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Der versteckte Antisemitismus

Der Publizist Henryk M. Broder über Juden, Israel, Palästinenser und die politische Linke in Deutschland

Title: Der versteckte Antisemitismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: M.A. Markus Kothe (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions

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Summary Excerpt Details

Henryk Modest Broder hat es gelernt, Polemik gezielt einzusetzen. Seine Texte haben als markantes Merkmal eine nur selten vorzufindende sophistische Eleganz, eine Eleganz, mit der er Freund wie „Gegner“ gleichermaßen beeindruckt. Broder ist ein Provokateur, er scheut keine Schelte, seine Darstellungen glänzen durch Unausgewogenheit, sind seine subjektive Sicht auf die Dinge. Brigitte Erler charakterisiert ihn als jemanden, der jeden verteufele, der sich nicht der israelischen Mehrheitsmeinung anschließe. Alice Schwarzer nennt Broder einen unverbesserlichen Chauvinisten mit typisch deutschem Verhalten: rigides Schwarzweiß-Denken und ein borniertes Freund-Feind-Muster. Rudolf Augstein äußert sich nicht mehr, zwischen ihm und Broder herrsche Waffenstillstand.

Broder ist aber nicht nur Provokateur, sondern auch Entlarver. Erst durch die Erwähnung in Broderschen Artikeln erfährt so mancher Zeitgenosse, daß er überhaupt ein Antisemit ist. Immer wieder entdeckt Broder in den Deutschen Medien „den deutschen Oberlehrer“, frei nach dem Motto: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“ Und doch, bei aller Brisanz seiner Themen, gibt es noch einen anderen Broder: den Ironiker. Broder kann nicht immer ernst bleiben, besonders bei Interviews.

In vorliegender Untersuchung werden zwei seiner Texte sowie ein Interview mit ihm, alle mit Hintergrund Nahost-Konflikt, besprochen. In „Ihr bleibt die Kinder Eurer Eltern“ und „Für Juden gibt es hier keine Normalität“ erklärt Broder, wieso er im Jahre 1981 nach Israel emigrierte, wie er aufwuchs und welche Rolle es in seinem Leben spielte, Eltern zu haben, die Überlebende des Holocaust sind. Er rechnet in diesen beiden Artikeln mit der politischen Linken und der Friedensbewegung in Deutschland ab, weist immer wieder darauf hin, er wolle keine Stellvertreterkriege mehr führen, nicht mehr der Vorzeige-Jude sein. Er könne es nicht verstehen, wie Auschwitz in Deutschland allmählich vergessen wird und die Friedensbewegung im Nahost-Konflikt gegen Israel mobil mache. Seine Anklage: „Nur wie sich Juden in der Nach-Auschwitz-Landschaft angesichts des linken antizionistischen Gebrülls fühlen – diese Frage ist ihnen noch nie in den Sinn gekommen.“ Anhand der „Solidarität“ mit den Palästinensern seitens der Friedensbewegung und der politischen Linken entlarvt er ihre antizionistische und damit antisemitische Grundhaltung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die publizistische Auseinandersetzung des Journalisten Henryk M. Broder mit dem Nahost-Konflikt, insbesondere seine Kritik an der deutschen politischen Linken und der Friedensbewegung. Ziel ist es, Broders Kernthesen zu Antisemitismus, Antizionismus und der deutschen Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit vor dem Hintergrund seiner subjektiven Perspektive zu analysieren.

  • Analyse der publizistischen Positionen von Henryk M. Broder.
  • Untersuchung des Verhältnisses zwischen Antisemitismus und Antizionismus in Deutschland.
  • Kritische Reflexion der Rolle der deutschen politischen Linken und Friedensbewegung.
  • Betrachtung der psychologischen Mechanismen bei der Bewältigung der deutschen Vergangenheit.
  • Erörterung der Dynamik des Nahost-Konflikts als Identitäts- und Legitimationsfaktor.

