Unternehmen entdecken mehr und mehr die Möglichkeiten der Social Media für Werbung und Marketing. In Ergänzung zum klassischen Marketing haben die meisten großen Unternehmen bereits eigene Seiten bei Facebook, zeigen Werbefilme bei Youtube, bloggen und twittern. „Social Media Marketing umfasst die zielgerichtete, marktorientierte Nutzung sozialer Medien“ (Rauschnabel) und ist für die meisten großen Wirtschaftsunternehmen zur Normalität geworden.
Aber Altenpflege und Social Media Marketing?
Social Media ist weder Trend noch Hype, sondern bereits fester Bestandteil des Marketings. Es bietet Unternehmen unabhängig von Größe und Branche mehr als nur die Möglichkeit, bekannt zu werden. Mit Social Media Marketing sollen Marketingziele realisiert werden wie z. B.: die Steigerung der Bekanntheit, Verbesserung des Images oder die Akquise neuer und das Halten bestehender Kunden.
Viele Firmen sind bisher jedoch noch nicht aktiv im Bereich Social Media. Auch in der stationären Altenpflege kommt dieser Trend erst langsam an. Fehlende Sachkenntnis über die Potenziale und die Sorge, um einen Imageschaden durch öffentliche Kritik, könnten mögliche Gründe dafür sein. Kunden fordern immer mehr eine individuelle, schnelle, interaktive und an ihren Bedürfnissen ausgerichtete Kommunikationsmöglichkeit. Wenn Pflegeeinrichtungen diese Entwicklung nicht berücksichtigen, werden sie vermutlich an Konkurrenzfähigkeit verlieren, denn Ignoranz ist keine Lösung.
Zur sprachlichen Vereinfachung und damit zur verbesserten Lesbarkeit wird im Text lediglich eine Geschlechtsform verwendet. Das jeweils andere Geschlecht ist ausdrücklich mit gemeint.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
1.3 Stand der Forschung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Social Media
2.2 Facebook
2.2.1 Nutzerdaten zu Facebook
2.2.2 Facebook-Seiten als Marketinginstrument
2.3 Marketing in der Altenpflege
2.3.1 Vom klassischen Marketing zum Social Media Marketing
3 Methodik und Design
3.1 Inhaltsanalyse
3.2 Grundgesamtheit und Stichprobe
3.3 Analyseeinheiten
3.4 Kategorienschema
3.5 Codierung
3.6 Datenerhebung
3.7 Datenauswertung
4 Ergebnisse und Interpretation
4.1 Bestandsanalyse
4.2 Populärste Facebook-Seiten
4.3 Populäre Inhalte und Themen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht die aktuelle Nutzung von Facebook-Seiten als Marketinginstrument in der stationären Altenpflege. Ziel ist es, den Ist-Zustand zu analysieren, die populärsten Facebook-Seiten dieser Branche zu identifizieren und herauszuarbeiten, welche inhaltlichen Aspekte die Interaktion der Nutzer mit diesen Seiten positiv beeinflussen.
- Status quo des Social Media Marketings in der deutschen Altenpflege
- Methodische quantitative Inhaltsanalyse von Facebook-Präsenzen
- Identifikation von Erfolgsfaktoren für Nutzerinteraktionen
- Analyse der Wirksamkeit verschiedener Inhaltskategorien
Auszug aus dem Buch
1.1 Einleitung
Social Media – das neue Mitmach-Internet – hat das Medienverhalten der Bevölkerung nachhaltig beeinflusst und stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Die Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit auf den verschiedenen Plattformen der Social Media Anbieter wie beispielsweise Facebook, StudiVZ, Google+ oder You-Tube. Weltweit ist Facebook die meist besuchte Website im World Wide Web. In Deutschland liegt die Website im Moment auf Platz zwei direkt hinter Google (vgl. Alexa 2012a). Facebook ist somit das bedeutsamste und beliebteste soziale Netzwerk in der Bundesrepublik und verzeichnet im November 2012 ca. 25 Millionen aktive Nutzer in Deutschland (vgl. Allfacebook 2012), das heißt, fast jeder dritte Deutsche hat ein Profil auf Facebook.
