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PAM als Instrument für die Erfassung Elterlicher Kompetenz

Konsequenzen für die Unterstützung von Eltern mit Lernschwierigkeiten

Titel: PAM als Instrument für die Erfassung Elterlicher Kompetenz

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Johannes Ilse (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Menschen mit Lernschwierigkeiten sind aufgrund intellektueller Beeinträchtigungen häufig von Bildungsarmut betroffen. Sie bilden daher eine Zielgruppe für soziale und entwicklungspädagogische Förderangebote, um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Noch vor 25 Jahren wurde der Kinderwunsch von Menschen mit Lernschwierigkeiten tabuisiert und per Gesetz eine generelle Fremdunterbringung angeordnet. Erst 1988 wurde diese Regelung abgeschafft. Seither wurden im Zuge der Inklusionsbewegung und mit der Ratifizierung der BRK einige Überlegungen angestellt, wie man diesen Familien professionelle Unterstützung gewähren kann. Die Hilfsangebote wachsen stetig. So verzeichnet das Modell Begleitete Elternschaft ehemals neun, heute über 31 Einrichtungen bundesweit. Auch wenn man immer noch nicht von einer flächendeckenden professionellen Unterstützung sprechen kann, zeigt sich doch ein deutlicher Trend; nicht zuletzt auch in der steigenden Anzahl von Eltern (Pixa-Kettner et al. 2012: 5). Den Vortrag „Elternschaft bei geistiger Behinderung“ ergänzend, soll diese Hausarbeit die Erfassung Elterlicher Kompetenz beleuchten und dabei das Parent Assessment Manual (PAM) als ein mögliches Konzept diskutieren. Der Sorgerechtsentzug und die Trennung des Kindes von seinen Eltern sollte das allerletzte Mittel sein. Wenn klar ist, inwieweit die Eltern kompetent sind, ihr Kind aufzuziehen, ergibt sich daraus eine individuellere Unterbreitung von Unterstützungsangeboten als bisher.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung „Elterliche Kompetenzen“

3. Eltern mit Lernschwierigkeiten zwischen Elternrecht und Kindeswohl

4. PAM – Parent Assessment Manual

Wie werden die Elterlichen Kompetenzen erfasst?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das „Parent Assessment Manual“ (PAM) als ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Erfassung elterlicher Kompetenzen bei Eltern mit Lernschwierigkeiten. Ziel ist es, den Nutzen dieses Verfahrens für eine bedarfsgerechte und individuelle Unterstützung dieser Familien zu diskutieren, um das Wohl des Kindes zu sichern und unnötige Sorgerechtsentzüge zu vermeiden.

  • Bedeutung elterlicher Kompetenz bei Eltern mit Lernschwierigkeiten
  • Rechtlicher Rahmen: Spannungsfeld zwischen Elternrecht und Kindeswohl
  • Struktureller Aufbau und Anwendung des PAM-Verfahrens
  • Kritische Reflexion der Einsatzmöglichkeiten und Grenzen von Assessment-Instrumenten

Auszug aus dem Buch

Wie werden die Elterlichen Kompetenzen erfasst?

Das PAM wird in drei Abschnitte untergliedert. Alle drei Abschnitte beziehen sich auf 34 Bereiche Elterlicher Kompetenz (siehe Anhang). Die ersten zehn Bereiche beziehen sich auf elterliches Verhalten, welches in direktem Zusammenhang mit dem Kind steht. Die Bereiche 11 – 34 entsprechen den Parent`s Life Skills aus dem PSM.

Der erste Abschnitt des PAM besteht aus vorbereitenden Erhebungen. In einem „Eingangs-screening“3 wird eine, der Familie vertraute Person befragt. Alle Bereiche, die sich als unproblematisch herausstellen, werden durch die Fachkräfte nicht weiter untersucht. Hier findet also eine erste Strukturierung der Problemfelder statt. Im ersten Abschnitt wird außerdem der „Ich brauche Hilfe – Bogen“ eingesetzt. Diesen füllen die Eltern selber aus oder bekommen ihn vorgelesen. Alle 34 Bereiche werden in einfachen Sätzen („Ich brauche Hilfe… beim regelmäßigen Füttern“) durchgegangen. Die Eltern antworten dann von 0 = „Ich brauche keine Hilfe“ über 1 = „Brauche etwas Hilfe“ bis 2 = „Brauche ganz viel Hilfe“. Des Weiteren wird für Vater und Mutter getrennt ein Elternfragebogen erhoben, der den Bereich Family History des PSM abfragt. Hier werden in einem halbstrukturierten Interview auch Zukunftsperspektiven erfragt. Im ersten Abschnitt abschließenden „Planner“ werden die Ergebnisse aus Fremd- und Selbsteinschätzung gegenübergestellt. Eventuelle Abweichungen werden im persönlichen Gespräch versucht zu klären, andernfalls als Unterstützungsbedarf festgehalten, der im zweiten Abschnitt des PAM genauer abgeklärt wird. Der „Planner“ bietet damit einen Überblick über die Familie und das weitere Vorgehen.

