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Als die Zombies laufen lernten. Animalische Elemente des Zombies in den Drehbüchern zu "Dawn of the Dead" und "28 days later"

Titel: Als die Zombies laufen lernten. Animalische Elemente des Zombies in den Drehbüchern zu "Dawn of the Dead" und "28 days later"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Stefan Besenhard (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Zombiefilme? Nein, da kommen keine mehr“ , lautete eine Äußerung des Filmkritikers und Autors Christian Keßler in den 1990er Jahren, in denen der Zombiefilm ein Auslaufmodell zu sein schien. Die Entwicklungen der letzten Jahre machen deutlich: Errare humanum est. Zombies stellen einen gewissen Archetyp dar, der im wahrsten Sinne des Wortes nicht tot zu kriegen ist. In den letzten Jahren eroberte die Figur des Zombies durch Filme wie 28 days later oder dessen Fortsetzung 28 weeks later zunehmend Teile der Leinwand zurück. Auch in anderen Medien und Formaten wie der Computerspielreihe Resident Evil oder der Comicreihe The Walking Dead erleben die Untoten ein bemerkenswertes Revival. Kein Zweifel: Zombies sind in. Nach Vampiren und Werwölfen erheben sich nun auch wieder die Toten um der Welt das Fürchten zu lehren.
Kontrastiert betrachtet scheinen die Zombies seit ihrem letzten großen Auftauchen in den Kinosälen zu Zeiten von George A. Romero, einem evolutionären Prozess unterlegen zu sein. Nur noch wenig erinnert an die träge vor sich hin schlurfenden Kreaturen aus Dawn of the Dead. Aussehen, Bewegungsformen, Arten der Zombifizierung, alles scheint im Wandel begriffen. 28 days later markiert dabei einen neuen Einschnitt in der Konzeption und Darstellung des Zombies, obwohl er narrativ und thematisch sichtlich Anleihen aus Romeros Filmen bezieht. Mehr als einmal mag sich dem geneigten Kinobesucher in diesem Kontext die Frage aufdrängen, die auch Romero in einem Interview äußerte: „Rennende Zombies!? Was soll das denn?“
Die folgende Arbeit wird sich mit der Frage beschäftigen, inwieweit der Zombie animalische Elemente in sich vereint und wie sich das Verhältnis der tierischen Anteile beim klassischen und modernen Zombie unterscheidet. Gegebenenfalls werden auch Aspekte aufgegriffen, die einer animalischen Auslegung der Figur wiedersprechen. Dabei wird exemplarisch auf die prototypischen Drehbücher von George A. Romeros Dawn of the Dead und Alex Garlands 28 days later zurückgegriffen, die unterschiedliche Generationen einer Zombie-Konzeption repräsentieren. Der Begriff klassisch bezieht sich im Folgenden auf die Zombie-Konzeption, wie sie bei Dawn of the Dead vorliegt, während die Zombies aus 28 days later unter dem Begriff modern subsumiert werden. In der Forschungsliteratur sind auch abweichende Bezeichnungen und Einteilungen gebräuchlich.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. The Dead walk…again

2. Knappe Zusammenfassung der Handlungen in Dawn of the Dead und 28 days later

3. Animalische Elemente des Zombies in Dawn of the Dead und 28 days later

3.1 Der Zombie im Zuge der Biologisierung – Von lebenden Toten und lebenden Lebenden

3.2 Der Zombie als trieb- und instinktgeleitetes Wesen

3.3 Motorik, Gestik, Mimik

3.4 Intelligenz

3.5 Lautproduktion bei den Zombies

3.6 Schmerzempfinden und der zweite Tod

4. Der Zombie: Ein Wesen zwischen mehreren Welten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Zombies animalische Merkmale in ihr Wesen integrieren und wie sich das Verhältnis dieser tierischen Anteile zwischen klassischen Zombiefilmen wie „Dawn of the Dead“ und modernen Vertretern wie „28 days later“ differenziert darstellt.

  • Evolutionäre Entwicklung der Zombiedarstellung vom klassischen zum modernen Film.
  • Biologische vs. mythische Ursprungserklärungen der Zombie-Epidemie.
  • Analyse von Instinkt, motorischen Fähigkeiten und kognitiver Leistung der Untoten.
  • Vergleich von Jagd- und Fressverhalten im Kontext von Räuber-Beute-Beziehungen.
  • Die Rolle von Schmerzempfinden und der Verlust menschlicher Identität als Massenphänomen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Trieb und Instinkt

Sowohl in George A. Romeros als auch in Alex Garlands Drehbuch werden die Untoten als sehr triebgesteuerte Wesen dargestellt. “These creatures are nothing but pure, motorized instinct…”, heißt es in Dawn of the Dead. Instinkt, die Gier nach menschlichem Fleisch stellt ihre Motivation, ihren Antrieb dar. Wenn im Bezug auf Zombies von Trieben oder Instinkten die Rede ist, geschieht dies in Assoziation zu etwas Biologischem im Sinne einer animalischen Befriedigung primärer Bedürfnisse nach Nahrung. Mit der Transformation vom Menschen zum Zombie geht auch eine Transformation der formalen Essgewohnheiten einher. Das geordnete, zivilisierte Essen mit Messer und Gabel, Spiegelbild gesellschaftlicher Gepflogenheiten, weicht dem tierischen Fressen in reinster Form, mit dem Mund und den bloßen Händen.

In Dawn of the Dead benötigen die Zombies jedoch keine Nahrung um zu existieren. Auch Zombies, deren Unterleib abgetrennt ist, bleiben weiter mobil und verfolgen in Dawn of the Dead ihre vermeintlichen Opfer, indem sie mit ihren verbleibenden Gliedmaßen vorwärts robben. Befreit von jeglichem sozialen Tabu, vom Triebverbot des Über-Ichs, leben diese Geschöpfe ihre Triebhaftigkeit aus. Obwohl das Fressen an sich keinen Nutzen mehr erfüllen mag, Unterleib mitsamt Verdauungstrakt fehlen, treibt sie die Gier nach menschlichem Fleisch weiter an. Ihr Nahrungsverlangen stellt einen irrationalen Widerspruch zur Natur dar, da er nicht dem Zweck der Ernährung dient.

Zusammenfassung der Kapitel

1. The Dead walk…again: Einleitung in die Historie des Zombiefilms und Darstellung des Wandels von klassischen, langsamen Kreaturen hin zum modernen, rennenden Zombie.

2. Knappe Zusammenfassung der Handlungen in Dawn of the Dead und 28 days later: Kurze Inhaltswiedergabe der beiden im Fokus stehenden Filme, um eine gemeinsame Basis für die Analyse zu schaffen.

3. Animalische Elemente des Zombies in Dawn of the Dead und 28 days later: Kernkapitel, das die biologische Transformation, das Triebverhalten, die Motorik und die kognitiven Fähigkeiten der Zombies vergleichend analysiert.

4. Der Zombie: Ein Wesen zwischen mehreren Welten: Zusammenfassende Einordnung der Zombie-Figur als komplexes Mischwesen, das zwischen Naturgewalt, Mensch und Tier changiert.

Schlüsselwörter

Zombie, Dawn of the Dead, 28 days later, Filmanalyse, Instinkt, Triebhaftigkeit, Transformation, animalische Elemente, Räuber-Beute-Beziehung, Horrorfilm, Kognition, Motorik, Massenphänomen, Biologisierung, Untote.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die filmische Darstellung von Zombies unter dem speziellen Fokus, inwieweit diese Kreaturen animalische Züge aufweisen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Der thematische Schwerpunkt liegt auf dem Vergleich zwischen dem „klassischen“ Zombie nach Romero und dem „modernen“ infizierten Wesen nach Garland im Hinblick auf biologische, psychologische und motorische Aspekte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich das Verhältnis von menschlichen zu tierischen Anteilen in der Darstellung des Zombies historisch und konzeptionell verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Filmanalyse, die Drehbücher und filmtheoretische Literatur kombiniert, um die Zombie-Figur zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Unterkategorien wie Biologisierung, Trieb- und Instinktverhalten, motorische Fähigkeiten, Intelligenz, Lautproduktion und Schmerzempfinden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Zombie, Evolution des Genres, Instinkt, Motorik, Räuber-Beute-Beziehung und die Dichotomie von Mensch und Tier.

Wie unterscheidet sich die Intelligenz der Zombies in den beiden Filmen?

In beiden Fällen ist die Intelligenz stark vermindert; Werkzeuggebrauch tritt nur rudimentär und meist für rein instinktive, unmittelbare Überlebenszwecke auf, ohne komplexe Kausalzusammenhänge zu verstehen.

Welche Rolle spielt Feuer in der Zombiefilm-Analyse?

Feuer dient als Trennlinie zwischen Mensch und Tier; während Zombies Angst vor Flammen zeigen und dadurch in die Rolle von Raubtieren gedrängt werden, bleibt die Beherrschung des Feuers eine exklusive menschliche Errungenschaft zur Verteidigung.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Als die Zombies laufen lernten. Animalische Elemente des Zombies in den Drehbüchern zu "Dawn of the Dead" und "28 days later"
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Stefan Besenhard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
21
Katalognummer
V233408
ISBN (eBook)
9783656496762
ISBN (Buch)
9783656504955
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zombies animalische elemente drehbüchern dawn dead
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Besenhard (Autor:in), 2011, Als die Zombies laufen lernten. Animalische Elemente des Zombies in den Drehbüchern zu "Dawn of the Dead" und "28 days later", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/233408
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Leseprobe aus  21  Seiten
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