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Die normative Konzeption der Öffentlichkeit Jürgen Habermas’ und die Machtanalytik Foucaults

Öffentlichkeit, Macht und die Öffentlichkeit der Macht.

Title: Die normative Konzeption der Öffentlichkeit  Jürgen Habermas’ und die Machtanalytik Foucaults

Term Paper , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Anton Friesen (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal

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Summary Excerpt Details

Der Erosion der bürgerlichen Sphäre der Öffentlichkeit, als vom Staat und den ökonomischen Zwängen freie Zusammenkunft der (ideell) Gleichen folgte die Rekonstruktion des Begriffes der Öffentlichkeit in der modernen politischen Theorie. Die einflussreichste Reformulierung stammt von Jürgen Habermas. In der Theorie des kommunikativen Handelns stellt Habermas sein normatives Konzept der Öffentlichkeit vor, das für seine weiteren Werke prägend bleibt. Die Öffentlichkeit ist demnach eine besondere Sphäre der kommunikativen Vernunft und des freien Diskurses der Gleichen, in welchem nur die Macht des besseren Argumentes obsiegen sollte.
Was ist jedoch mit der Macht, deren Einwirkungen es zu vermeiden gilt? Die mit den Mitteln der Überredung, der Gewalt, des Zwanges, der Sanktion operiert? Oder – nach Foucault - die im Diskurs selbst zu lokalisieren ist und diesen deformieren kann – statt eines rationalen Konsenses ein Konsens auf der Grundlage der Wirkungen der Macht?
Mit anderen Worten: Inwiefern werden die Wirkungen der Macht in der normativen Konzeption der Sphäre der Öffentlichkeit der Theorie des kommunikativen Handelns berücksichtigt?

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Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Die Konstituierung der Öffentlichkeit als moralisch-praktischer Diskurs

2.1 Formalpragmatische Grundlagen

2.2 Die Diskursethik

2.3 Lebenswelt, System und der systemtheoretische Machtbegriff

3.0 Die Machtanalytik Foucaults

3.1 Die Disziplinarmacht

3.2 Die Machtanalytik und das normative Kriterium

4.0 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Macht und Öffentlichkeit, indem sie die normative Öffentlichkeitskonzeption von Jürgen Habermas kritisch mit der Machtanalytik von Michel Foucault konfrontiert, um ein umfassenderes Verständnis für die Wirkmächtigkeit von Macht in gesellschaftlichen Diskursen zu gewinnen.

  • Normatives Konzept der Öffentlichkeit bei Jürgen Habermas
  • Systemtheoretische Verengung des Machtbegriffs
  • Machtanalytik und Disziplinarmacht bei Michel Foucault
  • Normative Kriterien für Machtkritik
  • Synthese von Normativität und empirischer Machtanalyse

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Disziplinarmacht

Laut Foucault ist die für die Moderne kennzeichende Macht die Disziplinarmacht. Sie entstand historisch im Laufe des 18. Jahrhunderts. Die Bedeutung der Disziplinarmacht – der Disziplinen – geht weit über das Strafsystem hinaus und soll hier an ihrer Bedeutung für die soziale Integration und die Öffentlichkeit expliziert werden.

Warum die Disziplinen entstanden, wird aus den Funktionen ersichtlich, die erfüllen mussten. Zum einen galt es, dem Produktionsprozess des kapitalistischen Systems Individuen zuzuführen, die die Anforderung der Produktivitätssteigerung erfüllen: Nützlichkeit. Zum anderen, in der Sphäre der Politik die Fügsamkeit der Individuen zu sichern: Gelehrigkeit. Die Kontrolle über die Multiplität der Individuen, über verschiedene soziale Gruppen wie Schüler, Strafgefangene, letztendlich aber über alle öffentlichen Ansammlungen von Individuen, deren Verhalten überwacht und bestimmt werden sollte. Diese beiden Ziele sollen gleichzeitig durch die Methoden der Disziplinen erreicht werden. Aus ihrer exemplarischen Erläuterung werden die definierenden Merkmale moderner Macht hervorgehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik der Erosion der Öffentlichkeit ein und formuliert die Forschungsfrage nach der Berücksichtigung von Macht in Habermas' normativer Konzeption.

2.0 Die Konstituierung der Öffentlichkeit als moralisch-praktischer Diskurs: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Habermas' Theorie, insbesondere die Formalpragmatik, Diskursethik sowie die systemtheoretische Trennung von Lebenswelt und System.

3.0 Die Machtanalytik Foucaults: Hier wird Foucaults Konzept der Disziplinarmacht vorgestellt und kritisch auf seine fehlende normative Basis hin untersucht.

4.0 Schlussbetrachtung: Das Kapitel schlägt eine Synthese der Ansätze von Habermas und Foucault vor, um die normative Öffentlichkeitskonzeption empirisch gehaltvoller zu machen.

Schlüsselwörter

Öffentlichkeit, Macht, Jürgen Habermas, Michel Foucault, Diskursethik, Disziplinarmacht, Lebenswelt, Systemtheorie, Kommunikation, Normativität, Empirie, Handlungskoordination, Machtanalytik, Subjektivierung, Gesellschaftstheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretische Spannung zwischen dem normativen Öffentlichkeitsverständnis von Jürgen Habermas und der machtanalytischen Perspektive von Michel Foucault.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind kommunikatives Handeln, die Struktur der Lebenswelt, die Funktionsweise von Disziplinarmacht und die Frage nach einem normativen Kriterium für Machtkritik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die normative Konzeption der Öffentlichkeit durch die Integration foucaultscher machtanalytischer Erkenntnisse ihr gesellschaftskritisches Potenzial erweitern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine vergleichende Theorieanalyse, um die Konzepte beider Denker aufeinander zu beziehen und ihre Kompatibilität zu prüfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Habermas' Grundlagen (Formalpragmatik, Diskursethik, Lebenswelt/System) und anschließend Foucaults Machtanalytik (Disziplinarmacht) detailliert gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Öffentlichkeit, Macht, Diskursethik, Disziplinarmacht und die Synthese von Normativität und Empirie.

Was kritisiert der Autor an Habermas’ Machtbegriff?

Der Autor kritisiert eine systemtheoretische Verengung des Machtbegriffs bei Habermas, die dazu führt, dass strategische Machteinwirkungen innerhalb der Lebenswelt nicht ausreichend erfasst werden.

Wie bewertet der Autor Foucaults Ansatz hinsichtlich der Normativität?

Der Autor stellt fest, dass Foucault zwar Machtverhältnisse exzellent analytisch beschreiben kann, es seinem Ansatz jedoch an einem normativen Kriterium fehlt, um Machtausübung moralisch zu bewerten.

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Details

Title
Die normative Konzeption der Öffentlichkeit Jürgen Habermas’ und die Machtanalytik Foucaults
Subtitle
Öffentlichkeit, Macht und die Öffentlichkeit der Macht.
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Grade
1,0
Author
M.A. Anton Friesen (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V213679
ISBN (Book)
9783656422297
ISBN (eBook)
9783656422365
Language
German
Tags
konzeption öffentlichkeit jürgen habermas’ machtanalytik foucaults macht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Anton Friesen (Author), 2008, Die normative Konzeption der Öffentlichkeit Jürgen Habermas’ und die Machtanalytik Foucaults , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213679
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