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Entwertung von Expertenwissen

Titel: Entwertung von Expertenwissen

Seminararbeit , 2000 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bjoern Egner (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit Beginn der Bildungsexpansion drängen die Abiturienten verstärkt auf die Hochschulen und Universitäten. Ergebnis dieser Entwicklung ist eine immer größer werdende Anzahl von Akademikern, die sich auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft behaupten müssen. Trotz der Tatsache, daß die Aussichten für Akademiker auf dem Arbeitsmarkt vergleichsweise gut sind, sind immer mehr Akademiker arbeitslos, wobei festzuhalten gilt, daß die fächerspezifische Lage sehr unterschiedlich ist.

Auf der anderen Seite ist eine kontinuierliche Abwertung des sozialen Status von Akademikern und des Glaubens in ihre fachliche Kompetenz festzustellen, wobei auch dies nicht für alle Fachgruppen in gleicher Weise gilt.

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für diese Divergenz der Fachgruppen.

Dazu werden zunächst die benötigten Definitionen gegeben, um anschließend das Profil der Akademiker, die spezifische Lage auf dem Arbeitsmarkt und den Vorgang der Standardisierung von Expertenwissen zu beschreiben (Kapitel 2).

Weiterhin werden die Gründe der Entwertung von Expertenwissen für die betroffenen Gruppen analysiert, und zwar besonders im Hinblick auf die Zunahme gesellschaftlicher Partizipationsmöglichkeiten und der daraus resultierende ,,Laienkritik" an den Experten (Kapitel 3).

Schließlich wird eine kurze Analyse der Gruppe der Informatiker dieser Analyse gegenübergestellt (Kapitel 4). Hierbei wurde die Debatte bewußt auf die Gruppe der Informatiker begrenzt, um den Rahmen der Arbeit nicht zu sprengen. In der Tat existieren "Berufs"gruppen, die gewissermassen im "Fahrtwind" der Entwicklung bei den Informatikern eine Aufwertung erhalten haben, beispielsweise Webdesigner, Graphiker, Layoutspezialisten, Mediendesigner, Kommunikationswissenschaftler usw.; diese werden allerdings vom Kontext der Arbeit nur gestreift und allenfalls am Rande erwähnt.
Der letzte Abschnitt faßt die Debatte zusammen und gibt einen Ausblick. Dabei wird insbesondere die Frage aufgeworfen, ob die von Hartmann/Hartmann zu Beginn der 80er Jahre festgestellten Trends anhalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. EXPERTEN UND IHR WISSEN

2.1 DER AKADEMIKER IM PROFIL

2.2 AKADEMIKER UND DER ARBEITSMARKT

2.3 STANDARDISIERUNG UND ENTWERTUNG VON WISSEN

3. GRÜNDE DES ENTWERTUNGSPROZESSES

3.1 COMPUTER STATT EXPERTEN

3.2 DEKLASSIFIKATION

3.3 DIE DEGRADIERUNG ZUM (TEILZEIT-)BÜROKRATEN

3.4 PARTIZIPATION ALS GEGENBEWEGUNG

3.5 DIE SELBSTENTWERTUNG DER EXPERTEN

4. INFORMATIKER ALS „NEUE KLASSE“? – DIE PROFESSIONALISIERUNGSDEBATTE

5. SCHLUßFOLGERUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die wahrgenommene Entwertung von Expertenwissen in der modernen Gesellschaft und analysiert die Divergenz zwischen verschiedenen akademischen Fachgruppen. Ziel ist es zu erörtern, warum der Status von Experten sinkt und inwieweit Informatiker als neue, spezialisierte Berufsgruppe eine Ausnahme von diesem Trend darstellen.

  • Die soziologische Profilierung von Akademikern und deren Lage auf dem Arbeitsmarkt.
  • Die Rolle der Standardisierung bei der Entwertung von Expertenwissen.
  • Analyse der fünf zentralen Prozesse der Entwertung (Technologisierung, Deklassifikation, Bürokratisierung, Laienkritik, wissenschaftlicher Relativismus).
  • Die Sonderstellung der Informatiker in der aktuellen Professionalisierungsdebatte.

