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Otto II. (973-983). Des großen Vaters glückloser Sohn?

Titel: Otto II. (973-983). Des großen Vaters glückloser Sohn?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stephan Katzbichler (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Denkt man heute an einen römisch-deutschen Kaiser des Mittelalters aus dem Geschlecht der Liudolfinger, so konzentrieren sich die Gedanken auf Otto II. sicherlich als letztes. Der Schatten seiner Nachfolger, besonders aber Ottos des Großen, seines Vaters, scheint auch heute noch so überwältigend zu sein, dass Otto II. weder 1967, als an seine Mitkaiserkrönung hätte erinnert werden können, noch 1973, zum tausendsten Jahrestag des Beginns seiner Regentschaft, noch zehn Jahre später, als man seinen Todestag hätte begehen können, größere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit fand. Mit ein Grund hierfür mag sicherlich sein, dass Otto II. in der jüngeren Forschung bezüglich seiner Regierungstätigkeit häufig als „eines großen Vaters glückloser Sohn“ bezeichnet wurde.
Als Otto der Große am 7. Mai 973 starb, trat Otto II., der von seinem Vater schon früh zum Mitherrscher im regnum und imperium gemacht worden war, die Nachfolge im Reich als Kaiser an. Verheiratet mit der byzantinischen Kaisernichte Theophanu, verfolgte er zu Beginn seiner Regierungszeit bis 978 zunächst konsequent die Neuordnung der Machtverhältnisse in Süddeutschland , bevor Otto II., erfüllt von der Idee des universalen Kaisertums, sich von 980 bis zu seinem Tod auf Italien bzw. Rom konzentrierte. In den letzten beiden Jahren seiner Regentschaft ereigneten sich dabei mit der Niederlage gegen die Sarazenen in Süditalien und mit den Verwirrungen im Reich in Folge des Aufstands der Elbslawen zwei Katastrophen, die zusammen mit dem frühen Tod des Kaisers am 7. Dezember 983 das Imperium in eine tiefe Krise stürzten und die Beurteilung der Kaiserherrschaft Ottos II. in der Geschichtsschreibung bis heute prägen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Otto II. und sein Vater (955-973)

2.1. Herkunft und Jugend

2.2. Mitregentschaft und Thronfolge

3. Die Herrschaft Ottos II. (973-983)

3.1. Herrschaftsantritt

3.2. Innenpolitische Konflikte und Herrschaftssicherung

3.2.1. Konflikte im Süden

3.2.2. Konflikte im Westen

3.3. Stützen der Herrschaft

3.3.1. Neuordnung der Bistümer

3.3.2. Klosterpolitik

3.4. Italienpolitik

3.4.1. Romzentrierung

3.4.2. Süditalienfeldzug

3.5. Regierungskrise

3.5.1. Thronfolgeregelung

3.5.2. Aufstand der Elbslawen

3.5.3. Tod und Nachfolge

4. Otto II. – des großen Vaters glückloser Sohn?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Regierungszeit von Otto II. (973-983) mit dem Ziel, die in der Forschung oft als "glücklos" bezeichnete Herrschaft historisch neu zu würdigen und zu analysieren, ob dieser Ruf den tatsächlichen Leistungen des Kaisers gerecht wird.

  • Analyse der Mitregentschaft unter Otto dem Großen und des Herrschaftsantritts.
  • Untersuchung der innenpolitischen Konfliktbewältigung und Machtabsicherung.
  • Erforschung der ottonischen Italienpolitik und des universalen Kaisertums.
  • Darstellung der Rolle von Kirche und Mönchtum als Stützen der Herrschaft.
  • Bewertung der Regierungskrise am Ende seiner Regierungszeit.

Auszug aus dem Buch

3.1. Herrschaftsantritt

Nach dem Tod Ottos des Großen am 7. Mai 973 trat sein Sohn im Alter von 17 Jahren die Thronfolge an. Auch wenn er zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwölf Jahren zum König sowie seit gut fünf Jahren zum Kaiser gekrönt war und es beim Übergang von Otto I. auf seinen Sohn keinen „Bruder oder auch Vatersbruder [gab], der ihm die Herrschaft hätte streitig machen können“, so brachte es doch „jeder Wechsel an der Spitze des Herrschaftsverbandes […] mit sich, daß die Einflussmöglichkeiten, die Nähe zum neuen Herrscher neu austariert werden mußten, was die Gefahr von Konflikten steigerte.“ Otto II. war daher nach der Beisetzung des Leichnams seines Vaters in Magdeburg daran gelegen, in den ersten drei Monaten seiner Regierungszeit die zentralen Orte seines Königreichs in Sachsen, Franken und Niederlothringen zu besuchen und herrschaftliche Präsenz zu zeigen. So wurde Ende Juni 973 in Worms, dem Ort seiner Königswahl, der erste Hoftag einberufen, auf dem einen Monat später in Aachen, dem Ort seiner Königskrönung, der zweite Hoftag folgte.

