Im Zuge meines Studiums wurden mir verschiedene Bereiche des Informationsmanagements, oder der Elektronischen Informationsdienste generell, näher vorgestellt. Der Bereich Web Content Management hat mich davon am Meisten interessiert. So beschloss ich, mein Praktikum in diesem Bereich zu absolvieren und fand in der Internetagentur e-flow ein ausgezeichnetes Betätigungsfeld. Ich konnte diesen Bereich des E-Business nun nicht nur in der Theorie, sondern nun auch in der Praxis kennen lernen – dass dieser meine Diplomarbeit beherrschen wird war mir sehr bald klar. Bisher war E-Business zum Großteil ein Betätigungsfeld von größeren Unternehmen, doch auch KMU finden stetig mehr Interesse daran. Da eflow Internetlösungen speziell für kleine und mittlere Unternehmen umsetzt, konnte ich sehr genau die Anforderungen, die diese Betriebe an E-Business-Lösungen stellen, erfahren.
Neben den Erfahrungen, welche ich während des Praktikums ansammeln konnte, bildeten qualitative Inhaltsanalysen in einschlägiger Fachliteratur sowie umfangreiche Recherchen auf diversen Websites, allen voran www.contentmanager.de und die Webseiten der erwähnten WCMS-Lösungen, die Grundlage für meine Arbeit. Um einen Praxisbezug der theoretischen Betrachtungen herstellen zu können, wählte ich als Methode die Umfrage mit anschließender quantitativer Analyse – eine telefonische Umfrage unter Kleinst- und Kleinunternehmen aus dem Dienstleistungssektor.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Danksagung
1.2 Wissenschaftliche Vorgehensweisen und Fragestellungen
1.3 Problemstellung
1.4 Zusammenfassung
1.5 Abstract
1.6 Begriffserklärung
1.6.1 Was sind „Kleine und Mittlere Unternehmen“?
1.6.2 Was ist „Content“?
1.6.3 Was ist „Content Management“?
1.6.4 Was ist ein „Web Content Management System“?
1.6.5 Grundlagen von Web Content Management Systemen
1.6.6 Wozu Web Content Management Systeme?
2 Content-Management bei Kleinstunternehmen
2.1 „Content“ und „Assets“
2.2 Typen von Informationen und Änderungsfrequenzen
2.2.1 Statische Informationen
2.2.2 Dynamische Informationen
2.2.3 Semidynamische Informationen
2.2.4 Beispiele aus der Praxis
2.3 Content-Quellen
2.3.1 Interne Content-Quellen
2.3.2 Externe Content-Quellen
2.4 Metadaten
2.5 Web Content Management für Kleinstunternehmen
2.6 Newsletter für Kleinstunternehmen
2.7 Conclusio, oder: „WCMS – das Gelbe vom Ei?“
3 Web Content Management Systeme
3.1 Der Zweck von Web Content Management Systemen
3.1.1 Optimierung des Publishingprozesses
3.1.2 Effizientes Informationsmanagement
3.1.3 Wertschöpfung und Kostensenkung
3.2 Techniken für WCMS
3.2.1 Skriptsprachen
3.2.2 XML, Extensible Markup Language
3.2.3 XHTML, Extensible Hypertext Markup Language
3.2.4 CSS, Cascading Style Sheets
3.2.5 MySQL, My Structured Query Language
3.2.6 Zope, Z Object Publishing Environment
3.3 Arten von WCMS-Lösungen
3.3.1 Die WCMS-Feature-Matrix von Jörg Dennis Krüger
3.3.2 Klassifizierung von WCMS
3.4 Lizenzformen
3.4.1 Open Source
3.4.2 Kommerzielle Lösungen
4 Open Source Lösungen
4.1 Einleitung
4.2 TYPO3
4.2.1 Einleitung
4.2.2 Technik
4.2.3 Funktionsumfang
4.2.4 Erweiterbarkeit
4.2.5 Zielgruppe
4.2.6 Vorteile von TYPO3
4.2.7 Nachteile von TYPO3
4.2.8 Referenzen
4.3 Contenido
5 Kommerzielle Lösungen
5.1 Einleitung
5.2 webEdition
5.2.1 Einleitung
5.2.2 Technik
5.2.3 Funktionsumfang
5.2.4 Erweiterbarkeit
5.2.5 Zielgruppe
5.2.6 Vorteile von webEdition
5.2.7 Nachteile von webEdition
5.2.8 Referenzen
5.3 Weblication
6 Die Bedeutung von WCMS für Kleinst- und Kleinunternehmen
6.1 Die Kriterien bei der Auswahl des „richtigen“ WCMS
6.2 Wirtschaftliche Aspekte
6.2.1 Praxisbeispiel
6.3 Operative Aspekte und Change Management
6.3.1 Warum scheitern WCMS-Projekte?
6.3.2 Die sieben Todsünden einer WCMS-Implementierung
7 Umfrage
7.1 Einleitung
7.2 Fragenkatalog
7.3 Ergebnisse
8 Conclusio
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Web Content Management Systemen (WCMS) in Kleinst- und Kleinunternehmen, um Prozesse bei der Website-Pflege zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dabei wird analysiert, wie diese Unternehmen ihre Inhalte effizient verwalten können und welche Rolle dabei Open-Source- versus kommerzielle Softwarelösungen spielen.
