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Platons "Laches": Definitionsversuche der Tapferkeit und das Scheitern der Überführung von "Wissen" in propositionales Wissen

Titel: Platons "Laches": Definitionsversuche der Tapferkeit und das Scheitern der Überführung von "Wissen" in propositionales Wissen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Johannes Key (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Laches gilt in der Wirkgeschichte der Forschung als kaum bedeutend. Das muss nicht verwundern, werden doch die entwickelten Themen bspw. in der Politeia weiterentwickelt; außerdem endet dort der Definitionsversuch von Tapferkeit nicht in der Aporie. Merkwürdigerweise kann man aber aus diesem Definitionsdialog eben durch das aporetische Ende, mehr Erkenntnisse gewinnen als die sokratischen Aporien, die i. d. R. immer erkenntnisfördernd sind, sonst vermuten lassen. Es wird zu zeigen sein, dass durch die Aporie der Tapferkeitsdefinition auch das Verhältnis von implizitem und propositionalem Wissen, somit die Überführbarkeit von Wissen, problematisiert wird.
Die Arbeit soll jedoch zunächst den Dialog genauer darstellen. Ausgangspunkt wird die Rahmenhandlung resp. die szenische Dialogebene sein, die wichtige Voraussetzungen und Rückschlüsse für die diskursive Ebene bietet. Sodann sollen die Definitionsversuche und ihre Widerlegungen, die dazu führen, dem Gemeinsamen der Tapferkeit stetig näher zu kommen, genauer betrachtet werden. Ebenso werden die Antworten auf ihre formal-logische Gestalt, die sich ebenfalls stetig einer Definition nähern, geprüft werden müssen. Anschließend wird die Untersuchung formaler Schwierigkeiten zwischen sokratischem Anspruch der Was-ist-X-Frage und den Antworten der Gesprächspartner aufschlussreich sein für das Problem, implizites Wissen in propositionales zu überführen. Letzteres soll abschließend skizziert werden, um die Aporie des Definitionsdialoges über das Scheitern der Definitionen hinaus zu interpretieren.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Vorbemerkungen

3. Gesprächsverlauf und Argumentation

3.1 Rahmenhandlung: Exposition

3.2 Diskursive Dialogebene

3.2.1 Erster Anlauf eines Definitionsversuchs

3.2.2 Definitionen des Laches

3.2.3 Definition des Nikias

4. Probleme der Definitionsversuche

5. Rettungsversuche der Definitionen

6. Rückschlüsse aus der Aporie für propositionales Wissen

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Platons Dialog Laches mit dem Ziel, die Versuche zur Definition des Begriffs der Tapferkeit sowie das Scheitern der Überführung von implizitem, handlungsbezogenem Wissen in explizites, propositionales Wissen zu analysieren.

  • Strukturanalyse der platonischen Rahmenerzählung und der diskursiven Dialogebene.
  • Untersuchung der verschiedenen Definitionsversuche der Tapferkeit durch Laches und Nikias.
  • Kritische Reflexion der formal-logischen Probleme und der sokratischen "Was-ist-X-Frage".
  • Analyse der Überführbarkeit von implizitem Wissen in propositionale Aussagen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Der Laches gilt in der Wirkgeschichte der Forschung als kaum bedeutend. Das muss nicht verwundern, werden doch die entwickelten Themen bspw. in der Politeia weiterentwickelt; außerdem endet dort der Definitionsversuch von Tapferkeit nicht in der Aporie. Merkwürdigerweise kann man aber aus diesem Definitionsdialog eben durch das aporetische Ende, mehr Erkenntnisse gewinnen als die sokratischen Aporien, die i. d. R. immer erkenntnisfördernd sind, sonst vermuten lassen. Es wird zu zeigen sein, dass durch die Aporie der Tapferkeitsdefinition auch das Verhältnis von implizitem und propositionalem Wissen, somit die Überführbarkeit von Wissen, problematisiert wird.

