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Entgrenzung von Arbeit und Leben

Titel: Entgrenzung von Arbeit und Leben

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nadine Haas (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zwischen den beiden Bereichen Arbeit und Leben, die früher so strikt voneinander getrennt waren, verwischen sich die Grenzen zunehmend, was vielfältige Folgen mit sich bringt. Dieser Wandel bietet den Arbeitnehmern die Möglichkeit einer stärkeren Einbringung der eigenen Persönlichkeit in Arbeitsprozesse und zudem wird eine zeitliche und räumliche Vermischung dieser beiden Lebensbereiche möglich. Allerdings resultieren auch eine ganze Reihe negativer Konsequenzen aus dieser Entwicklung, wie etwa die Tatsache, dass der Mensch mit all seinen zur Verfügung stehenden Ressourcen immer mehr ökonomischen Zielen unterworfen wird, was mit Chancen und Risiken verbunden ist. Es ist abzusehen, dass es bei der Vergabe von Arbeitsplätzen immer mehr auf Persönlichkeit ankommt und diejenigen bessere Chancen haben, die sich ihrem Arbeitgeber komplett zur Verfügung stellen. Diese Modernisierung von Arbeit und deren Organisation wird meist mit dem Begriff „Entgrenzung“ beschrieben, kann jedoch auch als Dezentralisierung, Flexibilisierung oder Vermarktlichung bezeichnet werden. Dieser gegenwärtige Wandel führt nicht nur zu einer Entgrenzung der Arbeitsverhältnisse, sondern tangiert auch das Verhältnis von Arbeit und Leben und hat somit weitreichenden Einfluss auf die Privatsphäre. Diesem Prozess der Entgrenzung können sich Erwerbstätige nur schwer entziehen, denn etwa durch moderne Kommunikationstechnologien werden Übergriffe aus dem Bereich der Arbeit in den des Privatlebens möglich. Die Individuen müssen unter diesen Bedingungen mehr und mehr selbst für eine Abgrenzung sorgen und auch selbst verstärkt räumliche und zeitliche Grenzen ziehen, nur so kann den hohen Ansprüchen der Arbeitswelt begegnet werden. Im Folgenden wird im Kapitel 2 zuerst auf den Wandel des Verhältnisses von Arbeit und Leben eingegangen, auf die Trennung dieser beiden Bereiche im Fordismus und wie es sich bis heute entwickelt hat.[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Entwicklung

2.1) Trennung von Arbeit und Leben im Fordismus

2.2) Das Verhältnis von Arbeit und Leben im Postfordismus

3) Entgrenzung

3.1) Entgrenzung von Arbeit

3.2) Entgrenzung von Leben

3.3) Neue Anforderungen

4) Vereinbarkeit von Familie und Beruf

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den soziologischen Prozess der Entgrenzung von Arbeit und Leben, analysiert die historischen Wandlungsprozesse vom Fordismus zum Postfordismus und beleuchtet die daraus resultierenden neuen Anforderungen an Erwerbstätige sowie die Herausforderungen der Work-Life-Balance im modernen Management.

  • Historischer Wandel der Trennung von Arbeit und Privatleben
  • Mechanismen und Dimensionen der Entgrenzung von Arbeit
  • Veränderungen in der Privatsphäre und Entgrenzung von Leben
  • Individuelle Anpassungszwänge und Kompetenzanforderungen
  • Work-Life-Balance als Managementaufgabe und Herausforderung

Auszug aus dem Buch

3.1) Entgrenzung von Arbeit

Kratzer und Sauer verstehen Entgrenzung als „Ausdruck neuartiger betrieblicher Rationalisierungsstrategien, die in der Kontinuität einzelkapitalistischer Rentabilitätsinteressen und der Notwendigkeit beständiger (zweck)rationaler Optimierung verbleiben, zugleich aber einen Bruch mit Rationalisierungskonzepten fordistisch-tayloristischer Prägung bedeuten“ (ebd., S. 92f). Diese Rationalisierung bezieht sich auf alle Dimensionen der betrieblichen Organisation von Einsatz und Nutzung von Arbeitskraft, auf das Beschäftigungsverhältnis, auf die Zeit sowie den Ort der Arbeit, auf die Qualifikation sowie auf die Leistungsfähigkeit. Dabei soll vor allem auf die „Flexibilitäts- und Steuerungspotentiale“ der Subjekte, als auch auf deren „kommunikative Fähigkeiten“ und „empathische Eigenschaften“ sowie die zeitlichen, räumlichen und sozialen Ressourcen der Lebenswelt der Beschäftigten zugegriffen werden. Selbstorganisation und Flexibilisierung sind damit die arbeitsorganisatorischen Instrumente eines „erweiterten Zugriffs auf die Beschäftigten und deren lebensweltliche Ressourcen“.