Auszug aus dem Buch

Einleitung

Henryk Modest Broder, 1946 in Katowice als Sohn jüdischer Eltern geboren und 1958 in die Bundesrepublik Deutschland übergesiedelt, hat es gelernt, Polemik gezielt einzusetzen. Seine Texte haben als markantes Merkmal eine nur selten vorzufindende sophistische Eleganz, eine Eleganz, mit der er Freund wie „Gegner“ gleichermaßen beeindruckt. Broder ist ein Provokateur, er scheut keine Schelte, seine Darstellungen glänzen durch Unausgewogenheit, sind seine subjektive Sicht auf die Dinge. Ströbele vergleicht ihn gar mit dem US-Senator McCarthy und dessen Kommunistenhetze, bei Broder freilich wäre dies eine Antizionistenhetze.

Broder ist aber nicht nur Provokateur, sondern auch Entlarver. Erst durch die Erwähnung in Broderschen Artikeln erfährt so mancher Zeitgenosse, daß er überhaupt ein Antisemit ist. Immer wieder entdeckt Broder in den Deutschen Medien „den deutschen Oberlehrer“, frei nach dem Motto: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“ Und doch, bei aller Brisanz seiner Themen, gibt es noch einen anderen Broder: den Ironiker.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Person Henryk M. Broder ein, charakterisiert seinen publizistischen Stil als provokant und ironisch und umreißt die zentrale Fragestellung der Untersuchung, die sich auf seine Kritik an der deutschen Linken und der Friedensbewegung im Kontext des Nahost-Konflikts konzentriert.

Schlüsselwörter

Henryk M. Broder, Antisemitismus, Antizionismus, Nahost-Konflikt, politische Linke, Friedensbewegung, Israel, Holocaust, deutsche Vergangenheit, Publizistik, Palästinenser, Schuldabwehr, Sündenbock, Provokation, politische Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die publizistischen Beiträge des Journalisten Henryk M. Broder zum Nahost-Konflikt und dessen harte Kritik an der Haltung der deutschen Linken und Friedensbewegung zu diesem Thema.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von Antisemitismus und Antizionismus, der deutschen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit sowie der Rolle Israels im medialen und politischen Diskurs in Deutschland.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Herausarbeitung der Kernthesen Broders und die kritische Beleuchtung seiner Vorwürfe gegenüber deutschen Akteuren, die er einer Instrumentalisierung der Vergangenheit und einer antisemitischen Grundhaltung bezichtigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienanalytische Untersuchung, die auf der Auswertung spezifischer Artikel und Interviews von Henryk M. Broder sowie begleitender Reaktionen und Debatten in der deutschen Medienlandschaft basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von Broders Texten, der Untersuchung der Morphologie des Nahost-Konflikts, der Rolle der deutschen Friedensbewegung und den Vorwürfen des "versteckten Antisemitismus" unter dem Deckmantel des Antizionismus.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Antisemitismus, Antizionismus, politische Linke, Nahost-Konflikt, Schuldabwicklung und historische Identität sind essenziell für das Verständnis der Argumentation.

Wie bewertet Broder die Rolle der deutschen Linken im Nahost-Konflikt?

Broder wirft der Linken vor, sie nutze den Nahost-Konflikt, um eine misslungene Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit der Eltern auf Israel und die Juden zu projizieren, womit sie Israel zum "Sündenbock" mache.

Wie begründet die Arbeit den Vorwurf des "versteckten Antisemitismus"?

Die Arbeit erläutert Broders These, dass traditioneller Antisemitismus heute oft hinter einer scheinbar legitimen Israel-Kritik (Antizionismus) verborgen wird, wobei dieselbe Logik und dasselbe Vokabular wie beim klassischen Antisemitismus verwendet würden.

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Details

Title
Der versteckte Antisemitismus
Subtitle
Der Publizist Henryk M. Broder über Juden, Israel, Palästinenser und die politische Linke in Deutschland
College
University of Göttingen  (Zentrum für interdisziplinäre Medienwissenschaft)
Course
Politisch-publizistisches Porträt: Henryk M. Broder
Grade
2,0
Author
M.A. Markus Kothe (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V231121
ISBN (eBook)
9783656475514
ISBN (Book)
9783656476252
Language
German
Tags
Broder Henryk Modest Broder Publizistik Antisemitismus Israel Juden Judentum Spiegel Linke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Markus Kothe (Author), 2002, Der versteckte Antisemitismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231121
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