Die klassische Form der Marketing-Kommunikation besteht aus Einheiten wie: Werbung, Public Relations, Veranstaltungen, Direktmarketing und so fort. Gemessen am Alter der klassischen Werbung ist Social Media immer noch eine recht neue Form der Marketing-Kommunikation, die von einigen B2B-Unternehmen bereits erfolgreich genutzt wird.Das Spezialgebiet des Marketings mit dem Namen „Integrierte Kommunikation “ ist nicht neu. Manfred Bruhn schrieb sein erstes diesbezügliches Werk im Jahr 1999 und offenbarte schon damals wichtige Erkenntnisse. Relativ neu ist hingegen das Kommunikationsmedium Social Media, mit all seinen sich täglich verändernden Facetten. Auch ist Social Media eine Form der Kommunikation, die erst durch die technischen Voraussetzungen, wie Breitband-Internet, Smartphones und die Veränderung der Kommunikation in der Öffentlichkeit möglich wurde.
Die gesamte Kommunikation eines Unternehmens, welche bei der Umsetzung des Konzeptes Integrierte Kommunikation aufeinander abgestimmt stattfindet, hat einen neuen Kommunikationskanal hinzubekommen, den es zu begutachten gilt. Die Vorsicht ist bei manchen B2B-Unternehmen noch immer groß. Wie der von Roland Karle zitierten Studie „Social Media Marketing in der B2B-Praxis“ entnommen werden kann, „fürchten“ sich mit 56 Prozent mehr als die Hälfte der 121 befragten Marketingentscheider vor negativen Kommentaren. 48 Prozent der Befragten „scheut“ die rechtliche Verantwortung und 31 Prozent traut seinen Mitarbeitern nicht den richtigen Umgang mit dem Medium zu.
Steckt in Social Media womöglich eine große Chance für die Marketing-Kommunikation von B2B-Unternehmen? Oder sollten diese Abstand davon nehmen, weil eventuelle Risiken überwiegen? Facebook und viele andere Social Media Kanäle haben sich in den vergangenen Jahren rasant entwickelt und werden von immer mehr Menschen genutzt. Für Unternehmen, die ihre Kommunikation aktiv gestalten, scheint Social Media ein sehr wichtiges Thema zu sein.
Die Themenvielfalt ist in den Bereichen Integrierte Kommunikation und Social Media groß, weshalb sich die vorliegende Arbeit auf Teilbereiche beschränken wird. Ziel dieser Arbeit ist, zu analysieren, in wie weit sich „Integrierte Kommunikationskampagnen“ von B2B-Unternehmen durch Social Media in ihrer Medienzusammensetzung verändern sollten. Die Arbeit wird sich hierfür mit Chancen und Risiken beschäftigen, die es beim Einsatz von Social Media als Unternehmen zu berücksichtigen gilt, um optimale Kommunikationskampa
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Wandel der Kommunikation in der Öffentlichkeit
2.1 Vergangenheit und Gegenwart
2.2 Prolog: „Ein Blick in die Zukunft“
2.2.1 Die Zauber-Brille
2.2.2 Hintergrund-Informationen zu „Google Glasses“:
3. Definitionen
3.1 Untersuchungsgegenstand
3.1.1 B2C
3.1.2 C2C
3.1.3 B2B
3.1.4 Relevanz
3.2 Integrierte Kommunikation
3.2.1 Allgemein
3.2.2 Merkmale
3.2.3 Mögliche Ziele
3.2.4 Voraussetzungen für erfolgreiche Integrierte Kommunikation
3.3 Social Media
3.3.1 Relevanz
3.3.2 Facebook
3.3.3 YouTube
3.3.4 Twitter
3.3.5 XING
3.3.6 Google+
4. Diskussion
4.1 Chancen
4.1.1 Empfehlungsmarketing
4.1.2 Verlagerung der Reichweite
4.1.3 Streuverlustreduktion
4.1.4 Messbarkeit
4.2 Risiken
4.2.1 Kontrollverlust
4.2.2 Zeitaufwand
4.2.3 Juristisch begründetes Risiko
5. Resumé
Zielsetzung & Themen
Diese Projektarbeit untersucht das Potenzial von Social Media für B2B-Unternehmen im Kontext der integrierten Kommunikation. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwieweit B2B-Unternehmen ihre Kommunikationskampagnen durch die Integration von Social Media in ihrer Medienzusammensetzung anpassen sollten, unter Berücksichtigung der damit verbundenen Chancen und Risiken.