Der zweite Abschnitt ist der Kern des PAM. Durch Arbeitsblätter zu den 34 Kompetenzbereichen wird mit Cartoons das jeweilige Wissen und Verständnis von kritischen Situationen erfragt. Es werden drei Fragen gestellt: Was geschieht auf dem Bild? Was sollten die Eltern tun? Warum ist es wichtig, dass die Eltern … tun? Die letzten beiden Fragen werden anhand von vorgegebenen Kriterien (gut, ausreichend, schlecht) bewertet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die gesellschaftliche und rechtliche Situation von Eltern mit Lernschwierigkeiten und führt in die Fragestellung ein, ob das PAM als Instrument zur Bedarfsermittlung geeignet ist.

2. Begriffsklärung „Elterliche Kompetenzen“: Das Kapitel definiert den Begriff elterlicher Kompetenzen situativ und stellt das „Parental Skills Modell“ als theoretische Basis für die Lebensweltanalyse von Familien vor.

3. Eltern mit Lernschwierigkeiten zwischen Elternrecht und Kindeswohl: Hier wird die rechtliche Problematik erörtert, wonach das Kindeswohl oberste Priorität hat, jedoch keine pauschale Diskriminierung aufgrund intellektueller Beeinträchtigungen stattfinden darf.

4. PAM – Parent Assessment Manual: Dieses Kapitel beschreibt das PAM als Instrumentarium zur Erfassung elterlicher Fähigkeiten und Unterstützungserfordernisse unter Verwendung von Cartoons und gezielten Erhebungsabschnitten.

Wie werden die Elterlichen Kompetenzen erfasst?: Dieser Unterpunkt erläutert den detaillierten Ablauf der drei Phasen des PAM, von der vorbereitenden Erhebung bis zur praktischen Beobachtung der Fertigkeiten im Alltag.

5. Fazit: Das Fazit bewertet den Einsatz des PAM in Deutschland als sinnvoll, weist jedoch auf methodische Herausforderungen und die Notwendigkeit einer fachlich qualifizierten Anwendung hin.

Schlüsselwörter

Elternschaft, Lernschwierigkeiten, Elternkompetenz, PAM, Parent Assessment Manual, Kindeswohl, Inklusion, Unterstützungsbedarf, Pädagogik, Familienberatung, Sozialpädagogik, Behinderung, Kompetenzerfassung, Förderangebote, Elternrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Unterstützung von Eltern mit Lernschwierigkeiten und untersucht, wie deren elterliche Kompetenzen durch das „Parent Assessment Manual“ (PAM) systematisch erfasst werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Elternrecht bei Menschen mit Lernschwierigkeiten, die rechtliche Definition des Kindeswohls sowie die praktische Anwendung von Assessment-Verfahren in der sonderpädagogischen Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu beleuchten, wie das PAM als Instrument helfen kann, passgenaue und individuelle Unterstützungsangebote für betroffene Familien zu entwickeln, anstatt pauschale Urteile zu fällen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse und der Diskussion des „Parental Skills Modells“ sowie des PAM-Manuals basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsklärung, die rechtliche Analyse der Kindeswohlgefährdung und eine detaillierte methodische Darstellung des PAM-Verfahrens in seinen drei Erhebungsphasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Elternschaft, Lernschwierigkeiten, PAM, Kindeswohl, Inklusion und pädagogische Kompetenzerfassung charakterisiert.

Ist das PAM ein klassischer psychometrischer Test?

Nein, das PAM ist kein klassischer psychometrischer Test. Es liegt ihm keine Normierung zugrunde, da es nicht um eine klinische Einzelfallbeurteilung geht, sondern um die Erhebung von Minimalanforderungen für eine gute Elternschaft.

Welche Rolle spielen die Cartoons im PAM?

Die Cartoons dienen als visuelle Unterstützung im zweiten Abschnitt des PAM, um Wissen und Verständnis der Eltern in kritischen Situationen zu erfragen, da sie helfen, komplexe Situationen zugänglicher zu machen.

Warum ist das PAM in Deutschland bisher eine Herausforderung?

Eine Herausforderung ist, dass das Manual lediglich in englischer Sprache vorliegt und bei der Anwendung im deutschsprachigen Raum kulturelle Unterschiede sowie die Kriterien der „Leichten Sprache“ berücksichtigt werden müssen.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
PAM als Instrument für die Erfassung Elterlicher Kompetenz
Untertitel
Konsequenzen für die Unterstützung von Eltern mit Lernschwierigkeiten
Hochschule
Universität Erfurt  (FB Sonder- und Sozialpädagogik)
Veranstaltung
Bildungsarmut als soziale und entwicklungspädagogische Herausforderung
Note
1,0
Autor
B.A. Johannes Ilse (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
10
Katalognummer
V230789
ISBN (eBook)
9783656465164
ISBN (Buch)
9783656466208
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eltern mit geistiger Behinderung PAM Parent Assement Manual Sorgerecht Pixa-Kettner elterliche Kompetenz Elternschaft Menschen mit Behinderung Menschen mit Lernschwierigkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Johannes Ilse (Autor:in), 2013, PAM als Instrument für die Erfassung Elterlicher Kompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/230789
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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