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Dinge und ihre Bedeutung für die materielle Kultur

Title: Dinge und ihre Bedeutung für die materielle Kultur

Term Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Renee Safarowsky (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions

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In diesem Semester hörte ich das erste Mal von einem Seminar mit dem Titel materielle Kultur. Da der Titel sehr interessant klang und es etwas völlig Neues im bisherigen Soziologiestudium bot, entschloss ich mich zur Teilnahme. Vorab begann ich mir Gedanken zu machen, was man denn unter materieller Kultur verstehen kann und von welcher Seite man den Begriff am Besten angehen kann. Der einfachste und schnellste Weg führt natürlich erst einmal über Wikipedia, um sich einen groben Überblick zu verschaffen. Neben der Einordnung der materiellen Kultur in die verschiedenen Forschungsbereiche findet sich auch folgende Definition: „Als materielle (auch: materiale) Kultur wird die von einer Kultur oder Gesellschaft hervorgebrachte Gesamtheit der Geräte, Werkzeuge, Bauten, Kleidungs- und Schmuckstücke und dergleichen bezeichnet. Die Forschung zur materiellen Kultur beschäftigt sich mit der Rolle dieser materiellen Gegenstände für die Menschen. Studien zur materiellen Kultur fragen danach, welche Bedeutung Dingen zugesprochen wird und auf welche Weise Gegenstände die Wahrnehmung beeinflussen.“ Um sich einen Überblick zu verschaffen mag diese Definition genügen, sie beantwortet aber nicht konkret die Frage danach, was materielle Kultur eigentlich ist. Eine andere Herangehensweise wäre es, den Begriff in seine beiden einzelnen Termini zu zerlegen und über deren Definition genaueres zu erfahren. Der Begriff Material ist einleuchtend, bezeichnet er nach unserem allgemeinen Wissen doch Stofflichkeiten von Gegenständen, zum Beispiel bei Kleidung legt man Wert darauf, aus welchem Material ein Kleidungsstück ist. Aber auch zur Grundlage von Produktion dient Material, beim Hausbau zum Beispiel in Form von Baumaterial, in Firmen und Werkstätten gibt es Materiallager und schon im Kindergarten wird man mit dem Begriff in Form von Bastelmaterial vertraut gemacht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Materielle Kultur – eine eigene Annäherung

2. Begriffe materieller Kultur

2.1 Der Dingbegriff

2.2 Wahrnehmung von Ding und Dingbedeutsamkeit

2.3 Beziehungen zu Dingen

3. Formen von Ding

3.1 Dinge als Fetisch

3.2 Dinge als Konsumgüter – der Wandel der Dingkultur

4. Eigenschaften von Dingen

5. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Verständnis von "materieller Kultur" aus soziologischer Perspektive zu erschließen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Menschen durch die Bedeutung, die sie Gegenständen zuschreiben, komplexe Beziehungen zu Dingen aufbauen und wie diese den Alltag sowie die Identitätsbildung beeinflussen.

  • Grundlagen des Dingbegriffs und philosophische Einordnungen
  • Wahrnehmungsprozesse und die Bedeutung von Objekten
  • Die Rolle des Fetischismus im Kontext moderner Warenkultur
  • Wandel der Dingkultur vom traditionellen Erbstück zum Konsumgut
  • Objektbiografien und die Lebensdauer von Gegenständen

Auszug aus dem Buch

3.1 Dinge als Fetisch

Der Begriff des Fetisch oder Fetischismus hat zunächst einen negativen Beiklang. Hatte er ursprünglich die Bedeutung von Götzendienst oder Aberglauben, beschreibt er später meist alles was abnormal oder pervers ist, etwas was nicht europäisch ist und nur primitiven Stämmen anhängt. Hartmut Böhme schreibt im ersten Kapitel von Fetischismus und Kultur die Geschichte von einem Mann, der sich ein Hufeisen über die Tür gehängt hat. Auf die Frage hin, ob er an so etwas glaubt, antwortet er: „Natürlich nicht, aber man sagt doch, dass es auch dann hilft, wenn man nicht daran glaubt.“ Dem Ding Hufeisen wird eine Magie zugesprochen, die es schon an sich besitzt und die einfach von sich, ohne weiteres Zutun, aus wirken kann. Individuen in modernen Gesellschaften glauben ohne zu glauben und glauben aber doch, eben die Magie eines Hufeisens, auch wenn sie nicht abergläubig sind.

Mit der Industrialisierung nimmt das Angebot an Waren zu, Menschen beginnen sich mit vielen Dingen zu umgeben, sie zu sammeln, zu kaufen, zu verkaufen und weg zu schmeißen. Dinge verändern den Menschen. Der moderne Warenkult scheint eine neue Form des Fetischismus zu sein, in der eben diese Waren zum Fetisch werden, dass es den Menschen darum geht sich mit immer mehr und immer neueren Gegenständen zu umgeben.

