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Die "mita minera" nach Guaman Poma de Ayala: Eine Form der Sklaverei?

Title: Die "mita minera" nach Guaman Poma de Ayala: Eine Form der Sklaverei?

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Janike Kyritz (Author)

Romance Studies - Spanish Studies

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Summary Excerpt Details

Nachdem in dieser Arbeit geklärt worden ist, was sich hinter dem Begriff der Sklaverei verbirgt, werden die Zustände in den Mienen mit den Schilderungen Guaman Poma de Ayalas verglichen. Abschließend wird dann festgestellt ob es sich um Sklaverei handelt. Das Werk Guaman Poma de Ayalas beschreibt die Zustände der postkolonialen Zeit in Peru aus Sicht eines Eingeborenen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Arbeitsformen im kolonialen Peru

2.1) Sklaverei

2.2) Das System der mita minera

3) Die Umsetzung der mita minera nach Guaman Poma de Ayala

4) Vergleich

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die im kolonialen Peru der 1570er Jahre eingeführte mita minera unter Berücksichtigung der Schilderungen von Guaman Poma de Ayala als eine Form der Sklaverei zu klassifizieren ist.

  • Analyse des Begriffs und der Merkmale von Sklaverei
  • Untersuchung der theoretischen Konzeption der mita minera unter Vizekönig Toledo
  • Gegenüberstellung der Theorie mit der gelebten Praxis laut Guaman Poma de Ayala
  • Vergleich von Arbeitsbedingungen und Machtverhältnissen zwischen Indigenen und Sklaven
  • Reflexion über die gesellschaftliche Stellung der indigenen Bevölkerung

Auszug aus dem Buch

3) Die Umsetzung der mita minera nach Guaman Poma de Ayala

Ausgehend von der theoretischen Darstellung des System der mita minera soll im Folgenden die praktische Umsetzung dieser anhand der Aufzeichnungen Guaman Poma de Ayalas genauer untersucht werden. Der Auslöser für das neue Arbeitssystem war das Verbot die einheimische Bevölkerung zu versklaven und die Anordnung der Krone diese ohne Zwang, aufgrund von guter Behandlung und angemessener Bezahlung zur Arbeit in den Minen zu mobilisieren.

In seinem Werk Nueva Coronica y buen gobierno berichtet Guaman Poma de Ayala dem spanischen König, dass die indios, die in den Minen arbeiten häufig körperliche Bestrafung erdulden müssen, die Guaman Poma de Ayala selbst als „[...] tormentos del infierno [...]“(Guaman Poma de Ayala 1615: 393) oder als „[...] penas y tormento de los demonios [...]“(ebd.: 393) beschreibt. Diese Beschreibung lässt zum einen die Schwere der Bestrafungen deutlich werden und zum anderen beschreibt sie auch indirekt die Bedingungen unter denen die einheimische Bevölkerung leben und arbeiten musste, indem sie die Minen implizit als Hölle und die mineros als Dämonen bezeichnet. Er teilt uns weiterhin mit, dass diese Bestrafungen in allen Minen des Landes stattfinden

„En las dichas minas de Guancabilca de azogue es adonde tienen tanto castigo [...] asímismo en todas las demás minas de Potosí de plata y de Chocllococha de plata y de Carabaya de oro, y minas de otro partes de estos reinos“(ebd.: 392)

und welcher Art diese sind. So berichtet er, dass caciques an den Füßen aufgehängt, indios ausgepeitscht und nackt an etwas Rundes gebunden, wer er als rollo bezeichnet, werden (vgl. ebd.: 392). Außerdem spricht er von Gefängnisaufenthalten, bei denen die indios weder Wasser noch Essen bekamen und anderen Strafen.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung legt das Ziel fest, die mita minera im Kontext der Sklaverei-Debatte zu prüfen, basierend auf den Quellen von Guaman Poma de Ayala.

2) Arbeitsformen im kolonialen Peru: Dieses Kapitel definiert den Begriff Sklaverei anhand wissenschaftlicher Literatur und erläutert die theoretischen Bestimmungen der mita minera.

3) Die Umsetzung der mita minera nach Guaman Poma de Ayala: Hier wird die Diskrepanz zwischen den theoretischen Vorgaben der spanischen Krone und der brutalen Realität der indigenen Arbeitskräfte in den Minen aufgezeigt.

4) Vergleich: Es findet eine Zusammenführung der theoretischen Kriterien von Sklaverei und den empirischen Beobachtungen aus der Quelle statt, um Gemeinsamkeiten zu identifizieren.

5) Fazit: Das Fazit resümiert, dass das System der mita minera in der Praxis viele Merkmale der Sklaverei aufwies, auch wenn eine abschließende rechtliche Einordnung komplex bleibt.

Schlüsselwörter

Mita minera, Guaman Poma de Ayala, Kolonialperu, Sklaverei, Indigene Bevölkerung, Zwangsarbeit, Vizekönig Toledo, Nueva Coronica y buen gobierno, Ausbeutung, Minenarbeit, Lohnarbeit, Kolonialgeschichte, Machtverhältnisse, Tributzahlungen, Unterdrückung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Arbeitsbedingungen der indigenen Bevölkerung im kolonialen Peru unter dem System der mita minera und prüft, ob dieses System als Sklaverei bezeichnet werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Definition von Sklaverei, die historischen Arbeitsformen in Südamerika, die Anordnungen des Vizekönigs Toledo sowie die Lebensrealität der indigenen Arbeiter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Abgleich der theoretischen Rahmenbedingungen des Arbeitssystems mit den kritischen Berichten des Zeitzeugen Guaman Poma de Ayala, um die Praxis der Minenarbeit zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die primär auf der Auswertung und dem Vergleich zeitgenössischer Quellen und einschlägiger Fachliteratur basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Sklaverei-Begriffs und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Anwendung der mita minera durch die spanischen Minenbetreiber.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind mita minera, Sklaverei, Kolonialperu, Zwangsarbeit und die Perspektive des Chronisten Guaman Poma de Ayala.

Wie unterscheidet sich die Theorie der mita von der Praxis?

Während die Theorie eine legale, bezahlte Arbeit mit Schutzvorkehrungen vorsah, zeigt die Quelle, dass die Praxis von Gewalt, Lohnverweigerung und existenzbedrohenden Arbeitsbedingungen geprägt war.

Welche Rolle spielt Guaman Poma de Ayala als Quelle?

Als indigener Autor liefert er eine seltene Binnensicht auf die Kolonialzeit, die die Diskrepanz zwischen dem königlichen Anspruch auf "gute Behandlung" und dem täglichen Leid der indios aufdeckt.

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Details

Title
Die "mita minera" nach Guaman Poma de Ayala: Eine Form der Sklaverei?
College
University of Göttingen
Grade
1,3
Author
Janike Kyritz (Author)
Publication Year
2013
Pages
18
Catalog Number
V262415
ISBN (Book)
9783656512998
ISBN (eBook)
9783656513636
Language
German
Tags
Guaman Poma de Ayala Peru Eroberung Amerikas Bergbau Sklaverei Mienenarbeit Postkoloniale Zustände mita
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janike Kyritz (Author), 2013, Die "mita minera" nach Guaman Poma de Ayala: Eine Form der Sklaverei?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262415
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