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Zur Shop-Startseite › Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Humor der Klasse

Eine Einführung in die Soziologie des Humors für Lehrer

Titel: Humor der Klasse

Examensarbeit , 2013 , 101 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katharina Piepenbrink (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Humor, Komik und Lachen sind alltägliche Begleiter des Menschen. Es sind soziale Phänomene, die als Elemente menschlichen beziehungsweise gesellschaftlichen Miteinanders auftreten. Die Bedeutung und Relevanz eines Sinns für Humor wird meist erst dann erkennbar, wenn er jemandem (scheinbar) fehlt. Menschen wirken zu seriös, zu ernst und meist auch unsympathisch, wenn mit ihnen nicht gespaßt oder gelacht werden kann. Andererseits erscheinen auch Situationen befremdlich in denen Menschen einen Witz nacheinander erzählen, aber nur wenige Anwesende wirklich mitlachen möchten oder können. Insgesamt wirken Menschen mit Humor sozial attraktiver als jene ohne einen erkennbaren Sinn für Humor. Doch was steckt hinter Zustimmung zu Humor der einen und Ablehnung von Humor der anderen Art?

Hinter dem alltäglichen Humor versteckt sich offenbar ein kompliziertes Gebilde, das erst deutlich wird, wenn eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Phänomen und seinen Begleiterscheinungen gewagt wird. Bisher haben sich überwiegend Philosophen, Psychologen sowie Kommunikations-, Sprach- und Literaturwissenschaftler an diese Thematik gewagt. Dennoch zeigt sich gerade bei näherer Betrachtung der philosophischen und psychologischen Ausführungen über Humor und Komik eine Vielzahl soziologisch relevanter Aspekte. Treffender wäre es, bei manchen Werken sogar davon zu sprechen, dass es sich um soziologische Analysen und Interpretationen handelt, die irrtümlich dem Bereich der Psychologie oder Philosophie zugeordnet wurden. Die Herausforderung ist es, diese versteckten soziologischen Elemente des Untersuchungsgegenstandes auch sozialwissenschaftlich greifbar zu machen.
Die vorliegende Arbeit versucht diesen gordischen Knoten zu lösen, indem sie den Humor als „Sammelbegriff eines Mixtum Compositum“ entzerrt. Es wird darum gehen, verschiedenste soziale Funktionen und Wirkungen sowie objektive Erscheinungsformen von Humor und Komik zu beschreiben, die Rückschlüsse auf milieutypische Unterschiede der Humorwahrnehmung erlauben. Diese theoretischen Annahmen gilt es im Anschluss auf erfolgreiche, pädagogische Strategien in Erziehung und Bildung zu übertragen.
Diese Arbeit kann und soll für die Nutzbarmachung humorvoller Potenziale in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen sensibilisieren und nicht zuletzt Möglichkeiten aufzeigen, den Belastungen des Berufsalltags bewusst positiv(er) zu begegnen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Humor der Klasse – Eine Einführung in die Soziologie des Humors für Lehrer

1.1 Einleitung

1.2 Aufbau und Fragestellungen der Arbeit

2 Humor als Untersuchungsgegenstand

2.1 Historische Perspektiven auf den Humor und das Lachen

2.1.1 Antike

2.1.2 Mittelalter

Erster Narrenspiegel: Karneval/ Fest der Narren, Narrenvereinigungen, Hofnarrentum

2.1.3 Moderne

2.2 Traditionelle Theorien des Humors

2.2.1 Überlegenheitstheorien

2.2.2 Entspannungstheorien

2.2.3 Inkongruenztheorien

2.3 Verwandte Begriffe und ihr Bezug zum Humor

2.3.1 Humor und Komik

2.3.2 Ausgewählte Formen der Komik

2.4 Lachen und Lächeln

2.4.1 Lachen

2.4.2 Lächeln

3 Konsequenzen für eine Soziologie des Humors

4 Ausgewählte Theorieelemente einer Soziologie des Humors

4.1 Theorie der Zivilisation

4.1.1 Wirkungen der Fremd- und Selbstzwänge auf Humor und Komik

4.1.2 Zivilisierter Humor und zivilisierte Komik

4.1.3 Sozialisation von zivilisierter Komik und zivilisiertem Humor

4.1.4 Sozialisationskontexte und ihre Auswirkungen auf die Zivilisierung von Humor und Komik

4.2 (Körper-)Disziplinierung und Macht

4.2.1 Humor und Komik als Elemente der Sub-Justiz

4.2.2 Humor und Komik als abweichendes Verhalten

4.2.3 Normierende Sanktionen und Humor und Komik

4.3 Theorie der Kunstwahrnehmung

4.3.1 Komikwahrnehmung als Kunstwahrnehmung

4.3.2 Sozialisation von Komikwahrnehmung als Kunstwahrnehmung

4.3.3 Sozialisationskontexte und ihre Auswirkung auf Komikrezeption und –produktion

Zweiter Narrenspiegel: Narrentum des 21. Jahrhunderts – Sinn und Stil der modernen Narretei in den Medien

