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Tarantinos Selbstreferentielle Welt im Zeichen des Postmodernismus

"Reservoir Dogs" & "Inglourious Basterds" im Kritischen Vergleich

Title: Tarantinos Selbstreferentielle Welt im Zeichen des Postmodernismus

Term Paper , 2013 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Marc Backhaus (Author)

Communications - Movies and Television

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Summary Excerpt Details

Mit "Reservoir Dogs" (1992) und "Inglourious Basterds" (2009) schuf Quentin Tarantino zwei grundlegend verschiedene Filme, die dennoch viele Gemeinsamkeiten bergen. Während bei "Reservoir Dogs" die erfundene Geschichte eines Juwelierüberfalls als Kontext dient, ist der von "Inglourious Basterds" das historische Ereignis des Zweiten Weltkrieges. "Freilich hat diese Rückbesinnung auf die Geschichte nicht zu einer wirklichkeitsgetreuen Abbildung der Vergangenheit geführt" (Felix 2002:9), dennoch bleibt der Bezug auf die historischen Gegebenheiten unabstreitbar (vgl. Interview on ROVE, 4:20). Gleichzeitig sind beide Filme sprudelnde Quellen zahlreicher Bezüge und Referenzen an Film, Schauspiel, "Medienkultur" (Felix 2002:9) und sich selbst als Medium, fungieren als "<Kultfilme> [...] in einem Spiel mit Zeichen und Zuschauer[,] [...] [die] die zunehmende Mediatisierung unserer Selbst und Weltbilder [reflektieren]" (9).

Dieses "[sichere] Spiel[,] [...] die Substitution vorgegebener, existierender und präsenter Stücke" (Derrida 1990:137) in der Produktion eines neuen Stückes und die Selbstwahrnehmung beider Werke als Medium, als Kunstwerk und als Film in einer Art "Hyperrealismus" (Felix 2002:9) sind die postmodernistischen, stilistischen Gemeinsamkeiten von "Reservoir Dogs" und "Inglourious Basterds", während ihre Verschiedenheiten auf inhaltlicher und geschichtlicher Ebene liegen. Die entscheidende Frage im Vergleich der beiden Filme bildet sich sehr schnell aus diesem Verhältnis – darf Tarantino das? Ist ihm das selbstreferentielle, mediatisierungsgeladene Spiel im Zeichen des Postmodernismus erlaubt, wenn die Tarantino-Welt, die er im Film damit aufbaut, auf einem historischen Ereignis solch dramatischen Ausmaßes wie des Zweiten Weltkrieges basiert?

Diese Hausarbeit wird die Darstellungsebenen von Fiktion und Wirklichkeit in einem kritischen Vergleich beider Filme ergründen, die Elemente Farbe, Musik, Schauspiel, Film und Zeichensprache im Netz der eigenen medialen Selbstwahrnehmung beider Filme einander gegenüberstellen, analysieren und dabei als Ausgangspunkt den postmodernistischen Ansatz nach dem "Zitat von Umberto Eco [verwenden]: dass die Vergangenheit auf neue Weise ins Auge gefasst werden muss – mit Ironie, ohne Unschuld, oder anders und aus dem Blickwinkel des Filmhistorikers gesagt: Nur wer die Geschichte kennt, versteht die Gegenwart!" (Felix 2002:10).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Was wird dargestellt – Fiktion oder Wirklichkeit? Teil 1

Mediale Selbstwahrnehmung

i. Farbe als Wegweiser

ii. Musik als Botschafter

iii. Der Film im Film & der Schauspieler im Schauspieler

iv. Zeichensprache

Was wird dargestellt – Fiktion oder Wirklichkeit? Teil 2

Darf Der Das? – Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellungsebenen von Fiktion und Wirklichkeit in Quentin Tarantinos Filmen "Reservoir Dogs" und "Inglourious Basterds". Ziel ist ein kritischer Vergleich, der aufzeigt, wie Tarantino durch Elemente der medialen Selbstwahrnehmung – wie Farbe, Musik, Meta-Erzählungen und Zeichensprache – die Grenzen zwischen filmischer Fiktion und Realität gezielt verwischt.

  • Postmodernistische Ansätze und Hyperrealismus im Werk Tarantinos.
  • Die Funktion von Farben als narrativer Wegweiser für Charakterattribute.
  • Musik als selbstbewusste, kommentierende Instanz innerhalb der Filmstruktur.
  • Meta-fiktionale Konzepte ("Film im Film") und Schauspieler-Rollenreflexion.
  • Der Umgang mit historischer Wirklichkeit vs. fiktionaler Erzählfreiheit.

Auszug aus dem Buch

i. Farbe als Wegweiser

Für "Reservoir Dogs" sind die Farben zentraler Wegweiser durch den Verlauf der Geschichte und markieren die Persönlichkeiten der Charaktere (vgl. Bouzereau 2000:72). Sie sind sogar direkt angesprochenes Thema der Handlung – die Gangster bekommen Farben als Decknamen – und tauchen so über den Film verteilt mit einer untermalenden, betonenden Funktion in einem "Spiel der Wiederholung" (Derrida 1990:137) auf, wobei sie das Geschehen zu kommentieren und auch vorauszudeuten scheinen.

