Die Studie beschäftigt sich im ersten Teil mit dem Geschlecht der Schaunberger. Der zweite Teil stellt berühmte Frauen des Mittelalters vor, die in dieses Geschlecht eingeheiratet hatten, während der dritte Teil bemerkenswerte Frauen vorstellt, die alle vom Geschlecht der Schaunberger abstammen. Der Bogen reicht von Barbara von Cilli über Kaiserin Maria Theresia und Zarin Katharina II. bis zu Regentinnen der Gegenwart.
Inhaltsverzeichnis
1. Eine Dynastie entsteht
2. Die Schaunberger
3. „Hie Graf Schaunberg, nimmermehr Graf Schaunberg“
4. Adelige Mädchen im Mittelalter
5. Heilwig von Plain und ihre Vorfahren
6. Anna von Truhendingen, die Blüte des Geschlechts
7. Barbara von Cilli
8. Auf dem Weg zur Habsburger Doppelmonarchie
9. Dänemark und die Stuarts
10. Schaunberger Nachfahrinnen bis zur Gegenwart
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung der Schaunberger Dynastie mit einem speziellen Fokus auf die Rolle der Frauen. Ziel ist es, die Genealogie des ausgestorbenen Geschlechts zu klären, die einheiratenden Frauen sowie bedeutende Frauengestalten unter den Nachfahren zu identifizieren und deren Einfluss auf den europäischen Hochadel durch die Weitergabe des „Schaunberger-Gens“ aufzuzeigen.
- Genealogische Aufarbeitung der Herkunft und Entwicklung der Schaunberger
- Analyse der Rolle adliger Frauen und berühmter Vorfahrinnen
- Untersuchung der dynastischen Verflechtungen mit großen europäischen Herrscherhäusern
- Nachweis der genetischen und dynastischen Präsenz in gegenwärtigen Dynastien
- Erörterung von Frauenbiographien im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Adel
Auszug aus dem Buch
Raffolt, ein Stammvater?
Der Peuerbacher Dechant Joseph Weißbacher1 nannte als Stammvater der Julbacher einen Raffolt de Jugilbahe, der angeblich 1078 in einer Ranshofener Urkunde Erwähnung fand. Er war nicht der erste, der diese Theorie vertrat, denn bereits im 16. Jahrhundert tat dies auch der humanistische Gelehrte Wolfgang Lazius2. Wigeleus Hund wies aber schon 1598 darauf hin, dass Lazius dafür keinerlei Quellen anführte3. Auch Stülz verwarf diesen Ansatz, während er in den geschichtlichen Heimatbüchern aber weiter vertreten wurde4. In den Ranshofer Urkunden taucht nie ein Raffolt von Julbach auf, wohl andere Raffolde, die aber nicht die Vorfahren der Julbacher waren. Zum Beweis dafür muss natürlich die Herkunft dieser Raffolde untersucht werden. Dazu dienen in erster Linie die Traditionen und Privilegien der Klöster Ranshofen und Raitenhaslach.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Eine Dynastie entsteht: Das Kapitel analysiert die Ursprünge der Schaunberger und widerlegt gängige Mythen über den Stammvater Raffolt durch eine fundierte Untersuchung historischer Urkunden und Ministerialen.
2. Die Schaunberger: Hier wird die Geschichte des Geschlechts vor und nach der Aufspaltung in die ältere und jüngere Linie sowie der Verlust von Julbach behandelt.
3. „Hie Graf Schaunberg, nimmermehr Graf Schaunberg“: Das Kapitel widmet sich dem Aussterben des Hauses Schaunberg und gibt einen Ausblick auf die nachfolgenden Starhembergs.
4. Adelige Mädchen im Mittelalter: Eine allgemeine historische Betrachtung der Lebensumstände, Heiratsregeln und Schicksale adeliger Mädchen in jener Epoche.
5. Heilwig von Plain und ihre Vorfahren: Die Untersuchung konzentriert sich auf die Vorfahrenlinie der Heilwig von Plain und deren Bedeutung für die territoriale Ausdehnung.
6. Anna von Truhendingen, die Blüte des Geschlechts: Anna wird als zentrale Figur analysiert, die durch ihre Herkunft und Verbindung die genealogische Bedeutung des Hauses festigte.
7. Barbara von Cilli: Eine detaillierte Darstellung des Lebens von Barbara, ihrer Rolle als ungarische Königin und den tragischen Verwicklungen um die Erbfolge.
8. Auf dem Weg zur Habsburger Doppelmonarchie: Dieses Kapitel erläutert die politische Entwicklung und die dynastischen Verbindungen auf dem Weg in die Ära der Habsburger.
9. Dänemark und die Stuarts: Die Arbeit beleuchtet hier die verwandtschaftlichen Brücken nach Skandinavien und zum englischen Königshaus.
10. Schaunberger Nachfahrinnen bis zur Gegenwart: Der abschließende Teil verfolgt die Spuren der Schaunberger Gene bis in heutige europäische Herrscherfamilien.
Schlüsselwörter
Schaunberger, Julbach, Genealogie, Adel, Mittelalter, Dynastie, Formbacher, Habsburger, Frauengestalten, Ahnenverlust, Heiratsallianzen, Urkundenanalyse, europäischer Hochadel, Stammtafeln
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Aufarbeitung der Geschichte und Genealogie des ausgestorbenen Adelsgeschlechts der Schaunberger, mit speziellem Fokus auf die Rolle der Frauen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen historische Genealogie, die Analyse von Adelsfrauen, dynastische Verflechtungen und die Verbreitung genealogischer Linien bis in die Gegenwart.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Abstammung der Schaunberger zu klären und aufzuzeigen, wie ihre Gene durch weibliche Nachkommen in bedeutende europäische Fürstenhäuser einflossen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgreifende Auswertung historischer Quellen, insbesondere Urkunden aus Klöstern (Regesten), sowie den Vergleich existierender Stammtafeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Darstellung der Dynastie von den Anfängen in Julbach über die verschiedenen Linien und wichtige Persönlichkeiten bis zur Gegenwart.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Schaunberger, Genealogie, Mittelalter, Dynastie, Ahnenverlust und Heiratspolitik.
Welche Bedeutung kommt dem „Schaunberger-Gen“ zu?
Es ist ein Begriff der Autorin für die dynastische und genetische Kontinuität, die sich trotz des Aussterbens des Familiennamens in zahlreichen europäischen Herrscherhäusern nachweisen lässt.
Warum ist die Identität von Anna von Truhendingen so wichtig?
Sie gilt als eine der bedeutendsten Schlüsselfiguren, über die die dynastische Blüte und die Verbindung in weitere hochrangige Familienzweige verlief.
Wie wird das Aussterben der Dynastie erklärt?
Die Arbeit analysiert sowohl biologische Faktoren (Kinderlosigkeit) als auch die Auswirkungen der Zeitgeschichte, wie etwa den Spanischen Erbfolgekrieg und politische Umbrüche.
- Arbeit zitieren
- Monika Gampenrieder (Autor:in), 2013, Die Schaunberger und ihre Nachfahrinnen in den europäischen Dynastien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231433