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Die Selbstbildgestaltung von Rudolf Höß in "Kommandant in Auschwitz"

Titel: Die Selbstbildgestaltung von Rudolf Höß in "Kommandant in Auschwitz"

Essay , 2012 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Genevieve Mulack (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Am 16. April 1947 wird Rudolf Höß genau an dem Ort gehenkt, an welchem er als Kommandant selbst viele Menschen in den Tod geschickt hatte – in Auschwitz. Unter dem Titel „Kommandant in Auschwitz“ werden seine Aufzeichnungen 1958 von dem Historiker Martin Broszat in Stuttgart veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung sind viele moralische Fragen verbunden. Eine von ihnen lautet: Wie liest man die Aufzeichnungen
ohne falsche Sympathien zu wecken? Eine Antwort hierauf könnte kritisches und zielgerichtetes Lesen sein. Diese darf nicht instinktiv, sondern muss analytisch fundiert sein und das Aufdecken versteckter Mechanismen zum Ziel haben. Beispielhaft für einen versteckten Mechanismus ist die Imagekonstruktion von Rudolf Höß. An Hand der
Fragestellung Wie gestaltet Rudolf Höß die Erzählung seiner Lebensgeschichte und kreiert dadurch ein spezifisches Selbstbild? soll im Folgenden kritisches und zielgerichtetes Lesen erprobt werden. Um die Räder des Mechanismus herauszuarbeiten wird das kreierte Selbstbild von Höß rekonstruiert. Analysiert werden hierbei auch die Sprache und die Verwendung von narrativen Strategien. Untermauert wird das Vorgehen durch die Integration von Journalartikeln und Buchkritiken sowie den begleitenden Worten des Herausgebers Martin Broszat.Wie Rudolf Höß die Erzählung seiner Lebensgeschichte gestaltet und dadurch ein spezifisches Selbstbild kreiert?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Selbstbild

2.1 Der allwissende und glaubhafte Richter

2.2 Der bürokratische Automat

2.3 Der sensible Poet

3. Resümee

4. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, wie Rudolf Höß in seinen autobiographischen Aufzeichnungen die Erzählung seiner Lebensgeschichte strukturiert, um gezielt ein spezifisches, entlastendes Selbstbild zu konstruieren und beim Leser bestimmte Sympathien zu erwecken.

  • Analyse der narrativen Strategien und rhetorischen Stilmittel in der Autobiographie von Rudolf Höß.
  • Rekonstruktion der drei zentralen Identitätsentwürfe: als Richter, bürokratischer Automat und sensibler Poet.
  • Untersuchung der Diskrepanz zwischen realen historischen Tatsachen und der literarischen Selbstinszenierung.
  • Herausarbeitung der Mechanismen zur Imagekonstruktion und zur Einnahme der Opferrolle durch den Täter.
  • Kritische Reflexion über die Gefahr der unreflektierten Rezeption solcher Täter-Testimonien.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der allwissende und glaubhafte Richter

Wie das folgende Zitat zeigt, beginnen die Aufschriften mit dem Versprechen Höß, sich an die Realität zu halten: Im Folgenden will ich versuchen, über mein innerstes Leben zu schreiben. Ich will versuchen, aus der Erinnerung wirklichkeitsgetreu alle wesentlichen Vorgänge, alle Höhen und Tiefen meines psychischen Lebens wiederzugeben. (p. 23)

Sein Versprechen die Erzählungen wirklichkeitsgetreu aufzuschreiben ist eine narrative Strategie des Autors. Gleich zu Beginn möchte damit bewirken, dass er glaubwürdig erscheint. Er rückt sich in das positive Licht einer aufrichtigen und vertrauenswürdigen Person. Mit dieser Technik möchte er Sympathien beim Leser erwecken und eine Nähe zwischen Produzenten und Rezipienten aufbauen. Gleich zu Beginn soll daher kritisches Hinterfragen umgangen werden. Im weiteren Verlauf des Textes wird das Bild des Glaubwürdigen gestärkt. Ein rhetorisches Stilmittel, welches hierfür eingesetzt wird ist die Wiederholung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Rezeption von Rudolf Höß' Aufzeichnungen ein und formuliert die Forschungsfrage zur Analyse der konstruierten Identität.

