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Eine moderne Partei entsteht: Die Piratenpartei im Kontext gesellschaftspolitischer Modernisierungen

Titel: Eine moderne Partei entsteht: Die Piratenpartei im Kontext gesellschaftspolitischer Modernisierungen

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2013 , 29 Seiten

Autor:in: M.A. Sebastian Krätzig (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entwicklung der Piratenpartei in den vergangenen Jahren war durchaus von Überraschungen geprägt und hat dadurch das deutsche Parteienspektrum aufgemischt. Dies war zuletzt nur dem Zusammenschluss der WASG und der PDS zur Partei Die Linke in den Jahren 2005 bis 2007 zeitweilig gelungen. Ansonsten verlief alles in etablierten Bahnen. Dies sagt noch nichts aus über die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung. Aber der Weg der Piratenpartei zeigt, dass ihre Akteure doch ein Stück weit anders sind als die anderen Spieler im politischen Spielfeld.
Schon die Entstehung der Piratenpartei wird als durchaus unwahrscheinlicher Vorgang interpretiert, da die Organisationsform ‚Partei‘ als klassische Mitgliederorganisation gar nicht mehr als modern gilt. Es gilt also zu klären: Wer sind die treibenden Kräfte dieser jungen Partei und welche Wählergruppen werden von ihnen angesprochen? Welchen Einfluss haben Inhalte, welchen der politische Stil?
Folgende Hypothese steht dabei im Vordergrund: Die Piratenpartei ist aus zweierlei Gründen erfolgreich – sie fußt auf einer neuen, milieuübergreifenden Konfliktlinie und hat damit gewissermaßen ihre sozialstrukturellen Grenzen erweitert.
Wie ich darlegen werde, handelte es sich bei der Piratenpartei in ihren Anfangsjahren im Kern um eine Milieupartei, was ihre Wahlerfolge stark beschränkte. Nun ist sie eher zu einer Art moderner Bewegungspartei geworden. Das etablierte politische Feld fühlt sich herausgefordert und bekämpft die Piraten, was ihnen mittlerweile deutlich zugesetzt hat. Beispielhaft wird ihre Beziehung zur SPD analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Die Piraten sind irgendwie anders…

2 Weiterentwicklung einer Milieupartei: Die neue Heterogenität der Aktivisten

3 Die Wähler: Verhältnis zu den Aktivisten und Milieuvielfalt

4 Neue gesellschaftspolitische Konfliktlinie und ihre Mobilisierung

5 Die Auswirkungen des Erfolgs auf das etablierte politische Feld und die Krise der politischen Repräsentation

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Piratenpartei von einer anfänglichen Milieupartei zu einer Partei der digitalen Bewegung und analysiert, wie diese Transformation und der zugrunde liegende Politikstil zur Mobilisierung heterogener Wählerpotenziale beigetragen haben.

  • Politisch-soziologische Analyse der Aktivisten- und Wählergruppen
  • Die Rolle neuer gesellschaftspolitischer Konfliktlinien im Internetzeitalter
  • Wechselwirkungen zwischen digitalem Politikstil und Offline-Aktivitäten
  • Auswirkungen des Parteierfolgs auf die etablierte Parteiendemokratie
  • Die Krise der politischen Repräsentation und das Potenzial zur Mobilisierung enttäuschter Wähler

Auszug aus dem Buch

Die Piraten sind irgendwie anders…

Die Entwicklung der Piratenpartei in den vergangenen Jahren war durchaus von Überraschungen geprägt und hat dadurch das deutsche Parteienspektrum aufgemischt. Dies war zuletzt nur dem Zusammenschluss der WASG und der PDS zur Partei Die Linke in den Jahren 2005 bis 2007 zeitweilig gelungen. Ansonsten verlief alles in etablierten Bahnen. Dies sagt noch nichts aus über die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung. Aber der Weg der Piratenpartei zeigt, dass ihre Akteure doch ein Stück weit anders sind als die anderen Spieler im politischen Spielfeld.

Der Politikwissenschaft kommt die Aufgabe zu, diese Entwicklung zu deuten. Schon die Entstehung der Piratenpartei wird als durchaus unwahrscheinlicher Vorgang interpretiert, da die Organisationsform ‚Partei‘ als klassische Mitgliederorganisation gar nicht mehr als modern gilt (vgl. Bieber 2012a: 29). Bei der jungen, technikaffinen Klientel dominieren schließlich sonst eher spontane und niedrigschwellige, digitale Aktionsformen. Es müssen besondere gesellschaftliche Bedingungen herrschen, damit dieses Phänomen entstehen konnte. Diese Bedingungen lassen sich an den beteiligten Akteuren festmachen, also an den Aktivisten der Piratenpartei und ihren Wählern. Wer sind die treibenden Kräfte dieser jungen Partei und welche Wählergruppen werden von ihnen angesprochen? Welchen Einfluss haben Inhalte, welchen der politische Stil?

