In dieser Arbeit sollen die Herkunft, Verbreitung und Anwendung von Adverbialsätzen mit
Subordinatoren untersucht werden. Im ersten Teil der Arbeit werden daher zunächst die
Geschichte und erkennbaren Substrate in den Dialekten Südwestenglands dargestellt. Im 2.
Teil erfolgt dann die Geschichte der adverbialen Subordination in der englischen Sprache
sowie eine Untersuchung des derzeitigen Gebrauchs in den verschiedenen Varietäten der
englischen Sprache.
Inhaltsverzeichnis
1. Die Dialektregion Südwest-England
1.1 Angelsachsen und das Königreich Wessex
1.2 Sprachsubstrate in den West Country dialects
2. Subordination
2.1 Subordination in der Geschichte der englischen Sprache
2.2 Subordination in Schrift und Sprache
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Herkunft, historische Entwicklung und den gegenwärtigen Gebrauch von Adverbialsätzen mit Subordinatoren in der englischen Sprache sowie deren Ausprägung in den Dialekten Südwest-Englands.
- Historische Entwicklung der englischen Dialektregion Südwest-England
- Einfluss von Sprachsubstraten auf westenglische Dialektformen
- Diachrone Analyse der Subordinatoren von Alt- bis Modernenglisch
- Untersuchung der Verwendungshäufigkeit von Subordinatoren in verschiedenen schriftlichen und gesprochenen Sprachkontexten
Auszug aus dem Buch
1.1 Angelsachsen und das Königreich Wessex
Die Dialekte des Südwesten Englands werden in der Linguistik als West Country dialects oder West Country accents bezeichnet. Verbreitet sind diese in einer Region die Cornwall, Devon, Somerset, Dorset, Bristol, Gloucestershire und Wiltshire umfasst. Bis ins 19. Jh. war der Westen Englands aufgrund seiner geografischen Isolation weitestgehend vor äußeren Spracheinflüssen geschützt. Daher spiegeln diese Dialekte einige Bestandteile der historischen Ursprünge der englischen Sprache wieder. Die südwestlichen Dialekte haben ihre Ursprünge in der Verbreitung der angelsächsischen Sprache und der Gründung des Königreiches Wessex.
Die spätrömischen Truppen verfügten über germanische Truppenteile, Angeln, Jüten und Sachsen, die sich nach der erfolglosen Belagerung vor allem im Süden Englands niederließen. Dort hatten sie besondere Siedlungserfolge, da die einheimische Bevölkerung romanisiert war und keine Traditionen der Selbstverteidigung pflegte. Die Dumnonii zogen sich nach den Eroberungen der Angelsachsen nach Devon zurück (und von dort zum Teil wieder nach Aremorica), weshalb hier stärkere keltische Sprachanteile gefunden werden.
Die Besiedelung des Südwestens durch Angeln und Sachsen war keine kurzfristige Invasion, sondern ein langsamer Prozess von Besiedelung und Wachstum. Im 7. und 8. Jahrhundert hatten sich vier Königreiche etabliert: Kent, Northumbria, Mercia, and Wessex. Diese vier hatten auch eigene Dialekte: Northumbrian wurde nördlich des Flusses Humber, Wessex oder Southern wurde in den Gebieten südlich der Themse, Kentish nur in Kent und Mercian in den Midlands gesprochen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Die Dialektregion Südwest-England: Dieses Kapitel erläutert die historischen Siedlungsprozesse der Angelsachsen und deren Einfluss auf die Entstehung der charakteristischen Sprachsubstrate in den westenglischen Dialekten.
2. Subordination: Das Kapitel analysiert die historische Entwicklung der Subordinatoren von der altenglischen bis zur heutigen Sprache und untersucht deren aktuelle Verwendungshäufigkeit in Abhängigkeit vom jeweiligen Kommunikationskontext.
Schlüsselwörter
Adverbiale Subordination, Subordinatoren, Dialekte, Südwest-England, West Country dialects, Angelsachsen, Königreich Wessex, Sprachsubstrate, Englische Sprachgeschichte, Altenglisch, Mittelenglisch, Sprachliche Variabilität, Syntax, Konjunktionen, Schrift- und gesprochene Sprache
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Herkunft, der historischen Entwicklung und der heutigen Verwendung von Adverbialsätzen, die durch Subordinatoren eingeleitet werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Dialektologie der Region Südwest-England, der historischen Entwicklung des Subordinatoreninventars des Englischen sowie einer Analyse der Verwendungshäufigkeit in unterschiedlichen Sprachmedien.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Entwicklung von Subordinatoren nachzuzeichnen und zu verstehen, wie formelle schriftliche Sprache und informelle Konversation die Nutzung dieser Strukturen beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer linguistischen Analyse und Auswertung existierender Studien, insbesondere unter Einbeziehung diachroner Daten sowie synchroner Korpusanalysen zur Häufigkeit von Subordinatoren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der dialektalen Besonderheiten des Südwestens sowie in eine umfangreiche Untersuchung der Entwicklung und des Gebrauchs von Subordinatoren in verschiedenen funktionalen Sprachstufen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Adverbiale Subordination, West Country dialects, Sprachsubstrate, diachrone Entwicklung sowie die Unterscheidung zwischen formellem und informellem Sprachgebrauch.
Wie unterscheidet sich die Nutzung des Genus in den westenglischen Dialekten vom Standard British English?
In den westenglischen Dialekten findet eine Unterscheidung zwischen zählbaren und nicht-zählbaren Nomen statt, wobei zählbare Nomen maskuline oder feminine Pronomina erhalten, ähnlich wie im Deutschen, während das Standard British English das Neutrum bevorzugt.
Welche Rolle spielt die Schriftsprache laut der Arbeit für die Entwicklung von Subordinatoren?
Der Autor argumentiert, dass die steigende Relevanz der Schriftsprache und das Bedürfnis, komplexe Sachverhalte intertextuell zu verknüpfen, maßgeblich zur Erweiterung des Subordinatoreninventars beigetragen hat.
- Arbeit zitieren
- MA Guido Maiwald (Autor:in), 2006, Adverbiale Subordination in Dialekten der englischen Sprache, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213320