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Nonresponseforschung. Die Möglichkeiten im Rahmen des Datenschutzes

Title: Nonresponseforschung. Die Möglichkeiten im Rahmen des Datenschutzes

Term Paper , 2011 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Boris Reinecke (Author)

Sociology - Methodology and Methods

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Summary Excerpt Details

Wie in jedem Bereich der sozialwissenschaftlichen Forschung, so ist auch im Bereich der Nonresponseforschung die Beachtung und Kenntnis geltender Vorgaben zur Wahrung des Datenschutzes unerlässlich. Angesichts des besonderen Forschungsgegenstandes, nämlich jenen Personen, die sich Befragungen verweigern, kann davon ausgegangen werden, dass hier ganz besondere Sorgfalt hinsichtlich des Datenschutzes zu wahren ist. Denn fragwürdige Methoden könnten dazu beitragen, das öffentliche Bild von sozialwissenschaftlicher Forschung unnötig zu schädigen, so wie sich beispielsweise sogenannte Telemarketingstrategien, wie Werbeanrufe und ähnliches, negativ auf die Akzeptanz telefonischer Befragungen zu Forschungszwecken auswirken.

Diese Arbeit wird einen Überblick darüber bieten, was der Nonresponseforschung im Rahmen des Datenschutzes in der BRD möglich beziehungsweise nicht möglich ist. Dazu werden nach einem kurzen einführenden Exkurs zu den Grundsätzen des Datenschutzes einige gängige methodische Ansätze daraufhin evaluiert, ob und wie sie mit den Prinzipien des Datenschutzes kollidieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Datenschutz in der Nonresponseforschung

2.1 Grundsätzliches zum Datenschutz in der BRD

2.2 Methoden der Nonresponseforschung aus der Perspektive des Datenschutzes

2.2.1 Vergleich von Aggregatstatistiken mit Stichprobenergebnissen

2.2.2 Individueller Abgleich mit Zensusdaten

2.2.3 Individueller Abgleich mit Sampling-Frame-Daten

2.2.4 Vergleich von Daten ehemaliger Panelteilnehmer

2.2.5 Extrapolation auf Grundlage der Schwierigkeit des Interviews

2.2.6 Interviewerschätzungen

2.2.7 Angegebene Verweigerungs- und Teilnahmegründe

2.2.8 Angaben konvertierter Verweigerer

3 Schlussbemerkungen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der Nonresponseforschung und den gesetzlichen Datenschutzbestimmungen in Deutschland, um zu evaluieren, welche methodischen Vorgehensweisen zur Analyse von Nicht-Antworten unter Berücksichtigung von Persönlichkeitsrechten zulässig oder unzulässig sind.

  • Grundlagen des Datenschutzes in der Bundesrepublik Deutschland
  • Methodische Ansätze in der Nonresponseforschung
  • Konfliktpotenziale zwischen Forschungsvorhaben und informationeller Selbstbestimmung
  • Evaluation gängiger Methoden (z. B. Datenabgleich, Schätzverfahren) hinsichtlich ihrer datenschutzrechtlichen Zulässigkeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Grundsätzliches zum Datenschutz in der BRD

Die Gesetze zum Datenschutz können als vermittelndes Element zwischen zwei un- veräußerlichen Grundrechten verstanden werden: Zum einen gilt in Deutschland die Freiheit der Forschung, die unter anderem besagt, dass Methoden und Themen von Forscherinnen und Forschern jeweils frei gewählt werden können, ohne dass der Staat hierbei Zensur ausüben darf (Häder 2009, S. 5). Zum anderen gilt der Grundsatz, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und daraus abgeleitet, dass jeder Mensch das Recht hat, selbst zu bestimmen, ob seine persönlichen Daten erhoben werden, oder nicht. Dies wird als Prinzip der informationellen Selbstbestimmung bezeichnet und bedeutet, dass Daten von natürlichen Personen nur mit ihrem Einverständnis erhoben und verarbeitet werden dürfen, es sei denn, gesetzliche Regelungen besagen etwas anderes (Häder 2009, S. 5f).

Diese beiden Grundrechte können einander durchaus in die Quere kommen, denn besonders für die Sozialwissenschaften ist es unerlässlich, Daten von und über Per- sonen zu erheben. Um dies zu ermöglichen, bietet das Datenschutzrecht einige Rah- menrichtlinien, die festlegen, wie Forschungsfreiheit und Persönlichkeitsrechte mit- einander vereinbar sind.