In modernen Gesellschaften herrscht stets ein Gabentausch. Im Warenfetischismus werden Dinge die gekauft werden, sofort verbraucht. Böhme nennt dies den Fetischismus zweiter Ordnung. „Der Mangel dieser Fetische aber ist ihre Instabilität.“ Auf den Begriff des Warenfetischismus soll hier nicht näher eingegangen werden. Wichtig bleibt nur zu erwähnen, dass es Dinge gibt, die der Warenzirkulation unterworfen sind, dass sie verschleißen können, ihren Wert und Glanz verlieren und schließlich durch neue Dinge ersetzt werden müssen. Doch neben diesen Dingen gibt es auch Dinge, die unveräußerlich sind, heilige Dinge, einen Fetischismus erster Ordnung. Es sind Dinge, die Warenzirkulation entzogen werden, die nicht getauscht werden können oder wollen. Es sind Dinge wie Erbstücke, Sammlungen, Kunstobjekte und intime Dinge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Materielle Kultur – eine eigene Annäherung: Der Autor nähert sich dem Thema durch eine Begriffsdefinition an und beleuchtet die Schwierigkeit, Materielles und Immaterielles in einer Gesellschaft voneinander zu trennen.

2. Begriffe materieller Kultur: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen von "Ding" erörtert, Wahrnehmungsprozesse beschrieben und analysiert, wie Menschen durch Transaktionen persönliche Bedeutungen auf Objekte übertragen.

3. Formen von Ding: Dieser Abschnitt klassifiziert verschiedene Erscheinungsformen von Objekten, insbesondere als Fetisch oder als Konsumgut, und untersucht den historischen Wandel der Dingkultur.

4. Eigenschaften von Dingen: Hier werden unterschiedliche Lebenszyklen von Objekten, sogenannte Objektbiografien, diskutiert und die Bedeutung von Dingen als Träger von Erinnerungen hervorgehoben.

5. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass Dinge erst durch die soziale Aufladung mit Bedeutung zum Bestandteil der materiellen Kultur werden und den Alltag des Menschen stabilisieren.

Schlüsselwörter

Materielle Kultur, Dingbegriff, Warenfetischismus, Konsumkultur, Objektbiografien, Wahrnehmung, Dingbedeutsamkeit, Transaktion, Identität, Soziologie, Bedeutung, Alltag, Artefakte, Symbolik, Konsumwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, wie materielle Gegenstände in das Leben der Menschen integriert sind und welche soziologische Bedeutung sie im Kontext der "materiellen Kultur" einnehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition des Dingbegriffs, der Wahrnehmung von Objekten, der psychologischen Bedeutung von Konsumgütern und der Rolle von Dingen als Fetisch oder Erinnerungsträger.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Begriff der materiellen Kultur wissenschaftlich einzuordnen und aufzuzeigen, wie die Interaktion zwischen Mensch und Ding zur Identitätsbildung und zur Strukturierung des Alltags beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener Autoren aus Soziologie und Ethnologie (z.B. Hans-Peter Hahn, Daniel Miller, Martin Heidegger) sowie einer theoretischen Annäherung an das Thema.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Begriffe materieller Kultur, die Formen von Dingen (Fetisch vs. Konsumgut) sowie die verschiedenen Eigenschaften von Gegenständen, insbesondere deren Lebensdauer und ihre Funktion als Bedeutungsträger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie materielle Kultur, Dingbegriff, Warenfetischismus, Konsumkultur, Identität und Objektbiografie geprägt.

Warum unterscheidet der Autor zwischen Dingen erster und zweiter Ordnung?

Die Unterscheidung dient dazu, zwischen instabilen Konsumgütern, die dem schnellen Warenkreislauf unterliegen (zweite Ordnung), und unveräußerlichen, persönlichen Objekten mit hoher Bedeutung (erste Ordnung) zu differenzieren.

Welche Rolle spielt der Begriff "Patina" in der Untersuchung des Wandels der Dingkultur?

Patina wird als historisches Symbol für Dauerhaftigkeit und Familienzugehörigkeit beschrieben, das in der modernen Konsumkultur zunehmend an Bedeutung verliert oder nur noch als künstlich erzeugtes Zeichen für Individualität dient.

Wie verändert der Massenkonsum laut der Arbeit die Mensch-Ding-Beziehung?

Durch den Überfluss an Gütern verändert sich die Einstellung dahingehend, dass Individuen ihre Identität zunehmend über den Konsum und die Auswahl materieller Objekte definieren, anstatt über direkte soziale Bindungen.

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Details

Title
Dinge und ihre Bedeutung für die materielle Kultur
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,3
Author
Renee Safarowsky (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V213581
ISBN (eBook)
9783656418429
ISBN (Book)
9783656418849
Language
German
Tags
Materielle Kultur Dingkultur Dinge als Fetisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Renee Safarowsky (Author), 2011, Dinge und ihre Bedeutung für die materielle Kultur, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213581
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