2. Das Selbstbild: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis für die Untersuchung der Fiktionalisierung von Lebensläufen und Täter-Biographien.

2.1 Der allwissende und glaubhafte Richter: In diesem Teil wird analysiert, wie Höß durch Sprache und rhetorische Mittel versucht, eine moralische Autorität aufzubauen.

2.2 Der bürokratische Automat: Dieser Abschnitt behandelt die Darstellung von Höß als passives Rädchen im System, das ohne eigenes Hinterfragen Befehle ausführte.

2.3 Der sensible Poet: Hier wird untersucht, wie Höß mittels Natur- und Familienmetaphorik sowie Selbstmitleid versucht, ein emotionales und menschliches Selbstbild zu vermitteln.

3. Resümee: Die Zusammenfassung führt die drei Identitätsaspekte zu einem Gesamtbild des "tragischen Helden" zusammen und betont die Notwendigkeit einer kritischen Distanz.

4. Bibliographie: Das Verzeichnis der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Rudolf Höß, Auschwitz, Autobiographie, Selbstbild, Imagekonstruktion, narrative Strategien, Täter-Testimonien, Geschichtsfiktion, Holocaust, Identitätsentwurf, Rhetorik, NS-Jargon, Opferrolle, Literaturwissenschaft, historische Analyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Autobiographie des Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß im Hinblick auf seine Strategien der Selbstinszenierung und Imagekonstruktion.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die narrativen Techniken, die Höß einsetzt, um seine Täterrolle zu verschleiern und durch ein konstruiertes Selbstbild (als Richter, Automat oder Poet) beim Leser Mitleid oder Verständnis zu erzeugen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, wie Rudolf Höß seine Lebensgeschichte narrativ gestaltet und durch welche Mechanismen er dabei ein spezifisches Selbstbild kreiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die den Text kritisch hinterfragt, sprachliche Strategien untersucht und diese durch zeitgenössische sowie moderne Buchkritiken und Fachliteratur stützt.

Was sind die Schwerpunkte im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei identifizierten Rollenmodelle des Autors: Den allwissenden Richter, den bürokratischen Automaten und den sensiblen Poeten.

Welche Schlagworte charakterisieren die Analyse am besten?

Die zentralen Begriffe sind Täter-Selbstbild, narrative Strategien, Realfiktion, moralische Entlastung und kritische Rezeption.

Wie unterscheidet sich die Rolle des "bürokratischen Automaten" von der des "sensiblen Poeten"?

Als bürokratischer Automat entzieht sich Höß durch die Darstellung der bloßen Pflichterfüllung jeglicher individueller Schuld, während er sich als sensibler Poet über seine Naturverbundenheit und Gefühle als zutiefst menschlich und verkannt inszeniert.

Welche Funktion hat die "Ringkomposition" in der Autobiographie, laut der Autorin?

Die Autorin argumentiert, dass Höß mit der chronologischen Erzählung von der Kindheit bis kurz vor seinen Tod versucht, sich als "Teil des Kreislaufs des Lebens" und damit als gewöhnlichen Menschen darzustellen, was seine Tatverantwortung verschleiern soll.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Selbstbildgestaltung von Rudolf Höß in "Kommandant in Auschwitz"
Hochschule
University of Edinburgh
Note
1,0
Autor
Genevieve Mulack (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V215794
ISBN (eBook)
9783656443391
ISBN (Buch)
9783656443643
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbstbildgestaltung rudolf kommandant auschwitz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Genevieve Mulack (Autor:in), 2012, Die Selbstbildgestaltung von Rudolf Höß in "Kommandant in Auschwitz", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/215794
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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