Mode spielt in der heutigen Gesellschaft eine zunehmend wichtige Rolle. Es sind nicht mehr nur die Frauen, die versuchen, bestimmten Trends zu folgen oder gar welche zu setzen, im Gegenteil, es sind immer mehr Männer, welche die gängigen Modetrends setzen, erweitern und erneuern. Dabei handelt es sich nicht mehr ausschließlich um Designer und Modemagnate wie Karl Lagerfeld oder Louis Vuitton, deren weltberühmte Modekollektionen nicht nur die Laufstege dieser Welt bestimmen, sondern auch den Stil berühmter Kaufhausketten, wie etwa H&M und damit den Alltagslook vieler Männer und Frauen.
Im Alltag wird der Look heutzutage von Männern bestimmt, denn diese scheinen sich nicht nur mehr für Mode zu begeistern, sondern mittlerweile auch viel mehr über Mode zu wissen als Frauen. In dieser Hausarbeit möchte ich meine These näher auslegen, dass Männer die neuen Frauen in der Modewelt sind, wobei ich meinen eigenen YouTube Kanal „RomynaRed – Fashion, Beauty, Love“ beleuchten werde, der sich hauptsächlich mit Themen für Frauen befasst, wie Mode, und der dennoch größtenteils von Männern abonniert wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Mode, Fetisch, Transvestitischer Fetischismus
3. Vorstellung meines YouTube Kanals: „RamadaRod - Fashion, Beauty, Life”
4. Analyse hinsichtlich der Männerquoten auf meinem YouTube Kanal
5. Analyse des Videos „Haul & Tutorial Strumpfhosen / Tights / Pantyhose“
6. Analyse des Videos „Flirt With Me! Die Macht Optischer Reize & Sexy Moves“
7. Analyse des Videos „OOTD Satin Pencil Dress, Strumpfhose & High-Heels“
8. Repräsentation von Männern und Frauen in den Filmen „Der Teufel trägt Prada“ und „Die Frauen von Stepford“
9. Schlussfolgerung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die These, dass Männer in der modernen Modewelt eine zunehmend zentrale Rolle einnehmen und die „neuen Frauen“ repräsentieren. Anhand einer empirischen Analyse des eigenen YouTube-Kanals sowie einer filmischen Untersuchung von Rollenbildern wird der Frage nachgegangen, inwiefern männliche Präferenzen und Fetischisierungen klassisch weiblicher Mode-Attribute die heutige Modebranche beeinflussen.
- Analyse von Zuschauerdaten und Männerquoten in Mode-affinen sozialen Medien.
- Untersuchung des transvestitischen Fetischismus und dessen soziokultureller Bedeutung.
- Auswertung von User-Feedback und Interaktionsmustern auf YouTube-Kanälen.
- Kontrastierung von Rollenbildern in modernen Kinofilmen („Der Teufel trägt Prada“, „Die Frauen von Stepford“).
- Reflexion über die Dominanz männlicher Konsumwünsche in der Modeindustrie.
Auszug aus dem Buch
2. Mode, Fetisch, Transvestitischer Fetischismus
Mode wird heutzutage von vielen Faktoren bestimmt und bezeichnet die zeitgemäße Art von Menschen, bestimmte Dinge zu tun, wie hier, sich zu kleiden. Ausschlaggebend hierbei ist, dass diese bestimmten Verhaltensweisen nicht dauerhaft sind, sondern infolge gesellschaftlicher Prozesse nach einiger Zeit durch neue Verhaltensweisen ersetzt werden, die als zeitgemäß, beziehungsweise als modern gelten. Daraus folgert man, dass Mode einem Zyklus unterliegt, der sich ständig verändert, sodass man mit Trends oder mit Mode normalerweise kurzfristige Veränderungen des Zeitgeistes in Verbindung bringt. Jede neue Mode ruft neue Verhaltens-, Gestaltungs- und Denkmuster hervor und bewertet damit auch bereits Vorhandenes.
Fetisch schließt im umgangssprachlichen Gebrauch sexuelle Neigungen bezüglich eines Objektes ein und wird im algemeinen Verständnis abwertender konnotiert. Jedes Objekt kann dabei zum Fetisch werden.