Bei sorgfältiger Betrachtung erscheinen das politisch-soziologische Innenleben der Piratenpartei und ihre damit einhergehenden Interdependenzen mit verschiedenen Wählergruppen komplex. Leider bietet der bisherige, aufgrund der Neuigkeit des Phänomens übersichtliche Forschungsstand keine ausreichende Grundlage, um empirisch valide Aussagen über Mitgliedschaft und Wählergruppen zu treffen. Dieser Artikel soll die Vorarbeit für eine solche empirische Forschung leisten. Folgende Hypothese steht dabei im Vordergrund: Die Piratenpartei ist aus zweierlei Gründen erfolgreich – sie fußt auf einer neuen, milieuübergreifenden Konfliktlinie und mobilisiert zudem vom etablierten Politikstil verdrossene Wählerpotentiale.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Piraten sind irgendwie anders…: Das Kapitel führt in die Ausgangslage der Piratenpartei ein und formuliert die Hypothese, dass ihr Erfolg auf einer neuen Konfliktlinie und der Mobilisierung enttäuschter Wählerpotenziale beruht.

2 Weiterentwicklung einer Milieupartei: Die neue Heterogenität der Aktivisten: Hier wird die interne Struktur der Piratenpartei analysiert, indem vier Idealtypen von Aktivisten entwickelt werden, um die zunehmende Heterogenität der Partei seit 2010 aufzuzeigen.

3 Die Wähler: Verhältnis zu den Aktivisten und Milieuvielfalt: Dieses Kapitel untersucht die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Aktivistengruppen und den verschiedenen Wählersegmenten, um die Wahlerfolge jenseits des reinen "Internet-Milieus" zu erklären.

4 Neue gesellschaftspolitische Konfliktlinie und ihre Mobilisierung: Die Untersuchung konzentriert sich auf die theoretische Einordnung einer "digitalen Konfliktlinie" und analysiert, wie der Politikstil der Piraten zur Mobilisierung sozial vielfältiger Wähler beiträgt.

5 Die Auswirkungen des Erfolgs auf das etablierte politische Feld und die Krise der politischen Repräsentation: Das Kapitel diskutiert das Spannungsfeld zwischen den Piraten und den etablierten Akteuren sowie die Konsequenzen für die Parteiendemokratie und die Repräsentationskrise.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der drei zentralen Hypothesen und reflektiert die Herausforderungen für die Piratenpartei und die etablierten Volksparteien.

Schlüsselwörter

Piratenpartei, politische Repräsentation, digitale Bewegung, Milieupartei, gesellschaftspolitische Konfliktlinie, Wählermobilisierung, Internetkultur, Politikstil, Partizipation, soziale Milieus, Parteiendemokratie, digitale Solidarität, politisches Feld, Wahlverhalten, Protestwähler.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entstehung, Entwicklung und den Erfolg der Piratenpartei in Deutschland unter Berücksichtigung politisch-soziologischer Aspekte wie Parteienstruktur, Wählerverhalten und gesellschaftlicher Modernisierungsprozesse.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Publikation?

Zu den Kernbereichen gehören die interne Heterogenität der Aktivisten, die Ausdifferenzierung der Wählerpotenziale, die Bedeutung digitaler Kommunikationsformen sowie das Verhältnis der Piraten zu etablierten politischen Institutionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für den Erfolg der Piratenpartei in den Jahren 2011 und 2012 zu erklären, indem eine neue, milieuübergreifende Konfliktlinie und die Mobilisierung vom etablierten Politikstil verdrossener Wähler als treibende Faktoren untersucht werden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt einen politisch-soziologischen Ansatz, der durch die Entwicklung von Idealtypen von Aktivisten, die Auswertung von Wahlanalysen und die Anwendung von Milieutheorien nach Bourdieu und Vester ein hypothesenbildendes, heuristisches Vorgehen verfolgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Aktivisten-Typologien, die Untersuchung der Wähler-Aktivisten-Interdependenz, die theoretische Definition einer digitalen Konfliktlinie und die kritische Diskussion über die Auswirkungen des Piraten-Erfolgs auf das Parteiensystem.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie "digitale Konfliktlinie", "Milieupartei", "politische Repräsentation", "Mobilisierung" und "soziale Milieus" geprägt.

Warum lehnt der Autor die einfache Bezeichnung der Piratenpartei als "Internet-Milieu" ab?

Der Autor argumentiert, dass die Wählerschaft und die Aktivisten der Piraten mittlerweile eine so hohe soziale und lebensweltliche Heterogenität aufweisen, dass die Reduktion auf ein einziges, homogenes "Internet-Milieu" den komplexen Realitäten der Wahlergebnisse nicht gerecht wird.

Wie bewertet der Autor die Herausforderungen für die etablierten Parteien, insbesondere die SPD?

Der Autor sieht die etablierten Parteien in einer Repräsentationskrise. Er konstatiert, dass diese Schwierigkeiten haben, die modernisierten Weltanschauungen und den Wunsch nach authentischer Partizipation zu bedienen, was viele Wähler dauerhaft zur Abwanderung bewegen könnte, sofern keine strukturellen Veränderungen erfolgen.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine moderne Partei entsteht: Die Piratenpartei im Kontext gesellschaftspolitischer Modernisierungen
Autor
M.A. Sebastian Krätzig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V231445
ISBN (eBook)
9783656478607
ISBN (Buch)
9783656479260
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Piratenpartei Milieus Konfliktlinien Politische Repräsentation SPD Internet Internet und Politik Internet und Gesellschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Sebastian Krätzig (Autor:in), 2013, Eine moderne Partei entsteht: Die Piratenpartei im Kontext gesellschaftspolitischer Modernisierungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231445
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Leseprobe aus  29  Seiten
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