Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Iwein, ein klassischer arthurischer Held?

Titel: Iwein, ein klassischer arthurischer Held?

Seminararbeit , 2009 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stefan Besenhard (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird untersucht, in welchen Bereichen sich Iweins Verhalten mit dem eines klassischen arthurischen Helden deckt und in welchen es sich unterscheidet. Dabei wird auch überprüft, ob und in welcher Art sich der Charakter Iweins während des Romans verändert. Im Laufe dieser Arbeit wird immer wieder auch auf Hartmanns ersten Artusroman Erec zurückgegriffen werden, da die Figur des Erec im direkten Vergleich als Musterbeispiel eines arthurischen Helden gelten soll.
Auf dieser Grundlage soll dann entschieden werden, ob es sich bei Iwein um einen klassischen arthurischen Helden handelt oder ob ein neues Bild eines Artusritters gezeichnet wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Iwein – eine Erec-Figur in neuen Gewändern?

2. Klassische Eigenschaften eines arthurischen Helden

2.1. Iwein und die ritterliche Tugend der genâde und milte

2.2. Iwein und die ritterliche Tugend der triuwe – Das Terminversäumnis

2.3. Iwein und die ritterliche Tugend der êre und kuenkeit

2.4. Iwein und die ritterliche Tugend der vrümekeit

3. „Vom Egoismus zum Altruismus“

4. Iwein – klassischer Artusritter oder neues Heldenkonzept?

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Charakterentwicklung der Romanfigur Iwein im Hinblick auf die klassischen Ideale des arthurischen Rittertums und prüft, ob Iwein als klassischer Artusritter oder als neues, individuelleres Heldenkonzept Hartmanns von Aue zu verstehen ist.

  • Analyse der ritterlichen Tugenden (genâde, milte, triuwe, êre, küenkeit, vrümekeit).
  • Untersuchung des Wandels von einer egozentrischen zu einer altruistischen Perspektive.
  • Vergleich der Iwein-Figur mit Hartmanns früherem Artusroman Erec.
  • Bewertung der moralischen Ambivalenz in Iweins Handlungen (z.B. Askalon-Episode).
  • Diskussion über die Einordnung in die Gattung des klassischen Artusromans.

Auszug aus dem Buch

2. Klassische Eigenschaften eines arthurischen Ritters

Iwein tritt zum ersten Mal beim Pfingsfest zu Karidol auf, das von König Artus veranstaltet wird. Als Kalogrenant preisgibt, dass er vor zehn Jahren in einer aventiure versagt hat, will Iwein auf Grund seiner Verwandtschaft zu Kalogrenant dessen Ehre wiederherstellen und diese Herausforderung bestreiten.

Daraufhin begibt er sich zu der von Kalogrenant beschriebenen magischen Quelle. Nachdem Iwein den Stein begossen und so wissentlich ein Unwetter heraufbeschworen hat, das Flora und Fauna verwüstet, kommt Askalon, der Herr des Landes geritten, um dieses vor dem Störenfried zu schützen. Es sei noch mal herausgestellt, dass Iwein sich der Konsequenzen seiner Tat auf Grund der Erzählung Kalogrenants bewusst gewesen sein muss. Trotzdem begeht er mit dem Begießen des Steins Landfriedensbruch. Askalon vertritt demnach legitimes Recht.

Gemäß der arthurischen Konvention eines Ritters zeichnet sich Iwein im folgenden Kampf mit Askalon durch seine Kampfkraft und seinen Mut aus. Aber die Aussage wan ein dinc ich iu wol sage,/ daz ir deweder was ein zage, zeigt, dass auch Iweins Kontrahent sich tapfer schlägt. Durch diese stilistische Erhöhung des Mutes Askalons wird in der Folge auch der Sieg Iweins über diesen glorifiziert und erhöht. Als Askalon von Iwein eine tödliche Wunde empfängt, flüchtet dieser in Richtung seiner Burg. Iwein aber verfolgt ihn und ersticht den Herrscher des Landes schließlich beim Burgeingang von hinten. Dies ist ein entscheidender Punkt des Romans, da von einem Ritter die Moral im Normalfall Gnade für den unterlegenen Kämpfer fordert. Hier unterscheidet sich das Bild Iweins in starkem Maße von dem eines Erec, der Iders oder Mabonagrin diese Gnade gewährt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Iwein – eine Erec-Figur in neuen Gewändern?: Das Kapitel führt in die Fragestellung ein, ob Iwein lediglich eine Kopie des Erec-Heldenkonzepts ist, und beleuchtet erste moralische Auffälligkeiten des Protagonisten.

