Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Politics - Political Systems - Germany

Machtwechsel durch Führungsschwäche

Am Beispiel der Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und Willy Brandt

Title: Machtwechsel durch Führungsschwäche

Diploma Thesis , 2008 , 88 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Isabelle B. Polders (Author)

Politics - Political Systems - Germany

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Kaum ein Ereignis in der deutschen Geschichte vereint mehr Elemente eines großen „Dramas“ in sich als die Abwahl oder der Rücktritt eines Bundeskanzlers: Der einstige Held wird gestürzt, das Böse und das Gute kämpfen gegeneinander, und die gutwilligen Freunde müssen ohnmächtig zusehen, wie das Schicksal seinen Lauf nimmt und den Helden mit sich reißt.
In der vorliegenden Arbeit geht es um zwei solche „Helden“: Kurt Georg Kiesinger und Willy Brandt. Der Christdemokrat Kiesinger war ein brillanter Politiker, zehn Jahre lang außenpolitischer Sprecher der CDU im Bundestag, ein erfolgreicher Redner mit tiefsinnigem Tonfall – er stürzte 1969 über die Große Koalition. Ihm folgte Willy Brandt, Sozialdemokrat, Friedensnobelpreisträger, der charismatische Vorkämpfer der deutschen Ost- und Friedenspolitik – er stürzte 1974 über den DDR-Agenten Guillaume. Kiesinger wurde abgewählt, Brandt trat zurück.
Die folgende Analyse untersucht die Formen und Merkmale der Machtwechsel von Kurt Georg Kiesinger zu Willy Brandt (1969) und von Willy Brandt zu Helmut Schmidt (1974) im Kontext von Kanzlerdemokratie, Koalitionsdemokratie, Parteiendemokratie und Mediendemokratie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Untersuchungsrahmen

1.1. Machtwechsel: Kanzlerwechsel vs. Kanzlertausch

1.2. Kanzlerschaft und Führungsverhalten

1.3. Rahmenbedingung: Organisationsprinzipien des Regierens

1.4. Untersuchungsmaterial

1.5. Stand der Forschung und Verortung der eigenen Fragestellung

1.6. Methodisches Vorgehen

2. Analyseraster

2.1. Strukturmerkmale des Regierens

2.1.1. Der Kanzler in der Kanzlerdemokratie: Führungsfigur oder Vermittler?

2.1.2. Der Kanzler in der Parteiendemokratie: Regierungschef oder Parteivorsitzender?

2.1.3. Der Kanzler in der Koalitionsdemokratie: Bestimmer oder Bestimmter?

2.1.4. Der Kanzler in der Mediendemokratie: Stellungssetzer oder Stellungsnehmer?

2.1.5. Policy-Bilanz

3. Bundeskanzler Kiesinger

3.1. Kurt Georg Kiesinger – ein Mann mit Vergangenheit

3.2. Kiesinger in der Kanzlerdemokratie: Vermittler statt Führungsfigur

3.3. Kiesinger in der Parteiendemokratie: Regierungschef [und Parteivorsitzender]

3.4. Kiesinger in der Koalitionsdemokratie: Bestimmter

3.5. Kiesinger in der Mediendemokratie: Stellungsnehmer statt Stellungssetzer

3.6. Policy-Bilanz der Kanzlerschaft Kiesingers

4. Bundeskanzler Brandt

4.1. Willy Brandt: Der Visionär

4.2. Brandt in der Kanzlerdemokratie: Die Führungsfigur der SPD

4.3. Brandt in der Parteiendemokratie: Regierungschef und Parteivorsitzender

4.4. Brandt in der Koalitionsdemokratie: Bestimmer auf Zeit

4.5. Brandt in der Mediendemokratie: Abstieg vom Stellungssetzer zum Stellungsnehmer

4.6. Policy-Bilanz der Kanzlerschaft Brandts

5. Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse

5.1. Die Machtwechsel von 1969 und 1974

5.2. Kiesinger und Brandt in der Kanzlerdemokratie: Führungsfigur vs. Vermittler

5.3. Kiesinger und Brandt in der Parteiendemokratie: Regierungschef und Parteivorsitzender

5.4. Kiesinger und Brandt in der Koalitionsdemokratie: Bestimmer auf Zeit vs. Bestimmter

5.5. Kiesinger und Brandt in der Mediendemokratie: Stellungssetzer und Stellungsnehmer

5.6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen für den Machtverlust der Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger (1969) und Willy Brandt (1974) durch das Konzept der Führungsschwäche, eingebettet in die strukturellen Arenen des deutschen Regierungssystems.

  • Analyse von Machtverlust durch Führungsschwäche und unzureichendes Konfliktmanagement.
  • Untersuchung der vier Arenen: Kanzlerdemokratie, Koalitionsdemokratie, Parteiendemokratie und Mediendemokratie.
  • Vergleichende Betrachtung der Führungsstile von Kiesinger und Brandt.
  • Erforschung von „Vorboten für einen Machtwechsel“ im Kontext des akteurszentrierten Institutionalismus.
  • Bewertung der jeweiligen „Policy-Bilanz“ im Spannungsfeld zwischen Partei, Koalition und Öffentlichkeit.

