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Anreizsysteme zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb

Titel: Anreizsysteme zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb

Masterarbeit , 2013 , 76 Seiten

Autor:in: Tim Niesser (Autor:in)

BWL - Controlling

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Umweltschutz hat sich in der Betriebswirtschaftslehre in dem Maße intensiviert, wie Umweltprobleme in der gesellschaftspolitischen Diskussion an Gewicht gewonnen haben.
Maßgebend für diese Entwicklung ist die objektiv messbare, fortschreitende Übernutzung der natürlichen Umwelt durch industrielle Produktionsprozesse und Massenkonsum. Angesichts der gestiegenen gesellschaftlichen Relevanz des Umweltschutzes muss es für die Unternehmungen u. a. darum gehen, die ökonomische Zieldimension um eine zweite, umweltschutzorientierte Kategorie von Zielen zu erweitern.
Diese Entwicklung ist dann auch nicht ohne Auswirkungen auf das Controlling als Teildisziplin der Betriebswirtschaftslehre geblieben. Das leuchtet ein, da sich dem Controlling als Koordination innerhalb der Führungsteilfunktionen und zwischen ihnen formell ganz unterschiedliche Beziehungen und somit prinzipiell auch Beziehungen zwischen einem um ökologische Ziele erweiterten Zielsystem und anderen Führungsteilfunktionen als Ansatzpunkt anbieten. Die Berücksichtigung von Umweltschutzaspekten im unternehmerischen Zielsystem tangiert das Controlling dabei insbesondere in zweifacher Hinsicht: Für die Ausrichtung des Informationssystems auf die Planung und Kontrolle hat dies einerseits zur Konsequenz, dass sich der entscheidungsrelevante Informationsbedarf letzterer Systeme verändert, da nun u. a. auch externe Effekte der Produktion – bis dahin in betriebswirtschaftlichen Kalkülen weitgehend ignoriert – in unternehmerische Entscheidungskalküle einbezogen werden. In Industriebetrieben, in denen Sachgüter für einen größeren Markt mit einem relativ hohen Mechanisierungsgrad produziert werden, bildet insbesondere die Aufbereitung ökologischer Informationen für Investitionsentscheidungen eine wesentliche Controlling-Aufgabe.
Andererseits müssen die mit dem ökologischen Zielsystem koordinierten Maßnahmen der Informationsversorgung, Planung und Kontrolle auch mit der Personalführung abgestimmt werden, um eine verhaltensbeeinflussende Wirkung zu entfalten. Hierbei hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere die Ausgestaltung von Anreizsystemen als neuer Schwerpunkt der Controlling-Diskussion herausgebildet. Gerade in dezentralisierten Industriebetrieben können Anreizsysteme ein mögliches Koordinationsinstrument zur zielorientierten Steuerung von Investitionsentscheidungen darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Bedeutung des Umweltschutzes für das Controlling

2. Problematik einer ökologisch orientierten Steuerung von Investitionsentscheidungen

2.1 Zum Verhältnis von Investition und Ökologie

2.1.1 Der Begriff der „ökologischen Orientierung“

2.1.2 Schnittstellen industriebetrieblicher Investitionen zur ökologischen Umwelt

2.1.3 Charakteristika ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb

2.2 Ansatzpunkte betrieblicher Steuerung von Investitionsentscheidungen bei zunehmender Dezentralisation

2.2.1 Die Investitionsentscheidung als Teil eines idealtypischen Investitionsprozesses im Industriebetrieb

2.2.2 Interdependenzprobleme als Folge einer Dezentralisierung von Investitionsentscheidungen

2.2.3 Koordinationsprinzipien zur dezentralen Steuerung betrieblicher Investitionsentscheidungen

2.3 Auswirkungen einer ökologisch orientierten Unternehmensführung auf die Investitionsbewertung

2.3.1 Das Verhältnis des Umweltschutzziels zur Zielsetzung bei der finanziellen Bewertung betrieblicher Investitionen

2.3.2 Die Erfassungs- und Bewertungsproblematik investitionsbedingter Umwelteinwirkungen

2.3.3 Prinzipielle Möglichkeiten einer ökologisch orientierten Investitionsbewertung

3. Grundstruktur von Anreizsystemen als Koordinationsinstrument zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen

3.1 Die ökologisch orientierte Steuerung dezentralisierter Investitionsentscheidungen als Anwendungsfall der Agency Theorie

