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Die Unabhängigkeit von Ratingagenturen

Titel: Die Unabhängigkeit von Ratingagenturen

Seminararbeit , 2013 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Thomas Piela (Autor:in), Patrick Lommertin (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

“There are two superpowers in the world today in my opinion. There's the United States and there's Moody's Bond Rating Service. The United States can destroy you by dropping bombs, and Moody's can destroy you by downgrading your bonds. And believe me, it's not clear sometimes who's more powerful.”

Was im Jahre 1996 der US-amerikanische Journalist Thomas Friedman über Moody’s, die größte Ratingagentur der Welt gesagt hat, schien damals nicht allzu ernst genommen worden zu sein. Heute, mehr als 15 Jahre später, scheint dieser Satz besonders im Hinblick auf die Finanzmarktkrise und Staatsschuldenkrise sehr an Bedeutung gewonnen zu haben.

Sowohl Unternehmen als auch Staaten sind bei ihrer Finanzierung auf möglichst gute Urteile der Ratingagenturen angewiesen, da eine gute Benotung eine günstigere Finanzierung zur Folge hat. Ziel der Ratingagenturen ist dabei der Abbau von Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgebern und Kapitalnehmern. Die Rolle für die Weltwirtschaft ist also besonders groß.

Ziel dieser Seminararbeit ist die kritische Auseinandersetzung mit den Ratingagenturen, da ihnen zum einen eine subjektive Wahrnehmung aufgrund ihres Geschäftsmodells und eine darauf basierende Beurteilung vorgeworfen werden. Zum anderen besteht das Problem, dass der Wettbewerb mit den ausschließlich drei großen amerikanischen Ratingagenturen Moody’s, Standard and Poor’s und Fitch oligopolistische Strukturen hat. Dabei spielt auch der Vorwurf, dass Ratingagenturen eine Mitschuld an den erwähnten Krisen tragen, eine entscheidende Rolle.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise

2 Grundlagen des Ratings

2.1 Ratingarten

2.2 Regulatorische Vorgaben beim Rating

2.3 Beteiligte am Ratingprozess

2.4 Ratingfunktionen

3 Analyse und Würdigung der Abhängigkeitsproblematik

3.1 Beziehungen zwischen Ratingagenturen und ihren Auftraggebern

3.2 Schaffung von Transparenz als Lösung

3.3 Die europäische Ratingagentur als Alternative

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Unabhängigkeit von Ratingagenturen und analysiert, inwieweit das bestehende Geschäftsmodell und die oligopolistischen Marktstrukturen zu Interessenkonflikten führen, die eine Mitschuld an Finanzkrisen begünstigen könnten.

  • Rolle der Ratingagenturen beim Abbau von Informationsasymmetrien
  • Analyse der Prinzipal-Agent-Beziehungen im Ratingprozess
  • Untersuchung des "Issuer-Pays"-Konflikts und der Beratungsinteressen
  • Kritische Bewertung der Transparenz und Geheimhaltungspraxis
  • Diskussion über die Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit einer europäischen Ratingagentur

Auszug aus dem Buch

3.1 Beziehungen zwischen Ratingagenturen und ihren Auftraggebern

Zwischen dem Auftraggeber und der Ratingagentur besteht eine besondere Beziehung, denn beide sind auf den jeweils anderen angewiesen. Die Ratingagentur benötigt Mandate von den Auftraggebern, um ihren wirtschaftlichen Erfolg zu sichern, da es sich um ein Unternehmen der Privatwirtschaft handelt. Der Auftraggeber wiederum benötigt ein positives Rating, um seine Finanzierungskosten zu kontrollieren bzw. um an frisches Kapital zu gelangen. Diese beiden Zielsetzungen führen dazu, dass beide Parteien möglichst nah zusammen arbeiten im jeweils eigenen Interesse.

Aufgrund der von einander abhängenden Interessen ist es schwer nachzuvollziehen, dass die Ratingagenturen absolut unabhängig arbeiten und nicht zum Vorteil des Emittenten. Die Ratingagenturen werden daran gemessen, ob ihre Ratingeinschätzungen über die Unternehmen zutreffen oder nicht. Je öfter eine Ratingagentur also Fehleinschätzungen abliefert, desto weniger Aufträge wird sie erhalten. Den Unternehmen steht es frei, ob sie ein Rating veröffentlichen lassen und wenn ja welches. Demzufolge kann es zum sog. „Rating shopping“ kommen, darunter versteht man die Beauftragung mehrerer Ratingagenturen und der Auswahl des besten Ratings.