5 Soziologische Perspektiven und ihre Konsequenzen für den Humor in der Schule

6 Humor und Komik in Schule und Unterricht

6.1 Schule – Ernst des Lebens?

6.2 Humor und Komik der Lehrenden und Lernenden

6.2.1 Bedeutung und Funktion des Humors für Lehrende

6.2.2 Humorentwicklung von Kindern und Jugendlichen

6.2.3 Herausforderung des Kinder- und Jugendhumors für Bildung und Erziehung

6.3 Pädagogischer Humor im Klassenzimmer

6.3.1 Pädagogischer Humor und Unterrichtsqualität

6.3.2 Pädagogischer Humor und Unterrichtsdisziplin

6.3.3 Humor als Unterrichtsgegenstand

6.4 Herausforderungen und Grenzen pädagogischen Humors

6.4.1 Herausforderungen pädagogischen Humors

6.4.2 Grenzen des pädagogischen Humors

Dritter Narrenspiegel: Klassenclown vs. Klassennarr

7 Humor im Klassenzimmer - Zwischenfazit

7.1 Pädagogischer Humor als erfolgreiches didaktisches Mittel

7.2 Negativer Humor als ungeeignetes Mittel in Bildung und Erziehung

8 Zusammenfassung und Ausblick

8.1 Zusammenfassung

8.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Humor als komplexes soziales Phänomen für den pädagogischen Kontext nutzbar zu machen, indem sie soziologische Erklärungsansätze für dessen Wirkung und Funktion in Schule und Unterricht systematisch aufbereitet und reflektiert.

  • Soziologische Verortung von Humor, Komik und Lachen
  • Analyse der Zivilisierungs- und Machtaspekte bei humorvoller Kommunikation
  • Untersuchung der Bedeutung von Humor für das schulische Miteinander
  • Ableitung pädagogischer Strategien zum konstruktiven Einsatz von Humor

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Antike

Der Humor der Antike ist zwangsläufig mit der Komödie verbunden. Die Form des erheiternden Dramas geht auf den Dionysoskultus zurück. Dionysos, der Gott der Fruchtbarkeit und der Ekstase, stand für einen Bruch mit sämtlichen Konventionen des Anstandes. Der Kult um ihn wurde in dionysischen Riten konserviert, aus denen auch die frühe Komödie ihre ersten Inspirationen erhielt. Im Laufe der Antike domestiziert, wurden der „Komödie die Reißzähne gezogen“ (Berger 1998: 20). Die Komödie gefährdete zunächst die öffentliche Ordnung, da sie sich auch anmaßte, Heiliges, Hässliches und Widersprüchliches in einem lächerlichen Licht darzustellen. Die subversive Macht des Komischen wurde gefürchtet, da sie in gewisser Weise fähig war, die bestehende Gesellschaftsform zu kritisieren (vgl. Müller-Kampel 2012: 7; Räwel 2005: 206).

„Sie musste unter Kontrolle gebracht und in eine Art Freigehege gesperrt werden. Man könnte sagen, dass die Komödie auf dem Theater schon eine solche Eingrenzung des komischen Erlebens ist, eine Ritualisierung in gesellschaftlich akzeptablen Formen innerhalb der Grenzen der Bühne. Die Zuschauer lachen, und das mag sie davon abhalten, im Bezirk der Religion und des Staates (und über diese) zu lachen“ (Berger 1998: 20f.).