3.1.1 Darstellung der betrachteten Entscheidungssituation

3.1.2 Entscheidungstheoretische Grundlagen der Agency Theorie

3.1.3 Anreizsysteme zur Lösung typischer Principal-Agent Probleme im Investitionsprozess von Industrieunternehmen

3.2 Ansatzpunkte zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen

3.2.1 Belohnungssystem als Teil eines Anreizsystems

3.2.2 Basiselemente eines Anreizsystems

3.2.3 Anforderungen an Anreizsysteme zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb

4. Gestaltung von Bemessungsgrundlage und Ausschüttungsregel zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb

4.1 Bestimmung anforderungskompatibler Bemessungsgrundlagen

4.1.1 Ansätze zur nicht-monetären Bewertung investitionsbedingter Umwelteinwirkungen

4.1.2 Bemessung der investitionsbezogenen Umweltleistung eines Bereichs auf Basis der Methode der „ökologischen Knappheit“

4.1.3 Der Einfluss von Zeitpräferenzen auf den investitionsbezogenen Umweltleistungsindikator

4.2 Beachtung einer mehrperiodigen Anreizwirkung bei der Gestaltung der Ausschüttungsregel

4.2.1 Ansätze zur Periodisierung investitionsbedingter Umwelteinwirkungen

4.2.2 Möglichkeiten zur Vermeidung kurzfristigen Denkens und Handelns der Bereichsführungen

5. Gestaltung der Belohnungsfunktion zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb

5.1 Funktionsweise ausgewählter Belohnungsfunktionen

5.2 Beitrag der Belohnungsfunktionen zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen

5.2.1 Ökologisch orientierte Belohnungsfunktionen im Spannungsfeld zwischen Controllability und Anreizkompatibilität

5.2.2 Zur Gefahr kollusiven Verhaltens bei den betrachteten Belohnungsfunktionen

5.3 Einsatz des Profit Sharing zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb

5.3.1 Integration der ökologischen Bemessungsgrundlage in das Profit Sharing

5.3.2 Möglichkeiten zur Verknüpfung ökologischer und ökonomischer Leistungsindikatoren beim Profit Sharing

6. Mit „grünen“ Investitionen „schwarze“ Zahlen schreiben?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Anreizsysteme als Koordinationsinstrumente zu untersuchen, um dezentralisierte Investitionsentscheidungen in Industriebetrieben auf ökologische Zieldimensionen auszurichten. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie durch eine gezielte Gestaltung von Bemessungsgrundlagen und Belohnungsfunktionen eine ökologisch orientierte Steuerung erreicht werden kann, ohne dabei die ökonomische Effizienz zu gefährden.

  • Grundlagen ökologisch orientierter Investitionssteuerung im Industriebetrieb.
  • Anwendung der Agency-Theorie auf dezentrale Investitionsprozesse.
  • Methoden der nicht-monetären Bewertung investitionsbedingter Umwelteinwirkungen.
  • Analyse und Gestaltung von Belohnungsfunktionen (z. B. Weitzman-Schema, Profit Sharing, Groves-Mechanismus).
  • Bewältigung von Manipulationsgefahren und Zielkonflikten in Anreizsystemen.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Der Begriff der „ökologischen Orientierung“

Unter „ökologisch orientiert“ wird im allgemeinen Sprachgebrauch ein „ausgerichtet sein“ auf die „Ökologie“ verstanden. Der Begriff „Ökologie“ leitet sich wiederum von den griechischen Wörtern oikos (Haus, Haushalt) und logos (Lehre) ab. Etymologisch betrachtet ist die Ökologie damit die Lehre vom Haushalt. Im heutigen Sinne verwendet wurde der Begriff „Ökologie“ von dem Zoologen Ernst Haeckel (1834-1919) geprägt. Nach seiner grundlegenden Definition beschreibt „Ökologie“ „die gesamte Wissenschaft von den Beziehungen des Organismus zur umgebenden Außenwelt“.

Aus Sicht eines Unternehmens umfasst diese umgebende Außenwelt einem weiten Begriffsverständnis nach alle nicht zum Unternehmen gehörenden Elemente eines Umsystems. Im Kontext des Umweltschutzes wird dieses Umsystem regelmäßig auf die ökologische Umwelt als die Gesamtheit der natürlichen Lebensräume des Menschen beschränkt.

Folglich läge es nahe, „ökologische Orientierung“ im betriebswirtschaftlichen Sinne als eine „Ausrichtung unternehmerischer Handlungen und Entscheidungen auf die ökologische Umwelt“ zu definieren. Allerdings erweist sich diese Bedeutungszuschreibung als wenig greifbar und somit als ungeeignet für das weitere Vorgehen. Es stellt sich also die Frage, wie der Begriff „ökologische Orientierung“ weiter operationalisiert werden kann. In der Literatur wird hierfür an dem Aspekt einer begrenzten Belastbarkeit der natürlichen Umwelt angesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Bedeutung des Umweltschutzes für das Controlling: Dieses Kapitel erläutert, warum die Integration ökologischer Ziele in das Controlling essenziell ist und wie dies die Planung, Kontrolle und Anreizsysteme beeinflusst.

