In einem ersten Schritt wird sich nach einer Vorstellung dreier Zugänge zum Terminus Wissensmanagement auf einen Ansatz festgelegt. Im Anschluss daran wird der Begriff Wissensmanagement in seine wörtlichen Bestandteile Wissen und Management aufgeteilt. Dabei wird der Fokus auf das Wissen gelegt, seine semantische Bedeutung geklärt, seine Bedeutung innerhalb der Erziehungs- und Wirtschaftswissenschaften hervorgehoben und nach seinen Trägern sowie nach Wissensarten differenziert. Danach wird auf die Funktion von Wissensmanagement aus der Perspektive der genannten theoretischen Zugänge eingegangen und eine Begriffsbestimmung auf der Grundlage der theoretischen Konzeptionen versucht. Daraufhin werden zwei Modelle zum Wissensmanagement vorgestellt und kritisch reflektiert, um einerseits den Status-Quo im Bereich der Wissensmanagementforschung aufzuzeigen und andererseits Ansätze vorzustellen, wie sich das Wissensmanagement konzeptionell-theoretisch beschreiben lässt. Im anschließenden Kapitel werden aufbauend auf das vorgestellte Modell der Bausteine des Wissensmanagements zentrale Instrumente vorgestellt, welche den gewählten integrativen Ansatz unterstützen. Außerdem wird die praktische Anwendung des didaktischen Konzepts zur Implementierung von Wissensmanagement nach dem integrativen Ansatz in einer fiktiven Organisation vorgestellt und reflektiert. Abschließend wird im Schlussteil die Leitfrage nach der Verortbarkeit von Wissensmanagement in einem geistes- bzw. wirtschaftswissenschaftstheoretischen Zusammenhang nochmals aufgegriffen und geprüft, ob sie im Hauptteil beantwortet wurde. Zudem werden die Forschungsergebnisse zusammengefasst und eine Bewertung dieser vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Thema und Relevanz
1.2 Fragestellung und methodisches Vorgehen
1.3 Aufbau
2. Theoretische Konzeptionen
2.1 Wissensmanagement
2.1.1 Wissen
2.1.2 Management
2.1.3 Definition und Funktion von Wissensmanagement
3. Modelle zum Wissensmanagement
3.1 Knowledge Creation Model nach Nonaka und Takeushi
3.2 Bausteine des Wissensmanagements nach Probst, Raub und Romhardt
4. Instrumente des Wissensmanagements
5. Implementierung von Wissensmanagement in der Unternehmungsführung eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens
5.1 Ausgangslage, fiktives Szenario
5.2 Arbeitsphase
5.3 Diskussion und Reflektion
6. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich der Terminus Wissensmanagement theoretisch im geistes- bzw. wirtschaftswissenschaftlichen Kontext verorten lässt, und liefert zugleich die konzeptionelle Grundlage für ein didaktisches Modell zur Implementierung von Wissensmanagement nach dem integrativen Ansatz in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen.
- Theoretische Fundierung des Wissensbegriffs und der Wissensarten
- Analyse zentraler Wissensmanagementmodelle (Nonaka/Takeushi, Probst et al.)
- Identifikation und Anwendung praktischer Wissensmanagementinstrumente
- Implementierung eines Wissensmanagementkonzepts in einem fiktiven Szenario
Auszug aus dem Buch
3.1 Knowledge Creation Model nach Nonaka und Takeushi
Das Wissensmanagementmodell der japanischen Wirtschaftswissenschaftler Nonaka und Takeushi basiert auf der Unterscheidung zwischen der epistemologischen Dimension von implizitem und explizitem Wissen sowie der ontologischen Dimension von individuellem und kollektivem Wissen.
