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Berichterstattung über Menschen mit Migrationshintergrund in den deutschsprachigen Medien

Title: Berichterstattung über Menschen mit Migrationshintergrund in den deutschsprachigen Medien

Term Paper , 2013 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Stielow (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions

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Summary Excerpt Details

[...] Dem verhältnismäßig hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund (MmM) in Deutschland steht ein
verschwindend geringer Prozentsatz von MmM in den Medien gegenüber (ca. 3 %
des Medienpersonals). Dies hat zur Folge, dass überwiegend Deutsche ohne
Bezug zum Thema Migration und Asyl darüber berichten. In meiner vorliegenden Arbeit möchte ich untersuchen, welche Konsequenzen dies für die
Berichterstattung hat, d.h. wie MmM in den deutschen Medien dargestellt
werden.
Dabei werde ich mich verschiedenen Migrationsgruppen widmen. Zuerst gehe ich
auf die Berichterstattung über (männliche) muslimische Migranten ein, auch
hinsichtlich der Frage, wie sich die Darstellung in den Medien seit dem 11.
September verändert hat. Anschließend beschäftige ich mich mit der
Berichterstattung über Straftäter mit Migrationshintergrund. In meinem dritten
Punkt setze ich mich mit der Berichterstattung über Frauen mit Migrationshintergrund
auseinander. Es ist der ausführlichste Teil meiner Arbeit, auch weil
hier Elemente meiner anderen Themen, wie Kriminalität oder Terrorismus, mit
einfließen. Danach beleuchte ich die Berichterstattung über Sportler mit
Migrationshintergrund, wo mein Schwerpunkt im Bereich Fußball liegt. In meinem
Fazit fasse ich die Ergebnisse schlussendlich zusammen und zeige kurz
Lösungsvorschläge auf, wie die Berichterstattung über MmM zu verbessern wäre.
In meiner Arbeit beschränke ich mich auf die Darstellung in den politisch nicht
radikalen Printmedien. Die zitierten Spiegel-Artikel habe ich zumeist im Archiv von
Spiegel-Online gefunden und den entsprechenden Link jeweils als Fußnote angegeben.
Bei den anderen zitierten Zeitungen und Magazinen bin ich nur teilweise
fündig geworden, da deren Archiv nicht immer so weit zurückreicht. In der Kommunikationswissenschaft ist in den letzten Jahren eine zunehmende
Auseinandersetzung mit dem Thema Migration festzustellen, wobei sich der
Schwerpunkt der Forschung mit dem Themenkomplex Islam beschäftigt. Von einer
inhaltsanalytischen Erfassung der Medienberichterstattung wird neuerdings auch
auf Erscheinungen wie die der Ethnomedien eingegangen. Sehr gelungene
Aufsatzsammlungen zu dem Thema haben die beiden Politikwissenschaftler
Christoph Butterwegge und Gudrun Hentges herausgegeben. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Berichterstattung über muslimische Migranten

2. Berichterstattung über Straftäter mit Migrationshintergrund

3. Berichterstattung über Frauen mit Migrationshintergrund

3.1 Berichterstattung über nicht-muslimische Frauen

3.2 Berichterstattung über muslimische Frauen

4 Berichterstattung über Sportler mit Migrationshintergrund

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Menschen mit Migrationshintergrund (MmM) in deutschen Printmedien dargestellt werden und welche Konsequenzen diese mediale Berichterstattung für das Bild der Rezipienten hat.

  • Analyse der medialen Darstellung muslimischer Migranten unter Berücksichtigung des Einflusses des 11. Septembers.
  • Untersuchung der Berichterstattung über Straftäter mit Migrationshintergrund und die Konstruktion von Bedrohungsszenarien.
  • Mediale Konstruktion von Migrantinnen, insbesondere im Kontext von Prostitution und islamischer Religiosität.
  • Betrachtung der positiven, aber oft klischeehaften Darstellung von Sportlern mit Migrationshintergrund.
  • Ableitung von Ansätzen für eine ausgewogene und entdramatisierte journalistische Praxis.

Auszug aus dem Buch

3.2 Berichterstattung über muslimische Frauen

Die Darstellung muslimischer Migrantinnen in den Medien hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich gewandelt. Im Europa des Mittelalters und der Frühen Neuzeit galt der Islam als reale Gefahr und wurde als die Bedrohung schlechthin dargestellt. Frauen spielten dabei kaum eine Rolle. Dies wandelte sich im 19. Jahrhundert. Als sich die militärische Überlegenheit des Westens gegenüber der islamischen Welt immer deutlicher herauskristallisierte, wich die Angst vor dem Orient zunehmend einer Faszination dieser Weltregion. Das vermeintliche Wissen der Europäer entsprang jedoch häufig unreflektierten Reiseberichten, Märchen aus 1001 Nacht und schlichtweg der männlichen Phantasie.

