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Märendichtung. Darstellung der Geistlichen

Titel: Märendichtung. Darstellung der Geistlichen

Hausarbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Sören Witt (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Darstellung der Geistlichen als unkeuschen, triebhaften Liebhaber ist dabei keine Ausnahme, sondern ein häufiges Thema der spätmittelalterlichen Schwankliteratur. Doch dies bleibt nicht das einzige negative Attribut, welches - vornehmlich den ländlichen - Priestern zugeschrieben wird. In fast allen Mären mit geistlichem Personal sind sie hochmütig, gierig nach weltlichem Besitz und in ihrem Verhalten gänzlich sittenlos ohne Rücksicht auf christlich- moralische Werte. Häufig begehren sie fremde Ehefrauen und versuchen sie auf listige Weise zum Akt zu verführen. Gelingt es ihnen und bleibt der Ehebruch unentdeckt, werden sie als potente Liebhaber geschildert, die ohne Scham ihre Triebe ausleben. Gelingt es ihnen nicht und werden sie entdeckt, entpuppen sie sich als feige Gestalten, die aus Angst vor dem Gehörnten die Flucht ergreifen. In der Regel werden sie trotzdem von dem betrogenen Ehemann auf brutale Weise für ihre Unzüchtigkeit bestraft. Doch welche Funktion erfüllt diese negative Darstellung der Geistlichen und welche Korrespondenzen bestehen mit dem mittelalterlichen Alltag?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Kirche im Spätmittelalter: Der sozial- historische Hintergrund

2.1 Vorbemerkung

2.2 Die spätmittelalterliche Krisenzeit

2.3 Der spätmittelalterliche Antiklerikalismus in Gesellschaft und Literatur

3 Die Kritik an der Geistlichkeit in der Märenliteratur

3.1 Das Märe und die dargestellte Geistlichkeit

3.2 Der sittenlose Geistliche

4 Die Interpretation der Märendichtung

4.1 Temporäre, fiktive Befreiung

4.2 Die Kritik an der bisherigen Märenforschung

5 Fazit

5.1 Die Märendichtung als vorreformatorische Werk

5.2 Reformatorische Intention in der Märendichtung

5.3 Reformatorische Wirkung der Märendichtung

6 Literaturverzeichnis

6.1 Primärliteratur

6.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die negative Darstellung von Geistlichen in der spätmittelalterlichen Märendichtung und analysiert, inwiefern diese satirischen Schilderungen als Ausdruck eines zeitgenössischen, (vor-)reformatorischen Antiklerikalismus zu verstehen sind oder lediglich eine unterhaltende Funktion erfüllen.

  • Sozio-historischer Kontext der spätmittelalterlichen Kirche
  • Die Figur des "sittenlosen Geistlichen" als literarischer Topos
  • Verhältnis zwischen Fiktion und gesellschaftlicher Realität
  • Kritische Auseinandersetzung mit der bisherigen Märenforschung
  • Potenzielle reformatorische Intention und Wirkung der Märendichtung

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Und hüt man sich, das ist mein rat/vor dem wolf, der in schwarzen kuten gat/das rat ich auf di treue/ mein allen gotes scheflein.“

Diese Warnung entstammt dem Märe der Guardian, in dem ein Geistlicher ein naives und jungfräuliches Mädchen ins Kloster entführt, um dort seine sexuellen Begierde zu befriedigen und sich an ihr zu vergehen.

Die Darstellung der Geistlichen als unkeuschen, triebhaften Liebhaber ist dabei keine Ausnahme, sondern ein häufiges Thema der spätmittelalterlichen Schwankliteratur. Doch dies bleibt nicht das einzige negative Attribut, welches - vornehmlich den ländlichen - Priestern zugeschrieben wird. In fast allen Mären mit geistlichem Personal sind sie hochmütig, gierig nach weltlichem Besitz und in ihrem Verhalten gänzlich sittenlos ohne Rücksicht auf christlich- moralische Werte. Häufig begehren sie fremde Ehefrauen und versuchen sie auf listige Weise zum Akt zu verführen. Gelingt es ihnen und bleibt der Ehebruch unentdeckt, werden sie als potente Liebhaber geschildert, die ohne Scham ihre Triebe ausleben. Gelingt es ihnen nicht und werden sie entdeckt, entpuppen sie sich als feige Gestalten, die aus Angst vor dem Gehörnten die Flucht ergreifen. In der Regel werden sie trotzdem von dem betrogenen Ehemann auf brutale Weise für ihre Unzüchtigkeit bestraft. Doch welche Funktion erfüllt diese negative Darstellung der Geistlichen und welche Korrespondenzen bestehen mit dem mittelalterlichen Alltag?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der negativen Geistlichendarstellung in der Märenliteratur ein und stellt die forschungsrelevante Frage nach deren Funktion und historischer Korrespondenz.

