In dieser kleineren Arbeit wird untersucht, wie Stereotypen im englischen Fremdsprachenunterricht versendet werden sollten
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Auto- und Heterostereotypen – eine Begriffsklärung
3. Komparative Imagologie
3.1. Das Kulturelle Gedächtnis
3.2. Bedeutung des Kulturellen Gedächtnis für die Nutzung von Stereotypen
4. Verwendung von Stereotypen im Fremdsprachenunterricht
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die didaktische Relevanz von Stereotypen im Kontext des Fremdsprachenunterrichts mit dem Ziel, Wege für eine konstruktive Einbindung in das interkulturelle Lernen aufzuzeigen.
- Definition und Abgrenzung von Stereotypen und Vorurteilen
- Die Rolle der Komparativen Imagologie bei der Entstehung von Selbst- und Fremdbildern
- Das Konzept des Kulturellen Gedächtnisses nach Assmann
- Didaktische Strategien zur Nutzung von Stereotypen im Unterricht
Auszug aus dem Buch
4. Verwendung von Stereotypen im Fremdsprachenunterricht
Innerhalb der Fremdsprachendidaktik ist die Landeskunde für den Umgang mit Stereotypen zuständig: Sie hat die Aufgabe zum Verständnis der Fremden beizutragen“ (vgl. Bredella 1980:18). Da Stereotype in der Regel ein stark verfälschtes Bild der Zielkultur transportieren ist der Begriff „Stereotyp“ im Fremdsprachenunterricht gemeinhin negativ behaftet. Gerade im Bildungsbereich werden Stereotypen vor allem in ihrer Eigenschaft als Vorurteilsförderndes Gedankengut und daher in erster Linie als bekämpfenswertes Übel gesehen.
Diese Haltung ist nicht grundsätzlich falsch, sind doch Stereotype durch ihre gesellschaftlich starke Verankerung schwer korrigierbar und der Nährboden für Vorurteile, welche wiederum die Hauptquelle für Diskriminierung sind.
Dabei wird allerdings oft deren denkökonomische Funktion übersehen und eine „vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit einem Grundbestandteil menschlicher Kognition verhindert.“ (O`Sullivan 1999:313)
Mit dieser Stigmatisierung von Stereotypen geht nach Nünning (1999:315) zudem häufig die Zielsetzung einher, Vorurteile aufzudecken und die Unterschiede zwischen Klischees und fremden Wirklichkeitsvorstellungen zu vermitteln.
Diese Zielsetzung geht jedoch im Wesentlichen am eigentlichen Ziel des interkulturellen Fremdsprachenunterrichts vorbei, nämlich die Differenzierungsfähigkeit und das Verstehen anderer Kulturen bei den Schülern zu fördern.
Konzentriert man sich also nur auf die oben genannten Diskrepanzen, bleibt der Lerneffekt auf einen abfragbaren, kognitiven Lerngegenstand beschränkt und das Potential, welches Stereotype für den Fremdsprachenunterricht bieten, wird damit verschenkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des interkulturellen Lernens im Fremdsprachenunterricht und führt in die Fragestellung zur Rolle von Stereotypen ein.
2. Auto- und Heterostereotypen – eine Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe und grenzt Stereotype von Vorurteilen und Images ab.
3. Komparative Imagologie: Es wird die wissenschaftliche Disziplin der Imagologie vorgestellt, die sich mit der Wechselbeziehung zwischen Selbst- und Fremdbildern befasst.
3.1. Das Kulturelle Gedächtnis: Erläuterung des Konzepts nach Assmann und dessen Bedeutung für die kollektive Erinnerung und Identitätsbildung.
3.2. Bedeutung des Kulturellen Gedächtnis für die Nutzung von Stereotypen: Dieses Kapitel zeigt die Verknüpfung zwischen kulturellem Gedächtnis und der Entstehung von nationalen Stereotypen auf.
4. Verwendung von Stereotypen im Fremdsprachenunterricht: Untersuchung didaktischer Ansätze, um Stereotype produktiv und kritisch reflektiert in den Unterricht einzubinden.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über das Potenzial von Stereotypen für das interkulturelle Lernen bei korrekter didaktischer Handhabung.
Schlüsselwörter
Stereotype, Vorurteile, Interkulturelles Lernen, Fremdsprachenunterricht, Komparative Imagologie, Kulturelles Gedächtnis, Selbstbild, Fremdbild, Auto-Stereotypen, Hetero-Stereotypen, Identitätsbildung, Landeskunde, Differenzierungsfähigkeit, Nationale Identität, Didaktik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung von Stereotypen im Fremdsprachenunterricht und untersucht, wie diese im schulischen Kontext sinnvoll thematisiert werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Begriffsklärung von Stereotypen, die Disziplin der Komparativen Imagologie sowie das Konzept des Kulturellen Gedächtnisses.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Umgang mit Stereotypen weg von einer rein negativen Stigmatisierung hin zu einer produktiven Nutzung für das interkulturelle Verstehen und die Förderung der Differenzierungsfähigkeit zu führen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit kulturwissenschaftlichen und fremdsprachendidaktischen Ansätzen sowie Modellen zur Imagologie und Gedächtnistheorie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die theoretische Fundierung durch die Komparative Imagologie und das Kulturelle Gedächtnis sowie konkrete didaktische Vorschläge für den Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Besonders prägend sind die Begriffe Stereotype, Interkulturelles Lernen, Komparative Imagologie und Kulturelles Gedächtnis.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Stereotypen und Vorurteilen?
Stereotype werden als kognitive Muster zur Komplexitätsreduktion verstanden, während Vorurteile einen affektiven Aspekt mit negativer Wertung und diskriminierendem Charakter besitzen.
Welchen didaktischen Zugang schlägt O'Sullivan zur Nutzung von Stereotypen vor?
Der Autor empfiehlt einen Zugang über Autostereotypen, also die Reflexion über das eigene kulturelle Selbstbild, um so eine stärkere Verknüpfung mit den Erfahrungen der Lernenden zu erzielen.
- Arbeit zitieren
- David Kuhnert (Autor:in), 2010, Stereotype – Vorurteile – Schemata, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/215543