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Absichten eines Idealisten. Schillers Projekt der Freiheit

Titel: Absichten eines Idealisten. Schillers Projekt der Freiheit

Hausarbeit , 2012 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Michael Kepling (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Schönheit also ist nichts anders, als Freiheit in der Erscheinung“, heißt Schillers klassische ‚Schönheits‘-Definition aus den Kallias-Briefen – eine Definition, die nicht zuletzt aufgrund der Polysemie des Begriffs ‚Freiheit‘ semantisch zunächst unscharf, begrifflich vage, indefinibel erscheinen muss. Schönheit und Freiheit hängen für Schiller per definitionem also zusammen, sie korrelieren, bedingen einander. Schillers Begriff des ‚Schönen‘ kann erst durch den Rekurs auf seine Vorstellung von Freiheit dechiffriert werden. Ganz unmittelbar stellen sich hier die Fragen, was genau Schiller eigentlich als Freiheit gilt, wie sie erreicht respektive verwirklicht werden kann, und wie nun sich das Verhältnis von ‚Schönheit‘ und ‚Freiheit‘ exakt gestaltet – Fragen, die im Folgenden näher beleuchtet werden sollen.
"Durch alle Werke Schillers", schreibt Goethe 1827, "geht die Idee von Freiheit, und diese Idee nahm eine andere Gestalt an, sowie Schiller in seiner Kultur weiter ging und selbst ein anderer wurde.“ Tatsächlich steht die Idee der Freiheit im Zentrum des Schi-llerschen Dichtens und Denkens, der Schillersche Freiheitsenthusiasmus zieht sich – als phänotypische Grundtendenz quasi – durch sein gesamtes Werk. Wie Goethe richtig erkannt hat, gilt es dabei aber stets zu unterscheiden, welche Art von Freiheit gemeint ist. Die Gestalt der Idee ändert sich fortwährend, „alle acht Tage“, schreibt Goethe gar, „war er [Schiller] ein Anderer“ .
Die Fähigkeit zur intellektuellen Metamorphose, die Goethe hier konstatiert, erweist sich als ein fundamentales Charakteristikum der Schillerschen Persönlichkeit; vor dem Hintergrund einer gesellschaftlichen Umbruchszeit und im Horizont historischer Veränderungsprozesse zeigt sich immer wieder Schillers artistische Begabung, zeigt sich sein Vermögen, nicht persistent an seinen Ideen festzuhalten, sondern sie durch seine reflektierende Kraft zu verändern – ein Vermögen, das sich in der „dynamische[n] Veränderlichkeit seines Oeuvres“ erkennbar niederschlägt. Im Folgenden gilt es, jene Veränderlichkeit dezidiert in den Blick zu nehmen, wobei „die Idee von Freiheit“, als zentrales Komplement des Schillerschen Denkens, in den exemplarischen Textanalysen akzentuiert und en détail untersucht werden soll. Insbesondere die Verbindung von Freiheit und Schönheit, also die Übertragung eines objektiv gefassten Schönheitsbegriffes auf das Feld der Moralphilosophie, die Verknüpfung von ...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Geschichtsphilosophie

1. Die Jenaer Antrittsvorlesung. Freiheit im historischen Prozess

2. Das Scheitern des universalhistorischen Projekts

III. Klassische Schönheitslehre und Ästhetik

1. Kallias-Briefe. Im Morgenland des Schönen

2. Ästhetische Erziehung. Spielerische Freiheit

IV. Dramentheorie.

Über das Pathetische und das Erhabene. Agonale Freiheit

V. Fazit

VI. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Transformation des Freiheitsbegriffs im Werk Friedrich Schillers, wobei sie dessen geschichtsphilosophische Entwürfe, die klassische Schönheitslehre sowie die Dramentheorie als zusammenhängendes "Projekt der Freiheit" analysiert, um die Komplexität und den Idealismus des Autors offenzulegen.

  • Evolution des Schillerschen Freiheitsverständnisses
  • Wechselspiel zwischen geschichtsphilosophischem Optimismus und Resignation
  • Zentralität der ästhetischen Erziehung als Weg zur moralischen Freiheit
  • Das "Pathetische" und das "Erhabene" in der Dramentheorie
  • Die Rolle der Kunst als "Schule der Freiheit"