2. Klassische Eigenschaften eines arthurischen Helden: Hier werden Iweins Handlungen detailliert an den ritterlichen Idealen gemessen, wobei besonders die Ambivalenz zwischen ritterlicher Tugend und persönlichem Ehrstreben aufgezeigt wird.

2.1. Iwein und die ritterliche Tugend der genâde und milte: Die Untersuchung fokussiert sich auf Iweins Umgang mit unterlegenen Gegnern und die Entwicklung der Milde im Verlauf der Erzählung.

2.2. Iwein und die ritterliche Tugend der triuwe – Das Terminversäumnis: Dieses Kapitel analysiert das zentrale Motiv des Treuebruchs durch das Terminversäumnis und dessen Bedeutung für den weiteren Handlungsverlauf.

2.3. Iwein und die ritterliche Tugend der êre und kuenkeit: Es wird die zentrale Bedeutung von Ehre und Tapferkeit für die soziale Identität Iweins innerhalb der Artusgesellschaft dargelegt.

2.4. Iwein und die ritterliche Tugend der vrümekeit: Das Kapitel behandelt die religiösen Aspekte und die Einbindung Gottes als legitime Kraft im Handeln des Ritters.

3. „Vom Egoismus zum Altruismus“: Diese Sektion arbeitet die charakterliche Entwicklung von einer rein eigennützigen Motivlage hin zu einem selbstlosen Handeln für die Gemeinschaft heraus.

4. Iwein – klassischer Artusritter oder neues Heldenkonzept?: Das Fazit zieht eine Bilanz und ordnet Iwein als „fast arthurischen Helden“ zwischen Tradition und individueller Vielschichtigkeit ein.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Hartmann von Aue, Iwein, Erec, Artusroman, ritterliche Tugenden, Ehre, Aventiure, Minne, Charakterentwicklung, Altruismus, Egoismus, höfische Gesellschaft, Laudine, Askalon, Mittelalter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Seminararbeit analysiert die Romanfigur Iwein aus Hartmanns von Aue gleichnamigem Artusroman und untersucht, inwieweit Iwein dem klassischen Bild eines arthurischen Ritters entspricht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Erwerb und Verlust ritterlicher Ehre, die Bedeutung spezifischer ritterlicher Tugenden (wie genâde, triuwe und êre) sowie der psychologische Wandel der Hauptfigur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Frage zu klären, ob Iwein als klassischer Typus eines Artusritters oder als ein neues, komplexeres Heldenkonzept zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Textanalyse der Romanpassagen in Verbindung mit dem Vergleich zu Hartmanns früherem Werk „Erec“ und der Einbeziehung relevanter Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der einzelnen Tugenden, eine Analyse des Charakterwandels vom Egoismus zum Altruismus sowie eine Einordnung der Figur in den strukturellen Rahmen des Artusromans.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Iwein, Artusritter, Ehre, Tugenden, Aventiure, Altruismus, Charakterentwicklung und das Verhältnis von Minne und Aventiure.

Inwiefern unterscheidet sich die Askalon-Episode von klassischen Standards?

Während ein klassischer Ritter Gnade zeigen müsste, tötet Iwein den Gegner Askalon, um seinen eigenen Ehrverlust durch Spott am Artushof zu vermeiden, was ein ethisches Spannungsfeld eröffnet.

Wie spielt das Motiv des Wahnsinns eine Rolle für das Ritterbild?

Iweins Wahnsinn markiert einen absoluten Bruch mit der höfischen Gesellschaft und ritterlichen Normen, was notwendig ist, um eine charakterliche Läuterung und Neudefinition der Identität zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Iwein, ein klassischer arthurischer Held?
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Stefan Besenhard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
20
Katalognummer
V233425
ISBN (eBook)
9783656496724
ISBN (Buch)
9783656504870
Sprache
Deutsch
Schlagworte
iwein held
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Besenhard (Autor:in), 2009, Iwein, ein klassischer arthurischer Held?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/233425
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum