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Heterotopische Räume auf der Leinwand. Das Filmbeispiel "Knallhart"

Sozialkritik und der Darstellung sozialer Randbereiche im Film und Fernsehen der Gegenwart

Title: Heterotopische Räume auf der Leinwand. Das Filmbeispiel "Knallhart"

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan-Christian Hansen (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Einleitung: Das Zeitalter der Medien
Das 21. Jahrhundert ist ein Zeitalter der Medien. Film und Fernsehen bestimmen den Alltag, auf der Leinwand formen sich andere Welten oder Abbilder von unserer Gesellschaft und der Mensch ist seit jeher schon des Menschen liebstes Forschungsobjekt. Soziologen, Geisteswissenschaftler, Psychologen, und Philosophen erforschen seit Jahrhunderten die Natur des Menschen und jegliche Formen sozialen Zusammenlebens. Innere und äußere Faktoren wirken willkürlich oder unwillkürlich auf eine Gesellschaft ein und jede Generation kreiert eigenständig ein diachrones Abbild von ihrer Gesellschaft im Lauf der Geschichte und der Zeit.
Unser Bild, das wir uns von einer Gesellschaft und von zwischenmenschlichen Zusammenleben gemacht haben, können wir subjektiv oder objektiv wahrnehmen, je nachdem ob wir gerade unsere eigene Gesellschaft analysieren oder ob es sich um eine Gesellschaft handelt, der wir nicht angehören. Das gesellschaftliche Zusammenleben ist in einem stetigen Wandel, da es sich einerseits historisch von Generation zu Generation verändern kann, aber es zum anderen auch möglich ist, dass sich innerhalb einer Generation unterschiedliche Typen von Gesellschaften herauskristallisieren können.
Diese Beeinflussung des Menschen und die daraus resultierenden Gesellschaften sind abhängig von unterschiedlichen Faktoren, so galt das 19. Jahrhundert beispielsweise als ein Jahrhundert der Geschichte, das geprägt war von einer emphatischen Denkweise für Geschichte und Geschichtlichkeit, so dass das Leben der Menschen und die Gesellschaft eng mit dem Lauf der Geschichte verflochten war, - wohingegen sich das 20. Jahrhundert zunehmend für Räume und Raumbeziehungen interessierte - und im 21.Jahrhundert dann das Zeitalter der Medien anbrach, durch die sich der Mensch heute selbst versucht - so gut es geht - zu reflektieren und sehr darum bemüht ist, das gesellschaftliche Leben zu analysieren und ein künstliches Abbild des realen Lebens in der Medienwelt zu erzeugen.
Wie die Gesellschaft haben sich auch Film und Fernsehen weiterentwickelt. Die Geschichten auf der Leinwand ermöglichen uns einen Ausblick in eine fremde Welt oder einen Einblick in unsere Welt, indem sie einer Gesellschaft einen Spiegel vorhält und um diese Räume zu orten, die jenseits des Spiegels oder im Spiegel zu sehen sind, bietet sich das Konzept der Heterotopologie von Michel Foucault an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung: Das Zeitalter der Medien

1. Was sind Heterotopien?

1.1. Der Begriff Heterotopie nach Michel Foucault

1.2. Das Konzept von heterotopischen Räumen übertragen auf Film und Fernsehen

2. Heterotopien im Film

2.1. Die Darstellung von sozialen Randbereichen im Filmbeispiel Knallhart und ihre Bedeutung

2.2. Ist das im Film Knallhart geschilderte Neukölln nach dem Konzept von Michel Foucault eine Heterotopie?

3. Der sozialkritische Film

3.1. Der sozialkritische Film – zwischen Aufklärung und Polarisierung

Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Michel Foucaults Konzept der Heterotopologie auf fiktionale mediale Darstellungen, konkret am Beispiel des Films "Knallhart". Dabei wird analysiert, wie moderne Filme soziale Randbereiche als "andere Räume" konstruieren und inwiefern diese Abbildungen zwischen Sozialkritik, Realitätsanspruch und filmischer Fiktion oszillieren.

  • Grundlagen der Heterotopologie nach Michel Foucault
  • Übertragung raumtheoretischer Konzepte auf Film und Fernsehen
  • Analyse der Raumbildung und Rollenverteilung in "Knallhart"
  • Die Spannung zwischen filmischer Sozialkritik und realer gesellschaftlicher Polarisierung
  • Rezeptionsanalyse von medialen Abbildern der Realität

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Darstellung von sozialen Randbereichen im Filmbeispiel Knallhart und ihre Bedeutung

Das Filmbeispiel Knallhart liefert einen fiktionalen Einblick in die vermeintlich reale Welt sozialer Randbereiche in deutschen Großstädten und zeichnet mit Hilfe des Mediums Film und Fernsehen ein Abbild von der Kehrseite unserer Gesellschaft, wie es höchstwahrscheinlich ohnehin schon in den meisten Köpfen der Zuschauer und Menschen klischeehaft anzutreffen war.

