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Kirchliche Bildprogramme im französischen Mittelalter

Ste. Madeleine/Vézelay und St. Lazare/Autun

Titel: Kirchliche Bildprogramme im französischen Mittelalter

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2007 , 22 Seiten

Autor:in: MA Guido Maiwald (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit sollen kirchliche Bildprogramme des Hochmittelalters in Frankreich untersucht werden. Dabei werden als Beispiele Teile der Motivprogramme der Kirchen Ste. Madelaine in Vézelay und St. Lazare in Autun betrachtet. Im Fokus der Untersuchungen sollen dabei die Darstellungen von Fabelwesen und dem Pfingstwunder stehen. Von großer Bedeutung ist hier die Repräsentation des Fremden und Phantastischen, welches miteinander vermischt, zumeist als dämonisch und unchristlich beschrieben wurde. Im ersten Kapitel soll die Frage nach den bildlichen Vorläufern der phantastischen Wesen im romanischen Mittelalter gestellt werden, die sowohl an Kirchenportalen und Kapitellen, als auch in die Literatur Einzug fanden. Im 2. Teil wird die Ikonographie der Kirche Ste. Madeleine in Vézelay unter diesem Gesichtspunkt untersucht. Dabei sollen die Thematiken und ihre Bedeutungen bzw. derzeit geläufigen Interpretationen einiger exemplarischer Bildszenen dargestellt und bewertet werden. Wie die im nachfolgenden (Kap. 3) beschriebene Kirche St. Lazarus in Autun, so ist auch Ste. Madeleine eng mit dem Werk des Bildhauers Giselbertus verbunden. Stationen dieses Werkes und Verbindungen zwischen ihnen werden in diesen Kirchen erkennbar. Im letzten Teil der Arbeit soll eine These beurteilt werden, die den Bildprogrammen des 12. Jh. von Cluny ausgehend, anti-islamische Propaganda vorwirft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Von Monstern und Fabelwesen

2. Ste. Madeleine/Vézelay

2.1 Baugeschichte der Ste. Madeleine/Vézelay

2.2 Die Kapitelle von Ste. Madeleine

2.2.1 Themengruppen

2.2.2 Teufel, Dämonen und Fabelwesen an den Kapitellen

2.3 Die Pfingstdarstellung im Tympanon von Vézelay

3. Die Kathedrale St. Lazarus in Autun

3.1 Das Tympanon von St. Lazarus

4. Fremdenfeindlichkeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kirchliche Bildprogramme des Hochmittelalters in Frankreich anhand der Kirchen Ste. Madeleine in Vézelay und St. Lazare in Autun. Dabei steht die Repräsentation des Fremden, Phantastischen und Dämonischen sowie deren Rolle im Kontext des mittelalterlichen Realitätsverständnisses und des christlichen Missionsauftrags im Zentrum der Analyse.

  • Ikonographie von Fabelwesen und dämonischen Darstellungen
  • Die Funktion und Bedeutung des Pfingstwunders in Tympana
  • Verbindung zwischen künstlerischer Gestaltung und zeitgenössischem Weltbild
  • Überprüfung der These einer intendierten anti-islamischen Propaganda

Auszug aus dem Buch

S III – „Phantastische Jagd“

Eine dämonische Jägerin, von links kommend, jagt einen dreiköpfigen Vogel mit Schwimmflossen. Die Jägerin ist nackt bis auf einen Lendenschurz, ihre Haare sind hochgebunden und wehen flammengleich nach hinten. Vor ihrem Gesicht hält sie einen halbrunden Schild mit Schildbuckeln, in der herabhängenden rechten Hand hält sei eine, mit einem Stein bestückte Schleuder. Hinter einer Palme lugt eine Sirene mit Vogelleib und Krallen, Menschenkopf und Reptilienhinterteil hervor, die in ihrer Klaue eine kleine Kugel greift. Das Thema der Jagd auf den dreiköpfigen Vogel findet sich auch in Perrecy-les-Forges und Autun. Als Prototyp dieser Gruppe gilt ein mittlerweile zerstörtes Kapitell im Chorgang von Cluny, von dem Riesamburgh 1814 eine Zeichnung anfertigte. Während die Gruppe in Cluny jedoch zusammengedrängt erscheint, so ist sie in Vézelay auf zwei verschiedene Kapitelle verteilt, sodass der Vogel für sich steht, während der Jäger der Vogelsirene nachstellt. Ein deutlicher Unterschied zu allen anderen Darstellungen ist jedoch, dass der Jäger weiblich ist und keinen Helm trägt.

