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Die Entwicklung der Bürgersprache im 19. Jahrhundert

Titel: Die Entwicklung der Bürgersprache  im 19. Jahrhundert

Seminararbeit , 2009 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: B.A. Viktoria Heitz (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

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Zusammenfassung Leseprobe Details


Im 18. Jahrhundert dominierte noch eine feudale Hofkultur und eine, mit französischen Anteilen gemischte Sprachform, und das Bürgertum war erst als aufstrebende gesellschaftliche Kraft anzusehen. Mit den entscheidenden ökonomischen, politischen und sozialen Veränderungen Ende des 18. Jahrhunderts übernehmen nun immer mehr die Bürger die führende Rolle in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft. Dabei nimmt man sich vor allem bürgerliche Bildung und bürgerliche Lebensformen zum Maßstab des Verhaltens, den auch andere gesellschaftliche Gruppen vermehrt anerkennen. Deshalb bezeichnen speziell Sprachhistoriker das 19. Jahrhundert vorwiegend als bürgerliches Jahrhundert. Aufgrund der Gesellschaftsordnung, welche durch das Bürgertum geprägt ist, rückt besonders die bürgerliche Sprache, die als Standardsprache zu bezeichnen ist, in den Vor-dergrund. Die Art und Weise des Gebrauchs der Sprache sieht man als Merkmal für eine bestimmte Methode der Kultur oder für bestimmte gesellschaftliche Gruppierungen oder Formationen an. In der Epoche des 19. Jahrhunderts entsteht in Deutschland eine für die Sozialgeschichte bestimmte gesellschaftliche Gruppe: ,das Bildungsbürgertum‘. In der folgenden Arbeit soll gezeigt werden, durch welche historischen Hintergründe es zum Bürgertum kam und wie dieses definiert wird. Im Hauptteil wird die bürgerliche Sprache analysiert, d.h. es wird untersucht, welche Voraussetzungen und Bedingungen nötig waren, um eine Art Standardsprache heranreifen zu lassen. In diesem Zusammenhang wird außerdem auf den Gebrauch der Standardsprache eingegangen und wie sie sich auf den bürgerlichen Alltag auswirkt.
Schlussendlich werden einige Textbeispiele aufgeführt, um die zuvor theoretisch geschilderten sprachlichen Differenzen zwischen den einzelnen Bildungsschichten praktisch zu veranschaulichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Bürgertum und seine Entwicklung im 19. Jahrhundert

2.1 Historische Hintergründe

2.2 Soziale Zusammensetzung des Bürgertums

3. Die Sprache des Bürgertums

3.1 Voraussetzungen und Bedingungen einer bürgerlichen Standardsprache

3.2 Die bürgerliche Sprachkultur

3.2.1 Popularisierung und Pädagogisierung der Standardsprache

3.2.2 Verwendung der bürgerlichen Sprache im Alltag

4. Textbeispiele der bürgerlichen Sprache

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Etablierung der bürgerlichen Sprache im 19. Jahrhundert. Dabei wird analysiert, wie sich das Bürgertum und seine Sprachkultur im Kontext sozioökonomischer Veränderungen konstituierten und inwiefern die Standardsprache als soziales Distinktionsmerkmal und nationales Symbol fungierte.

  • Historische Genese und soziale Differenzierung des Bürgertums
  • Bedeutung von Bildung als zentrale Ressource bürgerlicher Identität
  • Soziolinguistische Prozesse der Pädagogisierung und Popularisierung
  • Sprachliche Rituale und Normen im bürgerlichen Alltag
  • Analyse von Sprachdaten zur Illustration sozialer Sprachunterschiede

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Popularisierung und Pädagogisierung der Standardsprache

Ihren Anfang nimmt die Popularisierung der Standardsprache zu Beginn des 19. Jahrhunderts, deren Ausgangspunkt das damals kleine Bildungsbürgertum ist. Dort gilt das z.B. durch Goethe, Lessing und Schiller herangereifte Deutsch in Wort und Schrift. Der zweite Ausgangspunkt der Popularisierung ist die Beschränkung der Verwendung der Standardsprache ausschließlich auf den schriftsprachlichen Teil – besonders bei literarischen Textsorten. In Folge der Entkonturierung des Bildungsbürgertums kommt es zu einigen soziolinguistischen Entwicklungen, wie z.B. der Verdrängung des Lateinischen oder der Alpha-betisierung.

Eine weitere Entwicklung, welche die Popularisierung der Standardsprache begünstigt, ist die Verdrängung der Dialekte und die Frage nach dem klassischen Deutsch als Orientierungsgröße für die angemessene Verwendung von Standardsprache. Im 19. Jahrhundert ist verstärkt die Abwertung des dialektalen Sprechens zu bemerken. Besonders im Bildungsbürgertum von der ersten bis zur zweiten Hälfte des Jahrhunderts zeigt sich eine negative Bewertung des Dialekts. Oft werden den Sprechenden fehlende Bildung und mangelnde Umgangsformen zugesprochen. Diese Entwicklungen löst die Herausbildung und Verbreitung einer sprechsprachlichen Version der Standardsprache aus. Mit dem Dialekt gehen jedoch auch die mit ihm konnotierten Sozialisationsformen und Lebensmuster verloren, d.h. soziale Konzepte, die durch Nähe und durch dichte soziale Netzwerke bestimmt sind, existieren nicht mehr.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik des 19. Jahrhunderts als „bürgerliches Zeitalter“ und Definition der zentralen Forschungsfragen hinsichtlich der Entstehung und Rolle der bürgerlichen Standardsprache.

2. Das Bürgertum und seine Entwicklung im 19. Jahrhundert: Untersuchung der historischen Ursachen für den Aufstieg des Bürgertums und Analyse seiner heterogenen sozialen Zusammensetzung aus Besitz-, Bildungs- und Kleinbürgertum.

3. Die Sprache des Bürgertums: Darstellung der sprachlichen Voraussetzungen sowie des Wandels hin zur Standardsprache durch Prozesse der Normierung, Pädagogisierung und zunehmenden sozialen Verbreitung.

4. Textbeispiele der bürgerlichen Sprache: Praktische Analyse konkreter historischer Dokumente, wie Briefwechseln, zur Veranschaulichung stilistischer Unterschiede und der sozialen Aneignung bürgerlicher Sprachnormen.

5. Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Schlussfolgerung, dass das Bürgerliche primär über den Sprachgestus und das soziale Bewusstsein statt über eine homogene Sprachform definiert wird.

Schlüsselwörter

Bürgertum, Bildungsbürgertum, Standardsprache, Sprachgeschichte, 19. Jahrhundert, Soziolinguistik, Sprachkultur, Pädagogisierung, Popularisierung, Dialekt, Schriftsprache, Sozialisation, Identität, Normierung, Sprachrituale

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Gebrauch der bürgerlichen Sprache im 19. Jahrhundert und untersucht deren Funktion als kulturelles Identitätsmerkmal.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der sozioökonomische Aufstieg des Bürgertums, die Etablierung des Bildungsideals sowie die sprachhistorische Durchsetzung der Standardsprache gegenüber Dialekten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich das Bürgertum durch Sprache abgrenzte und wie die Standardsprache zur gesamtgesellschaftlichen Norm wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin verwendet eine literatur- und sprachgeschichtliche Analyse, ergänzt durch eine qualitative Auswertung historischer Korrespondenzen (Briefe).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Hintergründe, die soziale Schichtung des Bürgertums sowie die Prozesse der „Pädagogisierung“ und „Popularisierung“ der deutschen Sprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Bürgertum, Standardsprache, Bildungsbürgertum, Sprachkultur und Soziolinguistik.

Inwiefern beeinflusste die Industrialisierung die Sprache?

Durch die Industrialisierung und Urbanisierung kam es zu einer sozialen Vermischung, die den Druck zur Anpassung an eine einheitliche Standardsprache erhöhte.

Welche Rolle spielten Briefe bei der Untersuchung?

Die Briefanalysen verdeutlichen, wie Individuen (insbesondere aus dem Kleinbürgertum) versuchten, sich bürgerliche Sprachnormen anzueignen, und wo dabei typische Stilbrüche auftraten.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung der Bürgersprache im 19. Jahrhundert
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,0
Autor
B.A. Viktoria Heitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
23
Katalognummer
V229905
ISBN (eBook)
9783656453062
ISBN (Buch)
9783656453932
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung bürgerspache jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Viktoria Heitz (Autor:in), 2009, Die Entwicklung der Bürgersprache im 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/229905
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Leseprobe aus  23  Seiten
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