Auszug aus dem Buch

1. Die Jenaer Antrittsvorlesung – Freiheit im historischen Prozess

Schillers Antrittsvorlesung als Philosophieprofessor in Jena, gehalten am 26. Mai 1789 und noch im selben Jahr unter dem Titel Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte publiziert, formuliert als historiographische Programmschrift, ganz im Sinne der Geschichtsideen Schlözers und Kants, Forderungen an eine Geschichtsschreibung, die einer universalgeschichtlichen Perspektive verpflichtet sein soll. Schiller verlangt vom Historiker, durch philosophische Spekulation und „künstliche Bindungsglieder“ die überlieferten „Bruchstücke“ der Geschichte zum vollständigen „System“ zu erheben, um dadurch „einen vernünftigen Zweck in den Gang der Welt, und ein teleologisches Prinzip in die Weltgeschichte“ zu bringen. Schiller versteht sich also als Geschichtsphilosoph, der geschichtliche Ereignisse nicht naturalistisch abbildet, nicht lediglich rekonstruiert, sondern den großen Prozess der Weltgeschichte vielmehr als System eines zielgerichteten, vernunftgeleiteten Fortschritts zu konstruieren sucht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in Schillers Definition von Schönheit als "Freiheit in der Erscheinung" ein und erläutert das Ziel, das "Projekt der Freiheit" als zentrales, sich wandelndes Element seines Gesamtwerks zu rekonstruieren.

II. Geschichtsphilosophie: Dieses Kapitel analysiert Schillers universalhistorischen Ansatz, der den Menschen zum Subjekt der Geschichte macht, sowie die implizite Resignation und die kritischen Wendepunkte, die sich in Werken wie "Don Karlos" widerspiegeln.

III. Klassische Schönheitslehre und Ästhetik: Hier wird untersucht, wie Schiller nach dem Scheitern rein politischer Ansätze das Schöne als objektive Kategorie und die ästhetische Erziehung als Mittel zur moralischen Befreiung des Menschen theoretisiert.

IV. Dramentheorie – Über das Pathetische und das Erhabene. Agonale Freiheit: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Schiller durch die Verbindung von Pathetischem und Erhabenem das Bewusstsein der Rezipienten für innere Freiheit und moralische Selbstbehauptung auch in Krisenzeiten stärken will.

V. Fazit: Das Fazit fasst Schillers Freiheitskonzept als ein spannungsreiches Plädoyer für individuelle Autonomie zusammen, das trotz aller philosophischen und historischen Brüche seine moralische Konstante behält.

VI. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primärquellen und der einschlägigen Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Friedrich Schiller, Projekt der Freiheit, Geschichtsphilosophie, Ästhetische Erziehung, Kallias-Briefe, Don Karlos, Das Schöne, Das Erhabene, Das Pathetische, Autonomie, Moralische Freiheit, Idealismus, Weltgeschichte, Dramentheorie, Menschenbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Freiheitsdenken Friedrich Schillers über verschiedene Schaffensphasen hinweg, von seinen geschichtsphilosophischen Ansätzen bis hin zu seinen ästhetischen und dramatentheoretischen Schriften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernbereichen zählen Schillers Geschichtsphilosophie, seine Ästhetik (insbesondere der Begriff des Schönen), seine Dramentheorie sowie die ethische Dimension seiner Schriften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, das "Projekt der Freiheit" als kohärentes, wenn auch komplexes und sich wandelndes Bestreben innerhalb von Schillers Gesamtwerk offenzulegen und zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche, textanalytische Untersuchung, die Schillers Primärtexte vor dem Hintergrund historischer und philosophischer Forschungsliteratur interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des universalhistorischen Projekts, die Entwicklung der ästhetischen Theorie (Kallias-Briefe, ästhetische Erziehung) und die Ausarbeitung der Dramentheorie mit Fokus auf das Pathetische und Erhabene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schillers "Projekt der Freiheit", der Idealismus, die ästhetische Erziehung, das Erhabene, Autonomie und das Verhältnis von Geschichte und Kunst.

Inwiefern spielt Schillers Dramentheorie eine Rolle für sein Freiheitsverständnis?

Die Dramentheorie dient Schiller als "Schule der Freiheit", in der durch die Darstellung des moralischen Widerstands im Leid die innere Unabhängigkeit der Rezipienten geschult werden soll.

Warum wird in der Arbeit das Scheitern des universalhistorischen Projekts thematisiert?

Das Scheitern, exemplarisch verdeutlicht an der Figur des Marquis Posa in "Don Karlos", markiert für Schiller den Übergang von einem politisch-revolutionären zu einem stärker ästhetisch-innerlichen Freiheitsverständnis.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Absichten eines Idealisten. Schillers Projekt der Freiheit
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Note
1,3
Autor
Michael Kepling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
22
Katalognummer
V262458
ISBN (Buch)
9783656508977
ISBN (eBook)
9783656509356
Sprache
Deutsch
Schlagworte
absichten idealisten schillers projekt freiheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Kepling (Autor:in), 2012, Absichten eines Idealisten. Schillers Projekt der Freiheit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262458
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