Für Mr Orange trifft das mit seinem Farbnamen verbundene Attribut der Ankündigung des Todes (vgl. Artikel zu "Der Pate" auf martinschlu.de & "Symbolik" in "Zitruspflanzen" auf de.wikipedia.org) mehr als passend zu: Nicht nur er stirbt über den Großteil des Films hinweg, er ist letzten Endes als Verräter der Gangster auch der Todesbringer für alle (vgl. 1:28:08). Dass er in irgendeiner Art und Weise auch mit der Polizei in Verbindung steht, wird, bevor wir es als Zuschauer erfahren (vgl. 0:58:51), bereits mit einem orangenen Luftballon angedeutet, der über die Straße fliegt, als der von den Gangstern gefangene Polizist verprügelt wird (vgl. 0:44:00). In Mr Oranges Apartment sehen wir einige Orangen im Bild, während er seinen Text übt (vgl. 1:05:25), noch bevor die Namensvergabe überhaupt stattfindet (vgl. 1:16:25).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der mediatisierten Welt bei Tarantino und Formulierung der Leitfrage zur Berechtigung des Spiels mit Fiktion und Geschichte.

Was wird dargestellt – Fiktion oder Wirklichkeit? Teil 1: Analyse der ironischen Brüche zwischen Genre-Konventionen und alltagsnahen Dialogen sowie deren Effekt auf die Zuschauerwahrnehmung.

Mediale Selbstwahrnehmung: Detaillierte Untersuchung der filmischen Mittel wie Farbsymbolik, Musik, Meta-Erzählungen und Zeichensprache als Instrumente zur Selbstreflexion der Filme.

Was wird dargestellt – Fiktion oder Wirklichkeit? Teil 2: Synthese der vorangegangenen Analysen und Diskussion der Fiktion-Wirklichkeits-Barriere als bewusstes Konstrukt.

Darf Der Das? – Fazit: Beantwortung der Leitfrage mit dem Ergebnis, dass Tarantino als "Jongleur der Welten" durch den Postmodernismus legitime neue Kunstformen schafft.

Schlüsselwörter

Quentin Tarantino, Reservoir Dogs, Inglourious Basterds, Postmodernismus, Hyperrealismus, Mediale Selbstwahrnehmung, Fiktion, Wirklichkeit, Farbsymbolik, Filmmusik, Meta-Film, Zeichensprache, Zitat, Dekonstruktion, Filmanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung von Fiktion und Wirklichkeit in ausgewählten Filmen von Quentin Tarantino und analysiert, wie diese Werke ihre eigene Medialität reflektieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen der postmodernistische Ansatz, die Nutzung von Referenzen auf reale Kultur, die Meta-Ebene des Kinos sowie die Bedeutung von Farbe und Musik als erzählerische Mittel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist ein kritischer Vergleich, um zu beantworten, ob Tarantinos selbstreferentielles Spiel mit der Geschichte (insbesondere dem Zweiten Weltkrieg) legitim ist.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Filmanalyse, die durch poststrukturalistische Theorien (u.a. Jacques Derrida) und den postmodernen Diskurs gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Fiktion-Wirklichkeit-Ebenen und eine detaillierte Untersuchung spezifischer medialer Elemente wie Farbsymbolik, Filmmusik und Meta-Erzählstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Postmodernismus, Hyperrealismus, Meta-Film, Fiktion-Wirklichkeits-Barriere, Selbstreferentialität und mediale Selbstwahrnehmung.

Warum spielt die Farbe in "Reservoir Dogs" eine so zentrale Rolle?

Die Farben dienen als Wegweiser und Identifikationsmarker für die Charaktere, wobei sie deren moralische Ambiguität zwischen "Gut" und "Böse" sowie deren Schicksal in der Geschichte untermalen.

Wie unterscheidet sich die Musiknutzung in den beiden analysierten Filmen?

Während die Musik in "Reservoir Dogs" eher ironisch kontrastiert und eine eigenständige, kommentierende Instanz bildet, wirkt sie in "Inglourious Basterds" stärker unterstützend und harmonisierend in der Dramaturgie.

Was bedeutet der Begriff "Film im Film" in diesem Kontext?

Er beschreibt Szenen, in denen Charaktere sich selbst als Schauspieler betrachten oder in denen Filme innerhalb der erzählten Geschichte (wie "Stolz der Nation") eine aktive Rolle einnehmen.

Wie lautet die abschließende Antwort auf die Frage "Darf der das?"

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Tarantino das darf, da er durch den postmodernen Kontext und die hohe Selbstwahrnehmung seiner Filme neue, legitime Kunstwerke schafft, die die Historizität respektvoll, aber ironisch transformieren.

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Details

Title
Tarantinos Selbstreferentielle Welt im Zeichen des Postmodernismus
Subtitle
"Reservoir Dogs" & "Inglourious Basterds" im Kritischen Vergleich
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Musikwissenschaft und Medienwissenschaft)
Course
Seminar "Schlaglichter - Medien/Techniken des Films"
Grade
1,3
Author
Marc Backhaus (Author)
Publication Year
2013
Pages
21
Catalog Number
V229549
ISBN (eBook)
9783656454557
ISBN (Book)
9783656456049
Language
German
Tags
Tarantino Reservoir Dogs Inglourious Basterds Derrida postmodern medienwissenschaft film kino quentin zeichen farbe musik schauspieler fiktion wirklichkeit elsaesser engelmann felix bouzereau fischer körte nagel seeßlen woods
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marc Backhaus (Author), 2013, Tarantinos Selbstreferentielle Welt im Zeichen des Postmodernismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/229549
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