Auszug aus dem Buch

1.1. Machtwechsel: Kanzlerwechsel vs. Kanzlertausch

Wie ein Machtwechsel zu definieren sei, ist in der Literatur umstritten. Er betrifft aber immer – und das scheint Konsens — bedeutsame Veränderungen in der politischen Zusammensetzung der Bundesregierung: Machtwechsel bezeichnet den Übergang der Kanzlerschaft auf einen anderen Träger. Die Neubesetzung des Bundeskanzleramtes geht entweder auf einen interparteilichen oder auf einen intraparteilichen Machtwechsel zurück. Ein interparteilicher Wechsel bringt den Kanzlerwechsel (hier: Kiesinger-Brandt), ein intraparteilicher Wechsel den Kanzlertausch (hier: Brandt-Schmidt) (Günther 1970: 17 ff.).

Korte definiert Machtwechsel als „die Übernahme der Regierungsverantwortung durch einen Kanzler mit vom Vorgänger abweichender parteipolitischer Zuordnung“ (Schwarzkopf 2002: 10). Nach Korte ist somit nur ein interparteilicher Wechsel (Kiesinger-Brandt), d. h. ein Kanzlerwechsel, ein Machtwechsel.

In der vorliegenden Arbeit wird der Begriff des Machtwechsels erweitert: Sie fasst hierunter auch den intraparteilich vollzogenen Kanzlertausch. Begründet wird dies mit der herausgehobenen und dominanten Stellung des Bundeskanzlers, die er auf Grund der Richtlinienkompetenz und der Verantwortlichkeit für seine Richtlinien vor dem Bundestag hat (Brauswetter 1976: 4; Schmidt 1991: 182). So kann jede Veränderung in der Regierungskoalition auf Bundesebene als Machtwechsel angesehen werden (Zohlnhöfer 2004: 612).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Untersuchungsrahmen: Definiert den Machtwechselbegriff und stellt den methodischen Rahmen sowie die Forschungsfrage der Arbeit vor.

2. Analyseraster: Erläutert die vier Strukturmerkmale des Regierens, die als Arenen für die Machtwechselanalyse dienen.

3. Bundeskanzler Kiesinger: Analysiert die Amtszeit Kiesingers in den verschiedenen Regierungsarenen und identifiziert Ursachen für seinen Machtverlust.

4. Bundeskanzler Brandt: Untersucht die Kanzlerschaft Brandts sowie die Faktoren, die 1974 zu seinem Rücktritt führten.

5. Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse: Vergleicht die Machtverläufe von Kiesinger und Brandt und arbeitet Parallelen in ihrem Scheitern heraus.

Schlüsselwörter

Machtwechsel, Kanzlerdemokratie, Führungsschwäche, Kiesinger, Brandt, Parteiendemokratie, Koalitionsdemokratie, Mediendemokratie, Regierungsführung, Konfliktmanagement, Machtverlust, Bundeskanzleramt, Richtlinienkompetenz, Politikstau, Machterosion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Machtverluste der Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und Willy Brandt und prüft die These, dass diese durch Führungsschwäche bedingt waren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen dem Führungsverhalten der Kanzler und den strukturellen Bedingungen innerhalb des deutschen Regierungssystems.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird analysiert, in welcher Arena (z.B. Partei oder Koalition) welche spezifischen Konflikte zur Führungsschwäche und letztlich zum Machtverlust führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt den akteurszentrierten Institutionalismus, um das Zusammenspiel von individuellen Akteuren und institutionellen Rahmenbedingungen zu erklären.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse beider Kanzlerschaften entlang der vier Regierungsarenen, gefolgt von einem vergleichenden Fazit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Machtwechsel, Führungsschwäche, Kanzlerdemokratie, Machterosion und Steuerungskonflikte geprägt.

Welche Rolle spielt das Bundeskanzleramt für die Kanzler?

Das Bundeskanzleramt fungiert als zentrale Machtressource; die Arbeit zeigt auf, wie Kiesinger und Brandt Schwierigkeiten hatten, dieses Instrument effektiv zur Informationsbeschaffung und Koordination zu nutzen.

Was unterscheidet den Machtwechsel 1969 von dem 1974?

Der Wechsel 1969 von Kiesinger zu Brandt war ein interparteilicher Kanzlerwechsel, während der Wechsel 1974 von Brandt zu Schmidt als intraparteilicher Kanzlertausch klassifiziert wird.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Koalition für die Führungsschwäche?

Die Arbeit stellt fest, dass in beiden untersuchten Regierungen die Koalitionsdynamiken und das Agieren von Vetospielern den Handlungsspielraum der Kanzler einschränkten und zu Steuerungsverlusten führten.

Excerpt out of 88 pages  - scroll top

Details

Title
Machtwechsel durch Führungsschwäche
Subtitle
Am Beispiel der Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und Willy Brandt
College
University of Duisburg-Essen  (Politikwissenschaften)
Grade
1,3
Author
Isabelle B. Polders (Author)
Publication Year
2008
Pages
88
Catalog Number
V214474
ISBN (eBook)
9783656430216
ISBN (Book)
9783656437338
Language
German
Tags
machtwechsel führungsschwäche beispiel bundeskanzler kurt georg kiesinger willy brandt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabelle B. Polders (Author), 2008, Machtwechsel durch Führungsschwäche, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/214474
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  88  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint