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Risikomanagement und Compliance Anforderungen für Veranstalter von Open-Air-Musikfestivals in Deutschland

Richtlinien an den Eventmanager für effiziente und nachhaltige Open-Air-Musikfestivals

Title: Risikomanagement und Compliance Anforderungen für Veranstalter von Open-Air-Musikfestivals in Deutschland

Bachelor Thesis , 2013 , 109 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Dirk Zeymer (Author)

Business economics - Law

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Summary Excerpt Details

Das Angebot an Open-Air-Musikfestivals in Deutschland ist enorm und unterliegt
dank steigender Nachfrage einer ständigen Erweiterung. Was für Besucher häufig
einen mehrtägigen pausenlosen Spaß bedeutet, ist für einen Veranstalter eine
organisatorische Herausforderung verbunden mit zahlreichen Risiken und Gefahren.
Damit Risiken vermieden oder vermindert werden können, müssen diese ge- und
erkannt werden. Genau hier soll die vorliegende Arbeit ansetzen und aufzeigen,
welche Risiken für Veranstalter von Open-Air-Musikfestivals hervorgehen können.
Das Hauptaugenmerk wird dabei auf Risiken aus gesetzlichen Vorschriften für Open-
Air-Musikfestivals gelegt, da bis heute eine kompakte und praxisbezogene
Darstellung fehlt. Das Ziel dieser Arbeit ist demnach dem Leser die Möglichkeit zu
geben, sich einen schnellen Überblick über die komplexe Rechtsmaterie zu
verschaffen und einen Richtlinienkatalog zu entwickeln, der bei zukünftiger
Rechtsaufgabenlösung helfen soll. Zudem werden im Anhang diverse Checklisten zu
den jeweiligen Rechtsgebieten angefügt, die eine Implementierung in die Praxis oder
eine einfache Zusammenfassung der jeweiligen Bereiche, ermöglichen sollen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Open-Air-Musikfestival

