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Die Schuldenbremse. Probleme und Umgehungsmöglichkeiten der deutschen Schuldenbegrenzungsregelung

Titel: Die Schuldenbremse. Probleme und Umgehungsmöglichkeiten der deutschen Schuldenbegrenzungsregelung

Ausarbeitung , 2013 , 16 Seiten

Autor:in: M. Karim (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die World Commission on Environment and Development, die sog. Brundtland-Kommission, definiert in ihrem 1987 veröffentlichten Bericht Our common Future eine dauerhafte und nachhaltige Entwicklung als „Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eignen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“
Vor diesem Hintergrund sind gegenwärtige Entscheidungen, Handlungen und Unterlassungen erst dann mit dem Nachhaltigkeitsgedanken vereinbar, wenn sie den Handlungsspielraum nachrückender Generationen bei der Befriedigung ihrer Bedürfnisse nicht einschränken. So liegt es in der Verantwortung einer generationengerechten und nachhaltigen Finanzpolitik zu gewährleisten, dass die gegenwärtige Generation nicht auf Kosten der folgenden Generationen lebt. Doch die tatsächliche Situation in Deutschland zeigt ein umgekehrtes Bild: Der Gesamtschuldenstand von Bund, Ländern und Gemeinden ist in den letzten Jahrzehnten, selbst in Zeiten steigender staatlicher Einnahmen, kontinuierlich angestiegen und liegt nach vorläufigen Berechnungen zu Beginn des Jahres 2013 bei ca. 2166 Milliarden Euro und entspricht damit einer Schuldenquote von 81,9 %. Die hieraus resultierenden Zinsausgaben der öffentlichen Haushalte belaufen sich im Haushaltsjahr 2012 auf rund 54,5 Milliarden Euro. Angesichts des hohen Schuldenstands führt die bisherige und jede weitere staatliche Kreditaufnahme zwangsläufig zu einer Verschiebung der finanziellen Belastung, die aus der Pflicht zur Zahlung von Zins, Zinseszinsen und nicht zu vergessen aus der Tilgung der Kredite resultiert, in die Zukunft und schränkt die ökonomische Leistungs- und Handlungsfähigkeit nachfolgender Generationen ein. Verschärfend kommt hinzu, dass die Finanzierungslast aufgrund der demographischen Entwicklung auf eine immer weiter schrumpfende und alternde Gesellschaft übertragen wird, die neben massiv steigenden Finanzierungskosten des sozialen Sicherungssystems, bei realistischer Betrachtung, auch mit einem rückläufigen Wirtschaftswachstum rechnen muss.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Schuldenbremse des Grundgesetzes

2.1. Schuldenregelung des Bundes

2.2. Schuldenregelung der Bundesländer

2.3. Der Stabilitätsrat

3. Probleme und Umgehungsmöglichkeiten

3.1. Finanzielle Transaktionen

3.2. Die Konjunkturkomponente

3.3. Öffentlich-Private Partnerschaft

3.4. Naturkatastrophen und außergewöhnliche Notsituationen

3.5. Das Frühwarnsystem

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Effektivität der deutschen Schuldenbremse als Instrument zur Begrenzung der staatlichen Neuverschuldung kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie den an sie gestellten Anforderungen an eine nachhaltige Finanzpolitik gerecht wird.

  • Rechtliche Grundlagen der Schuldenbremse für Bund und Länder
  • Rolle und Funktion des Stabilitätsrates bei der Haushaltsüberwachung
  • Analyse konzeptioneller Schwachstellen und Schlupflöcher
  • Bedeutung von Ausnahmeregelungen und Finanztransaktionen
  • Einfluss politischer Opportunität auf die Wirksamkeit der Schuldenbegrenzung

Auszug aus dem Buch

3.1. Finanzielle Transaktionen

Die neue Schuldenregelung schreibt für die Ermittlung der maximal zulässigen Nettokreditaufnahme die Bereinigung der Einnahmen und Ausgaben des Bundes um finanzielle Transaktionen vor. Als finanzielle Transaktionen werden Transaktionen bezeichnet, die öffentliche Einnahmen und Ausgaben generieren, die weder vermögenserhöhend noch vermögensmindernd sind und damit zu keiner Veränderung der Vermögensposition des Bundes führen. Beispielhaft sind hierfür u.a. der Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen wie auch die Vergabe und die Rückzahlung von Darlehen genannt.

