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Der Rattenfänger von Hameln: Bewertung als didaktisches Material für den Literaturunterricht in der Grundschule

Titel: Der Rattenfänger von Hameln: Bewertung als didaktisches Material für den Literaturunterricht in der Grundschule

Hausarbeit , 2013 , 11 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anne-Kathrin Petri (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Literaturunterricht in der Grundschule wird durch zwei grundlegende Ziele dominiert. Zum einen dem „Konzept der Leseförderung“, bei dem es darum geht, die Grundlagen des Lesens zu erlernen, sowie eine stabile Lesehaltung auszubilden. Zum anderen dem „Konzept des literarischen Lernens“, mit dessen Hilfe Fantasie und Vorstellungskraft, sowie literarisches Grundverständnis gefördert werden und die Kinder somit für Literatur begeistert werden sollen.
Ein elementares Ziel des Literaturunterrichtes in der Grundschule stellt also die „Ausbildung einer stabilen Lesemotivation“ (Richter 2007, S. 7) dar. Wie und ob dieser Vorsatz mit Hilfe der frequentiert verwendeten Sage Der Rattenfänger von Hameln, welche 2002 vom Kohl Verlag aufgearbeitet wurde, realisiert wird, soll im Folgenden analysiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhaltlicher Abriss der Sage

3. Analyse des Sinnpotentials

4. Analyse und Bewertung der didaktischen Materialien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die didaktische Aufarbeitung der Sage „Der Rattenfänger von Hameln“ durch den Kohl Verlag hinsichtlich ihrer Eignung für den Literaturunterricht in der Grundschule unter Berücksichtigung moderner Ansätze der Leseförderung.

  • Analyse der didaktischen Struktur und Aufgabenstellungen
  • Gegenüberstellung von Originaltext und vereinfachter Fassung
  • Evaluation der Lesemotivation und ästhetischen Bildung
  • Kritik an der fehlenden Altersdifferenzierung
  • Reflektion über die Vermittlung literarischer Sinnpotenziale

Auszug aus dem Buch

4. Analyse und Bewertung der didaktischen Materialien

Ein erstes Augenmerk muss auf die Überschrift des im Kohl Verlag erschienenen Materials gerichtet werden. Mit dem Titel „Mit Märchen, Sagen & Fabeln lesen lernen“ wird suggeriert, dass ein primäres Konzept der Erwerb der fundamentalen Kompetenz des Lesens ist. Die Reduzierung des Literaturunterrichtes auf diese Inhalte ist jedoch unangebracht, vielmehr sollten auch „Grundlagen auf der motivationalen Ebene“ (Richter 2007, S. 17) geschaffen werden, welche den Kindern Spaß am Lesen bringen.

Es gibt für den Lehrer keinerlei Handreichungen beziehungsweise Informationen, in welcher Klassenstufe das Material behandelt werden soll. Einzig „Lösungen zur Selbstkontrolle“ (Kohl 2002, Titelblatt) sind vorhanden, welche die Lehrkraft unnötig machen und die Kompetenzen jener in Frage stellen.

Desweiteren ist festzustellen, dass es sich bei dem ausgewählten Material nicht um die Originalsage der Gebrüder Grimm handelt, sondern um eine stark vereinfachte Variante. Charakterisierende Ausschmückungen durch Adjektive, welche dem Original die Raffinität verleihen, werden im vorliegenden Material eingespart, beziehungsweise durch einfachere ersetzt. So ist der Protagonist im Original ein „wunderlicher Mann“, der in einem „Rock von vielfarbigem, bunten Tuch“ gekleidet war. In der Version des Kohl Verlages handelt es sich im Gegensatz dazu lediglich um einen „fremde[n] Mann, der seltsam aussah und eine ebenso seltsame, bunte Tracht trug“. Zunächst einmal geht dabei der poetische Reiz verloren und zusätzlich entsteht das Risiko, dass die Kinder solch schlichte Geschichten ohne jegliche Ausschmückung überhaupt wahrnehmen wollen (vgl. Richter 2007, S. 21).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung benennt die zentralen Ziele des Literaturunterrichts und führt in die Fragestellung ein, ob das analysierte Material zur Ausbildung einer stabilen Lesemotivation beiträgt.

