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Adverse Selektion und Asymmetrische Informationen

„The Market for Lemons“ am Beispiel fair gehandelter Kleidung

Titel: Adverse Selektion und Asymmetrische Informationen

Seminararbeit , 2013 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B.Sc. Sebastian Rhein (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Philosoph Francis Bacon (1561–1626) prägte einst den Satz: Knowledge is Power. Dieser Ausspruch fand Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch. Etliche Jahrhunderte später könnte man die 1970 von George Akerlof veröffentlichte Arbeit: The Market for Lemons: Qaulity Uncertainty and the Market Mechanism ebenso überschreiben. Denn im Grunde sagt der Ökonom genau das aus. Wer das Wissen hat, der hat auch die Macht und kann diese für sich nutzen. Asymmetrische Informationen führen zu einer Ungleichheit der Wissensverteilung und können zu Gunsten des Wissenden ausgenutzt werden. Jedoch bringt dieses Wissen auch Verantwortung mit sich, denn am Ende kann die Ausbeutung der Uninformierten zur Gefährdung kompletter Märkte führen. Dass die Überlegung von Akerlof, der für sein Werk 2001 den Wirtschaftsnobelpreis erhielt, nicht nur bloße Theorie ist, wird täglich in vielen Situationen deutlich. In dieser Seminararbeit soll der Markt für Fair Trade Kleidung als ein praktisches Beispiel herangezogen und auf Akerlofs Modell angewendet werden.
Zunächst werden die wesentlichen Merkmale des Lemon-Modells im Kapitel zwei dargestellt. Dabei wird nicht nur auf die theoretischen Grundannahmen geschaut, sondern auch der Preis der Unehrlichkeit in den Fokus gerückt. Außerdem werden kurz die vorgeschlagenen Lösungsmöglichkeiten von Akerlof, sowie der Ökonomen Spence und Stiglitz dargestellt.1
Im Kapitel drei finden diese theoretischen Konzepte dann auf den Markt für fair gehandelte Kleidung Eingang. Dabei wird explizit aufgezeigt, wo in diesem Bereich asymmetrische Informationen vorliegen, weshalb es zur adversen Selektion kommen kann und warum dies eine Gefahr für das komplette Angebot darstellt. Auch eine etablierte Lösungsmöglichkeit zur Überwindung der Unwissenheit der Verbraucher wird genauer untersucht: die Fair Trade Siegel. Dabei wird herausgestellt, warum diese Möglichkeit Fehler aufweist und die Situation für den Konsumenten sogar verschlimmern kann. Bevor in einem abschließenden Fazit alle Ergebnisse zusammengefasst werden, wird noch kurz ein weiterer Lösungsvorschlag diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Market for „Lemons“ – Das Modelll von Akerlof

2.1 Die Kosten der Unehrlichkeit

2.2 Lösungsansätze

3. Der Markt für fair gehandelte Kleidung

3.1 Der CSR-Bericht von Stiftung Warentest

3.2 Warum Unternehmen Fair Trade anbieten und die Folgen asymmetrischer Informationen

3.3 Das Einführen der Fair Trade Siegel

4. Fazit

Zielsetzung und zentrale Themenfelder

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der asymmetrischen Informationen auf dem Markt für fair gehandelte Kleidung unter Anwendung des von George Akerlof entwickelten "Market for Lemons"-Modells. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Informationsasymmetrien zwischen Anbietern und Konsumenten zu einer adversen Selektion führen können und inwieweit etablierte Lösungsmechanismen wie Fair-Trade-Siegel in der Lage sind, dieses Marktversagen zu beheben oder unter Umständen sogar zu verschärfen.

  • Analyse des Akerlof-Modells zur Informationsasymmetrie
  • Untersuchung der Mechanismen adverser Selektion bei Kleidungsproduktion
  • Evaluierung des CSR-Berichts der Stiftung Warentest
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit von Fair-Trade-Siegeln
  • Diskussion von Lösungsansätzen zur Marktstabilisierung

Auszug aus dem Buch

3. Der Markt für fair gehandelte Kleidung

Im Folgenden soll Akerlofs Market for Lemons auf den Markt für Fair Trade Textilien angewendet werden. Da es sehr viele und unterschiedliche Informationen über diesen Bereich gibt, wird ein eigenes Modell mit verschiedenen Annahmen konstruiert, welches Stück für Stück erläutert wird.

Denk man zunächst an den reinen Kleidungshandel, scheint hier ein Markt vorzuliegen, auf dem keine Informationsasymmetrien existieren. Es gibt dort Waren mit guter und schlechter Qualität, Marken- und No-Name Produkte. Man kann also davon ausgehen, dass hier zum einen die von Akerlof präsentierten Lösungsansätze, wie Garantien und Markennamen, funktionieren. Zum anderen kann die Annahme getroffen werden, dass der Preis als perfekter Indikator für Qualität dient. Es gilt die Regel: Je höher der Preis, desto hochwertiger die Ware. In diesem Bereich scheint es also keine gravierenderen Probleme zu geben. Dieses Bild ändert sich, wenn man an den Markt für fair gehandelte Textilien denkt.