Für den Erwerb und die Veräußerung von Beteiligungen bedeutet dies: Liegen die Ausgaben des Bundes für den Erwerb von Beteiligungen über den Einnahmen aus der Veräußerung von Beteiligungen, kann der Differenzbetrag uneingeschränkt über Kredite finanziert werden, da sich die maximal zulässige Nettokreditaufnahme des Bundes entsprechend des Differenzbetrages erhöht. Vor diesem Hintergrund ist es durchaus denkbar, dass der Bund eine Aktiengesellschaft mit 100% Anteilsbesitz gründet, die eine öffentliche Aufgabe wie z.B. die Instandhaltung von Bundesautobahnen und die gesamten damit verbundenen Aufwendungen übernimmt. Versiegt das verfügbare Kapital der AG infolge fehlender Erträge, erfolgt eine Kapitalerhöhung, d.h. die Zuführung von zusätzlichem Eigenkapital, durch Ausgabe neuer Aktien, die vom Bund erworben werden. Die Ausgaben für den Erwerb dieser Anteile können vollständig und wiederholt durch Kredite finanziert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel erläutert die Notwendigkeit einer generationengerechten Finanzpolitik angesichts steigender Staatsverschuldung und führt in die Reform der Neuverschuldungsregeln im Grundgesetz ein.

2. Die Schuldenbremse des Grundgesetzes: Es werden die neuen Verschuldungsregeln für Bund und Länder sowie die Einführung des Stabilitätsrates als Überwachungsgremium detailliert vorgestellt.

3. Probleme und Umgehungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel identifiziert diverse Schlupflöcher und kritische Anwendungsbereiche, die die Wirksamkeit der Schuldenbremse einschränken könnten.

4. Fazit: Das Fazit kommt zu dem Ergebnis, dass die Schuldenbremse in der Realpolitik aufgrund ihrer konzeptionellen Schwächen und politischer Anreize ihre Wirkung verfehlt.

Schlüsselwörter

Schuldenbremse, Neuverschuldung, Grundgesetz, Stabilitätsrat, Finanzverfassung, Haushaltsnotlage, Konjunkturkomponente, öffentliche Finanzen, generationengerechte Finanzpolitik, Staatsverschuldung, Budgetdisziplin, Kontrollkonto, ÖPP-Projekte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit der neuen, nach der Föderalismusreform II eingeführten deutschen Schuldenbremse zur Begrenzung der staatlichen Nettokreditaufnahme.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentrale Themen sind die rechtliche Ausgestaltung für Bund und Länder, die Funktion des Stabilitätsrates und die Identifikation von Schwachstellen, die eine Umgehung der Regeln ermöglichen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die aktuellen Verschuldungsregeln tatsächlich ein geeignetes und wirkungsvolles Instrument zur Begrenzung der Staatsverschuldung darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine finanzwissenschaftliche und rechtliche Analyse, die auf der Auswertung des geltenden Grundgesetzes, relevanter Gesetze und ökonomischer Literatur basiert.

Welche spezifischen Probleme werden im Hauptteil beleuchtet?

Der Hauptteil analysiert Probleme wie die Anrechenbarkeit finanzieller Transaktionen, die Komplexität der Konjunkturkomponente, Risiken durch ÖPP-Projekte sowie die Wirksamkeit des Frühwarnsystems.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Schuldenbremse, Neuverschuldung, strukturelles Defizit, Stabilitätsrat und haushaltspolitische Gestaltungsspielräume.

Warum gelten finanzielle Transaktionen als potenzielle Umgehungsmöglichkeit?

Da diese Transaktionen nicht das strukturelle Defizit belasten, können sie genutzt werden, um über Beteiligungserwerbe zusätzliche Kreditspielräume zu schaffen, die rechnerisch nicht auf die Schuldenbremse angerechnet werden.

Welchen entscheidenden Mangel sieht der Autor beim Stabilitätsrat?

Der Autor bemängelt primär das Fehlen durchgreifender Sanktionsmöglichkeiten sowie die Tatsache, dass die Besetzung des Gremiums mit politischen Akteuren zu Zielkonflikten führen kann.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Schuldenbremse. Probleme und Umgehungsmöglichkeiten der deutschen Schuldenbegrenzungsregelung
Hochschule
Universität Bielefeld
Autor
M. Karim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V230924
ISBN (eBook)
9783656473367
ISBN (Buch)
9783656473626
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schuldenbremse probleme umgehungsmöglichkeiten schuldenbegrenzungsregelung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M. Karim (Autor:in), 2013, Die Schuldenbremse. Probleme und Umgehungsmöglichkeiten der deutschen Schuldenbegrenzungsregelung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/230924
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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