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Allein der Glaube. Erlösung im Amida-Buddhismus am Beispiel Shinrans und im Protestantismus nach Luther

Titel: Allein der Glaube. Erlösung im Amida-Buddhismus am Beispiel Shinrans und im Protestantismus nach Luther

Hausarbeit , 2010 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: M.Phil Lydia Einenkel (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit stellt einen Vergleich zwischen dem in Japan weit verbreiteten Amida-Buddhismus und dem Protestantismus lutherischer Prägung in Bezug auf die jeweilige Erlösungslehre an. Die Basis dafür ist gegeben, da in beiden „Konfessionen“ die Erlösung durch den Glauben postuliert wird. Von mehreren Theologen und ReligionswissenschaftlerInnen wurde ein derartiger Vergleich angestellt. Mittels eines intensiven Quellenstudiums relativiert die vorliegende Untersuchung bisherige Studien, die den Amida Buddhismus und den Protestantismus leichtfertig vereinheitlichten. Die Autorin kommt vielmehr zu dem Schluss, dass die Unterschiede in den Konzepten der Erlösung überwiegen und andere Forscher ihren persönlichen Glaubensansichten unterlegen waren und zudem das Phänomen der Äquivokation übersehen haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Amida-Buddhismus

2.1 Überblick und Entstehung

2.2 Erlösung bei Shinran

3. Protestantismus lutherischer Prägung

3.1 Überblick und Entstehung

3.2 Erlösung bei Luther und seine Rechtfertigungslehre

4. Vergleich

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht das Verständnis von Erlösung im japanischen Amida-Buddhismus, insbesondere in der Shin-Schule nach Shinran, und im Protestantismus lutherischer Prägung. Dabei wird der Fokus darauf gelegt, wie in beiden Traditionen die Vorstellung einer Erlösung, die allein durch den Glauben und ohne eigene verdienstvolle Werke erfolgt, theologisch begründet und gelebt wird.

  • Vergleich der Erlösungslehren von Shinran und Martin Luther
  • Analyse der Rolle von Glauben und Gnade als zentrales Heilsmoment
  • Untersuchung des Menschenbildes und der Vorstellung von Sünde bzw. karmischem Übel
  • Kritische Reflexion über die Gefahr einer oberflächlichen Analogisierung zwischen den Religionen
  • Methodische Herangehensweise durch exemplarischen Quellenvergleich

Auszug aus dem Buch

3.2 Erlösung bei Luther und seine Rechtfertigungslehre

Durch die Lektüre der Psalmen und der Paulusbriefe, vorrangig des Römerbriefes, gelang Luther sukzessive zu der Einsicht, dass der Mensch allein durch die Gnade Gottes in Jesus Christus gerechtfertigt werde. Mit eigenem Handeln könne der Mensch nicht erlöst werden, er oder sie sei selbst unfähig Etwas zum eigenen Heil beizutragen. Luther ging vom radikalen Sündersein des Menschen aus, welcher aus sich heraus unfähig sei die Gebote zu halten. Deshalb kann die Rechtfertigung nur aus Gnade geschehen, indem sich Gott durch seinen Sohn dem Menschen zuwendet und durch Christi Opfer Vergebung erwirkt. Mittels des Glaubens an Jesus Christus allein und ohne Zutun von „Werken des Gesetzes“ weiß sich der Mensch angenommen und gerechtfertigt.

Die Relation Gott-Mensch konstituiert sich durch Gottes Handeln am Menschen. Selbst nach der Taufe und im Glauben bleibt der Mensch stets Sünder (Ursünde und Tatsünde, die sich gegenseitig bedingen, wobei die Tatsünde den Menschen auf die Ursünde hinweist) und weiß sich doch zugleich gerechtfertigt (simulus justus et peccator). Reue und Buße, die zwar nicht mehr als Sakrament gesehen wird, haben dennoch einen hohen Stellenwert und dienen als Antwort auf die Sünde, die Reue soll unablässig vollzogen werden. Es zähle weniger die Aufzählung einzelner Tatsünden, als vielmehr die Einsicht des Sünderseins als menschliche Grundanlage. Die guten Werke werden deshalb aber nicht negiert, nur dass der Mensch damit selbst zum Heil beitragen könne wird abgelehnt. Vielmehr verhielten sich Gesetz und Evangelium zyklisch zueinander. Das Gesetz (hier das Erste Testament, besonders der Dekalog) zeige den Menschen seine Unfähigkeit und sein Sündersein auf. Durch Jesus Christus, von dem im Evangelium Zeugnis abgelegt wird, und so durch das Evangelium (die frohe Botschaft) selbst, weiß sich der Mensch gerecht gesprochen. Es ist darum auch von großer Bedeutung, das Wort Gottes in der Predigt wiederholt zu hören. Als Antwort auf dieses Gnadengeschenk möchte der Mensch dann gute Taten verrichten, ohne sie als Verdienst anzusehen. Die Erlösung geschehe also allein aus dem Glauben, der Vergebung der Sünden könne sich der oder die Gläubige sicher sein, Rechtfertigung bedeute, dass Gott die Schuld des Menschen nicht anrechnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Wahl des Themas und erläutert die methodische Herangehensweise, indem sie das Ziel eines möglichst neutralen Vergleichs zwischen den Erlösungslehren des Shin-Buddhismus und des Luthertums formuliert.