Erste Orientierung bietet das Prinzip der Verhältnismäßigkeit, das besagt, dass so- wohl das Recht auf freie Forschung, als auch das Recht auf informationelle Selbstbe- stimmung so weit wie möglich gewährleistet werden soll, ohne dass eines der Grund- rechte gravierend missachtet wird. Dazu muss seitens der Forscherinnen und For- scher abgewägt werden, ob für das Erreichen des Forschungsziels eine Erhebung und damit ein Eindringen in die Privatsphäre der befragenden Personen überhaupt notwendig ist. Wenn dies der Fall ist, so muss auch das gesamte Forschungsdesign verhältnismäßig gestaltet werden. Dies erfordert unter anderem eine angemessene Wahl der Kontaktzeiten und einen möglichst kurzen Fragebogen. Andererseits muss auch aus der Perspektive der befragten Personen abgewägt werden, ob eine konkrete Befragung, oder auch nur die Herstellung eines Kontaktes mit Zweck einer Be- fragung, tatsächlich einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Datenschutzes in der Nonresponseforschung und definiert das Ziel der Arbeit, gängige Methoden auf ihre datenschutzrechtliche Verträglichkeit zu prüfen.

2 Datenschutz in der Nonresponseforschung: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil, in dem sowohl rechtliche Grundsätze als auch spezifische Forschungspraktiken hinsichtlich ihres Konfliktpotenzials mit dem Datenschutz analysiert werden.

3 Schlussbemerkungen: Das Fazit stellt fest, dass Datenschutzrecht und Forschungsinteressen zwar in einem Spannungsverhältnis stehen, jedoch methodische Verfeinerungen eine rechtssichere Forschung ermöglichen.

Schlüsselwörter

Datenschutz, Nonresponseforschung, informationelle Selbstbestimmung, Forschungsfreiheit, Verhältnismäßigkeit, Sozialwissenschaften, Datenabgleich, Persönlichkeitsrechte, Aggregatstatistiken, Forschungsethik, Zensusdaten, Sampling-Frame, Datenvermeidung, Anonymisierung, Personenbezogene Daten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Anforderungen der empirischen Sozialforschung, insbesondere bei der Untersuchung von Nonresponse, mit den geltenden deutschen Datenschutzgesetzen vereinbaren lassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Prinzip der informationellen Selbstbestimmung, die Freiheit der Forschung sowie die rechtliche Bewertung spezifischer Methoden zur Untersuchung von Verweigerern in Umfragen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche methodischen Ansätze in der Nonresponseforschung datenschutzkonform sind und wo die Grenzen bei der Erhebung personenbezogener Daten liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der gängige Forschungspraktiken auf Basis von gesetzlichen Datenschutzbestimmungen und fachwissenschaftlicher Literatur evaluiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit sowie der rechtlichen Prüfung verschiedener Methoden, wie dem Datenabgleich mit Zensusdaten, Interviewerschätzungen und der Analyse von Teilnahmegründen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Datenschutz, Nonresponseforschung, informationelle Selbstbestimmung, Verhältnismäßigkeit und Forschungsfreiheit stehen im Zentrum der Arbeit.

Warum gelten Interviewerschätzungen als methodisch problematisch, obwohl sie datenschutzrechtlich unbedenklich sind?

Obwohl sie keine personenbezogenen Daten erheben, sind sie laut Autor methodisch oft wenig valide, da sie häufig nur auf vagen Eindrücken oder Vermutungen basieren und nicht die tatsächlichen Gründe der Zielperson widerspiegeln.

Welche Bedeutung kommt dem Datentreuhänderprinzip in der Arbeit zu?

Das Datentreuhänderprinzip wird in den Schlussbemerkungen als zukunftsweisender Lösungsansatz genannt, um Forschungsdaten datenschutzkonform zu verarbeiten, ohne die Persönlichkeitsrechte der Probanden zu verletzen.

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Details

Title
Nonresponseforschung. Die Möglichkeiten im Rahmen des Datenschutzes
College
Dresden Technical University  (Institut für Soziologie)
Course
Seminar: Nonresponse
Grade
1,3
Author
Boris Reinecke (Author)
Publication Year
2011
Pages
11
Catalog Number
V215924
ISBN (eBook)
9783656448952
Language
German
Tags
nonresponseforschung möglichkeiten rahmen datenschutzes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Boris Reinecke (Author), 2011, Nonresponseforschung. Die Möglichkeiten im Rahmen des Datenschutzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/215924
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