In dem Hauptseminar „Sport und Bewegung“ haben wir uns mit der
„Bewegten Schule“ auseinander gesetzt. Es wurden Arbeitsgruppen gebildet
und die jeweiligen Arbeitsgruppen haben sich mit selbstentwickelten
Fragestellungen beschäftigt.
Unsere Gruppe hat sich mit dem Thema „Bewegung in der Pause“
auseinander gesetzt. Für dieses Thema haben wir uns entschieden, weil wir
der Meinung sind, dass die Pausen einen sehr wichtigen Teil im Leben eines
Schülers einnehmen und dass es wichtig ist, dass den Kindern gerade hier
genügend Möglichkeiten zur Bewegung geboten werden sollte. Da viele
Schulhöfe kahl, asphaltgrau, langweilig und sehr übersichtlich sind,
überdenken immer mehr Eltern und Lehrer die Gestaltung des Schulhofes.
Dieses war auch in der Liobaschule der Fall, in der wir unsere
Beobachtungen gemacht haben.
Wir sind an zwei Schultagen in die Schule gegangen und haben die Schüler
unter verschiedenen Fragestellungen in der Pause beobachtet. Diese
Beobachtungen und Interpretationen der Beobachtungen sollen Thema
dieser Hausarbeit sein.
Dafür stellen wir erst den aktuellen Forschungsstand in der Literatur zur
„Bewegten Pause“ dar und widmen uns hinterher dem Thema „Beobachtung“
im Allgemeinen, um danach unser genaues Vorgehen während der
Beobachtung zu beschreiben. Nach diesen Grundlagen kommen wir zu den
Beobachtungen selbst. Diese werden wir darstellen und danach die sich
daraus ergebenden Thesen aufstellen. Jede dieser Thesen wird danach
interpretiert. Nach diesen Interpretationen folgt nach jeder Fragestellung ein
kurzes Fazit.
Eine abschließende Auswertung wird die Hausarbeit beenden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Darstellung des Forschungsstandes
3. Eigene Forschung der Bewegten Pause
3.1 Beschreibung des Vorgehens
3.2 Beschreibung der Schule und der Beteiligten
3.3 Beobachtung als Forschungsmethode
4. Ergebnisse
4.1 Geschlechterverhalten
4.1.1 Beobachtungen
4.1.2 Thesen
4.1.3 Interpretation und Fazit
4.2 Raumnutzung
4.2.1 Beobachtungen
4.2.2 Thesen
4.2.3 Interpretation und Fazit
4.3 Gerätenutzung
4.3.1 Beobachtungen
4.3.2 Thesen
4.3.3 Interpretation und Fazit
4.4 Verhalten in der Pausenhalle
4.4.1 Beobachtungen
4.4.2 Thesen
4.4.3 Interpretation und Fazit
5. Zusammenfassung und Auswertung
6. Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Pausenverhalten von Schülerinnen und Schülern an der Liobaschule, um herauszufinden, wie sich die kindliche Bewegungsfreude in unterschiedlichen Umgebungen äußert. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Auswirkungen räumlicher Gegebenheiten sowie sozialer Faktoren auf das Spiel- und Bewegungsverhalten während der Schulpausen.