Es kommt sowohl zu einer Verschränkung der Arbeits- und Lebenswelt als auch zu einer „Subjektivierung von Arbeit“ (vgl. ebd., S. 93). Fast schon zur Normalität wurde die zeitliche Flexibilisierung der Arbeit. In zeitlicher Hinsicht ist das wesentliche Merkmal entgrenzter Arbeit die mit der Flexibilisierung von Arbeitszeit verbundene „Erosion standardisierter Arbeitszeiten“, die dazu führen, dass sich die Grenzen zwischen dem Leben und der Arbeit verwischen. Dieses Phänomen führt gleichzeitig auch zu einer drastischen Vervielfältigung der Arbeitszeitformen, wie etwa der Gleitzeit, der Teilzeit oder der Schichtarbeit. Gleichzeitig wird die Arbeitszeit dadurch auch vermarktlicht und individualisiert, da sich die individuelle flexible Arbeitszeitgestaltung nach den Anforderungen des Unternehmens richten muss (vgl. ebd., S. 112).

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Einführung in die Thematik der zunehmenden Grenzverwischung zwischen Arbeit und Privatleben sowie Darlegung der Zielsetzung und Struktur der Arbeit.

2) Entwicklung: Analyse des fordistischen Modells der strikten Arbeitstrennung und dessen Transformation im Postfordismus durch globale Marktorientierung.

3) Entgrenzung: Untersuchung der verschiedenen Dimensionen der Entgrenzung von Arbeit und Leben sowie der resultierenden psychischen und physischen Belastungen für Erwerbstätige.

4) Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Diskussion der Herausforderungen an die Work-Life-Balance am Beispiel einer Studie zur Lebensführung von Topmanagern.

5) Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entgrenzung als Prozess, der neue individuelle Kompetenzen erfordert, um die eigene Reproduktionsfähigkeit zu erhalten.

Schlüsselwörter

Entgrenzung, Arbeit, Leben, Fordismus, Postfordismus, Work-Life-Balance, Flexibilisierung, Rationalisierung, Subjektivierung, Selbstorganisation, Erwerbsarbeit, Privatsphäre, Arbeitswelt, Anpassungszwang, Ressourcenmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der Arbeitswelt und die zunehmende Auflösung der räumlichen und zeitlichen Grenzen zwischen beruflicher Erwerbstätigkeit und privatem Leben.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen den historischen Wandel vom fordistischen Arbeitsmodell zur postfordistischen Arbeitsorganisation, das Phänomen der Entgrenzung sowie die Anforderungen an die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Folgen der Entgrenzung für die Erwerbstätigen aufzuzeigen und zu analysieren, welche neuen Anforderungen an die individuelle Lebensgestaltung daraus resultieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit arbeits- und industriesoziologischer Fachliteratur sowie einer fallbezogenen Untersuchung zur Work-Life-Balance im Topmanagement.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die verschiedenen Dimensionen der Arbeits- und Lebensentgrenzung sowie eine empirische Betrachtung der Belastungsfaktoren im Topmanagement.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Entgrenzung, Flexibilisierung, Subjektivierung, Arbeitskraft und Work-Life-Balance.

Welche Rolle spielt die Privatsphäre im Kontext der Entgrenzung?

Die Privatsphäre verliert ihre Schutzfunktion als Rückzugsraum, da durch die Entgrenzung von Arbeit ökonomische Zielvorgaben immer stärker in das Privatleben eindringen.

Warum ist die Work-Life-Balance bei Topmanagern ein relevantes Fallbeispiel?

Topmanager stehen exemplarisch unter extremem Druck, da bei ihnen die Grenze zwischen beruflicher Verantwortung und privatem Engagement aufgrund hoher Anforderungen und ständiger Erreichbarkeit besonders stark verschwimmt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entgrenzung von Arbeit und Leben
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Soziologie)
Veranstaltung
Subjektorientierte Arbeits- und Industriesoziologie
Note
1,7
Autor
Nadine Haas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V230463
ISBN (eBook)
9783656460077
ISBN (Buch)
9783656460190
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitssoziologie Arbeit und Leben Entgrenztes Leben Entgrenzte Arbeit Work-Life-Balance Familie und Beruf Entgrenzung von Arbeit und Leben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Haas (Autor:in), 2013, Entgrenzung von Arbeit und Leben, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/230463
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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