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Bohemund von Tarent. Herausragende Persönlichkeit bei der Schlacht um Antiochia oder ein Heerführer unter vielen?

Titel: Bohemund von Tarent. Herausragende Persönlichkeit bei der Schlacht um Antiochia oder ein Heerführer unter vielen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Oliver Salewski (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, ob Bohemund von Tarent wirklich die herausragende Persönlichkeit war, als die er beschrieben wird , oder ob er nur „einer von vielen“ Heerführern war, der bei der Eroberung und Beanspruchung von Antiochia Glück hatte. Um sich dieser Fragestellung auf fundierter wissenschaftlicher Grundlage zu nähern, wird zu Anfang die Biographie Bohemunds kurz wiedergegeben und dabei ins- besondere geschaut, ob er vor Antiochia bedeutende militärische und strategische Erfolge feiern konnte. Danach folgt ein kurzer Einblick in den Eroberungsverlauf der Stadt Antiochia unter besonderer Berücksichtigung Bohemunds Taten. Schlachtenverläufe, die keine direkte Auswirkung auf Bohemund oder seine Truppen hatten, werden dabei nicht aufgeführt. Es soll lediglich der Skizzierung der groben Handlungsverläufe und der besseren Quelleneinordnung dienen.
Den Schwerpunkt der Arbeit stellt dabei der Quellenvergleich dar. Verschiedene Quellen werden auf die Erwähnung Bohemunds hin untersucht und es wird verglichen, wie er in ihnen Erwähnung findet. Das Augenmerk liegt dabei auf dem Kontext der Erwähnungen und ob es Abweichungen in der Darstellung Bohemunds gibt. Die meisten der ausgewählten Quellen befassen sich mit der Eroberung Antiochias und wurden auf Seiten der Kreuzfahrer geschrieben. Dadurch ist eine rein objektive Darstellung leider nicht gewährleistet. Aus diesem Grund wird verstärkt auf die wenigen muslimischen Quellen geschaut, auch wenn diese natürlich genauso subjektiv sind wie die Quellen der Kreuzfahrer. Als einzige nichtmilitärische Quelle wird Anna Komnenas Sichtweise auf Bohemund untersucht. Anna widmete sich der Person des Bohemund von Tarent in einem ihrer Briefe ausgiebig.
Den größten Teil der Quellenarbeit nimmt dabei also nicht die Quellenkritik oder die Interpretation ein, sondern der Vergleich. Anschließend wird die aus dem Vergleich gewonnene Erkenntnis auf die Fragestellung angewendet.

Ziel dieser Arbeit ist es also nicht, neue Erkenntnisse über das Leben oder Wirken des Bohemund von Tarent zu gewinnen oder die Quellen neu zu interpretieren, sondern zu schauen, ob der Ruf, dem ihn die Geschichtsschreibung gegeben hat, anhand der Quellen haltbar ist oder nicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bohemund von Tarent und die Schlacht um Antiochia

2.1 Das Leben Bohemunds bis zur Eroberung von Antiochia

2.2 Die Schlacht um Antiochia im Fokus von Bohemunds Taten

3. Die Quellenlage zur Schlacht um Antiochia

3.1 Die Figur Bohemunds im Spiegel der Quellen

3.1.1 Die Quelle der Anna Komnena

3.1.2 Die Quelle des Ibn al-Qalanisi

3.1.3 Andere Quellen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die historische Rolle von Bohemund von Tarent während des Ersten Kreuzzuges, insbesondere bei der Belagerung von Antiochia, um zu bestimmen, ob sein Ruf als herausragende Führungspersönlichkeit quellenbasiert haltbar ist oder ob er lediglich eine von vielen beteiligten Figuren war.

  • Biographische Einordnung von Bohemund von Tarent
  • Militärische Strategien bei der Schlacht um Antiochia
  • Vergleichende Quellenanalyse zeitgenössischer Berichte
  • Rezeption von Bohemund in christlichen und muslimischen Schriften
  • Bewertung von Führungseigenschaften und Vormachtstellung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Die Quelle der Anna Komnena

Anna Komnena lebte von 1083 bis 1154 n. Chr. in Konstantinopel und war die älteste Tochter des Kaisers Alexios I. Komnenos. Sie interessierte sich für verschiedene Naturwissenschaften sowie für die Medizin. Sie studierte außerdem Philosophie und war Anhängerin des Aristotelismus. Nach einer gescheiterten Intrige wurde Anna zusammen mit ihrer Mutter in ein Kloster verbannt, wo sie sich nach dem Tode ihrer Mutter 1123 intensiv der Geschichtsschreibung widmete. Im Zuge dessen schuf sie ein 15-bändiges Werk, welches den Werdegang ihres Vaters Kaiser Alexios I. in den Jahren 1069 bis 1118 zum Inhalt hatte.

Ihr Werk ist als glaubwürdig anzusehen und gilt dabei als einer der wichtigsten Berichte über den Ersten Kreuzzug aus byzantinischer Sicht. Er ist sehr subjektiv geschrieben, jedoch nicht stark überzeichnet. Anna gilt als Zeitzeugin und ist durch ihren Vater mit vielen bedeutenden Persönlichkeiten der damaligen Zeit in direkten Kontakt gekommen. Darüber hinaus hatte sie Zugang zu umfangreichen Archiven.