2. Inhaltlicher Abriss der Sage: Dieses Kapitel fasst die historische Herkunft der Sage aus dem Werk der Gebrüder Grimm zusammen und erläutert den narrativen Kern der Rattenfänger-Erzählung.

3. Analyse des Sinnpotentials: Hier wird der symbolische Gehalt der Sage herausgearbeitet, insbesondere die Themen Geiz, Worttreue und die Figur des Rattenfängers als ambivalenten Akteur.

4. Analyse und Bewertung der didaktischen Materialien: Dieser Abschnitt kritisiert die didaktische Reduzierung der Texte sowie die methodische Gestaltung des Arbeitsblattes und bemängelt die fehlende Altersangabe.

5. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass das Material den Anforderungen an einen modernen, ästhetisch anspruchsvollen Literaturunterricht nicht genügt und als ungeeignet für die Grundschule einzuschätzen ist.

Schlüsselwörter

Literaturunterricht, Grundschule, Lesemotivation, Sagen, Rattenfänger von Hameln, didaktische Analyse, Leseförderung, Kohl Verlag, literarisches Lernen, Textvereinfachung, Symbolik, Grundschuldidaktik, Textverständnis, Geiz, Bildungsanspruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert kritisch ein spezifisches didaktisches Arbeitsmaterial zu der Sage „Der Rattenfänger von Hameln“ hinsichtlich seiner Eignung für den Grundschulunterricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Leseförderung, das literarische Lernen, die didaktische Reduktion von Originaltexten und die Qualität der Aufgabenstellungen für Kinder.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie und ob das vorliegende Material des Kohl Verlages dazu beitragen kann, eine stabile Lesemotivation und ein literarisches Grundverständnis bei Kindern zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine analytisch-kritische Methode, bei der das Material anhand fachdidaktischer Literatur (insbesondere Karin Richter) evaluiert und mit den Originalfassungen der Sage verglichen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den inhaltlichen Abriss der Sage, eine Analyse ihres Sinnpotenzials sowie eine detaillierte didaktische Beurteilung der aufbereiteten Aufgaben, wie Lückentexte und Diskussionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Analyse wird durch Begriffe wie Lesemotivation, didaktische Aufbereitung, Grundschuldidaktik und literarische Bildung charakterisiert.

Warum wird die Vereinfachung des Originaltextes kritisiert?

Die Autorin kritisiert, dass durch die starke Vereinfachung der poetische Reiz und die sprachliche Qualität verloren gehen, was die Kinder eher unterfordert und ihnen den Zugang zur literarischen Komplexität verwehrt.

Welche Schwachstellen identifiziert die Autorin bei den Arbeitsaufgaben?

Neben der fehlenden Angabe zur Zielgruppe (Klassenstufe) bemängelt die Autorin, dass manche Aufgaben (wie die Atlas-Suche) den Leseprozess unterbrechen und der Lückentext primär auf bloßes Faktenwissen statt auf vertieftes Textverständnis abzielt.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Rattenfänger von Hameln: Bewertung als didaktisches Material für den Literaturunterricht in der Grundschule
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,3
Autor
Anne-Kathrin Petri (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
11
Katalognummer
V262303
ISBN (eBook)
9783656511281
ISBN (Buch)
9783656511502
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rattenfänger hameln bewertung material literaturunterricht grundschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne-Kathrin Petri (Autor:in), 2013, Der Rattenfänger von Hameln: Bewertung als didaktisches Material für den Literaturunterricht in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262303
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Leseprobe aus  11  Seiten
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