- Vergleich von Open-Source- und kommerziellen WCMS-Lösungen
- Analyse der Anforderungen von Kleinst- und Kleinunternehmen
- Methodische Untersuchung durch Umfragen und Inhaltsanalysen
- Diskussion wirtschaftlicher Aspekte bei der Implementierung
- Qualitätsmanagement und Workflow-Optimierung im Web-Publishing
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Effizientes Informationsmanagement
Trennung von Inhalt und Layout
Eine Webseite, die ohne WCMS erstellt wurde, vereint oft Inhalt und Darstellung in einer Datei. Darstellungsangaben und eigentliche Informationen wechseln einander ab. WCMS trennen Inhalt und Layout voneinander – dies ist eines der Grundprinzipien eines Content Management Systems, wodurch gewährleistet ist, dass die Bearbeitung der Inhalte nur durch den jeweiligen Verantwortlichen durchgeführt werden kann. Der Autor bearbeitet nur den Text, der Grafiker nur das Layout.
Autoren sind nur für die Inhalte verantwortlich und nicht in der Lage, das Design entgegen gültigen Vorgaben an den eigenen Geschmack anzupassen. Designer hingegen haben nur die Möglichkeit, die Darstellung zu verändern und müssen den Inhalt unberührt lassen. Ein Redesign einer Website kann durch diese Trennung Zeit und Kosten sparend über die Abänderung von Vorlagen oder die Definition neuer Templates durchgeführt werden, bestehender Content bleibt dabei unberührt.
Diese Trennung vereinfacht den Publishingprozess insofern, als dass mithilfe einmal erstellter Templates neue Seiten sehr einfach angelegt werden können: Template öffnen, Content einpflegen und abspeichern.
Durch die Trennung von Design und Inhalt wird auch das Cross-Media-Publishing von Contents erst ermöglicht. So können die selben Inhalte unabhängig von deren Layout auf diversen Medien, wie beispielsweise Websites, PDAs, Handhelds, WAP-Mobiltelefonen, CD-ROM und vielen anderen mehr publiziert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der WCMS für kleine Unternehmen sowie Erläuterung der wissenschaftlichen Vorgehensweise.
2 Content-Management bei Kleinstunternehmen: Untersuchung der verschiedenen Asset-Typen und Informationskategorien in kleinen Betrieben.
3 Web Content Management Systeme: Detaillierte Betrachtung der technischen Grundlagen und verschiedenen Arten von WCMS-Lösungen.
4 Open Source Lösungen: Detaillierte Vorstellung von TYPO3 und Contenido als Open-Source-Vertreter.
5 Kommerzielle Lösungen: Präsentation von webEdition und Weblication als Beispiele für kommerzielle Systeme.
6 Die Bedeutung von WCMS für Kleinst- und Kleinunternehmen: Analyse der Auswahlkriterien und wirtschaftlicher Überlegungen bei der Implementierung.
7 Umfrage: Darstellung der Ergebnisse einer empirischen Studie zum tatsächlichen Einsatz von WCMS in kleinen Dienstleistungsbetrieben.
8 Conclusio: Abschließende Betrachtung und Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung für KMU-Lösungen.
Schlüsselwörter
Web Content Management System, WCMS, Kleinstunternehmen, KMU, Open Source, TYPO3, Contenido, webEdition, Weblication, E-Business, Content Management, Publishingprozess, Informationsmanagement, Kundenbindung, Digitaler Content
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Einsatz und die Bedeutung von Web Content Management Systemen (WCMS) speziell für Kleinst- und Kleinunternehmen, die im Dienstleistungssektor tätig sind.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Kategorisierung von Web-Inhalten, der technische Vergleich von Open-Source- gegenüber kommerziellen Softwarelösungen sowie die wirtschaftliche und operative Bewertung solcher Projekte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es zu klären, inwieweit WCMS kleinen Unternehmen bei der Aktualisierung ihrer Online-Präsenz helfen können und ob die Wahl der Lizenzform einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf qualitativer Inhaltsanalyse von Fachliteratur, einer Marktübersicht gängiger Systeme sowie einer empirischen, telefonischen Umfrage unter 20 Kleinst- und Kleinunternehmen.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Analyse von Systemen (wie TYPO3 oder webEdition), die Untersuchung von Inhalts-Quellen und die Kostenkalkulation bei Implementierungen.
Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Web Content Management (WCMS), Kleinstunternehmen, KMU, Open Source, TYPO3, Content-Quellen, Metadaten und Workflow-Management.
Wie unterscheiden sich Open-Source-Systeme von kommerziellen Lösungen in der Kostenstruktur?
Während Open-Source-Systeme keine Lizenzkosten verursachen, entstehen bei kommerziellen Produkten Fixkosten durch den Lizenzerwerb. Die Arbeit zeigt jedoch auf, dass der Hauptkostenblock bei beiden Modellen oft durch die Dienstleistungen der implementierenden Agenturen entsteht.
Was sind die "sieben Todsünden" einer WCMS-Implementierung?
Dabei handelt es sich um häufige Fehlannahmen, wie zum Beispiel die Überbewertung bekannter Marken oder die Unterschätzung der Notwendigkeit von Service und Support durch den Anbieter nach der Installation.
- Arbeit zitieren
- Manfred Wiesinger (Autor:in), 2004, Der Einsatz von Web Content Management Systemen bei Kleinst- und Kleinunternehmen im Dienstleistungsbereich, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/24829