1.1 Definition Begriff Open-Air-Musikfestival

1.2 Geschichte von Open-Air-Musikfestivals

2 Risikomanagement

2.1 Definition Begriff Risiko

2.2 Definition Begriff Risikomanagement

2.3 Ziele des Risikomanagements

2.4 Risikomanagementprozess

2.4.1 Risikoanalyse

2.4.2 Risikobewältigung

2.4.3 Risikocontrolling

2.5 Risikoarten für einen Open-Air-Musikfestivalveranstalter

2.5.1 Externe Risiken

2.5.2 Interne Risiken

3 Compliance Management

3.1 Definition Begriff Compliance

3.2 Ziele des Compliance Managements

3.3 Compliance Management Prozess

3.4 Folgen von Rechtsverstößen

3.5 Praxisbeispiele aus der Open-Air-Musikfestival-Branche

3.5.1 Loveparade-Fall

3.5.2 Pukkelpop-Fall

3.5.3 Roskilde-Festival-Fall

5. Vertragsrecht

5.1 Grundlagen des Vertragsrecht

5.2 Vertragsbeziehungen

5.2.1 Aufführungsvertrag

5.2.2 Besuchervertrag

5.2.3 Agenturvertrag

5.2.4 Sponsorvertrag

5.2.5 Subunternehmervertrag

6 Arbeitsrecht

6.1 Rechtsquellen des Arbeitsrecht

6.1.1 EU-Recht

6.1.2 Verfassungsrecht

6.1.3 gesetzliche Regelungen

6.1.4 Tarifvertrag

6.1.5 Betriebsvereinbarungen

6.1.6 Weisungsrecht / Direktionsrecht

6.2 Der Arbeitsvertrag

6.2.1Erläuterung Begriff Arbeitsvertrag

6.2.2 Vertragsabschluss

6.2.3 Pflichten des Arbeitgebers

6.3 Beschäftigungsverhältnisse

6.3.1 Teilzeitbeschäftigung

6.3.2 geringfügige Beschäftigung

6.3.3 Arbeitnehmerüberlassung

6.3.4 Aushilfsarbeit

6.3.5 Freie Mitarbeit

6.3.6 Scheinselbstständigkeit

7 Rechtsform

7.1 Einzelunternehmen

7.2 Gesellschaftsunternehmen

7.2.1 Personengesellschaft

7.2.2 Kapitalgesellschaften

7.2.3 Eingetragener Verein

8 Urheberrecht

8.1 Pflichten des Veranstalters

8.2 Rechte des Veranstalters

8.3 Recht am eigenen Bild

9 Wettbewerbsrecht

9.1 Irreführende Werbung

9.2 Vergleichende Werbung

9.3 Unzumutbare Belästigung

9.4 Rufschädigung

9.5 Ausbeutung fremder Leistungen

9.6 Behinderungswettbewerb

10 Markenrecht

11 Medienrecht

11.1 Presserecht

11.2 Rundfunkrecht

11.3 Internetrecht

12 Recht der GEMA

13 Künstlersozialversicherung

14 Versicherungsrecht

14.1 Grundlagen des Versicherungsrechts

14.2 Versicherungen im Eventbereich

14.2.1 Haftpflichtversicherung

14.2.2 Veranstalter-Haftpflicht-Versicherung

14.2.3 Elektronikversicherung

14.2.4 Veranstaltungsausfallversicherung

14.2.5 Shortfall-Guarantee-Versicherung

14.2.6 Sonstige Versicherungen

15 Öffentliches Recht

15.1 Versammlungsrechtliche Vorgaben

15.2 Gewerberechtliche Vorgaben

15.3 Schankerlaubnis

15.4 Belehrungsbescheinigung gemäß § 42 IfSG

15.5 Jugendschutzgesetz

15.6 Umweltrechtliche Vorgaben

15.6.1 Naturschutz

15.6.2 Drittschutz

15.7 Sondernutzungsgenehmigungen

15.8 Straßenverkehrsrechtliche Erlaubnis

15.9 Zusammenarbeit mit Behörden

15.9.1 Polizei

15.9.2 Sanitätsdienste

15.9.3 Verkehrsbetriebe

15.10 Baurechtliche Vorgaben

15.10.1 Baugenehmigung

15.10.2 Nutzungsänderungsgenehmigung

15.10.3 Genehmigungen bei fliegenden Bauten

16 Steuerrecht

16.1 Steuerrechtliche Behandlung von Künstlern

16.2 Umsatzsteuer

16.3 Vergnügungssteuer

16.4 Sponsoring

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, Veranstaltern von Open-Air-Musikfestivals einen kompakten Überblick über die komplexe Rechtsmaterie zu verschaffen und einen Richtlinienkatalog zu entwickeln, um rechtliche Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

  • Grundlagen des Risikomanagements und Compliance Management
  • Rechtliche Rahmenbedingungen (Vertragsrecht, Arbeitsrecht, Wettbewerbsrecht)
  • Versicherungsrechtliche Absicherung für Events
  • Öffentlich-rechtliche Genehmigungsverfahren und Auflagen
  • Analyse von Praxisbeispielen (Loveparade, Pukkelpop, Roskilde)

Auszug aus dem Buch

3.5.1 Loveparade-Fall

Das Unglück bei der Loveparade ereignete sich am 24.07.2010 in Duisburg. Hier kam es aufgrund fehlgeleiteter Besucherströme und Organisations- und Planungsfehlern zu einem Gedränge der Besucher nahe eines Tunnels, was eine Massenpanik zur Folge hatte. Dieser Vorfall brachte 21 Tote und über 500 Verletzte mit sich. Laut internem Gesprächsprotokoll musste der Veranstalter Fluchtwege mit einer Gesamtbreite von 440 Metern nachweisen. Tatsächlich nachgewiesen werden konnten nur 150 Meter. Die Veranstalter entschieden sich gegen das Gesetz und hielten es aus Erfahrungen für ausreichend, wenn ein Drittel der Personen flüchten könnte. Außerdem fehlten den Veranstaltern ein Brandschutzkonzept inklusive Personenstromanalyse, statische Nachweise für Einzäunungen, Wellenbrecher, Umwehrungen an Absturz- und Stolperkanten, Nachweis der Wetterfestigkeit der Veranstaltungsfläche entsprechend ihrer Nutzung, aktueller maßstabgetreuer Lageplan sowie Nachweis von Besucherplätzen für Rollstuhlfahrer. Trotz dieser Mängel wurde am 21. Juli 2010 eine Genehmigung zur Durchführung der Veranstaltung erteilt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung gegen 16 Verantwortliche (elf Angestellte aus der Stadt, vier Beschäftigte des Loveparade-Veranstalters (Lopavent) und einen leitenden Polizist).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Open-Air-Musikfestival: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Musikfestivals und skizziert dessen geschichtliche Entwicklung vom antiken Festspiel bis zur modernen Großveranstaltung.

2 Risikomanagement: Es werden die Grundlagen des Risikomanagements erläutert, inklusive des Prozesses von der Risikoanalyse bis hin zur Risikobewältigung bei Musikfestivals.