Die Arbeit soll jedoch zunächst den Dialog genauer darstellen. Ausgangspunkt wird die Rahmenhandlung resp. die szenische Dialogebene sein, die wichtige Voraussetzungen und Rückschlüsse für die diskursive Ebene bietet. Sodann sollen die Definitionsversuche und ihre Widerlegungen, die dazu führen, dem Gemeinsamen der Tapferkeit näher zu kommen, genauer betrachtet werden. Ebenso werden die Antworten auf ihre formal-logische Gestalt, die sich ebenfalls stetig einer Definition nähern, geprüft werden müssen. Anschließend wird die Untersuchung formaler Schwierigkeiten zwischen sokratischem Anspruch der Was-ist-X-Frage und den Antworten der Gesprächspartner aufschlussreich sein für das Problem, implizites Wissen in propositionales zu überführen. Letzteres soll abschließend skizziert werden, um die Aporie des Definitionsdialoges über das Scheitern der Definitionen hinaus zu interpretieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung des Dialogs Laches und die Problemstellung der Überführbarkeit von implizitem Wissen in propositionales Wissen.

2. Vorbemerkungen: Einordnung des Laches als aporetischer Frühdialog und Erläuterung der Bedeutung der sokratischen "Was-ist-X-Frage".

3. Gesprächsverlauf und Argumentation: Darstellung der Rahmenhandlung sowie der diskursiven Analyse der Definitionsversuche von Laches und Nikias.

4. Probleme der Definitionsversuche: Diskussion der logischen Schwierigkeiten und der von Puster herausgearbeiteten formalen Mängel in der Argumentationsstruktur.

5. Rettungsversuche der Definitionen: Untersuchung von Ansätzen, die Aporie durch Modifikationen oder Kombinationen der Definitionsansätze aufzulösen.

6. Rückschlüsse aus der Aporie für propositionales Wissen: Reflexion darüber, warum die Definitionen scheitern und welche erkenntnistheoretischen Konsequenzen dies für das Verhältnis von Können und Wissen hat.

7. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung des Laches als Vorbereitungsdialog und Resümee über die Unmöglichkeit, implizites Wissen vollständig in propositionale Form zu bringen.

Schlüsselwörter

Platon, Laches, Tapferkeit, Aporie, Sokratischer Dialog, propositionales Wissen, implizites Wissen, Definitionsversuche, Was-ist-X-Frage, Philosophie, Tugend, Wissensformen, Argumentationsstruktur, Erkenntnistheorie, Begriffsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den platonischen Dialog Laches, um die systematischen Schwierigkeiten bei der Definition des Tugendbegriffs "Tapferkeit" und die Grenzen der Wissensvermittlung aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentral sind die Untersuchung sokratischer Dialoge, die Theorie des Wissens, die Problematik der Begriffsdefinition sowie das Spannungsfeld zwischen praktischem Können und theoretischem Wissen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und warum im Laches der Versuch scheitert, implizites, lebensweltliches Wissen in eine exakte, propositionale Definition zu überführen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-analytische Methode, die sich auf Textinterpretation, logische Rekonstruktion von Argumentationsschritten und die Einbeziehung forschungsgeschichtlicher Kommentare stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rahmenhandlung, die detaillierte Untersuchung der Definitionsversuche von Laches und Nikias sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der logischen Struktur und dem Scheitern dieser Versuche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Platon, Laches, Tapferkeit, Aporie, propositionales Wissen und die sokratische Methode.

Welche Rolle spielt die "Was-ist-X-Frage" im Dialog?

Sie fungiert als methodisches Instrument, das die Gesprächspartner dazu zwingt, ihre unreflektierten Meinungen auf den Prüfstand zu stellen, führt jedoch im Laches konsequent in die Aporie.

Warum wird das Scheitern der Definitionen als Erkenntnisgewinn betrachtet?

Das Scheitern wird als erkenntnisfördernd interpretiert, da es die fundamentale Differenz zwischen praktischer Tugendkompetenz und deren theoretischer Abbildbarkeit in Sprache offenlegt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Platons "Laches": Definitionsversuche der Tapferkeit und das Scheitern der Überführung von "Wissen" in propositionales Wissen
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Philosophisches Fakultät I - Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Platon, „Laches“
Note
1,0
Autor
Johannes Key (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V214589
ISBN (eBook)
9783656429845
ISBN (Buch)
9783656438311
Sprache
Deutsch
Schlagworte
platons laches definitionsversuche tapferkeit scheitern überführung wissen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Key (Autor:in), 2011, Platons "Laches": Definitionsversuche der Tapferkeit und das Scheitern der Überführung von "Wissen" in propositionales Wissen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/214589
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Leseprobe aus  20  Seiten
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