In Bezug auf die Dimension implizit/expliziten Wissens identifizieren Nonaka/Takeushi vier Formen der Wissensumwandlung: Die Sozialisation beschreibt die Entwicklung impliziten Wissens, welches insbesondere durch persönliche Erfahrungen bildet (vgl. Kap. 2.1.1), aus bereits bestehendem impliziten Wissen. Es werden Erfahrungen ausgetauscht, ohne dass Wissen dabei expliziert wird, weswegen der erworbene Wissensbestand innerhalb der Organisation nur latent verfügbar bleibt. Bei dieser Transformationsform wird zwischen mindestens zwei Individuen ein gemeinsames mentales Modell geschaffen, was sich beispielsweise im Erfahrungsaustausch innerhalb von Arbeitsgruppen zeigt (vgl. Zaunmüller 2007, S. 17).
Die Externalisierung umfasst die Umwandlung impliziten in explizites Wissen. Implizites Wissen wird mithilfe von Metaphern oder Analogien in explizite Konzepte artikuliert. Da implizites Wissen jedoch nur schwer verbalisierbar ist, können die resultierenden expliziten Inhalte verfälscht, unklar oder unvollständig sein. So können z. B. bei der Explikation der Tätigkeit des Fahrradfahrens nicht alle Bestandteile erwähnt oder aufgenommen werden (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Relevanz des Themas Wissensmanagement dar, definiert die Forschungsfrage und erläutert den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Konzeptionen: Hier werden die Begriffe Wissen und Management aus verschiedenen disziplinären Perspektiven beleuchtet und in eine funktionale Definition von Wissensmanagement überführt.
3. Modelle zum Wissensmanagement: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem Knowledge Creation Model von Nonaka/Takeushi sowie den Bausteinen nach Probst, Raub und Romhardt.
4. Instrumente des Wissensmanagements: Dieser Abschnitt widmet sich praktischen Gestaltungsmöglichkeiten und Instrumenten, um die identifizierten Wissensmanagement-Bausteine in der betrieblichen Praxis anzuwenden.
5. Implementierung von Wissensmanagement in der Unternehmungsführung eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens: Anhand eines fiktiven Szenarios wird die praktische Anwendung des erarbeiteten didaktischen Konzepts präsentiert und kritisch reflektiert.
6. Schluss: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen und bewertet die theoretische Verortbarkeit des Wissensmanagements.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Integrativer Ansatz, Wissensgenerierung, Implizites Wissen, Explizites Wissen, Wissensbilanz, Organisationsentwicklung, Wissensmodell, Wissensressource, Handlungskompetenz, Wissenslandkarten, Change-Management, Wissensvermittlung, Unternehmensführung, Wissensschätze.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der konzeptionellen Erarbeitung und theoretischen Verortung eines didaktischen Konzepts zur Implementierung von Wissensmanagement nach einem integrativen Ansatz.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Wissen und Management, der Analyse wissenschaftlicher Wissensmanagementmodelle sowie der praktischen Implementierung in einem Maschinenbauunternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob sich Wissensmanagement theoretisch verorten lässt, und die Bereitstellung einer Grundlage für die praktische Projektarbeit in Unternehmen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoriegeleitete Abhandlung vorgenommen, ergänzt durch die Anwendung des Konzepts in einem fiktiven Szenario einer Organisation.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Konzeptionen, die Vorstellung von Wissensmanagementmodellen, die Darstellung von Instrumenten und eine Fallstudie zur Implementierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Wissensmanagement, der integrative Ansatz, implizites und explizites Wissen sowie die organisationale Implementierung.
Was unterscheidet das Knowledge Creation Model von anderen Ansätzen?
Das Modell von Nonaka/Takeushi fokussiert besonders auf den dynamischen Prozess der Wissensumwandlung zwischen explizitem und implizitem Wissen über eine ontologische Dimension.
Warum spielt die Mitarbeitermotivation laut der Arbeit eine so große Rolle?
Die Diskussion zeigt, dass die Motivation zum Wissensteilen eine Schlüsseldeterminante darstellt, da Wissensmanagement trotz organisatorischer Maßnahmen an der Bereitschaft des Individuums hängt.
- Arbeit zitieren
- Daniel Zäck (Autor:in), 2013, Implementierung von Wissensmanagement nach dem integrativen Ansatz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262512