In den letzten Monaten fiel die Kleidungsindustrie immer mehr mit erschreckenden Meldungen auf: „Mehr als 100 Menschen sterben bei Brand in Textilfabrik“, so geschehen im November 2012 oder „Zahl der Toten steigt nach Einsturz von Textilfabrik“, wie es wenig später im April 2013 der Fall war. Es lässt sich also die Annahme treffen, dass asymmetrische Informationen vorliegen, wenn es um die Produktionsbedingungen in den Herstellerländern geht. Ein Konsument kann sich nicht sicher sein, wie seine Ware produziert wird. Für die folgende Analyse soll ein Bericht der Stiftung Warentest herangezogen werden, aus dessen Ergebnissen bestimmte Rückschlüsse auf das Modell von Akerlof gezogen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik asymmetrischer Informationen nach Akerlof ein und skizziert das Ziel der Arbeit, diese Theorie auf den Markt für fair gehandelte Kleidung anzuwenden.

2. Market for „Lemons“ – Das Modelll von Akerlof: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Lemon-Modells, insbesondere die Konsequenzen asymmetrischer Informationen vor Vertragsabschluss und die daraus resultierende adverse Selektion.

2.1 Die Kosten der Unehrlichkeit: Der Abschnitt vertieft die Überlegungen Akerlofs zu den Kosten, die durch bewusste Täuschung über die Qualität eines Gutes auf einem Markt entstehen.

2.2 Lösungsansätze: Hier werden theoretische Instrumente wie Garantien, Markennamen, Lizenzen, Signalling und Screening zur Überwindung von Informationsasymmetrien vorgestellt.

3. Der Markt für fair gehandelte Kleidung: Das Kapitel überträgt das theoretische Modell auf den realen Markt für Textilien und hinterfragt die Annahme vollständiger Markttransparenz.

3.1 Der CSR-Bericht von Stiftung Warentest: Anhand einer Studie der Stiftung Warentest wird aufgezeigt, dass die reale Qualität fair gehandelter Kleidung oft hinter den Versprechen der Anbieter zurückbleibt.

3.2 Warum Unternehmen Fair Trade anbieten und die Folgen asymmetrischer Informationen: Es wird analysiert, welche spieltheoretischen Anreize Unternehmen dazu bewegen, Fair-Trade-Produkte ins Sortiment aufzunehmen, und welche Rolle hierbei die Täuschung des Konsumenten spielt.

3.3 Das Einführen der Fair Trade Siegel: Dieser Abschnitt kritisiert die Inflation und Unübersichtlichkeit von Siegeln, die das Vertrauen der Konsumenten untergraben statt es zu stärken.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Information Macht bedeutet, und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens, um eine echte Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern zu erreichen.

Schlüsselwörter

Adverse Selektion, Akerlof, Asymmetrische Informationen, Fair Trade, Kleidung, Lemon-Modell, Marktversagen, Marktzusammenbruch, CSR, Stiftung Warentest, Siegel, Spieltheorie, Konsumenteninformation, Vertrauensverlust, Qualitätssicherung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Informationsasymmetrien zwischen Anbietern und Kunden auf dem Markt für Fair-Trade-Textilien zu einem Marktversagen führen können, analog zum klassischen "Market for Lemons"-Modell von George Akerlof.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themenfelder sind die ökonomische Theorie der Informationsasymmetrie, deren praktische Anwendung auf den Textilmarkt, die Rolle von CSR-Berichten sowie eine kritische Analyse von Fair-Trade-Siegeln.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob und wie asymmetrische Informationen den Markt für fair gehandelte Kleidung schwächen und ob bestehende Siegel zur Vertrauensbildung tatsächlich dazu beitragen oder das Problem der adversen Selektion sogar verschärfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die spieltheoretische Modellierung (nach Akerlof) und kombiniert diese mit einer qualitativen Analyse von Berichten der Stiftung Warentest und journalistischen Quellen, um das Marktverhalten zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das theoretische Modell von Akerlof und seine Lösungsansätze erläutert, bevor diese auf den Markt für fair gehandelte Kleidung übertragen werden, inklusive der Analyse von CSR-Praktiken und der Siegel-Problematik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Adverse Selektion, Asymmetrische Informationen, Fair Trade, Marktversagen und Spieltheorie charakterisiert.

Warum können Fair-Trade-Siegel die Situation laut Autor verschlechtern?

Der Autor argumentiert, dass die Vielzahl an unterschiedlichen Siegeln mit variierenden Kriterien den Konsumenten verwirrt und unehrlichen Anbietern ermöglicht, ihre Produkte mit dem Siegel-Image aufzuwerten, ohne die Standards vollumfänglich zu erfüllen.

Welche Rolle spielen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) bei der Lösungsfindung?

NGOs werden als potenzielle Akteure diskutiert, die durch das Aufdecken von Skandalen und Transparenzschaffung (Naming and Shaming) den Markt stabilisieren könnten, wenngleich der Autor auch hier vor einer Gefährdung des gesamten Marktvertrauens warnt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Adverse Selektion und Asymmetrische Informationen
Untertitel
„The Market for Lemons“ am Beispiel fair gehandelter Kleidung
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltung
Unternehmenskultur und Corporate Governance
Note
1,0
Autor
B.Sc. Sebastian Rhein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V231841
ISBN (eBook)
9783656477686
ISBN (Buch)
9783656479130
Sprache
Deutsch
Schlagworte
adverse selektion asymmetrische informationen market lemons kleidung fairtrade fairer Handel fair trade Textilindustrie Fairtrade Siegel Versagen Fairtrade Siegel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Sebastian Rhein (Autor:in), 2013, Adverse Selektion und Asymmetrische Informationen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231841
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Leseprobe aus  19  Seiten
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