Nun traten zum ersten Mal in Bezug auf den Islam auch Frauen auf, meist als kaum bekleidete Haremsdamen. Musliminnen wurden als lockende und lüsterne Verführerinnen portraitiert, die dekadent im Luxus lebten und somit einen Gegensatz bildeten zur fleißigen und keuschen Europäerin. Als dann mit der Zuwanderung türkischer Gastarbeiter und später auch ihrer Frauen die Deutschen nun erstmals Musliminnen in größerer Anzahl begegneten, veränderte sich das Bild wiederum. Die muslimische Frau galt fortan nicht mehr als die exotische Verführerin, sondern vielmehr als integrationsunwillige und von ihrem Mann unterdrückte Fremde. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Schleiers. Galt er einst als sinnliches Attribut, das es zu lüften galt, steht der Schleier heute als Synonym für die asexuelle Migrantin und ihre Unterdrückung. Erneut bildet die muslimische Frau einen Gegenpol zur diesmal aufgeklärt und emanzipiert konnotierten westlichen Frau.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die historische Entwicklung der Migration in Deutschland und die Relevanz der medialen Repräsentation von Menschen mit Migrationshintergrund.

1. Berichterstattung über muslimische Migranten: Untersuchung der verstärkt negativen Wahrnehmung und der Konstruktion des Islams als Bedrohung, insbesondere nach den Terroranschlägen des 11. Septembers.

2. Berichterstattung über Straftäter mit Migrationshintergrund: Analyse der Kriminalisierungsdiskurse und der problematischen Nutzung von Statistiken, die Migranten unter einen Generalverdacht stellen.

3. Berichterstattung über Frauen mit Migrationshintergrund: Differenzierte Betrachtung der Stereotypisierung migrantischer Frauen als Opfer oder „Exotinnen“, unterteilt in nicht-muslimische und muslimische Frauenbilder.

4 Berichterstattung über Sportler mit Migrationshintergrund: Analyse der überwiegend positiven, jedoch oft mit rassistischen oder sexistischen Klischees durchsetzten Darstellung erfolgreicher Athleten.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der medialen Divergenzen und Appell an eine fachgerechtere, entdramatisierte Migrationsberichterstattung.

Schlüsselwörter

Migration, Medienanalyse, Printmedien, Integrationspolitik, Stereotype, Islamfeindlichkeit, Ausländerkriminalität, Geschlechterrollen, Kopftuchdebatte, Repräsentation, Journalismus, Vorurteile, Diskursanalyse, Integration, Diversität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Menschen mit Migrationshintergrund in deutschen Printmedien und untersucht, wie diese Berichterstattung Stereotype und gesellschaftliche Wahrnehmungen beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Berichterstattung über muslimische Migranten, Straftäter mit Migrationshintergrund, Migrantinnen sowie Sportler mit Migrationshintergrund.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Medien durch selektive Berichterstattung und die Verwendung von Klischees das Bild von Migranten konstruieren und welche negativen Konsequenzen dies für den Integrationsprozess haben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt die Methode der Medien- und Inhaltsanalyse, um Artikel aus verschiedenen Printmedien (wie Spiegel, Bild und Tageszeitungen) kritisch zu untersuchen und deren narrative Muster offenzulegen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in vier inhaltliche Kapitel, die spezifische Migrationsgruppen und die jeweilige mediale Rahmung ihrer Themenkomplexe detailliert analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Migration, Medienanalyse, Stereotype, Islamfeindlichkeit, Ausländerkriminalität, Geschlechterrollen und Integration sind die zentralen Begriffe der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung über muslimische Frauen von anderen Gruppen?

Muslimische Frauen werden medial oft in eine spezifische Rolle gedrängt, die zwischen der historischen Darstellung als „Haremsdame“ und der aktuellen Stilisierung als unterdrücktes Opfer oder potenzielle Bedrohung (durch das Kopftuch) schwankt.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle des Journalismus im Integrationsprozess?

Die Autorin kritisiert, dass viele Medien durch plakative Berichterstattung Ängste schüren und „Verbesonderlichung“ betreiben, anstatt Migranten als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft darzustellen, und fordert eine höhere Sensibilisierung in den Redaktionen.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Berichterstattung über Menschen mit Migrationshintergrund in den deutschsprachigen Medien
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Course
Seminar: Journalismus und Migration
Grade
2,0
Author
Christian Stielow (Author)
Publication Year
2013
Pages
28
Catalog Number
V213296
ISBN (eBook)
9783656418221
ISBN (Book)
9783656419310
Language
German
Tags
berichterstattung menschen migrationshintergrund medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Stielow (Author), 2013, Berichterstattung über Menschen mit Migrationshintergrund in den deutschsprachigen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/213296
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