2 Die Kirche im Spätmittelalter: Der sozial- historische Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die Krisenzeit des Spätmittelalters, die strukturellen Probleme der Kirche und die daraus resultierende Kluft zwischen kirchlichem Anspruch und gesellschaftlicher Wirklichkeit.

3 Die Kritik an der Geistlichkeit in der Märenliteratur: Hier wird die Gattung des Märes definiert und die stereotype Figur des sittenlosen, triebhaften Geistlichen sowie die darin enthaltene implizite Sozialkritik analysiert.

4 Die Interpretation der Märendichtung: Das Kapitel vergleicht verschiedene Forschungsansätze, wobei die Interpretation als bloße Unterhaltung einer Deutung als vorreformatorisches Programm gegenübergestellt wird.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Märendichtung sowohl Unterhaltung als auch ein Medium für kritische, reformatorisch wirkende Tendenzen darstellt, die den tiefgreifenden Vertrauensverlust der Bevölkerung widerspiegeln.

6 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Märendichtung, Spätmittelalter, Klerus, Antiklerikalismus, Reformationsgeschichte, Kirchenkritik, Schwankliteratur, Sittenlosigkeit, Zölibat, Sozialgeschichte, Literaturtheorie, Volkssprache, Religionsgeschichte, Mentalitätsgeschichte, Moralvorstellungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der häufig auftretenden negativen Darstellung von Geistlichen in der spätmittelalterlichen Literatur, insbesondere in sogenannten Mären, und untersucht deren gesellschaftliche Hintergründe.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen der Antiklerikalismus des Spätmittelalters, die moralische Dekadenz der Kleriker in der Fiktion sowie das Verhältnis zwischen kirchlichen Idealen und dem Verhalten der Geistlichen in der Realität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die Mären lediglich der Unterhaltung dienten oder ob sie als Spiegel und Vorboten reformatorischer Kritik an der römischen Kirche und ihrer Institutionen zu verstehen sind.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte sowie verschiedene Forschungsansätze zur Märendichtung vergleichend betrachtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den sozio-historischen Kontext der Kirchenkrise, die Darstellung der Priester als "Sünder", die Rezeptionsgeschichte sowie kritische Diskurse über die bisherige Märenforschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Märendichtung, Kleruskritik, Spätmittelalter, Antiklerikalismus, Reformationsgedankengut und die Diskrepanz zwischen kirchlichem Schein und Sein.

Welche Rolle spielt die "Sittenlosigkeit" der Priester für das komische Element?

Die Sittenlosigkeit, insbesondere der Bruch des Zölibats, wird als komisches Element genutzt, da sie einen extremen Gegensatz zum hohen moralischen Anspruch des Klerus bildet und so zur Entlarvung des kirchlichen Scheins führt.

Wie bewertet der Autor die Verbindung zwischen Mären und der Reformation?

Der Autor argumentiert, dass Mären zwar primär unterhalten sollten, ihre kontinuierliche und beißende Kritik am Klerus jedoch als ein wichtiges Zeugnis für ein verbreitetes Unbehagen dient, das den Boden für reformatorische Ideen bereitet haben könnte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Märendichtung. Darstellung der Geistlichen
Hochschule
Universität Hamburg
Note
2,7
Autor
Sören Witt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V230528
ISBN (eBook)
9783656463450
ISBN (Buch)
9783656466116
Sprache
Deutsch
Schlagworte
märendichtung darstellung geistlichen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sören Witt (Autor:in), 2011, Märendichtung. Darstellung der Geistlichen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/230528
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Leseprobe aus  17  Seiten
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