- Einfluss des Geschlechts auf das Pausenspiel und die Gruppendynamik
- Nutzung des Schulhofgeländes und vorhandener Spielgeräte
- Verhalten der Kinder in eingeschränkten Räumen wie der Pausenhalle
- Bedeutung der Bewegten Schule für die kindliche Entwicklung
- Zusammenhang zwischen Bewegungsdrang und Aggressionspotenzial
Auszug aus dem Buch
3.3 Beobachtung als Forschungsmethode
„Beobachtung ist die absichtliche, aufmerksam-selektive Art des Wahrnehmens, die ganz bestimmte Aspekte auf Kosten der Bestimmtheit von anderen beachtet.... Gegenüber dem üblichen Wahrnehmen ist das beobachtete Verhalten planvoller, selektiver, von einer Suchthaltung bestimmt und von vornherein auf die Möglichkeit er Auswertung des Beobachten im Sinne der übergreifenden Absicht gerichtet.“ (Willimczik (1985), S. 43)
„Beobachtung ist die planmäßige Erfassung sinnlich wahrnehmbarer Tatbestände, wobei der Forscher dem Untersuchungsobjekt gegenüber eine rezeptive Haltung einnimmt. Durch diese rezeptive Haltung unterscheidet sich die Beobachtung sowohl vom Interview wie auch vom Experiment, indem nämlich darauf verzichtet wird, durch verbale und andere Reize die erwünschten Reaktionen hervorzurufen.“ (Friedrichs/ Lüdtke (1971), S. 17)
Der Gegenstand der Beobachtung ist allgemein das Sozialverhalten von Einzelpersonen und sozialen Gruppen. Im Sport ist das Sozialverhalten weitgehend an die Organisationsformen der Gruppe gebunden. Sie finden sich schwerpunktmäßig in Mannschaften der verschiedenen Sportarten. Die Beobachtung ist aus zwei Perspektiven zu sehen. So ist sie zunächst eine Art des Erfahrens der Welt. Und zum anderen ist sie eine grundlegende Methode der Psychologie und in fast allen Verfahren der Datenerhebung enthalten. Die Grundlage jeder Beobachtung ist das Verhalten. Dabei wird über die Sinnesorgane wahrgenommen (für die sportwissenschaftliche Beobachtung sind die optische und akustische Wahrnehmung von besonderer Bedeutung. (vgl. Willimczik (1985)).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Verfasser skizzieren das Hauptseminar „Sport und Bewegung“ und begründen die Wahl des Themas „Bewegung in der Pause“ an der Liobaschule.
2. Darstellung des Forschungsstandes: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel des Pausenhofes vom reinen Übergangsort zum Lebens- und Lernraum unter Einbeziehung relevanter Fachliteratur.
3. Eigene Forschung der Bewegten Pause: Hier wird das methodische Vorgehen bei der Feldbeobachtung dargelegt und die Struktur der Liobaschule sowie das Konzept der Bewegten Schule vorgestellt.
4. Ergebnisse: In vier Unterkapiteln werden die Beobachtungen zum Geschlechterverhalten, der Raumnutzung, der Gerätenutzung und dem Verhalten in der Pausenhalle analysiert und interpretiert.
5. Zusammenfassung und Auswertung: Das Fazit fasst die Bedeutung der Bewegungsfreude der Kinder zusammen und betont die Notwendigkeit einer kindgerechten Pausengestaltung.
6. Literatur: Auflistung der im Text zitierten wissenschaftlichen Quellen.
Schlüsselwörter
Bewegte Pause, Liobaschule, Schulhofgestaltung, Sozialverhalten, Bewegungsdrang, Spielverhalten, Beobachtungsmethode, Kindheit, Sportpädagogik, Geschlechterrollen, Raumnutzung, Lernraum Schule.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert das Verhalten von Grundschülern während der Pausen, um die Auswirkungen von Schulhofgestaltung und Bewegungsangeboten auf die Kinder zu untersuchen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Geschlechterverhalten, der effektiven Nutzung des Schulhofes, dem Umgang mit Spielgeräten und dem Sozialverhalten in begrenzten Räumen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang in der Schule ausleben und welche Rolle die räumliche Umgebung dabei spielt.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autoren nutzen die Methode der strukturierten, nichtteilnehmenden Feldbeobachtung, um objektive Daten über das Pausenverhalten zu sammeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die konkreten Beobachtungen aus dem Pausenalltag der Liobaschule systematisch dargestellt, in Thesen gefasst und anhand sportpädagogischer Theorien interpretiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Bewegte Pause, Bewegungsdrang, Sozialverhalten, Schulhofgestaltung und Spielpädagogik.
Wie beeinflussen Eisflächen auf dem Schulhof das Spielverhalten?
Eisflächen wirken als neue, reizvolle Bewegungsanlässe, die die Kinder zu kreativer Raumnutzung anregen und den gewohnten Bewegungsstrom des Pausenalltags verändern.
Warum spielt die Pausenhalle eine Rolle für das Aggressionspotenzial?
Da in der Pausenhalle meist weniger Platz zur Verfügung steht als auf dem Schulhof, können Kinder ihren Bewegungsdrang schlechter ausleben, was laut den Ergebnissen zu erhöhtem Streit und aggressivem Verhalten führen kann.
- Arbeit zitieren
- David Brinkhus (Autor:in), 2003, Bewegte Pause (Sport), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/25316