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Religiöse Rituale und Soziale Ordnung

Politische Hexenjagd als Ritual

Titel: Religiöse Rituale und Soziale Ordnung

Forschungsarbeit , 2011 , 26 Seiten , Note: 12.Semester

Autor:in: Dinah Truninger (Autor:in)

Soziologie - Religion

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der folgenden Arbeit soll die Theorie der Politischen Hexenjagd von Bergesen betrachtet und diskutiert werden. Zuerst wird die Theorie und die Studie von Bergesen vorgestellt. Danach sollen Ansätze, welche Bergesens Annahmen bestätigen, betrachtet werden um danach eine kritische Sicht auf die These Bergesens und seine Studie zu werfen. Anhand eines kurzen Beispiels soll die Theorie ausserdem veranschaulicht werden, um auf mögliche Schwachpunkte in seinen Thesen aufmerksam zu machen und daraus Schlüsse für weitere Studien ziehen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Bergesens Theorie der politischen Hexenjagd

3. Zusammenfassung

4. Diskussion

5. Kurzer Überblick über den Fichenskandal

6. Schlussfolgerung

7. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Theorie der politischen Hexenjagd von Albert Bergesen auseinander. Dabei wird untersucht, inwieweit Bergesens Annahme, dass die Verfolgung politisch Subversiver eine rituelle Funktion zur Stärkung der sozialen Solidarität in modernen Nationalstaaten erfüllt, haltbar ist, oder ob es sich primär um ein Instrument autoritärer Machtsicherung handelt.

  • Theoretische Grundlagen soziologischer Ansätze zur Funktionalität von Verbrechen (Durkheim, Erikson).
  • Detaillierte Analyse von Bergesens Theorie der politischen Hexenjagd und deren ritueller Bedeutung.
  • Kritische Reflexion der Indikatoren für soziale Immanenz und Korpsgeist.
  • Empirische Fallbetrachtung der Schweizer "Fichenaffäre" als Testbeispiel für die Theorie in einem demokratischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

Bergesens Theorie der politischen Hexenjagd

Bergesens Theorie der politischen Hexenjagd stellt eine Weiterentwicklung Eriksons Thesen dar. Er geht dabei wie Erikson von der Annahme aus, dass politische Abnormalität nicht eine Individuen oder ihren Handlungen innewohnende Eigenschaft ist, sondern etwas was durch die breitere Öffentlichkeit zugeschrieben wird. Autorisierte Bevollmächtigte schaffen durch Prozesse, Anklagen, Untersuchungen, Säuberungsaktionen oder Reinigungskampagnen subversive Individuen, indem sie diese als solche bezeichnen.

Ebenso ist Bergesen mit Durkheim und Erikson einig, dass die Schaffung solcher politischer Abnormalität in Zusammenhang mit der Frage nach sozialer Solidarität steht. Jedoch widerspricht Bergesen Eriksons Annahme, dass sie mit dem Auftauchen sozialer Krisen einhergeht und das Schaffen von Abnormalität zur Wiederherstellung instabiler moralischer Grenzen diene. Bergesen nimmt an, dass Abnormalität in Gruppenbeziehungen permanent und dauerhaft ist.

Bergesen untersucht dabei in seiner Studie, welche rituelle Bedeutung die Schaffung politischer Abnormalität hat. Bergesen beruft sich hierbei auf Durkheim. Gemäss Durkheim schaffen Rituale eine symbolische Zweiteilung der Welt in Heiliges und Profanes. Damit bestätigen öffentliche Rituale periodisch die wahre Heiligkeit der betreffenden symbolischen Objekte. Indem sie definieren, was heilig ist, definieren sie gleichzeitig auch dessen Gegenteil.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Vorstellung des theoretischen Rahmens basierend auf Emile Durkheim und Kai Erikson zur Funktionalität von Abweichung und Verbrechen in der Gesellschaft.

2. Bergesens Theorie der politischen Hexenjagd: Erläuterung von Bergesens These, dass politische Hexenjagden rituelle Akte zur Bestätigung kollektiver Repräsentationen und nationaler Identität sind.

3. Zusammenfassung: Rekapitulation der Kernaussage, dass in institutionellen Bereichen mit hoher Immanenz eine rituelle Schaffung politischer Abnormalität zu erwarten ist.

4. Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit Identitätskonstruktionen durch Abgrenzung sowie die Frage, ob diese Prozesse auch in demokratischen Systemen rituell verankert sind.

5. Kurzer Überblick über den Fichenskandal: Historische Betrachtung der Überwachungsaffäre in der Schweiz als Fallbeispiel zur Überprüfung der theoretischen Annahmen.

6. Schlussfolgerung: Fazit, dass das gewählte Modell zur Messung von Immanenz kritisch zu sehen ist und politische Hexenverfolgung stärker als Mittel der Machtsicherung statt als rein gesellschaftliches Ritual interpretiert werden muss.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Politische Hexenjagd, Soziale Solidarität, Kollektive Repräsentation, Immanenz, Korpsgeist, Fichenaffäre, Subversivität, Identitätskonstruktion, Nationalstaat, Ritualtheorie, Autoritarismus, Soziologie, Staatsschutz, politische Opposition, Abnormalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht soziologische Erklärungsmodelle für politische Hexenjagden und hinterfragt, ob diese als rituelles gesellschaftliches Phänomen oder primär als politisches Unterdrückungsinstrument zu verstehen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Soziologie der Abweichung, die Theorie der politischen Hexenjagd nach Albert Bergesen, die Rolle kollektiver Identität sowie die historische Aufarbeitung der Schweizer Fichenaffäre.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, Bergesens Theorie zu prüfen, ob die Schaffung von "Staatsfeinden" eine rituelle Funktion zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts hat, insbesondere im Vergleich zwischen autoritären und demokratischen Systemen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse soziologischer Konzepte sowie eine vergleichende Fallstudienanalyse anhand der historischen Ereignisse der Fichenaffäre in der Schweiz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Theorie Bergesens, eine kritische Diskussion über Identitätsbildung durch Ausgrenzung und eine empirische Betrachtung der schweizerischen Überwachungspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Politische Hexenjagd, Immanenz, Korpsgeist, Subversivität, kollektive Repräsentationen und Identitätskonstruktion.

Warum ist die Schweiz als Beispiel für die Untersuchung besonders relevant?

Als weltweit eines der demokratischsten Länder mit direktdemokratischen Instrumenten bietet die Schweiz ein ideales Testfeld, um zu prüfen, ob politische Überwachungsprozesse auch in einer stabilen Demokratie als "rituelle" Notwendigkeit auftreten können.

Zu welchem Schluss kommt die Autorin bzw. der Autor hinsichtlich Bergesens Indikatoren?

Der Autor kommt zum Schluss, dass die Messung von Immanenz über das Parteiensystem problematisch ist, da sie die strukturelle Unterdrückung in autoritären Systemen als gesellschaftlich "gewollt" fehlinterpretiert.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Religiöse Rituale und Soziale Ordnung
Untertitel
Politische Hexenjagd als Ritual
Hochschule
Universität Zürich
Note
12.Semester
Autor
Dinah Truninger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
26
Katalognummer
V230719
ISBN (eBook)
9783656464600
ISBN (Buch)
9783656466178
Sprache
Deutsch
Schlagworte
religiöse rituale soziale ordnung politische hexenjagd ritual
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dinah Truninger (Autor:in), 2011, Religiöse Rituale und Soziale Ordnung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/230719
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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