Diemer lehnt sowohl die Deutungen Hamanns, es handele sich bei der Jägerin um Diana als auch die Deutung Viollet-le Ducs, es handele sich um die in der Wüste jagende Heilige Helena zurück. Eine eigene Deutung bietet er hingegen nicht, verweist aber hinsichtlich des moralischen Gehaltes auf die Darstellung in Perrecy, auf der zusätzlich ein phallischer Faun abgebildet ist. Seit der Antike ist die Figur der Sirene ein beliebtes Motiv in der Kunst und Literatur. Sie erscheint in verschiedenen Formen und Namen wie Sirene, Skylla, Melusine, Undine oder Wassernymphe.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab, indem sie das Interesse an kirchlichen Bildprogrammen des französischen Hochmittelalters und deren Fokus auf Fabelwesen und das Pfingstwunder begründet.

1. Von Monstern und Fabelwesen: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft und die mittelalterliche Rezeption fantastischer Wesen, die als reale Bedrohung und Teil eines christlich-theologischen Weltbildes begriffen wurden.

2. Ste. Madeleine/Vézelay: Hier erfolgt eine detaillierte ikonographische Analyse der Kapitelle und des Tympanons der Kirche in Vézelay unter besonderer Berücksichtigung der Darstellung des Fremden.

3. Die Kathedrale St. Lazarus in Autun: Das Kapitel untersucht das Tympanon von St. Lazarus in Autun, seine kompositionelle Besonderheit und die symbolische Darstellung des Jüngsten Gerichts.

4. Fremdenfeindlichkeit: Eine kritische Auseinandersetzung mit der These, ob die Bildprogramme als gezielte anti-islamische Propaganda im Kontext der Kreuzzüge interpretiert werden können.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Ikonographie, Fabelwesen, Tympanon, Ste. Madeleine, St. Lazarus, Bildprogramm, Cluny, Dämonologie, Romanik, Kreuzzüge, Pfingstwunder, Allegorese, Gislebertus, Phantastik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die dekorativen Bildprogramme in den französischen Kirchen Ste. Madeleine in Vézelay und St. Lazare in Autun, insbesondere die Darstellung von Fabelwesen und biblischen Szenen im Hochmittelalter.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Ikonographie der Kapitelle, die Interpretation der Pfingst-Tympana, das mittelalterliche Verständnis von Dämonen und Fremden sowie deren Funktion als moralische Exempel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das komplexe Zusammenspiel von religiöser Didaktik, antiken Vorbildern und der Darstellung des „Fremden“ in der romanischen Steinplastik zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Methoden der Ikonographie und Allegorese sowie den Vergleich mit literarischen und archäologischen Quellen der Zeit, um die Bedeutung der Bildmotive zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Kapitellmotive, der Baugeschichte von Vézelay, der Pfingstdarstellungen sowie einer Untersuchung des Tympanons in Autun.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind: Mittelalter, Ikonographie, Romanik, Bildprogramm, Fabelwesen, Dämonologie und das christliche Weltbild des 12. Jahrhunderts.

Wie bewertet der Autor die These der Islamfeindlichkeit in den Bildprogrammen?

Der Autor steht der These einer direkten anti-islamischen Propaganda skeptisch gegenüber und betont, dass eindeutige Belege hierfür fehlen; die Darstellungen dienten eher der allgemeinen religiösen Kontemplation der Mönche.

Welche Rolle spielt der Bildhauer Gislebertus in diesem Kontext?

Gislebertus wird als bedeutender Baumeister genannt, dessen Werk durch seine individuelle Gestaltungskompetenz das geläufige Kompositionsschema des Jüngsten Gerichts in Autun innovativ durchbrach.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kirchliche Bildprogramme im französischen Mittelalter
Untertitel
Ste. Madeleine/Vézelay und St. Lazare/Autun
Autor
MA Guido Maiwald (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
22
Katalognummer
V230754
ISBN (eBook)
9783656472247
ISBN (Buch)
9783656472414
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildprogramm kirchlich Kirche Mittelalter christlich katholisch Monster Fabelwesen Ste. Madeleine Vézelay Baugeschichte Teufel Dämon Pfingstdarstellung Tympanon Kathedrale St. Lazarus Autun Fremdenfeindlichkeit Hochmittelalter Frankreich Pfingstwunder Giselbertus anti-islamisch Propaganda Christentum Idolatrie Zwischenwesen Bildhauer Bildhauerei Skiapoden Cynocyphalen Pygmäen Physiologus Historia Naturalis Plinius Etymologiae Cluny Bernhard von Clairvaux Kreuzzugsbewegung Kreuzzug Bock Stier Drache Schlange Souvigny Kloster Clunazienser Fabel Humbert von Autun 12. Jahrhundert Bildsprache Ikonografie Kapitell Bildmotive Bibel Kosmologie Mönchsheilige Themen Gut Böse Laster Kapitellmotiv Achill
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
MA Guido Maiwald (Autor:in), 2007, Kirchliche Bildprogramme im französischen Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/230754
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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