2. Problematik einer ökologisch orientierten Steuerung von Investitionsentscheidungen: Hier wird das Verhältnis von Ökologie und Investitionen beleuchtet, die Schwierigkeiten bei der Dezentralisierung aufgezeigt und die Herausforderungen einer ökologischen Investitionsbewertung diskutiert.

3. Grundstruktur von Anreizsystemen als Koordinationsinstrument zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen: Dieses Kapitel verknüpft die Agency-Theorie mit Investitionsprozessen und definiert Basiselemente sowie Anforderungen an effektive Anreizsysteme.

4. Gestaltung von Bemessungsgrundlage und Ausschüttungsregel zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb: Es werden Methoden zur nicht-monetären Bewertung von Umwelteinwirkungen (z. B. Methode der „ökologischen Knappheit“) vorgestellt und Ansätze zur Periodisierung entwickelt.

5. Gestaltung der Belohnungsfunktion zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb: Der Fokus liegt auf der Analyse spezifischer Belohnungsmechanismen wie Weitzman-Schema, Profit Sharing und Groves-Mechanismus sowie deren Beitrag zur ökologischen Förderung.

6. Mit „grünen“ Investitionen „schwarze“ Zahlen schreiben?: Abschließende Betrachtung, ob sich ökologisch orientierte Investitionen betriebswirtschaftlich auszahlen und unter welchen Bedingungen finanzielle Vorteile entstehen können.

Schlüsselwörter

Umweltschutz, Controlling, Investitionsentscheidungen, Dezentralisation, Agency-Theorie, Anreizsysteme, ökologische Knappheit, Umweltbelastung, Bemessungsgrundlage, Belohnungsfunktion, Weitzman-Schema, Profit Sharing, Groves-Mechanismus, ökologische Annuität, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Thesis primär?

Die Arbeit untersucht, wie Anreizsysteme in dezentralisierten Industriebetrieben eingesetzt werden können, um Investitionsentscheidungen stärker auf ökologische Ziele auszurichten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen das ökologische Controlling, die Agency-Theorie im Investitionskontext, verschiedene Methoden der Umweltbewertung sowie die Gestaltung von Bonus- und Belohnungssystemen für Bereichsleiter.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein Modell für Anreizsysteme zu entwickeln, das eine ökologisch verantwortungsvolle Investitionspolitik fördert und gleichzeitig die finanziellen Unternehmensziele berücksichtigt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich primär um eine theoretische Arbeit, die auf entscheidungstheoretischen Grundlagen und der Institutionenökonomie basiert, ergänzt durch quantitative Beispiele zur Erläuterung der vorgeschlagenen Bewertungsmechanismen.

Was ist der Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich mit der Konzeption anforderungskompatibler Bemessungsgrundlagen, der Periodisierung von Umweltbelastungspunkten und der vergleichenden Analyse von Belohnungsfunktionen wie dem Weitzman-Schema und dem Profit Sharing.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Agency-Problematik, Anreizkompatibilität, ökologische Knappheit und Investitionsbudgetierung definiert.

Was unterscheidet das Weitzman-Schema von anderen betrachteten Modellen?

Das Weitzman-Schema ist ein spezifischer Anreizmechanismus, bei dem die Belohnung aus einer Grundprämie und einer variablen Beteiligung besteht, die besonders bei wahrheitsgemäßer Berichterstattung greift, jedoch Manipulationsgefahren birgt.

Warum wird die Methode der „ökologischen Knappheit“ zur Bemessung genutzt?

Sie dient dazu, heterogene Umwelteinwirkungen (wie verschiedene Emissionen oder Ressourcenverbrauch) in eine aggregierte Maßzahl (Umwelt-Belastungspunkte) zu überführen, um sie vergleichbar zu machen.

Ende der Leseprobe aus 76 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anreizsysteme zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb
Hochschule
Universität Hohenheim  (Controlling)
Autor
Tim Niesser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
76
Katalognummer
V262695
ISBN (Buch)
9783656511724
ISBN (eBook)
9783656511908
Sprache
Deutsch
Schlagworte
anreizsysteme förderung investitionen industriebetrieb
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Niesser (Autor:in), 2013, Anreizsysteme zur Förderung ökologisch orientierter Investitionen im Industriebetrieb, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262695
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