Innerhalb der differenzierten Gesellschaftsform zur Zeit der Antike wurde jegliche Art abweichenden Verhaltens kritisiert, zu dem auch das Lachen zählte. Die Darstellung von abweichendem Verhalten in Form der Komödie und das dadurch ausgelöste Lachen waren deshalb stark negativ konnotiert: Lachen, Humor und Moral waren eng miteinander verknüpft. Lachen wurde als ein Spiel mit Überlegenheit interpretiert und dementsprechend als moralisch verwerflich beurteilt (vgl. Räwel 2005: 204). Die Komik bestand in der Herabsetzung und Demütigung jener, die nicht normkonform galten und in der Sprache von Aristoteles und Platon das Hässliche repräsentierten. Die Interpretationen der griechischen Philosophen finden sich zu einem späteren Zeitpunkt dieser Arbeit als Überlegenheitstheorien des Humors wieder. Neben der Instrumentalisierung in Bezug auf die Moral hat es jedoch auch zur Zeit der Antike schon spielerische Formen des Humors gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Humor der Klasse – Eine Einführung in die Soziologie des Humors für Lehrer: Einführung in die soziale Relevanz von Humor und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2 Humor als Untersuchungsgegenstand: Historischer Überblick über die Entwicklung von Humor und Komik sowie Darstellung der klassischen Humortheorien.

3 Konsequenzen für eine Soziologie des Humors: Zusammenfassende Betrachtung der Humorkonzepte als Vorbereitung für den soziologischen Transfer.

4 Ausgewählte Theorieelemente einer Soziologie des Humors: Theoretische Fundierung durch Elias' Zivilisationstheorie, Foucaults Machtanalyse und Bourdieus Kunsttheorie.

5 Soziologische Perspektiven und ihre Konsequenzen für den Humor in der Schule: Verbindung der theoretischen Ansätze mit dem schulischen Umfeld.

6 Humor und Komik in Schule und Unterricht: Detaillierte pädagogische Analyse der Anwendung und Funktion von Humor im schulischen Alltag.

7 Humor im Klassenzimmer - Zwischenfazit: Reflektion über den didaktischen Nutzen und die Grenzen von pädagogischem Humor.

8 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der theoretischen Ergebnisse und Diskussion zukünftiger Forschungsfragen im Bereich Humor und Bildung.

Schlüsselwörter

Humor, Komik, Soziologie, Lachen, Schule, Unterricht, Pädagogik, Zivilisation, Macht, Sozialisation, Narrentum, Interaktion, Kommunikation, Kunstwahrnehmung, Unterrichtsqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das soziale Phänomen Humor aus einer soziologischen Perspektive, um dessen Funktionen und Auswirkungen auf die gesellschaftliche Interaktion und speziell den pädagogischen Schulalltag zu ergründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themenfelder umfassen die historische Entwicklung des Humors, klassische und moderne Humortheorien sowie die soziologische Analyse von Humor als Element von Macht, Disziplin und Sozialisation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Humor als „Mixtum Compositum“ soziologisch greifbar zu machen und zu klären, wie dieses Potenzial konstruktiv in Bildung und Erziehung eingesetzt werden kann, ohne dabei die professionellen Rollengrenzen in der Schule zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der primär soziologische Theorieelemente (insb. Norbert Elias, Michel Foucault und Pierre Bourdieu) auf das Phänomen Humor überträgt und durch pädagogische Erkenntnisse sowie kulturwissenschaftliche Vergleiche stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung soziologischer Begriffe des Humors und deren Transfer in den schulischen Bereich, wobei insbesondere der „pädagogische Humor“ als Mittel zur Unterrichtsgestaltung und Stressbewältigung analysiert wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Humor, Soziologie, Sozialisation, Zivilisierung, Schule, Pädagogik, Macht/Disziplin und Kunstwahrnehmung.

Wie unterscheidet die Arbeit den „Klassenclown“ vom „Klassennarren“?

Während der „Klassenclown“ oft als Störenfried mit ichbezogenem Verhalten stigmatisiert wird, zeichnet sich der vom Autor favorisierte „Klassennarr“ durch sozialbezogenen Humor aus, der die Gruppendynamik bereichert und aktiv zur Unterrichtsatmosphäre beiträgt.

Warum ist das Internet für die moderne Humor-Analyse so relevant?

Das Internet fungiert als neuer Raum für komische Produktionen, die oft gesellschaftliche Tabus oder Katastrophen thematisieren, und verdeutlicht die Verlagerung des Humors aus dem öffentlichen in den privaten Bereich sowie dessen globale Verbreitung.

Ende der Leseprobe aus 101 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Humor der Klasse
Untertitel
Eine Einführung in die Soziologie des Humors für Lehrer
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,0
Autor
Katharina Piepenbrink (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
101
Katalognummer
V231575
ISBN (eBook)
9783656472865
ISBN (Buch)
9783656472902
Sprache
Deutsch
Schlagworte
humor klasse eine einführung soziologie humors lehrer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Piepenbrink (Autor:in), 2013, Humor der Klasse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231575
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Leseprobe aus  101  Seiten
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