Mit der Begehung des Tages des Hl. Laurentius, seines Zeichens Tagesheiliger der Lechfeldschlacht Ottos I., am 10. August 973 in Magdeburg versuchte Otto II. bewusst an die Tradition seines Vaters anzuknüpfen. Bei allem Zusammentreffen des neuen Herrschers mit vielen Erzbischöfen, Herzögen und Bischöfen des Reichs in diesen ersten drei Monaten, so war nach knapp 37jähriger Regierungszeit des Erneuerers des Kaisertums im Westen über die Verteilung von Macht und Einfluss erst noch zu entscheiden. Dies musste auch für Otto II. zunächst von entscheidender Bedeutung gewesen sein, hing die Herrschaftsausübung das mittelalterlichen Königs doch vor allem von seiner Fähigkeit ab, „unter der adligen Führungsschicht seines Reiches, […] einen Konsens, wenn möglich sogar eine grundlegende Loyalität herzustellen.“ Im konkreten Fall Ottos II. waren zunächst die Verhältnisse zu auswärtigen Königen und Fürsten, sowie, unter innenpolitischem Aspekt, vornehmlich die Positionen seiner ihm im Alter deutlich überlegenen Vettern sowie der Enkel Ottos I. auszutarieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum Otto II. in der Forschung oft negativ bewertet wird und welche methodischen Grundlagen für die Untersuchung seiner Herrschaft herangezogen werden.

2. Otto II. und sein Vater (955-973): Dieses Kapitel behandelt die frühen Lebensjahre von Otto II., seine Mitregentschaft unter seinem Vater und die Sicherung seiner Thronfolge.

3. Die Herrschaft Ottos II. (973-983): Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert den Herrschaftsantritt, die innenpolitischen Krisen, die Stützen der Herrschaft durch Kirche und Klosterpolitik, die Italienpolitik sowie die abschließende Regierungs- und Nachfolgekrise.

4. Otto II. – des großen Vaters glückloser Sohn?: Das Fazit wägt die historische Leistung von Otto II. ab und hinterfragt kritisch, ob das Label des "glücklosen Sohnes" seiner Regierungszeit gerecht wird.

Schlüsselwörter

Otto II., Liudolfinger, Ottonen, Kaisertum, Mittelalter, Regierungszeit, Machtpolitik, Italienpolitik, Theophanu, Bistum Merseburg, Herrschaftslegitimation, Reichskirche, Geschichte, Mittelalterliche Geschichte, Königtum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der zehnjährigen eigenständigen Regierungszeit von Kaiser Otto II. zwischen 973 und 983.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine gerechte historische Würdigung der Herrschaft Ottos II., um zu prüfen, ob die in der Forschung verbreitete Bezeichnung als "glückloser Sohn eines großen Vaters" historisch angemessen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet die Mitregentschaft, innenpolitische Machtkonflikte, die Neuordnung der Bistümer, die Italienpolitik sowie die Rolle der Klöster.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf zeitgenössischen Chroniken (wie Thietmar von Merseburg), Urkunden und moderner Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Konsolidierung der Herrschaft, der Auseinandersetzung mit dem bayerischen Adel, dem Verhältnis zu Byzanz und dem Italienfeldzug.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Otto II., Ottonen, Kaisertum, Reichspolitik, Herrschaftslegitimation und die Krise von 982/983.

Welche Rolle spielte die Aufhebung des Bistums Merseburg für die Regierungszeit?

Die Aufhebung des Bistums wird in der Arbeit als umstrittene Entscheidung dargestellt, die von Zeitgenossen in direkten Zusammenhang mit den Misserfolgen des Kaisers gebracht wurde.

Wie bewertet der Autor den plötzlichen Tod des Kaisers im Alter von 28 Jahren?

Der Autor führt an, dass der frühe Tod eine umfassende Beurteilung der eigentlichen Lebensleistung erschwert, da der Kaiser zu diesem Zeitpunkt in einer schweren Krise steckte.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Otto II. (973-983). Des großen Vaters glückloser Sohn?
Hochschule
Universität Passau
Veranstaltung
Macht und Ohnmacht früh- und hochmittelalterlicher Könige
Note
1,0
Autor
Stephan Katzbichler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
34
Katalognummer
V262275
ISBN (eBook)
9783656504986
ISBN (Buch)
9783656505884
Sprache
Deutsch
Schlagworte
otto vaters sohn
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephan Katzbichler (Autor:in), 2013, Otto II. (973-983). Des großen Vaters glückloser Sohn?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/262275
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Leseprobe aus  34  Seiten
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