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Forschungsmethoden der Biopsychologie

Title: Forschungsmethoden der Biopsychologie

Seminar Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Felix Kadelbach (Author)

Psychology - Social Psychology

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Summary Excerpt Details

Der Begriff Biopsychologie beschreibt ein interdisziplinarisches Forschungsgebiet, das
einen Teilbereich der Psychologie ausmacht. Die Aufgabe dieser Teildisziplin ist die Untersuchung
und Darstellung der Interdependenzen physiologischer und psychologischer
Abläufe unter psychologischen Gesichtspunkten. Um diese Aufgabe zu bewältigen, bedient
sich die Biopsychologie experimenteller und klinischer Methoden sowie Instrumente,
um Wechselseitige Interdependenzen zwischen den psychologischen und physiologischen
Abläufen besser herausstellen zu können.
In dieser Hausarbeit werden ausgewählte Methoden und Instrumente, welche die Biopsychologie
zu Forschungszwecken verwendet, dem Leser in vier Abschnitten näher gebracht.
Im ersten Teil wird dazu auf die bildgebenden Verfahren zur Gehirnvisualisierung und ihre
Entwicklung eingegangen. Die bildgebenden Verfahren sind für die Biopsychologie vor
allem durch ihre stetige Verbesserung und dadurch immer bessere Visualisierung des Gehirns
bedeutsam, um psychologische und physiologische Interdependenzen sachgemäß zu
begreifen. Im zweiten Teil werden zunächst einige ausgewählte Methoden zur psychophysiologischen
Messung an der Körperoberfläche eines Probanden vorgestellt. Darauf folgend
wird auf invasive Methoden eingegangen. Das Ziel dieser Methoden ist mit Hilfe
eines gezielten Eingriffs in Teilbereiche des Gehirns eine künstliche Schädigung hervorzurufen.
Die Änderung des Verhaltens, die durch diese Schädigung generiert wird, gilt es zu
Beobachten und somit auf die Funktionsweise des lädierten Gehirnteilbereiches zu schließen.
Letzterer Punkt wird heutzutage selbstverständlich nur bei Versuchstieren durchgeführt.
Der dritte Teil rundet die davor beschriebenen Methoden mit der Vorstellung von
neuropsychologischen Testverfahren, welche die Verhaltensweisen in der Biopsychologie
untersuchen, ab. Testverfahren sollen dabei Verhaltensstörrungen sichtbar machen und
damit Anhaltspunkte auf neuronale Störrungen geben. Im Schlussteil werden nach einer
kurzen Würdigung zukünftige Entwicklungstendenzen der Biopsychologie und ihrer Methoden
aufgezeigt. Insbesondere soll hier auf die Gentechnik verwiesen werden, die der
Biopsychologie neue Möglichkeiten eröffnet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Ansatz der Biopsychologie und die Vorstellung ihrer Methoden

2. Ausgewählte Verfahren zur Gehirnvisualisierung

2.1. Erste Gehversuche bei der Gehirnvisualisierung durch die gewöhnliche Röntgendiagnostik

2.2. Umsturz bei den bildgebenden Verfahren dank der Entstehung der Computertomographie

2.3. Evolution der bildgebenden Verfahren und forcieren des Fortschritts mit der Entwicklung der Magnetresonanztomographie

3. Instrumentale Durchführung invasiver und nicht invasiver Methoden

3.1. Analyse biopsychologischer Vorgänge mittels nicht invasiver Methoden

3.2. Einsatz invasiver Methoden anhand ausgesuchter invasiver Verfahren

3.3. Beurteilungsprobleme bei invasiven Ergebnissen

4. Folgerung über den latenten neuronalen Ablauf durch Beobachtungen von Verhaltensweisen

4.1. Feststellung neuronaler Funktionsstörungen mit Hilfe von Testverfahren und deren zeitliche Entwicklung

4.2. Ausgesuchte Tests für die Basisdiagnostik und zur spezifischeren Eingrenzung

5. Würdigung und Ausblick der vorgestellten Methoden

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die zentralen Forschungsmethoden der Biopsychologie, um die Interdependenzen zwischen physiologischen und psychologischen Abläufen im menschlichen Gehirn verständlich darzulegen und deren methodische Grenzen aufzuzeigen.

  • Grundlagen der modernen Gehirnvisualisierung
  • Vergleich von invasiven und nicht invasiven Messmethoden
  • Analyse neuropsychologischer Testverfahren zur Diagnose neuronaler Störungen
  • Kritische Bewertung der Aussagekraft biopsychologischer Methoden
  • Ausblick auf zukünftige Entwicklungen wie die Gentechnik

Auszug aus dem Buch

3.3. Beurteilungsprobleme bei invasiven Ergebnissen

Der entstehende Enthusiasmus über die Funktionsforschung des Gehirns dank der Läsionsmethoden soll im letzten Abschnitt dieses Kapitels relativiert werden. So haben die Methoden, die bei der Läsion angewandt werden, alle einen entscheidenden Nachteil, der sich im Leitgedanken dieser Verfahren wieder findet. Die Auslegung der erzielten Effekte ist dadurch nicht so trivial, wie es ein neutraler Betrachter annehmen könnte. Dies hat folgenden Hintergrund: Durch den chirurgischen Eingriff in das Gehirn und der gewollten Zerstörung von Teilbereichen, wird nicht nur der gewollte Bereich in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch die angrenzenden Bereiche. Diese angrenzenden Bereiche können dann ebenso verantwortlich sein für eine Änderung des Verhaltens, wie der zerstörte Bereich im Gehirn.