Auszug aus dem Buch

3.1 Computer statt Experten

Die Einführung der elektronischen Datenverarbeitung führte zur Rationalisierung weiter Bereiche des Arbeitslebens. Dabei wurden nicht nur die Produktionsabläufe zunehmend elektronisch begleitet oder gesteuert, sondern auch Verwaltung, Planung und Forschung einem Strukturwandel unterworfen. Es überrascht nicht, daß auch bei akademischen Tätigkeiten das Expertenwissen bzw. –können zumindest teilweise durch Computer ersetzbar ist, wobei die Ersetzbarkeit aufgrund der akadmischen Arbeitsweise sicherlich nicht so stark ist wie in der Produktion. Diese Argumentation ist allerdings nur im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu bejahen, da im sozialen und gesellschaftlichen Bereich eine Rationalisierung aufgrund der hohen Anforderungen schwierig realisierbar ist. Hier sind vor allem nichtrationalisierbare Eigenschaften wie „Einfallsreichtum, Zusammenhangsgespür [und] Führungsvermögen“ (Hartmann/Hartmann 1982: 200) gefragt.

Gleichzeitig bietet die Rationalisierung im akademischen Bereich neue Chancen: Werden Computer für die Erledigung vormals akademischer Bereiche eingesetzt, werden erneut Akademiker benötigt, welche die Computersysteme planen, entwickeln, einrichten, betreuen usw.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Folgen der Bildungsexpansion und die damit einhergehende soziale Abwertung von Experten sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung.

2. EXPERTEN UND IHR WISSEN: Dieses Kapitel definiert das Profil des Akademikers und analysiert die Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt sowie die Bedeutung der Wissensstandardisierung.

3. GRÜNDE DES ENTWERTUNGSPROZESSES: Hier werden die fünf zentralen Faktoren identifiziert, die zur Entwertung von Expertenwissen führen, darunter die Technologisierung und gesellschaftliche Laienkritik.

4. INFORMATIKER ALS „NEUE KLASSE“? – DIE PROFESSIONALISIERUNGSDEBATTE: Das Kapitel untersucht Informatiker als Sonderfall, die trotz der allgemeinen Entwertungstendenzen einen rasanten Aufstieg als Experten in der Informationsgesellschaft erleben.

5. SCHLUßFOLGERUNG: Die Schlussfolgerung fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert mögliche Gegenstrategien für Experten, um Vertrauen und gesellschaftliche Anerkennung zurückzugewinnen.

Schlüsselwörter

Akademiker, Expertenwissen, Entwertung, Professionalisierung, Bildungsexpansion, Arbeitsmarkt, Rationalisierung, Informatiker, Laienkritik, Wissensstandardisierung, Deprofessionalisierung, Informationsgesellschaft, gesellschaftlicher Status, soziale Kompetenz, Fachwissen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse der Entwertung von Expertenwissen in der heutigen Gesellschaft, bedingt durch Entwicklungen in Wirtschaft, Technik und gesellschaftlicher Partizipation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Akademisierung, die Professionalisierungsdebatte, die Auswirkungen der Informationstechnologie auf Arbeitsabläufe sowie das veränderte Vertrauensverhältnis zwischen Experten und Laien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Divergenz zwischen dem sinkenden Status klassischer Experten und dem Aufstieg neuer Berufsgruppen, wie etwa der Informatiker, zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse soziologischer Fachliteratur, insbesondere unter Bezugnahme auf Hartmann/Hartmann, um den Wandel der Expertenrollen zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die fünf Prozesse der Wissensentwertung (Computer, Deklassifikation, Bürokratie, Partizipation, Selbstentwertung) sowie die Sonderrolle der Informatiker.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Deprofessionalisierung, Akademisierung, Wissensstandardisierung und die Transformation zum Experten-Laie-Verhältnis.

Warum sind Informatiker laut dieser Arbeit eine Besonderheit?

Informatiker gelten als Besonderheit, da sie die Basis für die Informationsgesellschaft schufen und sich selbst als Experten etablieren konnten, obwohl ihr Berufsfeld durch ständige Innovationen und die eigene Produktentwicklung (Automatisierung) gleichzeitig ihre eigene Wissensbasis unter Druck setzt.

Welche Rolle spielt die „Laienkritik“ bei der Entwertung von Wissen?

Laienkritik führt laut Arbeit dazu, dass Experten zunehmend als parteiisch wahrgenommen werden (z.B. durch Auftraggeberabhängigkeit bei Gutachten) und ihr Status als objektive Problemlöser durch die mediale Inszenierung von Dissens unter Experten untergraben wird.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwertung von Expertenwissen
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Proseminar Einführung in die Berufssoziologie
Note
1,7
Autor
Bjoern Egner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
20
Katalognummer
V2147
ISBN (eBook)
9783638113168
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entwertung Expertenwissen Proseminar Einführung Berufssoziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bjoern Egner (Autor:in), 2000, Entwertung von Expertenwissen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/2147
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Leseprobe aus  20  Seiten
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