Manche Forscher teilen Fetische danach ein, ob sie aufgrund ihrer Form (form fetish) oder ihres Materials (media fetish) entstanden sind. Ein Beispiel für Formfetisch wäre ein Schuh- oder Fußfetisch; für ein Materialfetisch wäre es Lack- und Leder-, oder Nylonfetisch. Es bleibt zu beachten, dass ausschließlich wenn ein Gegenstand die vom Fetischisten bevorzugte Form hat oder aus seinem bevorzugten Material gefertigt wurde, tatsächlich als Fetisch wirken und somit auch gelten kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der geschlechtsspezifischen Modewahrnehmung und Formulierung der These über die sich wandelnde Rolle des Mannes in der Modewelt.
2. Mode, Fetisch, Transvestitischer Fetischismus: Theoretische Abgrenzung der Begriffe Mode und Fetisch sowie Definition des transvestitischen Fetischismus als psychologisches Phänomen.
3. Vorstellung meines YouTube Kanals: „RamadaRod - Fashion, Beauty, Life”: Kurze Darstellung der Kanalstatistik und des inhaltlichen Fokus auf Mode, Kosmetik und Lifestyle.
4. Analyse hinsichtlich der Männerquoten auf meinem YouTube Kanal: Untersuchung der demografischen Daten der Abonnenten mit dem Fokus auf das hohe männliche Interesse an Inhalten, die primär für Frauen gedacht sind.
5. Analyse des Videos „Haul & Tutorial Strumpfhosen / Tights / Pantyhose”: Fallstudie zum erfolgreichsten Video des Kanals, das die Vorliebe männlicher Zuschauer für spezifische Kleidungsstücke wie Strumpfhosen beleuchtet.
6. Analyse des Videos „Flirt With Me! Die Macht Optischer Reize & Sexy Moves”: Untersuchung der Zielgruppendifferenzierung zwischen jungen weiblichen Zuschauern auf der Suche nach Dating-Tipps und männlichen Zuschauern auf der Suche nach aufreizenden Inhalten.
7. Analyse des Videos „OOTD Satin Pencil Dress, Strumpfhose & High-Heels”: Analyse der positiven männlichen Resonanz auf konservative und stereotype Frauenkleidung in der Modepräsentation.
8. Repräsentation von Männern und Frauen in den Filmen „Der Teufel trägt Prada“ und „Die Frauen von Stepford”: Vergleich der filmischen Darstellung von Machtverhältnissen und Geschlechterrollen in der Modeindustrie.
9. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, die bestätigt, dass Männer die Modebranche durch ihre Projektionen und Fetische maßgeblich mitbestimmen und Frauen zu einer neuen, fremdbestimmten Weiblichkeit drängen.
Schlüsselwörter
Mode, Fetisch, Transvestitischer Fetischismus, YouTube, Geschlechterrollen, Männerquote, Strumpfhosen, Konsumverhalten, Rollenspiele, Medienanalyse, Der Teufel trägt Prada, Die Frauen von Stepford, Identität, Weiblichkeit, Modewelt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie sich männliches Interesse und Fetischisierungen auf die moderne Modewelt auswirken und ob Männer zunehmend die "neuen Frauen" in der Moderezeption darstellen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?
Die zentralen Themen umfassen die soziologische Analyse von Mode, die psychologische Einordnung von Fetischismus sowie die mediale Repräsentation von Geschlechterrollen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die These zu belegen, dass Männer mittleren Alters zunehmend aktiv Modetrends setzen und die Wahrnehmung klassisch weiblicher Kleidung durch ihre eigenen Bedürfnisse steuern.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Es werden eine Inhaltsanalyse des eigenen YouTube-Kanals (quantitativ und qualitativ) sowie eine vergleichende Filmanalyse angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Video-Contents des YouTube-Kanals „RamadaRod“ und eine Untersuchung der Rollenbilder in zwei populären Spielfilmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind Mode, Transvestitischer Fetischismus, Geschlechterrollen, YouTube-Analytik und mediale Repräsentation.
Inwiefern beeinflussen Fetische die Interaktion auf dem YouTube-Kanal der Autorin?
Die Daten zeigen, dass Inhalte mit starkem Bezug zu speziellen Kleidungsstücken wie Strumpfhosen oder High-Heels ein überdurchschnittliches männliches Interesse und eine hohe Interaktionsrate generieren.
Welche Rolle spielen die Filme „Der Teufel trägt Prada“ und „Die Frauen von Stepford“ in der Argumentation?
Die Filme dienen als Beispiele, um die gegenseitige Beeinflussung von Dominanz, Unterwürfigkeit und Stereotypisierung in Bezug auf das äußere Erscheinungsbild von Frauen zu illustrieren.
- Quote paper
- Petra Müller (Author), 2013, Männerquoten. Sind Männer die neuen Frauen in der Modewelt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231670