Die Beziehung zwischen dem Emittenten und der Ratingagentur ist zudem geprägt durch das Bezahlmodell der Ratingagenturen. Das Geschäftsmodell der Ratingagenturen besteht darin, dass sie für die Erstellung, Überwachung und Anpassung der Ratings von den Auftraggebern bezahlt werden. Daher liegt der Verdacht nahe, dass die Ratingagenturen nicht unabhängig handeln, sondern Analysen zum Vorteil ihrer Mandanten erstellen, um so die lukrativen Mandate zu sichern und auszubauen. Diesen Konflikt nennt man auch Issuer-Pays Konflikt. Dieser Konflikt wird verschärft, da die Ratingagenturen nicht nur Ratingdienstleistungen anbieten, sondern auch Beratungsdienstleistungen. Dabei handelt es sich vornehmlich um Risiko- und Bonitätsberatungen oder Beratungsleistungen innerhalb des Strukturierungsprozesses von Unternehmensanleihen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Marktmacht von Ratingagenturen und Darstellung der Zielsetzung, eine kritische Auseinandersetzung mit der Unabhängigkeit dieser Institutionen zu führen.

2 Grundlagen des Ratings: Definition der Begriffe sowie Erläuterung der verschiedenen Ratingarten, der regulatorischen Anforderungen durch Basel II und der Akteure im Ratingprozess.

3 Analyse und Würdigung der Abhängigkeitsproblematik: Detaillierte Untersuchung des Interessenkonflikts zwischen Agentur und Auftraggeber sowie Prüfung von Lösungswegen wie mehr Transparenz oder die Etablierung einer europäischen Ratingagentur.

4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der fehlenden Unabhängigkeit und der Schwierigkeiten bei der Neugründung europäischer Alternativen gegenüber den etablierten "Big Three".

Schlüsselwörter

Ratingagenturen, Finanzmarkt, Finanzkrise, Abhängigkeit, Interessenkonflikte, Basel II, Informationsasymmetrien, Issuer-Pays-Konflikt, Transparenz, europäische Ratingagentur, Bonitätsprüfung, Ratingprozess, Kreditwürdigkeit, Risikogewicht, Marktmacht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Geschäftsmodell der internationalen Ratingagenturen und untersucht, inwiefern Abhängigkeiten von den Auftraggebern die Unabhängigkeit und Qualität der Ratingurteile gefährden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Rolle von Ratingagenturen im Finanzsystem, die Analyse von Interessenkonflikten bei der Ratingerstellung sowie regulatorische Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit den strukturellen Problemen der Ratingbranche, insbesondere der "Issuer-Pays"-Problematik und der daraus resultierenden Frage nach der Objektivität.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der ökonomischen Sachverhalte, unter Einbeziehung der Prinzipal-Agent-Theorie und aktueller regulatorischer Vorgaben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen des Ratings, die Analyse der Abhängigkeiten zwischen Emittenten und Agenturen sowie die Diskussion über Lösungsansätze wie Transparenzmaßnahmen oder die Etablierung einer europäischen Konkurrenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ratingagenturen, Interessenkonflikt, Finanzmarktstabilität, Informationsasymmetrie und Unabhängigkeit.

Welche Rolle spielt die Prinzipal-Agent-Theorie bei der Analyse?

Sie dient als theoretischer Rahmen, um die asymmetrische Informationsverteilung zwischen Investoren, Emittenten und Ratingagenturen zu erklären und die Interessengegensätze verständlich zu machen.

Warum wird die Gründung einer europäischen Ratingagentur kritisch gesehen?

Die Gründung gilt als schwierig, da eine neue Agentur finanziell und personell auf Augenhöhe mit den etablierten US-Riesen ("Big Three") agieren müsste und die Unterstützung durch existierende Institutionen wie die EZB oder ESMA mit neuen Herausforderungen verbunden ist.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Unabhängigkeit von Ratingagenturen
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Autoren
Thomas Piela (Autor:in), Patrick Lommertin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
27
Katalognummer
V213384
ISBN (eBook)
9783656415299
ISBN (Buch)
9783656415619
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rating Ratingagentur Unabhängigkeit Moody's Standard and Poor's Standard & Poor's Fitch Bankenrating Finanzkrise Finanzmarktkrise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Piela (Autor:in), Patrick Lommertin (Autor:in), 2013, Die Unabhängigkeit von Ratingagenturen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213384
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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