Über ein Treffen mit Bohemund, zu dieser Zeit war sie ca. 14 Jahre alt, schrieb sie Folgendes:

„[Bohemund] war so, kurz gesagt, wie niemand zuvor im Land der Römer jemals gesehen worden war, weder von den Barbaren noch von den Griechen (da er wie ein Wunder für die Augen zu sehen war, und sein Ruf Furcht einflößend). Lasst mich die Erscheinung des Barbaren genauer beschreiben: seine Statur war so groß, dass er die Größten fast um eine Elle überragte, schmal in Taille und Hüfte, mit breiten Schultern, einem großen Brustkorb und mächtigen Armen. Und im Ganzen war der Körper weder zu schlank noch zu massig, sondern perfekt proportioniert und, man kann sagen, in Übereinstimmung mit dem Kanon des Polykleitos gebaut. … Seine blauen Augen deuteten sowohl einen hohen Sinn als auch Würde an. … Eine gewisse Anmut umgab diesen Mann, wurde aber teilweise getrübt durch einen allgemeinen Eindruck des Schrecklichen… Er war in Sinn und Körper so gemacht, dass Mut und Leidenschaft in ihm ihren Höhepunkt entgegen strebten und sich nach dem Krieg sehnten. Sein Witz war vielfältig und listig und in der Lage, aus jeder Notlage einen Ausweg zu finden. Im Gespräch war er gut unterrichtet, und die Antworten, die er gab, waren ganz unwiderlegbar. Dieser Mann von solch einem Format und solchem Charakter war dem Kaiser nur im Schicksal, in der Beredsamkeit und anderen Gaben der Natur unterlegen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Fragestellung, ob Bohemund von Tarent eine herausragende Persönlichkeit oder ein Heerführer unter vielen war, und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die genutzte Quellenbasis.

2. Bohemund von Tarent und die Schlacht um Antiochia: Das Kapitel beleuchtet Bohemunds Werdegang und militärische Laufbahn bis zur Ankunft vor Antiochia und schildert den Verlauf der Belagerung unter besonderer Berücksichtigung seiner Interaktionen mit anderen Heerführern.

3. Die Quellenlage zur Schlacht um Antiochia: Hier erfolgt eine tiefgehende Analyse verschiedener Quellen, wobei die Perspektiven von Anna Komnena, Ibn al-Qalanisi und weiteren Briefautoren auf Bohemund verglichen werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Quellenanalyse zusammen und bestätigt Bohemunds Bild als herausragenden Heerführer in der historischen Überlieferung.

Schlüsselwörter

Bohemund von Tarent, Erster Kreuzzug, Antiochia, Quellenanalyse, Anna Komnena, Ibn al-Qalanisi, Gesta Francorum, Militärgeschichte, Mittelalter, Heerführer, Belagerung, Kreuzfahrer, Byzanz, Geschichtsschreibung, Vormachtstellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Rolle von Bohemund von Tarent während des Ersten Kreuzzuges, insbesondere bei der Eroberung von Antiochia, anhand einer vergleichenden Quellenstudie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Biographie Bohemunds, die militärischen Ereignisse der Belagerung von Antiochia sowie die Rezeption seiner Person in zeitgenössischen christlichen und muslimischen Quellen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Bohemund von Tarent tatsächlich eine herausragende historische Persönlichkeit war oder ob sein Ruf in der Geschichtsschreibung überbewertet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Der Autor führt einen komparativen Quellenvergleich durch, bei dem christliche Chroniken, muslimische Berichte und private Korrespondenzen auf ihre Darstellung von Bohemunds Handeln und seinen Charakter untersucht werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biographische Aufarbeitung, die Darstellung der Belagerung von Antiochia unter Fokus auf Bohemunds Truppen sowie die detaillierte Analyse der Quellenlage.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bohemund von Tarent, Erster Kreuzzug, Quellenanalyse, militärische Vormachtstellung und historische Wahrnehmung charakterisieren.

Wie bewerten die muslimischen Chronisten wie Ibn al-Qalanisi die Rolle Bohemunds?

Muslimische Chronisten erwähnen Bohemund oft nicht namentlich, sondern fassen die Kreuzfahrer unter dem Begriff „Franken“ zusammen, was vermutlich als Stilmittel zur bewussten Herabwürdigung oder zur Wahrung der Distanz zu verstehen ist.

Warum spielt der Bericht von Anna Komnena eine so zentrale Rolle für das Bild des Bohemund?

Anna Komnena liefert eine detaillierte, fast schwärmerisch-positive Beschreibung von Bohemunds Erscheinung und Charakter, was ihn als idealisierten „perfekten“ Krieger erscheinen lässt und seine im Vergleich zu anderen Fürsten oft betonte Sonderstellung unterstützt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bohemund von Tarent. Herausragende Persönlichkeit bei der Schlacht um Antiochia oder ein Heerführer unter vielen?
Hochschule
Universität Hamburg  (Geschichte)
Note
1,3
Autor
Oliver Salewski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V229997
ISBN (eBook)
9783656454274
ISBN (Buch)
9783656455868
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bohemund von Tarnet Antiochia 1. Kreuzzug Quellenanalyse Quellen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Salewski (Autor:in), 2013, Bohemund von Tarent. Herausragende Persönlichkeit bei der Schlacht um Antiochia oder ein Heerführer unter vielen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/229997
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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