Der Kinofilm und die gleichzeitige Romanverfilmung Knallhart, mit dem sich der Regisseur Detlev Buck weit von seinem üblichen Metier der Komödie entfernt hat, ist die Geschichte des 15-jährigen Michael Polischka, der zusammen mit seiner Mutter aus der Villa im gut situierten Berliner Stadtteil Zehlendorf in den sozialen Brennpunkt Neukölln ziehen muss, weil der langjährige Geliebte, Dr. Klaus Peters, seine Mutter zu dick findet und sie deshalb beide aus ihrer bis dato heilen Welt reißt, indem er sie kurzerhand an Michaels 15. Geburtstag aus der Villa direkt auf die Straße schmeißt.

In Neukölln angekommen, beginnt für Michael eine Spirale aus Gewalt, Kriminalität, Erpressung und Erniedrigung, in er der zwangsläufig als "vermeintlicher Schnösel" aus Zehlendorf die Rolle des "Opfers" einnehmen muss und von einer Jugendgang, unter der Leitung ihres Anführers Erol, verprügelt und "abgezogen" wird.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Das Zeitalter der Medien: Die Einleitung beleuchtet den Stellenwert der Medien im 21. Jahrhundert und führt in die theoretische Relevanz von Raumbeziehungen in der zeitgenössischen Film- und Medienwelt ein.

1. Was sind Heterotopien?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Heterotopie nach Michel Foucault und erläutert dessen Übertragbarkeit auf filmische Erzählstrukturen.

2. Heterotopien im Film: Hier wird das Konzept anhand des Filmbeispiels "Knallhart" praktisch erprobt, wobei die Darstellung von Neukölln als sozialer Randbereich kritisch auf seinen Heterotopie-Status hin untersucht wird.

3. Der sozialkritische Film: Das Kapitel diskutiert die Rolle des sozialkritischen Kinos im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Aufklärung und der Gefahr populistischer Polarisierung.

Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Foucaults Theorie ein wertvolles Analyseinstrument bleibt, jedoch aufgrund der hohen Variabilität medialer Rezeption keine allgemeingültige Kategorisierung zulässt.

Schlüsselwörter

Heterotopie, Michel Foucault, Sozialkritik, Filmwissenschaft, Knallhart, Neukölln, Medienzeitalter, Raumtheorie, Sozialer Randbereich, Preferred Reading, Realitätsdarstellung, Fiktion, Gesellschaftsbild, Gewaltspirale, Repräsentation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert, wie der Film "Knallhart" soziale Randgebiete darstellt und ob sich diese fiktiven Orte mithilfe von Michel Foucaults Konzept der Heterotopien wissenschaftlich als "andere Räume" definieren lassen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die Raumtheorie von Foucault, die Analyse filmischer Zeichen, die Darstellung sozialer Brennpunkte sowie die ethische Frage nach der Wirkung sozialkritischer Filme auf die Gesellschaft.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob der im Film "Knallhart" dargestellte Berliner Stadtteil Neukölln nach dem Konzept von Michel Foucault als Heterotopie eingestuft werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt eine filmwissenschaftliche Text- und Inhaltsanalyse, indem er die filmischen Strukturen und Zeichen mit den theoretischen Definitionen von Michel Foucault abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Fallstudie des Films "Knallhart" unter Berücksichtigung der Rollenverteilung und Raumkonstruktion sowie eine Reflexion über die Wirkung des sozialkritischen Films.

Was sind die charakteristischen Schlüsselwörter der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Heterotopie, Sozialkritik, Raumtheorie und Mediale Repräsentation.

Warum wird gerade der Film "Knallhart" für diese Analyse gewählt?

Der Film bietet sich als Fallbeispiel an, da er sich um einen expliziten Realitätsanspruch bemüht und zum Zeitpunkt seines Erscheinens kontroverse Debatten über soziale Brennpunkte in Deutschland auslöste.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich des Heterotopie-Begriffs?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Einordnung von "Knallhart" als Heterotopie stark vom Rezipienten abhängt und Foucaults Werkzeug zwar analytisch präzise, aber im Alltagskonsum durch die Vermischung von Fiktion und Realität schwer greifbar bleibt.

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Details

Title
Heterotopische Räume auf der Leinwand. Das Filmbeispiel "Knallhart"
Subtitle
Sozialkritik und der Darstellung sozialer Randbereiche im Film und Fernsehen der Gegenwart
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Neuere Deutsche Literatur und Medien)
Course
Neukölln und anderswo. Filmische Konstruktionen sozialer „Randbereiche“ im deutschen Film und Fernsehen der Gegenwart.
Grade
1,0
Author
Jan-Christian Hansen (Author)
Publication Year
2010
Pages
20
Catalog Number
V262617
ISBN (Book)
9783656511687
ISBN (eBook)
9783656511991
Language
German
Tags
Medienwissenschaft Medien Heterotopie Foucault Knallhart DetlefBuck Film Fernsehen Sozialkritik Randbereiche Neukölln
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan-Christian Hansen (Author), 2010, Heterotopische Räume auf der Leinwand. Das Filmbeispiel "Knallhart", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262617
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