHOS-Typologie und eine kritische Diskussion der Rolle der Sozialen Arbeit als helfende und kontrollierende Instanz.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?
Zu den prägenden Begriffen gehören Armut, Obdachlosigkeit, Exklusion, Soziale Arbeit und Prekarität.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Formen der Armut?
Der Text differenziert zwischen absoluter Armut (Existenzminimum), relativer Armut (im Vergleich zum Durchschnittseinkommen) und gefühlter Armut, die sich über die individuelle Wahrnehmung und Ausgrenzung definiert.
Welche Rolle spielt die FEANTSA-Typologie in diesem Dokument?
Die ETHOS-Typologie dient als wichtiges wissenschaftliches Instrument, um die verschiedenen Lebenslagen von obdachlosen und wohnungslosen Menschen kategorisierbar und damit für die Soziale Arbeit bearbeitbar zu machen.
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- Dan Diederich (Author), 2013, Armut und Obdachlosigkeit im Sozialen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262707