Hierbei gilt je komplexer ein Bereich im Gehirn ist, der erforscht werden soll, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch dessen Zerstörung ein anderer Bereich in Mitleidenschaft gezogen wird, der für einen Teil der Verhaltensänderung oder für die gänzliche Verhaltensänderung mitverantwortlich ist. Eine eindeutige und genaue Funktionszuweisung ist infolgedessen nicht möglich. Um die Gefahr einer Beeinflussung der Forschungsergebnisse durch eine Fehlinterpretation zu minimieren, ist es entscheidend viele Verhaltensgrößen zu bestimmen und untereinander gegenüberzustellen. Eine zweite ausschlaggebende Beeinträchtigung der invasiven Methoden besteht durch die aus ethischen Gründen begrenzte Einsetzbarkeit beim Menschen. Infolgedessen kann der Forscher bei Tieren bestimmte Vorgänge nur äußerst begrenzt untersuchen, wie u.a. das Lernen von Wörtern oder Sinnesempfindungen wie z.B. Liebe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Ansatz der Biopsychologie und die Vorstellung ihrer Methoden: Dieses Kapitel führt in die interdisziplinäre Natur der Biopsychologie ein und gibt einen Überblick über die geplanten methodischen Schwerpunkte der Arbeit.

2. Ausgewählte Verfahren zur Gehirnvisualisierung: Es werden die technischen Fortschritte von der klassischen Röntgendiagnostik über die Computertomographie bis hin zur modernen Magnetresonanztomographie beschrieben.

3. Instrumentale Durchführung invasiver und nicht invasiver Methoden: Dieses Kapitel analysiert sowohl psychophysiologische Messungen an der Körperoberfläche als auch invasive Eingriffe wie Läsionsverfahren und elektrische Stimulation.

4. Folgerung über den latenten neuronalen Ablauf durch Beobachtungen von Verhaltensweisen: Hier stehen neuropsychologische Testverfahren im Fokus, die genutzt werden, um Hirnschädigungen und deren Auswirkungen auf das Verhalten zu diagnostizieren.

5. Würdigung und Ausblick der vorgestellten Methoden: Das Fazit unterstreicht die Notwendigkeit, verschiedene Methoden zu kombinieren, und diskutiert den Stellenwert der Gentechnik in der zukünftigen biopsychologischen Forschung.

Schlüsselwörter

Biopsychologie, Gehirnvisualisierung, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Läsionsverfahren, Elektroenzephalogramm, Elektromyographie, Elektrokardiogramm, Neuropsychologie, Testverfahren, Neuronale Störungen, Gentechnik, Verhaltensanalyse, Diagnostik, Physiologische Psychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftlichen Methoden und Instrumente, die in der Biopsychologie eingesetzt werden, um die Zusammenhänge zwischen biologischen Prozessen und psychologischem Verhalten zu erforschen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Der Fokus liegt auf bildgebenden Verfahren zur Gehirndarstellung, der instrumentellen Durchführung invasiver sowie nicht invasiver Untersuchungsmethoden und der Anwendung neuropsychologischer Testverfahren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, dem Leser die gängigen Methoden der Biopsychologie näherzubringen, deren Funktionsweise zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, inwieweit diese Methoden eindeutige Rückschlüsse auf neuronale Prozesse erlauben.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle biopsychologische Verfahren unter Berücksichtigung verschiedener Fachpublikationen gegenübergestellt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei zentrale Abschnitte: Bildgebende Verfahren (CT, MRT), instrumentelle Diagnostik (EEG, EMG) und invasive Methoden (Läsionen, Stimulation) sowie ergänzende neuropsychologische Tests.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Gehirnvisualisierung, Biopsychologie, invasive Methoden, Läsionsforschung und neuropsychologische Basisdiagnostik.

Warum sind bei Läsionsstudien die Ergebnisse oft mehrdeutig?

Da chirurgische Eingriffe meist angrenzende Gewebebereiche in Mitleidenschaft ziehen, ist es schwierig, eine Verhaltensänderung exakt einem isolierten Bereich zuzuweisen.

Welche Bedeutung hat der Token-Test in der Diagnostik?

Der Token-Test dient dazu, bei Patienten mit Sprachstörungen auf strukturierte Weise zwischen leichten und komplexen Sprachverständnisanforderungen zu differenzieren.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Forschungsmethoden der Biopsychologie
College
University of Hannover  (Sozialpsychologie)
Course
Einführung in die Chronobiologie-, Schlaf- und Traumforschung
Grade
1,7
Author
Felix Kadelbach (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V24132
ISBN (eBook)
9783638270748
Language
German
Tags
Forschungsmethoden Biopsychologie Einführung Chronobiologie- Schlaf- Traumforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Kadelbach (Author), 2003, Forschungsmethoden der Biopsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/24132
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