- Wandel der Kommunikation in der Öffentlichkeit durch digitale Medien
- Grundlagen der Integrierten Kommunikation im B2B-Umfeld
- Eigenschaften und Potenziale gängiger Social-Media-Plattformen
- Strategische Chancen wie Empfehlungsmarketing und Reichweitenverlagerung
- Kritische Risikofaktoren wie Kontrollverlust und juristische Herausforderungen
Auszug aus dem Buch
4.2.1 Kontrollverlust
Eine der größten Sorgen von vielen Unternehmen ist, dass Social Media mit einem Kontrollverlust über die eigene Marke einhergeht. Die Reputationsmanagerin, Melanie Vogelbacher hat einmal gesagt: „Es wird über Sie geredet – ob Sie mitreden oder nicht, liegt an Ihnen“. Damit ist treffend formuliert, dass Social Media ein durch die Benutzer geschaffenes Eigeneleben führt und dies durch Unternehmen lediglich mitgenutzt werden kann. Leider ereignen sich immer wieder Szenarien, vor denen sich Unternehmen und Marken ängstigen.
Im Fall „Werder Bremen“ waren die Fans nicht mit dem Trikot-Sponsor „Wiesenhof“ einverstanden und gründeten am 8. August 2012 die Facebook-Seite „Wiesenhof als Werder Sponsor? NEIN Danke“. Wie die Abbildung zeigt hatten sich innerhalb von weniger als zwei Monaten über 18.000 Menschen angeschlossen und bekunden öffentlichen Protest gegen die Entscheidung des Vereins.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz von Marketing-Kommunikation für B2B-Unternehmen und Erläuterung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Wandel der Kommunikation in der Öffentlichkeit: Analyse der technologischen Entwicklung und gesellschaftlichen Veränderungen, die zur Entstehung von Social Media führten, ergänzt durch ein Zukunftsszenario.
3. Definitionen: Begriffsbestimmung von B2B, Integrierter Kommunikation sowie eine detaillierte Vorstellung und Einordnung verschiedener Social-Media-Plattformen.
4. Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Chancen wie Reichweitenverlagerung und Messbarkeit sowie den Risiken wie Kontrollverlust und juristischen Aspekten.
5. Resumé: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die weitere Entwicklung der Kommunikation im B2B-Bereich.
Schlüsselwörter
B2B, Integrierte Kommunikation, Social Media, Marketing-Kommunikation, Empfehlungsmarketing, Messbarkeit, KPI, Kontrollverlust, Online-Marketing, Markenkommunikation, Reichweite, Strategie, Unternehmenskommunikation, Digitaler Wandel, Social Media Monitoring.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, ob und wie B2B-Unternehmen Social Media effektiv in ihr Konzept der integrierten Kommunikation einbinden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der integrierten Kommunikation, die Charakteristika sozialer Netzwerke sowie eine Diskussion über Chancen und Risiken beim Unternehmenseinsatz.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern B2B-Unternehmen ihre Kommunikationsstrategien durch Social Media verändern sollten, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Untersuchung, die auf vorhandener Fachliteratur, Studien und öffentlich zugänglichen Daten basiert, um Strategien für B2B-Unternehmen abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Kernbegriffe, die Vorstellung relevanter Social-Media-Kanäle sowie eine ausführliche Diskussion über Chancen und Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind B2B, Integrierte Kommunikation, Social Media, Messbarkeit sowie das Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken im digitalen Marketing.
Warum wird speziell der B2B-Sektor betrachtet?
Der Autor wählt den B2B-Sektor, da hier aufgrund erklärungsbedürftiger Produkte eine hohe Relevanz für integrierte Markenkommunikation besteht, die durch Social Media gezielt unterstützt werden kann.
Welche Rolle spielen Risiken wie der "Kontrollverlust"?
Der Kontrollverlust wird als eines der Hauptrisiken identifiziert, da Unternehmen im Social Web nicht mehr alleinige Hoheit über ihre Markenkommunikation haben, sondern im Dialog mit "mündigen" Konsumenten stehen.
Ist der Zeitaufwand für Social Media kalkulierbar?
Der Aufwand ist durch eine strukturierte Planung der Kommunikationsinstrumente in gewissem Maße kalkulierbar, wobei jedoch unvorhersehbare Reaktionen der Community ein gewisses Risiko bergen.
- Quote paper
- Christian Strunz (Author), 2013, Integrierte Kommunikation und Social Media, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/232948