3 Compliance Management: Dieses Kapitel behandelt das Compliance Management als System zur Einhaltung rechtlicher Vorschriften, illustriert durch tragische Praxisbeispiele.

5. Vertragsrecht: Fokus auf die verschiedenen Vertragsverhältnisse, die ein Festivalveranstalter mit Künstlern, Besuchern und Dienstleistern eingeht.

6 Arbeitsrecht: Übersicht über die arbeitsrechtlichen Pflichten des Arbeitgebers bei der Vielzahl an eingesetztem Personal sowie verschiedene Beschäftigungsmodelle.

7 Rechtsform: Darstellung der unternehmensrechtlichen Möglichkeiten und deren Auswirkungen auf Haftungsrisiken für Veranstalter.

8 Urheberrecht: Untersuchung der Rechte und Pflichten im Umgang mit urheberrechtlich geschützten Werken und dem Recht am eigenen Bild.

9 Wettbewerbsrecht: Erläuterung der Regeln für fairen Wettbewerb sowie Risiken durch unlautere Werbepraktiken.

10 Markenrecht: Bedeutung des Markenschutzes zur Identifikation von Veranstaltungen und Vermeidung rechtlicher Kollisionen.

11 Medienrecht: Rechtliche Vorgaben zum Umgang mit Presse, Rundfunk und Internet bei der Event-Kommunikation.

12 Recht der GEMA: Pflichten des Veranstalters bei der Anmeldung und Gebührenzahlung für die öffentliche Musikwiedergabe.

13 Künstlersozialversicherung: Klärung der Abgabepflichten bei der Verwertung künstlerischer Leistungen.

14 Versicherungsrecht: Überblick über essenzielle Versicherungsarten zur Absicherung von Veranstaltungsrisiken.

15 Öffentliches Recht: Übersicht über notwendige behördliche Genehmigungen, Naturschutzauflagen und baurechtliche Bestimmungen.

16 Steuerrecht: Einführung in die steuerliche Behandlung von Künstlern, Umsätzen und Sponsoring.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Compliance, Musikfestival, Veranstalter, Eventrecht, Vertragsrecht, Arbeitsrecht, Urheberrecht, GEMA, Versicherungsrecht, Haftpflicht, Genehmigung, Jugendschutz, Wettbewerbsrecht, Steuerrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert rechtliche und organisatorische Risiken für Veranstalter von Open-Air-Musikfestivals in Deutschland und bietet einen Leitfaden zur Compliance.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Risikomanagement, Vertrags-, Arbeits-, Urheber-, Medien- und Steuerrecht sowie behördliche Genehmigungsverfahren bei Großveranstaltungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines praxisbezogenen Richtlinienkatalogs für Eventmanager, um rechtssicher zu agieren und Risiken zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse relevanter rechtlicher Vorschriften, Gesetze und Best-Practice-Beispiele aus der Veranstaltungsbranche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Rechtsgebiete (z.B. Vertragsrecht, Arbeitsrecht, GEMA, Versicherungsrecht), die für die Planung und Durchführung von Festivals kritisch sind.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Risikomanagement, Compliance, Open-Air-Musikfestival und Veranstaltungsrecht.

Welche Rolle spielt die GEMA für Veranstalter?

Die GEMA ist für Musikfestivals essenziell, da Veranstalter für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke Gebühren zahlen müssen, sofern sie diese öffentlich wiedergeben.

Welche Lehren ziehen sich aus dem Loveparade-Fall für Veranstalter?

Der Fall zeigt, dass die Missachtung von Sicherheitsauflagen (wie Brandschutzkonzepte oder Fluchtwegberechnungen) fatale Folgen hat und strafrechtliche Ermittlungen gegen die Verantwortlichen nach sich zieht.

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Details

Title
Risikomanagement und Compliance Anforderungen für Veranstalter von Open-Air-Musikfestivals in Deutschland
Subtitle
Richtlinien an den Eventmanager für effiziente und nachhaltige Open-Air-Musikfestivals
College
University of Applied Sciences Deggendorf
Grade
1,3
Author
B.A. Dirk Zeymer (Author)
Publication Year
2013
Pages
109
Catalog Number
V213594
ISBN (eBook)
9783656417996
ISBN (Book)
9783656419129
Language
German
Tags
risikomanagement compliance anforderungen veranstalter open-air-musikfestivals deutschland richtlinien eventmanager
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Dirk Zeymer (Author), 2013, Risikomanagement und Compliance Anforderungen für Veranstalter von Open-Air-Musikfestivals in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213594
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