2. Amida-Buddhismus: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Entstehung des Amida-Buddhismus, stellt die Entwicklungslinie der Patriarchen dar und fokussiert sich auf die Lehre Shinrans, in der das Vertrauen auf die „andere Kraft“ (tariki) zentral für die Erlösung ist.

3. Protestantismus lutherischer Prägung: Hier wird Martin Luthers reformatorischer Prozess geschildert, der in die Abwendung vom monastischen Leben und die Entwicklung der Rechtfertigungslehre mündete, welche das Heil allein durch die Gnade Gottes postuliert.

4. Vergleich: Dieser Abschnitt stellt die Gemeinsamkeiten und Divergenzen beider Lehren direkt gegenüber, wobei insbesondere das „Allein durch den Glauben“ kritisch beleuchtet und die inhaltliche Spezifik der jeweiligen Heilswege herausgearbeitet wird.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz oberflächlicher Ähnlichkeiten im „Allein-Glaubens-Prinzip“ tiefe inhaltliche Unterschiede bestehen, die bei Vergleichen nicht vernachlässigt werden dürfen, um eine Äquivokation zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Amida-Buddhismus, Shin-Buddhismus, Shinran, Protestantismus, Martin Luther, Rechtfertigungslehre, Erlösung, Glaube, Gnade, Tariki, Jiriki, Schuld, Sünde, interreligiöser Vergleich, Kyogoshinsho.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Konzepte der Erlösung im japanischen Amida-Buddhismus (speziell der Shin-Schule) und im lutherischen Protestantismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Glaubens, der Gnade, des Menschenbildes, der Rolle von Werken bei der Erlösung sowie das Wirken von Shinran und Martin Luther als zentrale Akteure.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Konzepte des „allein durch Glauben“ in beiden religiösen Traditionen zu untersuchen, ohne dabei die spezifischen theologischen Eigenheiten der jeweiligen Systeme zu verwischen oder unzulässige Analogien zu bilden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Analyse, die auf einer deskriptiven Darstellung der jeweiligen Lehren und einem exemplarischen Quellenvergleich (u.a. Kyogoshinsho und Confessio Augustana) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine getrennte Darstellung der Lehren von Amida-Buddhismus und Protestantismus, gefolgt von einem direkten Vergleich, in dem Gemeinsamkeiten und Divergenzen – insbesondere im Verständnis von Sünde und Heilsvermittlung – erörtert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Amida-Buddhismus, Rechtfertigungslehre, Shinran, Luther, Gnade, Tariki, Glaube und interreligiöser Vergleich.

Wie bewertet die Autorin die oft zitierte Nähe zwischen Shinran und Luther?

Die Autorin warnt vor einer allzu starken Analogisierung. Obwohl es oberflächliche Gemeinsamkeiten gibt, betont sie, dass die Essenz der Erlösung – beispielsweise durch die unterschiedliche Bedeutung von „Sünde“ und die Rolle der Retterfiguren – grundlegend verschieden ist.

Warum wird die Confessio Augustana herangezogen, obwohl sie von Philipp Melanchthon verfasst wurde?

Die Autorin rechtfertigt dies damit, dass die lutherische Richtung des Protestantismus sich nicht rein auf Luther beschränkt, sondern die Confessio Augustana als eine der zentralen Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche einen verbindlichen Ausdruck dieser Lehre darstellt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Allein der Glaube. Erlösung im Amida-Buddhismus am Beispiel Shinrans und im Protestantismus nach Luther
Hochschule
Universität Bayreuth  (Kulturwissenschaftliche Fakultät, Lehrstuhl für Religionswissenschaft II)
Veranstaltung
Proseminar Buddhismus
Note
1,3
Autor
M.Phil Lydia Einenkel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V233399
ISBN (eBook)
9783656499039
ISBN (Buch)
9783656499527
Sprache
Deutsch
Schlagworte
allein glaube erlösung amida-buddhismus beispiel shinrans protestantismus luther
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.Phil Lydia Einenkel (Autor:in), 2010, Allein der Glaube. Erlösung im Amida-Buddhismus am Beispiel Shinrans und im Protestantismus nach Luther, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/233399
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Leseprobe aus  16  Seiten
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