Unternehmen entdecken mehr und mehr die Möglichkeiten der Social Media für Werbung und Marketing. In Ergänzung zum klassischen Marketing haben die meisten großen Unternehmen bereits eigene Seiten bei Facebook, zeigen Werbefilme bei Youtube, bloggen und twittern. „Social Media Marketing umfasst die zielgerichtete, marktorientierte Nutzung sozialer Medien“ (Rauschnabel et al 2012, S. 42) und ist für die meisten großen Wirtschaftsunternehmen zur Normalität geworden.
Aber Altenpflege und Social Media Marketing?
Social Media ist weder Trend noch Hype, sondern bereits fester Bestandteil des Marketings. Es bietet Unternehmen unabhängig von Größe und Branche mehr als nur die Möglichkeit, bekannt zu werden. Mit Social Media Marketing sollen Marketingziele realisiert werden wie z. B.: die Steigerung der Bekanntheit, Verbesserung des Images oder die Akquise neuer und das Halten bestehender Kunden (vgl. Bitkom 2012a).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Relevanz von Social Media für Unternehmen und leitet die spezielle Fragestellung für den Sektor der stationären Altenpflege ab.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Social Media und Facebook sowie die Spezifika des Marketings in der Altenpflege.
3 Methodik und Design: Hier wird das methodische Vorgehen der quantitativen Inhaltsanalyse, einschließlich Kategorienschema, Datenerhebung und Reliabilitätssicherung, dargelegt.
4 Ergebnisse und Interpretation: Das Kapitel präsentiert die Analyseergebnisse zur Bestandsaufnahme der Facebook-Seiten sowie eine Auswertung der populärsten Seiten und Inhalte.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einem Fazit zur aktuellen Marktsituation und gibt Empfehlungen sowie Anregungen für künftige Forschungsarbeiten.
Schlüsselwörter
Social Media, Facebook, Altenpflege, Marketing, stationäre Altenpflege, Inhaltsanalyse, Social Media Marketing, Kundenbindung, Unternehmenskommunikation, Nutzerinteraktion, Online-Marketing, Gefällt-mir-Angaben, Bestandsanalyse, Dienstleistungsmarketing, Digitalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Facebook-Seiten als Marketinginstrument innerhalb der stationären Altenpflegebranche in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind Social Media Marketing, die spezifischen Anforderungen an das Marketing in der Altenpflege sowie die Analyse von Nutzerinteraktionen auf sozialen Plattformen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die derzeitige Nutzung von Facebook in der stationären Altenpflege zu geben und herauszufinden, welche Inhalte eine aktive Auseinandersetzung der Nutzer fördern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Autorin verwendet eine quantitative Inhaltsanalyse, um Statusmeldungen auf Facebook-Seiten systematisch zu kategorisieren und ihre Interaktionswirkung zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und die Darstellung der erhobenen Ergebnisse sowie deren Interpretation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Social Media, Altenpflege, Marketing, Facebook, Inhaltsanalyse und Nutzerinteraktion.
Warum wurde für diese Untersuchung die quantitative Inhaltsanalyse gewählt?
Diese Methode ist aufgrund des Untersuchungsvorhabens besonders geeignet, da sie es ermöglicht, eine Vielzahl von Online-Daten systematisch zu erfassen und die Häufigkeit bestimmter Merkmale messbar zu machen.
Welche Erkenntnis lässt sich aus dem Vergleich der Facebook-Seiten ziehen?
Es zeigt sich ein sehr unterschiedlicher Reifegrad bei der Nutzung. Während die meisten Einrichtungen kaum aktiv sind, verdeutlicht das positive Beispiel „Unterm Regenbogen“, dass durch eine hohe Beitragsfrequenz und thematische Relevanz eine signifikante Nutzeraktivität erreicht werden kann.
- Quote paper
- Carina Memmert (Author), 2013, Facebook-Marketing von Altenpflegeeinrichtungen. Planung, Durchführung und Auswertung einer Inhaltsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/231003